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Welches ThinkPad?

  • Hallo zusammen!
    Ich habe mir vor kurzem das aktuelle MacBook Pro gekauft, da ich es reduziert bekommen konnte. Da ich aber davon ziemlich enttäuscht bin und jetzt nach über 3 Monaten nicht gescheit damit arbeiten kann (kein cut&paste, keine entf-Taste, um nur einige Problemstellen zu nennen), habe ich überlegt, dieses wieder zu verkaufen.


    Stattdessen möchte ich mir etwas altbewährtes und seriöses zuzulegen (diese komischen glitzernden tollen Widescreen Notebooks regen mich auf). Dies kann natürlich auch ein gebrauchtes Gerät sein.


    Mir ist da mal so das IBM/Lenovo ThinkPad in den Sinn gekommen und auf den ersten Blick sah es so aus, als könne man gute gebrauchte Geräte für unter 300€ bekommen.


    Ich brauche das Gerät hauptsächlich fürs Studium. Anwendungsgebiete wären einfache Foto-/Videobearbeitung, Programmieren (Arduino, Processing), MATLAB, viel Herumtreiben im Internet, usw.. (hatte vorher gedacht, dass mehr auf den Rechner zukommen würde). Er sollte jedoch auch die Möglichkeit haben, ein aktuelles Betriebssystem zu installieren (Win 7) und mindestens 2GB RAM beinhalten. Solange der Prozessor dann einiges an Leistung bringt, ist der Rest eigentlich egal.


    Welches Modell würdet ihr mir da empfehlen? Ich möchte erst mal im Preisbereich 250-350€ schauen. Das ist zwar ein großer Schritt vom MacBook Pro, wenn ich jedoch dieses nicht voll ausreizen kann, bin ich der Meinung, dass ich es auch nicht behalten muss.

  • Schon getan. Hilft trotzdem nicht gegen keine entf Taste, nicht gescheit funktionierendes Mauspad usw... Fühle mich einfach immer eingeschränkt wenn ich an dem Teil was machen will...

  • 1. Finder hat kein Cut&Paste.


    2. Nein... Das geht in fast keiner Anwendung.



    Lassen wir mal die Gründe einfach außen vor ;-). Möchte einfach wissen, ob dieses Gedankenexperiment Sinn ergibt und welches ThinkPad die Aufgaben, die ich jetzt mit meinem Rechner erledige, übernehmen kann.

  • Notebooks mit 4:3 Bildschirmen sind kaum mehr zu finden.
    Wir verwenden in unserer Firma ausschließlich Thinkpads. Das letzte der Serie mit 4:3 war meines Wissens das T61. Wobei ich die T60/61 Serie nicht empfehlen würde.
    Ich bin mit dem T42 immer gut bedient gewesen. Für Windows7 aber schon fast zu langsam. XP läuft wunderbar drauf.


    Aktuellen verwende ich ein T400/410. Sind spitzen Geräte. Allerdings mit 16:10 Bildschirm.


    Ein Thinpad unter 300EUR halte ich jedoch für ein Gerücht. Auf der Lenovo Homepage fangen die bei 522EUR an.

  • Naja, immerhin sind Thinkpads nach wie vor mit matten TFTs ausgestattet, bei den anderen Baureihen (Bad Idea Pad usw.) werden ja inzwischen ebenfalls Schminkspiegel-Displays verkauft.


    In die Preisgegion 250 bis 350 Euro kommt man nur beim Kauf eines gebrauchten Thinkpads (z.B. X60/X61, T60/T61). Echte IBMs sind natürlich nur noch die T4x-Thinkpads gewesen, danach übernahm Lenovo (deshalb vermutlich die Warnung von DerSchatten).


    Thorsten

  • Die Thinkpads sind schon tolle Geräte. Ich würde mir aber evtl. die Teile von Dell auch mal anschauen, die sind (bzw. waren es aufjedenfall mal) sehr robust und gut, hab hier nen alten Latitude CPi A366XT stehen, der ist nicht kaputt zu kriegen. Ich kann auch noch Toshiba empfehlen, hab ich auch zwei da, einmal von ca. 1999-2000 und einmal von 2007, beides tolle und robuste Geräte. Bei Toshiba wird eh noch viel aus eigenem Hause verbaut, so sind die Festplatten beider Laptops auch von Toshiba (mag sein, dass die einfach ihren Namen drauf geschrieben haben und ins ROM geschrieben haben, das entzieht sich meiner Kenntnis).


    Wovon ich nur abraten kann, sind Laptops von Asus, bei einem Freund von mir ist, bei normalem Auf und Zu machen, eine Halterung des Bildschirmes komplett aus der Fassung auf der Unterseite des Laptops weg gebrochen. Und das Ding ist ständig heiss geworden, bei der Wärme brauchte man im Winter fast keine Heizung mehr, und laut war das Teil -.- Komisch, die Asus EEEPCs Netbooks sind qualitativ 1000x besser als Asus' großen Laptops (schreibe gerade auf nem EEEPC :P)


    Gruß
    Soldier

  • Ich habe ein T42P, mit dem ich sehr zufrieden bin. Sowohl Debian Linux als auch Windows 7 laufen super flüssig auf der Kiste. Und das schönste: Ein 4:3 Monitor mit satten 1600x1200 Auflösung :)
    Habe den Rechner vor nem halben Jahr für grademal 200 Euro bei Ebay bekommen und kann ihn wie gesagt nur empfehlen.
    Allgemein machst du mit nem Thinkpad aus der T-Serie eigentlich nichts falsch.. :)

  • Quote


    Schon getan. Hilft trotzdem nicht gegen keine entf Taste, nicht gescheit funktionierendes Mauspad usw... Fühle mich einfach immer eingeschränkt wenn ich an dem Teil was machen will...


    Spinnen wir mal weiter: Auf die Idee, ne stinknormale USB Tastatur ausm PC Bereich anzuschließen, biste noch nicht gekommen? Ich weiß, dass es ein Notebook ist. Aber so schwer kanns ja wohl nicht sein, oder?
    Und wenn du Windows auf dem Ding wirklich ausprobiert hast, dann treffen deine Gründe ja wohl auch nicht mehr zu.
    Davon ab: Copy+Paste/Cut+Paste und solche Geschichten gehen auch prima unter OSX.

  • Naja, Windows aufn Mac ist wie einen Diesel mit Benzin tanken. Wenn man eh hauptsächlich Windows verwendet, sollte es schon ein "IBM-Kompatibeler" Laptop sein, sprich PC-ähnlich. Aufn Mac gehört halt Mac OS, ganz einfach^^


    PS: Ich besitze keinen Mac, da er für meine Anwendungszwecke das falsche ist, und ich nicht einsehe für gleichwertige Hardware das 3-4x zu zahlen^^ Seit die x86-CPUs nehmen, ist es ja nicht anderes, als ein PC ohne BIOS, dafür mit EFI... OSX kann man auch mit leichten Modikfikationen auf vielen Laptops ans laufen bringen, dass beweist, das die Hardware fast die selbe ist. Trotzdem sage ich nicht, dass Apple schlecht ist, finde diese Anfeindungen zwischen dem Apple und Windows Lager schwachsinnig ^9, alles hat seine Vor- und Nachteile.

  • Danke für die zahlreichen Antworten.


    Quote

    Ich habe ein T42P, mit dem ich sehr zufrieden bin. Sowohl Debian Linux als auch Windows 7 laufen super flüssig auf der Kiste. Und das schönste: Ein 4:3 Monitor mit satten 1600x1200 Auflösung
    Habe den Rechner vor nem halben Jahr für grademal 200 Euro bei Ebay bekommen und kann ihn wie gesagt nur empfehlen.
    Allgemein machst du mit nem Thinkpad aus der T-Serie eigentlich nichts falsch..


    Genau an soetwas habe ich gedacht. Scheint also möglich zu sein.


    Ich habe 4:3 Notebooks mit mattem Bildschirm im Grunde genommen auch lieber.


    camper: Ja, ich könnte da eine Tastatur anschließen, jedoch benutze ich das Teil größtenteils in der Uni, ohne irgendwelches Zubehör und Netzteil, um es schnell aus- und einpacken zu können.


    Ich weiß nicht, gekauft habe ich das Ding wie gesagt aufgrund des guten Angebots. Das Design hat mich natürlich gereizt, endlich ein Laptop ohne Schnörkel und überflüssige Tasten... Naja, ich muss sagen, dass ich da echt mehr von erwartet hatte. Auf eine "Umgewöhnungszeit" war ich vorbereitet, jedoch fühle ich mich noch immer nicht so wohl wie unter Windows (welches ich zwar installiert habe, welches aber wie Soldier schon sagte nicht das Wahre ist).


    Apropos Netzteil: Da der Mac ohne Netzteil ja schon gute 5 Stunden läuft, frage ich mich außerdem, wie es bei den ThinkPads mit der Akkuleistung aussieht.

  • Ich will dir deinen geplanten Umstieg nicht ausreden aber die von dir genannten Beweggründe kommentieren. Cut/Copy&Paste, sowie Drag&Drop werden von fast allen Mac Programmen unterstützt, meist konsequenter, als ich es von Windows her kenne. Lediglich der Finder kennt das Ausschneiden (cut) nicht, sondern kann nur Copy&Paste. Man kann sich aber sehr gut mit Drag&Drop behelfen. Sollte einem die Funktion wirklich fehlen, empfehle ich den "Path Finder" als Finder-Ersatz. Der kennt neben dem Cut-Kommando auch die auf PCs beliebte 2-Tafel-Ansicht à la Norton-Commander.


    Entfernen: fn + Backspace


    Ich finde das riesige Trackpad der MacBooks grandios. Dank der vielen Multitouch-Gesten (Blättern in der History oder durch Bilderstapel, Ausblenden von Fenstern etc.) ist es das einzige Trackpad, dass mich nicht leiden lässt, wenn ich mal keine Maus angeschlossen habe.


    Ich kann aber verstehen, wenn gegenüber einem GUI oder OS Vorbehalte hat uns es einem latent unangenehm ist, damit zu arbeiten. Mir geht das bei Windows so und dir anscheinend beim Mac OS. Und die ThinkPads gehören ja zu dem Besten, was man im PC-Sektor kaufen kann (auch wenn ich das Design nicht mag). Bei der Auswahl kann ich leider nicht weiterhelfen aber ich wünsche viel Erfolg bei der Auswahl der Geräts.

  • Danke für die Antwort.


    Die Gründe die ich oben mal genannt hatte waren einfach nur Beispiele. Habe ja auch geschrieben "um nur einige Problemstellen zu nennen". Finder ist die Anwendung, wo ich Cut&Paste in 99% der Fällen brauche und mir ist der @@@@@ geplatzt als ich rausfand, dass das einfach mal nicht ohne Zusatzmittel geht. Da fühlte ich mich als User einfach verarscht. Und da bin ich sicher nicht der einzige Win-Umsteiger, dem das so geht.


    Die Aufzählung sollte quasi stellvertretend sein für: Es gibt zu viele Ecken und Kanten, an denen ich bei normalem Gebrauch, sei es unter OS X oder Windows, anecke.


    Klar hat das MacBook auch Vorteile, genannt habe ich bereits die Akkulaufzeit, die bei absolutem Standbybetrieb (sprich Display dunkel, Tastenbeleuchtung aus, höchstens tippen oder runterladen) auch gerne über 5 Stunden ist. Das TrackPad finde ich auch super. Jedoch verstehe ich viele Sachen, die wohl einfach aus dem Grund, anders zu sein, anders sind, nicht (warum sind eckige und geschweifte Klammern nicht auf den Tasten bzw komisch gelegen, warum muss ich 3 Tasten drücken um unter OS X einen Backslash zu machen, usw...)


    Der Verkauf und Ersatz des MacBooks drängt keinesfalls. Das war jetzt einfach eine Idee die mir spontan in den Sinn gekommen ist.

  • Jedoch verstehe ich viele Sachen, die wohl einfach aus dem Grund, anders zu sein, anders sind, nicht (warum sind eckige und geschweifte Klammern nicht auf den Tasten bzw komisch gelegen, warum muss ich 3 Tasten drücken um unter OS X einen Backslash zu machen, usw...)


    Einige Funktionen sind nicht anders, um einfach anders zu sein. Viele Funktionen hatte Apple einfach zuerst (wie x/c/v für Cut/Copy/Paste) und Microsoft hat es dann (teilweise modifiziert) in sein OS integriert. Dass Apple dann nicht wieder zurückklaut, was MS anders gemacht hat, finde ich irgendwie verständlich. Manche Funktionen hat Apple schon nachträglich integriert, um es Windows-Umsteigern einfacher zu machen (neue Tastenkombinationen für Mehrfachauswahlen im Finder oder auch Taskswitcher per Cmd+Tab) aber es bleibt natürlich ein eigenständiges System, dass nicht in erster Linie versucht, Windows (zurück) zu kopieren. Auf manche Sachen muss man (ohne Zusatztools) verzichten, andere bekommt man neu hinzu (ich könnte mir meine Arbeit ohne QuickLook gar nicht mehr vorstellen). Eine Umgewöhnungsphase ist bei Umsteigern leider nicht zu vermeiden, die meisten Klippen bekommt man in der Regel gut umschifft.


    Zur Tastenbeschriftung: Es ist schade, dass Apple bei der deutschen Tastatur die Klammervarianten nicht aufdruckt und auch schwerer erreichbar macht als bei der amerikanischen Tastaturversion aber damit muss man leben lernen, wenn man das Gerät so gekauft hat. Oder man nimmt, wie ALeX es macht, immer die amerikanischen Rechner-Modelle, die man jetzt nicht mehr, wie früher aus den USA importieren muss, sondern auch hier beim Apple-Händler oder im Online-Shop optional bestellen kann. Da sind dann auch geschweifte und eckige Klammern und was der Coder sonst noch braucht, abgebildet und direkt erreichbar. Für Coder sind die amerikanischen Mac-Tastaturen einfach besser als die deutschen.


    Wie gesagt, wenn man sich mit dem Rechner irgendwie unwohl fühlt, ist natürlich ein Umstieg (zum Gewohnten) das Beste. Warum soll man sich quälen, wenn einem der Pullover nicht passt, er kratzt oder einem die Farbe nicht gefällt. Das kann ich gut nachvollziehen.

  • Was mir den Umstieg um einiges erleichtert hat ist die grandiose Exposé-Funktion... So lässt sich auch die fehlende Cut-Funktion im Finder verschmerzen. Ich habe mir Exposé auf die mittlere Maustaste gelegt (Ja, ich hab ne Logitech-Maus an meinem Mac, weil ich die Apple-Mäuse absolut unzumutbar finde), jetzt kann ich problemlos draggen, dann per Expose das andere Fenster holen und dort hinein droppen. Man gewöhnt sich da dermaßen schnell dran, dass ich mich zum Teil schon bei nem Windows-Rechner ertappt hab als ich mit der mittleren Maustaste Exposé aufrufen wollte :D