Posts by Thorsten Günther

    Nach meinen Informationen ist die Seite von China aus gehackt worden, es wurden Malware und Backdoors eingebaut. Damit ist der seit der 2015er(?) JHV angekündigte GAU eingetreten, die Seite wird in dieser Form nicht wieder ins Web gehen.


    Im Hintergrund wurde jedoch seit vorletztem Jahr bereits an einer komplett neuen Seite gearbeitet. Diese wird nun unter Hochdruck fertiggestellt, getestet und dann aktiviert.

    Ich versuch's mal: das verbreitetste Format für ST-Diskettenimages ist .ST, ein .ST mit 720KB und darunter läßt sich i.d.R. mit dem MSA Converter http://msaconverter.free.fr/index-uk.html unter Windows in einen Ordner auspacken und dann 1:1 auf jede DOS-Diskette im DD-Format kopieren und am ST nutzen. Die meisten .ST-Archive sind jedoch größer, oft 820KB, weil die Disketten am ST oft mit 10 Sektoren und 82 Tracks formatiert worden sind. Das kann man unter Windows nicht auf eine DD-Diskette schreiben. Workarounds: Pera Putniks FloImg bei internem Disklaufwerk im Windows-PC, und wenn dieses nicht vorhanden ist, kann man mit MSA Converter das .ST in zwei .MSA umwandeln, diese auf zwei Disketten kopieren und am ST mit JayMSA http://phoenix.inf.upol.cz/~opichals/jay/ wieder auf eine Diskette zurückschreiben. Die Lösungen mit Festplatten(-ersatz) sind teurer, aber schneller.

    Nein, alle Atari 8-Bit-Computer und das 5200 haben dieselben Grafikfähigkeiten, Ausnahmen sind lediglich ganz frühe NTSC-Revisionen der Atari 400 und 800, die den CTIA- statt des GTIA-Chips hatten (es gab kostengünstige(kostenlose?) Upgrades, daher ist der CTIA kaum noch zu finden - dem CTIA fehlen die drei Modi in 80x192 Pixeln mit 16 Farben derselben Helligkeit, 9 frei wählbaren Farben oder 16 Graustufen). Der Unterschied liegt nur im BASIC, dort gab es beim XL/XE zusätzlich die Grafikmodi 12 bis 15 (die mit den ANTIC-Modes 4, 5, C, E korrespondieren, welche man im 400/800 nur per POKE ansprechen konnte).


    Allerdings stimmt es natürlich nicht, dass die Atari 400/800 dieselben Grafikfähigkeiten wie das VCS hätten, sie sind vielmehr ein logisches, aber deutliches Upgrade: die 400/800 haben doppelt so viele Player, doppelt so viele Missiles (allerdings keinen Ball mehr), doppelt so viele "Playfield"farben (in den GTIA-Modi noch mehr, und in den ANTIC-Modes 4 und 5 bekommt man "gratis" eine fünfte Farbe bei Verwendung inverser Zeichen) und zusätzlich vor allem viel höhere mögliche horizontale Auflösungen und endlich RAM, um den Bildschirminhalt dort vorzuhalten und nicht ständig "on the fly" neu generieren zu müssen.

    Mit etwas mehr Erfahrung hätte man "Pac-Man" deutlich besser hingekriegt, das zeigen die verwandten Titel aus der Zeit kurz danach: "Jawbreaker" (1982) löst das Problem durch ein dynamisches "Labyrinth" und lediglich einen sich horizontal bewegenden Gegner pro Reihe, "Alien" (1982) und Lock'n'Chase (1982) sowie Ataris eigenes(!) Ms. Pac-Man (1982) lösen es durch ein intelligentes Player-Multiplexing.


    Retrofan: das VCS hatte leider nur 128 Byte RAM, weil der RIOT-Chip nur so wenig RAM hatte und dieser Chip für kleines Geld nebenher noch andere Aufgaben erledigte. Das VCS sollte ja erschwinglich sein, ein halbes KB RAM hätte damals schon sehr viel im Preis ausgemacht allerdings den Programmierern auch vieles leichter, man stelle sich vor, man hätte für das Playfield mehr als die 3 Byte zur Verfügung gehabt - nicht umsonst haben ja viele spätere Spiele RAM auf der Cartridge und holen dann aus der ansonsten unveränderten Hardware viel mehr raus.

    Die 1040STF/STFM sind die verbreitetsten Modelle der Atari 16-Bitter und haben daher einen (noch?) recht geringen Sammlerwert, natürlich abhängig vom optischen Erhaltungszustand (Gilb!) - "ohne alles" würde ich maximal 30-40 Euro ansetzen, es gab auch Zeiten, da gingen die bei eBay maximal für einen Zehner weg.


    Wie bereits geschrieben wurde, laufen die Ataris sehr gut mit FlashFloppy-Gotek-Laufwerken, wenn Du sowas einbaust, verdoppelst Du damit gleichzeitig den Wert :).


    Ansonsten benötigt man ein SCART- und ein VGA-Kabel, um alle drei Grafikmodi des ST zu nutzen (oder eines mit 4x Umschalter und entweder zwei Ausgängen auf SCART und VGA, alternativ einem Ausgang und einen Monitor, der auf 15 kHz noch synchronisiert), die meisten Spiele laufen allerdings in Farbe, also via SCART, die meisten Anwendungen wurden zumindest bevorzugt (manche laufen nicht in niedrigeren Auflösungen) in der hohen Auflösung (schwarzweiß, VGA-kompatibel) genutzt.


    Als Maus kann man eine Amiga-Maus umbauen (zwei Drähte tauschen), falls vorhanden, ansonsten gibt es Adapter auf USB- und PS/2-Mäuse.


    Besonderheiten: viele Programme prüfen nicht, in welcher Auflösung sich der ST gerade befindet und zeigen dann "Bildschirm-Müll", wenn man sie in der falschen Auflösung startet (einfach ausprobieren, was richtig ist). Und bei den meisten Spielen wird der Joystick in Port 2 genutzt, die Maus bleibt - im Single-Player-Mode zumindest - in Port 1 stecken.


    Software-Highlights auf dem ST sind neben diversen Spielen (Bolo, Esprit, Oxyd, Moon Patrol, Joust, Crystal Castles, Vroom, Wings of Death, etc.) MIDI- und Anwendungssoftware (Calamus, Papyrus).

    Hallo!


    So eine "Adapterleiste" ist in jedes externe ST-Diskettenlaufwerk (egal, ob Atari oder Dritthersteller) eingebaut. Für die Spannungsversorgung benötigt man allerdings eine separate Quelle - ein Steckernetzteil z.B. (ich habe auch einen gemoddeten 520STm hier, der an der Rückseite einen Klinkenanschluss beistzt, an den das externe Laufwerk angeschlossen wird. Bitte beachte, dass das externe Diskettenlaufwerk ohne kleine Bastelei im Innern des ST nur als Laufwerk B: erkannt wird (Ausnahme: Geräte ohne internes Diskettenlaufwerk, also 520ST/ST+/STm) und man von diesem nicht booten kann.

    Retrofan:


    Die alten Typenschilder, die ich verlinkt habe, sind schon offiziell. Atari hatte damals "autorisierte Fachhändler", die - so wohl zumindest der Plan - die STEs auf 4MB aufzurüsten und umzuiabeln als Serviceleistung hätten anbieten sollen/können - obwohl die STEs ja SIMM-Sockel haben, war ja eine der Gehäuseschrauben mit einem "Garantiesiegel" überklebt, damit man das ja nicht selber macht. Es blieben aber jede Menge dieser Schilder übrig, vermutlich aus zwei Gründen: zum einen war RAM damals teuer (80 bis 100 DM pro MB, es gab in der Zeit sogar eine RAM-Krise WIMRE aufgrund eines Brandes in einem Epoxidharzwerk, daher ja auch später das Modell 520STE, das zu diesem Zeitpunkt eigentlich keinen Sinn mehr ergab), zum zweiten ignorierten wir Anwender natürlich massenhaft Ataris Vorgabe, dieses unglaublich komplizierte Upgrade durch Fachhändler ausführen zu lassen und haben das Garantiesiegel einfach ignoriert.


    Bezüglich der Numerierung der Modelle: ursprünglich plante Atari die Modelle 130ST, 260ST und 520ST, die Zahlen sind gerundet das RAM in dezimalen(!) Kilobytes statt Kibibytes - ähnlich wie bei Festplattenkapazitäten. Da das TOS-ROM nicht rechtzeitig fertig wurde, kam dann zunächst nur der 520ST auf den Markt und mußte TOS (ca. 196KB WIMRE, eines der Probleme bestand darin, es noch in 192KB zu quetschen) von Diskette booten. Der 130ST und der 260ST wurden aufgrund der Tatsache, dass so wenig RAM für einen 16bitter keinen SInn ergab, dann komplett gestrichen, die bereits produzierten Labels "260ST" wurden dann verwirrenderweise eine zeitlang auf die 520ST-Gehäuse geklebt, als das neue Modell "520ST+" mit 1MB RAM den 520ST ersetzte. Zum Glück kam bereits 1986 der 1040STF auf den Markt, ab diesem Modell waren die RAM-Bezeichnungen dann wieder halbwegs logisch als Vielfache von 520 angegeben (u.a. beim nur in Jugoslawien angebotenen 2080STF und eben beim originalen 4160STE-Label).

    Es gab originale 4160STE-Schilder, die wurden von Händlern nach RAM-Upgrades aufgebracht statt des 1040STE/520STE-Schildes (sind ja selbstklebende Alu-Schilder). Das auf dem Foto ist allerdings ein Remake, die originalen Schilder waren geprägt (Atari-Logo & Typbezeichnung) und mit blauem Atari-Schriftzug bedruckt. In .uk gibt es noch Restbestände der originalen Schilder, die werden aber inzwischen sehr teuer gehandelt:


    https://www.ataristsales.co.uk…sed-original-1990s-stock/

    Ich habe noch längst nicht alles gelesen, aber der Artikel über GEM bzw. die Entwicklung des Atari ST gefiel mir sehr gut. Viele kennen diese Vorgeschichte nicht (ich kannte Landon Dyers Blogeinträge) und können daher nicht wertschätzen, was das Entwicklerteam da in kürzester Zeit auf die Beine gestellt hat, das ist wohl eine der Gründe, warum der Atari ST immer das "häßliche Entlein" der Retroszene ist.

    Es gibt inzwischen eine Liste mit halbwegs aktuellen Monitormodellen, die alle drei Auflösungen des ST darstellen (bei den alten CRTs gab es u.a. den NEC MultiSync, NEC MultiSync II, NEC MultiSync 3D, Eizo 9060S, Acorn AKF18, Mitsubishi EUM1491A). Damals stand sowas in den technischen Daten des Monitors drin (benötigt wird lediglich die Fähigkeit, Horizontalfrequenzen von 15-31 kHz und Vertikalfrequenzen von 50-71 Hz zu synchronisieren), heute ist es leider ein Glücksspiel, teilweise besitzen unterschiedliche Revisionen desselben Monitortyps unterschiedliche Analog-Digital-Wandler mit unterschiedlichen Scanbereichen.


    Sehr gut funktionieren sollen die NEC MultiSync LCD1970VX, obwohl die es laut Datenblatt nicht können dürften - im Grunde kann man jeden Monitor nehmen, der auch für AGA-Amigas empfohlen wird.

    1.[0]6 und 1.62 laufen nur auf den STEs, man kann mit Adapterplatine aber einen STF auf TOS 2.06 aufrüsten. Für Spiele oder zum Betrieb von Festplatten hat man damit aber praktisch keine Vorteile - TOS 2.06 ist dann wieder mit allen STs kompatibel und kann zusätzlich zu ACSI-Platten auch von IDE-Platten booten, wenn man also eine interne CF-Lösung statt der Gigafile/Ultrasatan bevorzugt, wäre das das TOS der Wahl.

    Auch Gotek-Laufwerke mit FlashFloppy laufen sehr gut im ST und erleichtern die Datenübertragung wesentlich. Auf Thingiverse gibt es von BRAINCELL passende Rahmen zum Drucken, zur Not geht es auch ohne, auch wenn der rechte Knopf des Gotek dann sehr nah am Gehäuseplastik landet.


    Einen schöneren Desktop gibt es leider nicht, sondern (gefühlt) hunderte :), aktuell wurde Neodesk als Freeware freigegeben, ansonsten sind Gemini (der dann auch eine Mupfel mitbringt für die Tastaturfreunde, viele Unix-Tools wurden dafür neu kompiliert), Thing (wie der Platz, nicht das englische Ding), Teradesk, Jinnee und EASE recht beliebt. Als Betriebssystem-Untersatz gibt es neben TOS noch MiNT (unixoider Kernel nach POSIX-Standard, läuft besonders gut mit angepaßtem AES wie N.AES oder XaAES), MagiC und Geneva (letzteres wurde gemeinsam mit Neodesk als Freeware freigegeben).


    Für ein richtig schönes MiNT-Setup benötigt man allerdings RAM, und zwar idealerweise richtig viel, d.h. 4 MB ST-RAM und dazu möglichst noch eine Magnum Card mit Alt-RAM (entspricht FastRAM, ist aber auf dem ST - anders als auf TT030 oder Falcon030 - nicht schneller als das ST-RAM = "Chip-RAM"), daher solltest Du Dir zuerst mal die anderen Lösungen angucken. Die meisten MiNT-Nutzer haben eher ein MiST, einen aufgemotzten Falcon030 oder einen TT030 (für letzteren gab es ja schon "damals" die Möglichkeit, ihn bis 10MB ST-RAM und 256MB FastRAM aufzurüsten).


    Die aktuellsten AHDI-Treiber für die Megalärm habe ich mal irgendwann auf meinen Webspace hochgeladen, in einem Archiv mit ein paar zusätzlichen Utilities - ist noch da: http://www.dilgar.de/ahdi6061.zip. Diese Treiber sind allerdings lahm (merkt man bei der Megalärm nicht, aber bei einer - ohnehin besseren - Gigafile oder Ultrasatan sollte man definitiv einen anderen Treiber wählen, z.B. den HDDRIVER von Dr. Uwe Seimet oder den von Pera Putnik - beide allerdings kosten immer noch Geld werden aber auch immer noch gepflegt). Ein leiserer Lüfter für die Megalärm ist empfehlenswert, leider haben "damals" viele Benutzer stattdessen lieber das Gehäuse zerstört und die Lüfterschlitze entfernt :(.

    Gibt es eine Hardware-Schaltung beim originalen 800XL, der die Zeit zwischen Ausschalten und Einschalten von 10-15 Sekunden auf ca. 1 Sekunde reduziert.
    Erst nach 15 Sekunden Ausschaltzeit bootet mein 800XL wirklich zuverlässig. Bei 10 Sekunden kann es passieren, dass nur ein Ready kommt und ich muss dann nochmal 15 Sekunden warten und dass nervt.


    Beim C64 gab es da glaube ich einen kleinen leistungsstarken Widerstand, der die Elkos auf der 5V= Seite im ausgeschalteten Zustand sehr schnell entladen konnte.


    Mein erster 800XL hat auch nur eine Sekunde Ausschaltzeit benötigt, bis er zuverlässige im Kaltstart-Zustand war, aber ich habe ebenfalls das mit den 10 Sekunden bei anderen Exemplaren gehabt. Es gibt sicher eine Lösung EDIT: gefunden - man muss lediglich einen Zehn-Ohm-Widerstand zwischen dem freien Pin des Ein-/Ausschalters und der Masse einlöten! Mir sind zwei Workarounds bekannt: Hias' Highspeed-OS-Patch (ohnehin empfehlenswert, wenn man ein SIO2SD oder ein SIO2USB hat) löst bei SHIFT+RESET einen Kaltstart aus, oder man baut wie von MGR3SA vorgeschlagen einen zusätzlichen Taster ein. Ach ja, vom BASIC bzw. DOS aus geht immer "A=USR(58487)" bzw. RUN E477 (in menügesteuerten DOSsen: M[RETURN]E477[RETURN]).

    Ctirad aus Czechischer Atari Gemeinde hat ein externe RAM erweiterung gebaut, was mir am liebsten waere. Das waere dan nicht mit einem Geraet verbunden, man koennte es auch auf einem anderem Atari benutzen. Leider scheint er nich mehr in der Lage zu sein, ein anderes Batch fertig zu lassen


    http://atariage.com/forums/top…ram320xe576-order-thread/


    Kann man die hier gepostete 512kB RAM erweiterung mit GAL22V10 und SRAM auf allen Ataris einsetzen? Ich braeuchte was so wohl fuer meinen 800XL als auch fuer meinen 130XE mit 4x64kx4bit RAMs


    Eine steckbare RAM-Erweiterung bekommst Du derzeit nur von tfhh, wenn Du die Sys-Check V2.2 kaufst - Nachteil gegenüber der Lösung von Ctirad: kein Gehäuse, Vorteile gegenüber der Lösung von Ctirad: passt mechanisch sowohl in die XEs als auch in die XLs, die Platine hat deswegen verschiedene Anschlüsse an gegenüberliegenden Seiten und sogar einen eigenen Cartridge-Anschluss; 4X OS-ROM-Umschalter; Diagnosetool (z.B. kann einem das Tool sagen, welcher interne RAM-Chip bei einem defekten XL/XE getauscht werden muss).


    Die Selbstbau-Lösung mit dem 22V10 und dem 512KB SRAM-Chip funktioniert m.W. mit allen Atari XL/XE.