1541 II aus extrem vergilbt wird fast neu


  • senna78
  • 23538 Aufrufe 100 Antworten

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  • Manchmal gilbt es einfach nach, auch bei dunkler Lagerung. Einfach damit abfinden.

    Warum das so ist? Keine Ahnung, aber ich vermute mal, es liegt einfach daran, dass die Reaktion beim Bleichen nur an der Oberfläche geschieht und nicht tief genug geht. Und dann geht die chemische Reaktion im alten Kunststoff einfach weiter, auch im dunkeln, sprich es dunkelt dann wieder nach. Das das gleiche Muster wie zuvor kommt, liegt dann einfach daran, dass der Kunststoff weiter ihnen einfach schon so angegangen ist wie vor dem bleichen, nur dass man es danach nicht mehr gesehen hat, da die alleräußerste Schicht wieder weiß war. Ich hoffe, man kann mir folgen.

    Ich habe auch Dinge, die nicht mehr weiß zu bekommen sind. Mein Amiga 1000 war schneeweiß, jetzt nach einem 1 1/2 Jahren ist er wieder nachgegilbt, ebenso ein Amiga 600. Andere wiederrum sind immer noch so schön, wie sie nach dem Bleichen waren.

    Ohne ausbleichen wäre toll, aber die Dinge sind nun mal fast 30 Jahre oder sogar älter, da wird auch Kunststoff nun mal alt.

    Grüße,
    Passatuner
  • Na das hört sich ja nicht gut an. Ich bin so stolz, dass meine ersten Bleichversuche erfolgreich waren.

    Hilft denn in ein paar Monaten ein Nachbleichen?

    Oder kann man die Oberfläche mit einer Art Klarlack oder so versiegeln?
  • Ich dachte bisher auch immer, dass es am Licht liegen müsste. Das scheint aber beim Vergilben nicht so eine grosse Rolle zu spielen:
    Ein komplett trocken und licht-geschützt eingepackter VC20 ist innerhalb von drei Jahren deutlich vergilbt. Ich nehme mal an, dass die Lagertemperatur das Vergilben begünstigt, da es auf dem isolierten Speicher hier nie kalt wird. Mein "Arbeits-C128" hier im "Büro" hat in den letzten drei Jahren auch deutlich nachgedunkelt.

    Merkwürdigerweise ist das bei den grauen Brotkästen überhaupt kein Thema. Die sehen im Prinzip noch Original aus.

    Entweder ist die Zeit für den hellen Kunststoff jetzt halt abgelaufen oder warme Raumtemperaturen begünstigen das Vergilben? Wie habt ihr eure Rechner/Floppys gelagert?

    Gruß Dirk
    gesendet über Robotron Lochbandtechnik mit A 5120
  • Einfach mal kurz nachdenken.

    Der Alterungsprozess des Kunststoffs lässt sich nicht aufhalten.

    Wer das einmal verstanden hat ist wirklich im Vorteil.

    Ich finde es gar nicht schwer zu versehen.
  • Im Prinzip gebe ich Dir Recht, aber ich habe hier mehrere gleiche VC20 mit unterschiedlichen Farben. Der einzige Unterschied bestand in der Lagerung.

    Wenn man die Ursache kennen würde, könnte man auch geeignete Schutzmassnahmen vornehmen:
    Schutz gegen UV-Licht, kühle und/oder trockene Lagerung usw.

    Gruß Dirk
    gesendet über Robotron Lochbandtechnik mit A 5120
  • passatuner schrieb:

    Ohne ausbleichen wäre toll, aber die Dinge sind nun mal fast 30 Jahre oder sogar älter, da wird auch Kunststoff nun mal alt.
    Und mir ist aufgefallen, daß der Kunststoff auch langsam spröde wird. Gerade bei den alten Brotkästen und VICs brechen langsam die hinteren Gehäuseklauen ab und das, obwohl ich immer penibel aufpasse beim Auseinander - und Zusammenbauen. Bei genauerem Betrachten fällt mir dann auch auf, daß der Kunststoff nicht mehr stabil aussieht.
    "Das ist megaaffentittenfrittenturbogeil!"
    Zitat meines Grundschulsportlehrers im Jahre 1983.
  • Alex89 schrieb:

    Einfach mal kurz nachdenken. Der Alterungsprozess des Kunststoffs lässt sich nicht aufhalten ... evtl fruchtet es ja wenn ich das mal Poste

    Dafür, dass Du gerade mal "frisch" dabei bist, prustest Du ganz schön los. Die Jungs und Mädels hier denken nach, glaub mir. Und auch derjenige, der nach Deiner Aussage "keine Lust mehr hat", täte besser daran, uns mit Links zu den richtigen Seiten im Netz oder Tipps, wie man es vielleicht besser hin bekommt, zu unterstützen.

    Das Vergilben von äußeren Einflüssen verstärkt wird, siehst man daran, dass die meisten Kunststoffe innen noch gut aussehen. Das SNES in Deinem Link ist sogar innen gilb, was ich so noch nie gesehen habe. Hier scheint ein arger Fall von Chemie bei der Produktion zum Einsatz gekommen zu sein. Ich habe bisher komischerweise noch keinen Fall von Nachgilbung erlebt. Ich benutze auch kein RetroBright, sondern H2O2 (Wasserstoffperoxyd) 30% oder in Chremeform in 15%. Sicher sind aber die Zutaten der Kunststoffmischung immer etwas anders und auch kontinuierlich verändert worden, was man am Beispiel des SNES im Link ja gut sehen kann. Trotzdem bin ich auch weiterhin bereit, die Gehäuse zu entgilben - auch auf die Gefahr hin, dass sie nachgilben.

    Ich behaupte mal, dass die wenigsten hier Chemiker sind (sicherlich auch nicht Du, sonst würden Deine Antworten etwas fachlicher ausfallen), so basieren alle Aussagen (auch die meinen) auf Lesen, Ausprobieren und den Tipps von Externen. Dass ein Sammler versucht, seine Geräte wieder hell zu bekommen, muss nicht so verächtlich von Dir kommentiert werden. Dies beruht dann weder auf Dummheit noch auf Unverständnis der Person, lediglich auf Hoffnung. Und die stirbt bekanntlich zuletzt.

    Daher freuen wir uns auf Deine konstruktive Beteiligung in diesem Forum. Bitte aber unterlass diese abschätzigen Bemerkungen.
  • Alex89 schrieb:

    Einfach mal kurz nachdenken.

    Der Alterungsprozess des Kunststoffs lässt sich nicht aufhalten.

    Wer das einmal verstanden hat ist wirklich im Vorteil.

    Ich finde es gar nicht schwer zu versehen.


    Das finde ich etwas zu leicht daher gesagt. In dem Link von Dir sind z.Bsp. auch Bilder zu sehen von Rechnern bei denen offensichtlich etwas drauf stand, und gar von Schnittstellen die lange Zeit belegt waren. Warum ist es dann dort nicht auch vergilbt wenn es "nur" am Alterungsprozess liegt? Des Weitern wären dann ja wohl (fast) alle Computer einer Serie betroffen da die ja nun auch fast alle gleichalt sind. ;)
    Es hat sicher mit den Paltikmischungen zu tun. Die Frage wie damals die Gehäuse hergestellt wurden und welche Komponenten verwendet wurden, in welchem Verhältnis -das könnte helfen.

    mfg :)
  • Dieselmethode

    @Cyberdine:
    Nach dem Bleichen den Kunststoff ein oder zwei Tage in Diesel einweichen, um ihn unempfindlich und geschmeidig zu machen, soweit die Theorie, habe selbst noch keine praktischen Erfahrungen, aber wenn uns mactron sagt, er hat gute Erfahrungen damit gemacht, darf man das glauben.

    Für mich ist dieser Fred eher wieder mal ein abschreckendes Beispiel, warum ich solche Extrem-Methoden wie Peroxid nicht mache. Die Hardware hat NIEMALS(!) so hell ausgesehen vorher. Und wenn sie dann 2 Jahre später wieder wie der letzte Dreck aussieht, hat sich der Aufwand erst recht nicht gelohnt. Da gibt es harmlosere Wege, um in sehr vielen Fällen gute Ergebnisse zu erzielen.
    Es sind keine anzeigbaren Aktivitäten vorhanden.
  • zaxxon schrieb:

    Gut das auch mal Negativ Beispiele des bleichen geposted werden. Bin von den Vorher und Nacher Bildern hier immer begeistert. Traurig das der Gilb dann wieder durchschlägt und der Kunstoff sogar spröde wird dadurch. :(
    Naja, nicht alles. Mein A1200 ist noch so weiß wie er vor 2 Jahren nach Retr0brightbehandlung war, auch der c128d sieht noch gut aus, ist also auch Zufall /Glück dabei. Ich denk einfach, das selbst In gleichen Reihen der Kunststoff unterschiedlich ist, wer weiß, was da alles nich untergemischt wurde, wir reden schließlich von den 80ern, da hat man sicher noch nicht so genau hingesehen.

    Spröde wurde der Kunststoff bei mir nicht durch bleichen, der war auch vorher schon bei manchen Kisten spröde, wie ausgetrocknet, Weichmacher raus oder so was, k.A, ist aber eher die Ausnahme.

    Grüße,
    passatuner