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Step-by-Step SD2IEC Lochraster Nachbau

  • Bin gerade dabei mir die Teile für den Lochrasternachbau zusammenzustellen. Da ich absoluter Newbie bin, hab ich da noch ein paar Fragen. Hoffe, ihr verzeiht mir den Fragenkatalog.


    - Ich möchte wie hier im Thread schon von einem User gezeigt, den SD2IEC in ein externes Gehäuse einbauen. Hat jemand Empfehlungen, was die Gehäusemaße anbelangt oder kann sogar ein gut geeignetes Gehäuse empfehlen?


    - Kann man die Spannungsversorgung nicht durch ein externes Steckernetzteil herstellen, welches 5V liefert? Dadurch würde man sich doch den Datasettenstecker sparen, den es so gut wie nirgends mehr gibt. Wenn ja, wieviel (m)A sollte das Netzteil liefern?


    - Welche Kabel eignen sich am besten für die Verbindungen auf der Lochrasterplatine? Sind das auf den Fotos Festplatten/Floppykabel, die man im PC zwischen Laufwerken und Mainboard verwendet?


    - Wie löst man elegant die Verbindung zwischen dem externen SD2IEC zum Floppy-Port des C64? Der DIN-Stecker ist ja bereits in der Teileliste enthalten aber welches Kabel verwendet man da am besten, damit es vernünftig aussieht?


    - Welche Lötspitze eignet sich am besten für die Lötarbeiten? Es gibt ja verschiedene Größen.


    Die Fragen sind mir schon ein wenig peinlich aber ich hoffe, dass ihr mir ein wenig unter die Arme greifen könnt. Danke im Voraus! :)

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    - Ich möchte wie hier im Thread schon von einem User gezeigt, den SD2IEC in ein externes Gehäuse einbauen. Hat jemand Empfehlungen, was die Gehäusemaße anbelangt oder kann sogar ein gut geeignetes Gehäuse empfehlen?


    Hier im Forum werden die unterschiedlichsten Gehäusen genommen / gebaut. Sogar mit Lego Bausteinen :)


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    - Kann man die Spannungsversorgung nicht durch ein externes Steckernetzteil herstellen, welches 5V liefert? Dadurch würde man sich doch den Datasettenstecker sparen, den es so gut wie nirgends mehr gibt. Wenn ja, wieviel (m)A sollte das Netzteil liefern?


    Kein Problem, das SD2IEC braucht nur sehr wenig Strom, es müssen nur stabile 5V sein. Vergiss aber nicht Ground zu verbinden.


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    - Welche Kabel eignen sich am besten für die Verbindungen auf der Lochrasterplatine? Sind das auf den Fotos Festplatten/Floppykabel, die man im PC zwischen Laufwerken und Mainboard verwendet?


    Das ist einfache Litze, eine gute und billige Lösung mit dem Festplatten/Floppykabel. Falls man sie sowieso rum liegen hat.


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    - Wie löst man elegant die Verbindung zwischen dem externen SD2IEC zum Floppy-Port des C64? Der DIN-Stecker ist ja bereits in der Teileliste enthalten aber welches Kabel verwendet man da am besten, damit es vernünftig aussieht?


    Also ein sechsadriges Rundkabel ist wohl am schönsten, aber ich würds nicht länger als 40cm machen.


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    - Welche Lötspitze eignet sich am besten für die Lötarbeiten? Es gibt ja verschiedene Größen.


    Eine Spitze von 0,8 – 1,6mm ist OK. Es ist ja kein SMD.

  • Blader:
    Ich hab das ganze in folgendes Gehäuse eingebaut:
    sdiec.jpg


    Maße: Höhe 6cm, Breite 15cm, Tief 14cm Halbschalengehäuse (Bezugsquelle weiß ich nicht mehr.)
    Da passt das ganz locker rein.
    Ich hab die Frontplatte noch gegen eine milchig geschliffene Plexiglasscheibe getauscht und 4 rote LED dahinter gesetzt- was für die bessere Optik


    Bei der Spannungsversorgung war ich recht frech. Ich hab mir den Stecker gespart und die Spannung direkt vom Port abgenommen, indem ich da 2 Kabel angelötet habe. Damit das SDIEC nicht am C64 schlabbert, habe ich das ganze mit Cinch-Stecker und -Buchse gelöst.


    sdiec_5V.jpg


    Die Kabel sind nichts besonderes. Du kannst hier ruhig Resteverwertung betreiben und alte PC-Kabel auseinanderschneiden. Ich würde aber lieber die 2 Euro noch in die Hand nehmen und unterschiedliche Farben kaufen. Das sorgt hinterher für mehr Klarheit, wenn es an die Fehlersuche gehen sollte.


    Für das Kabel zum DIN-Stecker, besorg Dir eines mit der entsprechenden Adernanzahl und mache es nicht zu lange. Achtung: Nicht vergessen die Kabelabschirmung mit GND zu verbinden. Sonst versaust Du Dir das Signal und z.B. die Fastloader-Routinen funktionieren nicht mehr. Mach das Kabel auch nicht zu lang (ca. 30 cm), da es ansonsten Signalverlust gibt.


    Die Lötspitze sollte eine feine sein. Wichtiger ist aber auch, dass Du nicht so ein 80-Watt-Ich-brenn-alles-weg Löteisen hast. 30 Watt reichen völlig. Ist auch besser für die ICs


    Viel Spaß beim Basteln.

  • Achtung: Nicht vergessen die Kabelabschirmung mit GND zu verbinden.



    Bedeutet, die Abschirmung, des Kabels, welches den SD2IEC mit dem Floppyport des C64 verbindet, muss zusätzlich an PIN2 des DIN-Steckers angelötet werden?

  • Bin da selber vor nem halben Jahr durch - allerdings mit fundierten Lötfähigkeiten. Hier meine Erfahrungen:


    Gehäuse gibts zu viele um da ne Aussage zu machen. Nimms nicht zu klein! Die ganzen Buchsen nehmen einiges an Platz weg und es lötet sich angenehmer wenn man noch ein bisschen Luft hat. Persönlich mag ich die "EUROBOX RT" bei Reichelt ganz gern. Da sollte genug Platz drinnen sein.


    Externes Netzteil habe ich auch. Ich habe allerdings auf die Lochrasterschaltung noch ne Schutzdiode (gegen verpolen) und einen 5V Spannungsregeler mit Glättungselkos gebaut. Grund: Die käuflichen Netzteile haben oft stark schwankende Ausgangsspannungen und der ATMEGA und vor allem die SD-Karte mögen überspannungen gar nicht. Mein Netzteil steht jetzt auf 7,5 V um genug Regelreserven beim Spannugsregler zu haben. 500mA dürften vollkommen ausreichen - vermutlich sogar weniger. (habs nie gemessen)
    Allerdings: das Abzapfen der 5V aus dem 64er hat den Vorteil, dass dort die Spannung bereits ausreichend gut geregelt wird und man auf den Aufwand eines Spannungsreglers verzichten kann.


    Verkabelung: Also ich habs ganz edel gelöst und Wannenstecker (Pfostenstecker) auf der Platine montiert. Dort wird dann ein Flachbandkabel (von dir Festplattenkabel genannt ;-)mit angequetschtem Stecker reingesteckt. Das andere Ende des Kabels geht dann zu den Buchsen, LEDs, Schalter an der Gehäusewand. Vorteil: Man kann alles wieder auseinander nehmen. Nachteil: Kostet ein bisschen und zum Anquetschen der Stecker braucht man eine Spezialzange oder notfalls einen Schraubstock.
    Wenn dir das zu viel Aufwand ist, dann nimm Litzendraht - der kann z.B. auch bündelweise verdrillt werden um den Kabelsalat etwas zu minimieren.


    Auf der Platine selber verwendet man am zweckmäßgsten lötfähigen Fädeldraht. Der ist durch eine Lackschicht isoliert und kann trotzdem gelötet werden (Lack brennt einfach weg). Ich hatte nicht genug von dem Zeug und habe daher teilweise auch mit isolierter Litze gearbeitet. Aber das ist eigentlich krampf! Wenn Du überkreuzungen vermeidest, kannst du auch mit den abgeschnittenen Beinchen der Widerstände und Kondensatoren Verbindungen direkt auf die Lötpads löten.


    Die Verbindung zum IEC-Port habe ich durch eine 6-polige DIN-Buchse direkt im SD2IEC-Gehäuse gelöst. Man steckt die Verbindung dann mit einem Floppykabel. Möglich wäre auch einfach ein Floppykabel auf einer Seite abzuschnippeln und fest am SD2IEC zu verlöten. Das andere Ende kommt dann in den 64er.


    Lötspitze: Für Lochraster am besten "bleistiftspitz". Zum Löten der Buchsen sollte der Lötkolben schon ein bisschen Dampf haben. Mit nem 15W SMD-Kolben wirds keine Freude.

  • Vielen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen! Das hat mir schon einmal sehr weitergeholfen. :)


    Ich habe allerdings auf die Lochrasterschaltung noch ne Schutzdiode (gegen verpolen) und einen 5V Spannungsregeler mit Glättungselkos gebaut. Grund: Die käuflichen Netzteile haben oft stark schwankende Ausgangsspannungen[...]


    Kann man dies umgehen, in dem man ein stabilisiertes 5V-Steckernetzteil verwendet oder haben auch die zu starke Schwankungen in der Ausgangsspannung, sodass ein Spannungsregler unbedingt mit einbezogen werden sollte?


    Bleibt leider auch noch die Frage, wie das mit der Abschirmung des Kabels zum Floppyport zu verstehen ist, die mit GND verbunden werden muss. Ein Floppykabel kann ich leider nicht zerschnippeln, da ich nur eins habe.

  • Kann man dies umgehen, in dem man ein stabilisiertes 5V-Steckernetzteil verwendet oder haben auch die zu starke Schwankungen in der Ausgangsspannung, sodass ein Spannungsregler unbedingt mit einbezogen werden sollte?

    Stabilisiert ist schonmal gut, allerdings können auch bei diesen Netzteilen noch Störungen auftreten. Ein Spannungsregler ist zwar nicht nötig, aber auf einen Glättelko würde ich nicht verzichten, 1000 µF sollten dir Brummspannung vom Leib halten.

    Bleibt leider auch noch die Frage, wie das mit der Abschirmung des Kabels zum Floppyport zu verstehen ist, die mit GND verbunden werden muss. Ein Floppykabel kann ich leider nicht zerschnippeln, da ich nur eins habe.

    Bei einem Kabel mit Schirm ist dieser an einem Kabelende (nicht an beiden!) mit GND, also z.B. Pin 2 des IEC-Steckers, zu verbinden.

  • [...]auf einen Glättelko würde ich nicht verzichten, 1000 µF sollten dir Brummspannung vom Leib halten.



    Hmm. Und welchen Elko soll ich da nehmen? Die Elkos mit der kleinsten Spannung, die ich bei Reichelt gefunden habe sind 1000µF/10V. Dann gibts noch welche mit 1000µF/6.3V, die sind aber in SMD-Bauweise. Hast du mal ein Link, welchen ich da am besten nehme? Wie wird der geschaltet? Einfach zwischen Netzteil und Platine? Masse oder + ?

  • Einfach einen billigen Standardtypen nehmen, z.B. den RAD 1.000/16 bei Reichelt. Die 16 Volt sind die Spannungsfestigkeit, also sozusagen das Maximum, was man dem Elko zutrauen sollte. Alle Spannungen darunter stellen überhaupt kein Problem dar.


    Der Glättelko wird parallel zum Netzteil geschaltet: Plus an Plus, Minus an Minus/Masse. Unbedingt die Polung beachten, sie ist auf dem Elko markiert!


  • Der Glättelko wird parallel zum Netzteil geschaltet: Plus an Plus, Minus an Minus/Masse. Unbedingt die Polung beachten, sie ist auf dem Elko markiert!


    Woher weisst du eigentlich was für ein Netzteil der OP nehmen will?
    Wenn es ein geregeltes ist wäre der Tip mit dem Elko eher kontraproduktiv.


    Blader: nimm einfach ein Netzteil von einem USB-Hub.
    Die sind geregelt, können genug Strom und kosten nix.

  • Der Glättelko wird parallel zum Netzteil geschaltet: Plus an Plus, Minus an Minus/Masse. Unbedingt die Polung beachten, sie ist auf dem Elko markiert!


    Also so, wie ich es im Anhang aufgemalt habe?

  • Blader: nimm einfach ein Netzteil von einem USB-Hub.
    Die sind geregelt, können genug Strom und kosten nix.


    Mist, zu spät. Hab meine Bestellung bei Pollin schon abgesetzt, weil ich da auch den SD-Karten-Sockel bestellt habe.


    Bestellt hab ich dieses Netzteil:
    Pollin.de - Bestellnummer: 350 053


    Die Bestellung bei Reichelt hab ich noch nicht abgesetzt. Also dort noch nicht zu spät. :)


    Sorry wegen dem Doppelpost. Hab dein Posting noch nicht gesehen gehabt, als ich mein vorheriges Posting verfasst hab.

  • Unseen


    Dann sei froh. Meines war nur 30 cm und im ersten Anlauf ohne angeschlossene Abschirmung. Das hat dazu geführt, dass die Fastloader-Routinen (FCIII) nicht mehr funktioniert haben. Kaum hatte ich die Abschirmung angelötet, war alles super. Das normale Laden hat immer geklappt.

  • Bestellt hab ich dieses Netzteil:
    Pollin.de - Bestellnummer: 350 053

    OK, bei dem Ding ist es wohl unnötig, einen großen Glättelko zu verwenden. Du kannst ihn weglassen oder einen kleinen Typen zur Siebung benutzen, wenn du auf Nummer sicher gehen willst - so 10 µF. Diese Art von Netzteilen ist ausreichend stabilisiert, zusammen mit den 100 nF Abblockkondensatoren, die du sowieso an jedem IC anbringst, läuft das wunderbar.


    Dein Schaltbild ist übrigens korrekt, so verschaltet man einen Glätt- oder Siebelko, auch wenn du das für das bestellte Netzteil jetzt nicht mehr brauchst. ;)

  • Dadurch würde man sich doch den Datasettenstecker sparen, den es so gut wie nirgends mehr gibt. Wenn ja, wieviel (m)A sollte das Netzteil liefern?


    Donald hat aber Userportstecker und Kappen im Shop.

  • Naja, jetzt hab ich zwischenzeitlich auch meine Bestellung bei Reichelt abgesetzt - mit Elko. Aber nicht schlimm. Vielleicht lecke ich ja Blut beim Basteln und sowas kann man ja dann auch später evtl. noch gebrauchen. ;)


    Auch wenn die folgende Frage jetzt obsolet ist, da bei dem von mir bestellten Netzteil der Elko, wie du sagst, ja überflüssig ist, interessiert es mich trotzdem. Du sagst, das Schaltbild ist korrekt. Wie wirkt der Elko bei dieser Schaltung? Der Strom läuft ja so geschaltet auch gleichzeitig am Elko "vorbei". Ich hätte es jetzt verstanden, wenn der Elko vier Beinchen (2x Plus, 2x Minus; also Ein + Ausgang) hat und der Strom dadurch gar nicht am Elko "vorbei kann" aber so verstehe ich als absoluter Laie nicht, wie es funktioniert.