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50 Apple-1 Repliken – Wahrscheinlich bin ich einfach nur verrückt …

  • Es besteht für mich nicht der leiseste Hauch eines Zweifels, dass das gute Boards sind.

    Tests nach IPC wären da aussagekräftig sowie H.A.L.T.

    Apropos China: ich dachte, die neuen kämen aus Deutschland oder wenigstens EU?

    Wenn es original sein soll muss die Platine nicht in China, auch nicht in der EU sondern in der USA gefertigt werden. So jetzt mal Spass bei Seite die Qualität dürfte die der original Platinen in vielen Belangen weit überlegen sein. Und ein aus heutiger Sicht nur noch schön anzusehendes Layout wird auch durch die beste Fertigung kein technisch gutes Layout.

    Man sollte also das Augenmerk eher auf die Optik setzen will man Stabilität und Qualität macht man ein neues professionelles Layout, setzt auf 4 Lagen und eine 2/3 so grosse Platine. Auch würde man wohl kaum einige der exotischen Bauteile nutzen wo es Alternativen gibt.

  • Hallo zusammen,


    mal kurz ein bisschen Erläuterung zum Kompromiss "so nah wie möglich am Original" und "soll zuverlässig laufen".


    Dass das Apple-1-Board nicht sonderlich clever geroutet ist und der Apple-1 deshalb große Schwierigkeiten mit dem Timing hat (unter anderem), wurde vielfach beschrieben. Besonders nah am Abgrund stehen hier wohl die ersten 50 Stück (Byte-Shop-Variante), die Scheibenkondensatoren als Bypass verwenden. Die NTI-Boards verwenden hier die grün/blauen Kondensatoren, die ihren Job wohl besser machen.


    Die Wahl der Kondensatoren hat natürlich mit den größten Einfluss auf den "Look" des Boards. Nun ist es so, dass moderne Kondensatoren – ich verwende aktuelle diese hier – das Timing ein gutes Stück vom Timing-Abgrund wegrücken. Ich hätte da gerne ein bisschen größere, weil die dann etwas ähnlicher aussehen würden, habe aber bisher nichts gefunden. Möglicherweise gäbe es auch Scheibenkondensatoren mit ähnlich guten Eigenschaften, aber auch hier habe ich nichts gefunden. Gerne nehme ich Anregungen entgegen.


    Bei anderen Bauteilen ist es weniger kritisch, wenn die – etwa wegen ihres Alters – von ihren ursprünglichen Werten ein bisschen abweichen. Die Allen Bradley Widerstände liegen – trotz 5% Toleranz – teils um die 10 Prozent daneben (bei mir übrigenbs immer nach oben), aber das macht offensichtlich keine Schwierigkeiten.


    Von wieder andere Bauteilen gibt es sehr, sehr ähnlich aussehende Varianten, auf die ich ausweiche, zum Beispiel bei den Gleichrichterdioden und den 22 uF Elkos, da nehme ich alte Roederstein, die kommen recht nah ran an den gewünschten Look.


    Die generelle Ausrichtung ist aber: "Funktion vor Aussehen". Mir ist wichtiger, dass die fertigen Boards stabil und zuverlässig funktionieren, ohne dass bei jedem dritten Einschalten wieder was nicht funktioniert, weil Merkur gerade in Konjunktion mit Jupiter steht, wir gerade ein Tiefdruckgebiet haben oder die Temperatur nicht angenehm ist … Heißt aber im Umkehrschluss: Wenn ein modernes Bauteil keinen Gewinn hinsichtlich Stabilität bringt, dann wird das auch nicht verwendet. Heißt im Klartext: Keine Ersatzlösungen für 2513, 2519 etc. Nur weil Originalbauteile möglicherweise schwer zu beschaffen sind, darf das nicht als Ausrede gelten, auf Bastellösungen umzuschwenken.


    Abgesehen von kleineren Rückschlägen gelingt das ja auch gut.


    Soviel zum Hintergrund. Falls jemand zu den Kondensatoren Idee hat (besserer Look bei mindestens gleicher Stabilität) – immer gerne.


    Lieben Gruß und schönen Sonntag!



    Armin

  • Widerstände immer von links nach rechts lesbar bzw. oben nach unten, Bauteile mit Beschriftung immer nach links bzw. vorne zeigen lassen, die Sprague-Elkos so einbauen, dass man viel von der Bschriftung sieht etc. … … Ich weiß, dass sich jetzt einige von euch an den Kopf fassen,

    noe... :thumbup: ist total normal... das haben wir auch im ersten Lehrjahr so beigebracht bekommen...

    deswegen kennt man ja die (meisten) Ringe auch heute noch aus "dem Gedächtnis"... bis auf die Prozent Ringe :)

    Entweder man hat eine Ordnung und ein Konzept, oder nicht. Dazwischen gibbet nüscht. ^^

    Auf meinen Platinen (bestückt wie unbestückt) ist das jedenfalls auch so. :thumbup:

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • Widerstände immer von links nach rechts lesbar bzw. oben nach unten, Bauteile mit Beschriftung immer nach links bzw. vorne zeigen lassen, die Sprague-Elkos so einbauen, dass man viel von der Bschriftung sieht etc. … … Ich weiß, dass sich jetzt einige von euch an den Kopf fassen,

    noe... :thumbup: ist total normal... das haben wir auch im ersten Lehrjahr so beigebracht bekommen...

    deswegen kennt man ja die (meisten) Ringe auch heute noch aus "dem Gedächtnis"... bis auf die Prozent Ringe :)

    Entweder man hat eine Ordnung und ein Konzept, oder nicht. Dazwischen gibbet nüscht. ^^

    Auf meinen Platinen (bestückt wie unbestückt) ist das jedenfalls auch so. :thumbup:

    Ich habe das nur deshalb explizit erwähnt, weil die Firma sagte, dass ohne anderslautende Anweisung Widerstände nicht einheitlich bestückt werden (sondern so wie sie gerade in die Hand kommen). Ich bin eigentlich auch davon ausgegangen, dass es da bestimmt einen Standard gibt, aber ich wollte sichergehen und habe nachgefragt – und bin froh drum, weil ich mich sehr geärgert hätte, wenn das wie Kraut und Rüben ausgesehen hätte.

  • Hallo zusammen,


    es gibt kleinere Neuigkeiten:


    1. Der Dauerbrenner DS0025CN. Hier gibt es höchst Erfreuliches zu berichten: So wie es aussieht, gibt es zum DS einen Vorgänger, der sich bis auf die Bezeichnung fast nicht unterscheidet. Und der ist für vernünftiges Geld erhältlich. Damit ist wäre dieses Problem vom Tisch. Muster sind bestellt.


    2. Die schwallgelöteten Prototypen sind fertig! Leider schaffe ich es heute nicht mehr, sie persönlich in Empfang zu nehmen, aber nächste Woche kommen die dann an – ich bin unglaublich gespannt, wie die aussehen und ob alles gut geklappt hat.


    Später bekomme ich (hoffentlich) noch Bilder der Platine, die würde ich dann nachreichen.


    So oder so: Nächste Woche wird super spannend!


    Ein schönes Wochenende wünscht



    Armin

  • 'n Abend allerseits,


    hier noch die Bilder der Platinen. Es sind kleine Fehler gemacht worden (Spannungsregler falsch rum eingebaut, Schrauben beim LM323K falsch rum), doch im großen und ganzen – aber seht selbst:



    Wenn die jetzt tatsächlich funktionieren, wenn die Chips drin sind, dann wäre das doch schon ein schöner Schritt in die richtige Richtung …


    Es grüßt


    Armin

  • Es sind kleine Fehler gemacht worden

    Wurden die PCBs jetzt mit Welle gelötet oder manuell?


    Weil man sieht jede Menge "Tapper", sprich Verschmutzungen wie beim manuellen Löten durch Flussmittelreste, aber keine fürs Wellen- oder Schwalllöten spezifischen Sachen, wie zugesetzte Löcher von NICHT eingelöteten Bauelementen ...


    Dass die Goldfinger fürs Wellen/Schwalllöten abgeklebt werden, das dürfte klar sein, aber es sind jede Menge "freie" Pins, teils mitten drin, die aber weder abgeklebt noch automatisch gelötet aussehen...


    Wenn es Jemand handgelötet hat, dann Hut ab, dafür ist es schön gleichmäßig geworden. Nach Welle/Schwall sieht es mir persönlich eher nicht aus, aber möglicherweise täuscht das Foto oder es wurde kräftig von Hand nachgearbeitet...


    Ist an sich nem undankbares Layout, da KEINERLEI Optimierungen für eine rationelle Produktion vorgenommen wurden. Das hat man Jobs & Co. vermutlich damals auch schon erzählt, entsprechend schnell kam ja dann der Nachfolger...


    Ob es ne gute Idee war, ALLES zu sockeln, auch die 08-15 TTLs, das muss wohl auch die Zeit zeigen...


    Viel Erfolg bei der Inbetriebnahme!


    PS: die Uralt-Elkos sehen wirklich sehr nach 70ties aus, dass die heute noch gefertigt werden, fast ein Wunder...

  • Es sind kleine Fehler gemacht worden

    Wurden die PCBs jetzt mit Welle gelötet oder manuell?

    Wie man an den "zugelöteten" Durchkontaktierungen sehr schön sehen kann, ist es natürlich schwallgelötet. Die wären sonst nämlich frei. Beim Breadboard und dem Schaltkreis oben für die 6800-Variante ist das natürlich nicht so, weil die abgeklebt worden sind, damit die Platine eben wie das Original aussieht und man das Breadboard noch verwenden kann.

    Ob es ne gute Idee war, ALLES zu sockeln, auch die 08-15 TTLs, das muss wohl auch die Zeit zeigen...

    Die Frage stellt sich für mich nicht. Im Original war alles gesockelt, also wird alles gesockelt.

    Viel Erfolg bei der Inbetriebnahme!

    Vielen Dank!

  • Ich denke das Armin nur wegen der vielen Sockel jemanden gefunden hat der das lötet

    Blei in den Bauteilen war in der Tat ein Thema, aber wir sind zu der – völlig korrekten, wie ich denke – Annahme gekommen, dass falls die Bauteile überhaupt Bleianteile haben (die allermeisten Bauteile sind gesichert RoHS konform), diese so verschwindend gering ist, dass man Abertausende Boards durchjagen müsste, um im Zinnbad einen kritischen Anteil zu erreichen. Ein bleifreies Lötzinn darf bis maximal 1 Prozent Blei enthalten (so der Chef der Firma) – es ist quasi unmöglich, das mit dem Blei an den Beinchen zu erreichen. Das Lötbad hat 300 KG Zinn. Man müsste da 3 Kilo Blei reinschütten, damit die Grenze erreicht ist. Wo soll diese Menge herkommen? Auf jeden Fall nicht von ein paar Widerständen, die bei 1000 Boards insgesamt vielleicht 3 Kilo auf die Waage bekommen … :-D


    Das war aber nie der Grund für die Sockel. Hier liegt der Grund einfach in der Tatsache, dass die Originale gesockelt sind.

  • Ich denke das Armin nur wegen der vielen Sockel jemanden gefunden hat der das lötet.

    Och, meine Lötbäder sind und bleiben auch verbleit -zumindest so lange Zinn und Blei käuflich erhältlich ist- und ich bin nicht der Einzige, der das so handhabt...


    Weil es einfach besser und dauerhafter ist und solange die Militärs nicht mit Gold, Weihrauch und Myrrhe schiessen, löte ich auch mit Blei!


    Da gäbe es ganz andere Probleme, die VORRANGIG angegangen werden müssten, aber das gehört -leider- nicht hier her, nur so viel: ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich zur Zeit kotzen könnt, hätte NIE geglaubt, dass ich mal eine Petition von Alice Schwarzer zeichnen würde..


    [politisch motivierte Verlinkung entfernt. Bitte so etwas in Zukunft unterlassen!]

  • Wie man an den "zugelöteten" Durchkontaktierungen sehr schön sehen kann, ist es natürlich schwallgelötet. Die wären sonst nämlich frei.

    ja.. schaut doch gut aus.. auch die Menge beim dickem Spannungsregler..

    (PS: ich weiß gerade garnicht, ob Steve bei den zwei Doppel-2504 auch nur "einen 16poligen" oder 2x8polige Sockel genutzt hat ?)


    wir hatten früher auch so eine "Spritzen"-Paste, damit kann man ganz einfach "Linien-Ziehen" wo nicht gelötet werden soll...

    das lässt sich nach dem Schwall-Löten wie eine weiche Silicon-Wurst leicht wieder abziehen..

    wenn man da 10 Platinen vor sich liegen hat, würde ich 30 Sekunden "Aufwand" pro Platine sehen..

    klar, bei den Goldkontakten muss man sich mit anderer Technik extra mehr Mühe geben... aber kein Hexenwerk,.

    Platinenschwalllöter werden da Ihre "Technik" haben...


    prima,. dass du so jemanden gefunden hast.. :bia

  • Hier liegt der Grund einfach in der Tatsache, dass die Originale gesockelt sind.

    Die Originale waren aber auch verbleit, was mit Grund dafür sein dürfte, dass die auch heute noch laufen...


    Und die Frage ist halt, sind die max. 1% Blei Volumenprozent oder Gewichtsprozent, wobei ich den Anteil schon als sehr hoch erachten würde, aber deren Problem ;-)

  • ob das mit unverbleiten Sockeln auch so ist …

    Gibt nette Halbleitereffekte beim Kontaktübergang zw. bleifreier Legierung am Sockel und verbleiter am dort eingesteckten Bauteil.


    Auf die Weise wurde überhaupt erst der Detektor-Effekt von Spitzen-Dioden entdeckt, die ersten Halbleiter waren Zinnoxid und Wismut ;-)


    Ich hoffe, die Sockel sind fürs häufige Aus- und wieder Einstecken (zum Abstreifen der Oxidschichten) solide genug ausgelegt ;-)


    In 40 Jahren wird mich das allerdings vermutlich nicht mehr interessieren, wenn ich mir meinen Verfall seit Corona und mein Alter (53) aktuell so ansehe...:alt:

  • Ich hoffe, die Sockel sind fürs häufige Aus- und wieder Einstecken (zum Abstreifen der Oxidschichten) solide genug ausgelegt ;-)

    Nein, sind sie nicht. Das sind keine Präzisionssockel sondern Standardware. Möglich, dass man nach ein paar Jahren die Sockel mal aufbereiten muss, aber "häufiges Aus- und wieder Einstecken" sehe ich da nicht …


    Reden wir dann in ein paar Jahren drüber. Vielleicht hast du ja doch Recht …

    In 40 Jahren wird mich das allerdings vermutlich nicht mehr interessieren, wenn ich mir meinen Verfall seit Corona und mein Alter (53) aktuell so ansehe... :alt:

    Da sind wir ja beinahe gleich alt. Einen Corona-Verfall kann ich bei mir aber nicht ausmachen. Okay, von merkwürdigen neuen Hobbies wie Apple-1 nachbauen mal abgesehen …

  • Nachdem die Beschaffung der Teile (von kleineren Zwischenfällen) deutlich schneller und besser als erwartet funktioniert hat, und ich von "selbst löten" auf "Schwalllöten" umsteige, gibt es möglicherweise eine kleine Planänderung, was die Menge an Repliken angeht.


    Zunächst wollte ich bis zum 50. Geburtstag des Apple-1 50 Repliken bauen, was der Menge der ersten Bestellung des Byte Shop entsprochen hätte. Jetzt aber denke ich: Wenn schon, denn schon. Warum so viele Apple-1 nachlegen, wie damals insgesamt produziert wurden, also so um die 200?


    Okay, das macht die Teilebeschaffung noch einmal deutlich schwieriger und vor allem das Risiko höher, auf 200 Kisten sitzenzubleiben, die sich am Ende doch keiner Leisten will.


    Aber cool wär's schon, oder? Die Menge würde auch Spielraum lassen, ein paar Geräte an Museen zu verleihen. Aber nicht, damit die im Schaukasten vergammeln, sondern damit Besucher tatsächlich damit "rumspielen" können. Das deutsche Museum hat auf Nachfrage zumindest Interesse an einer Sonderausstellung bekundet …


    Lieben Gruß



    Armin

  • In 40 Jahren wird mich das allerdings vermutlich nicht mehr interessieren, wenn ich mir meinen Verfall seit Corona und mein Alter (53) aktuell so ansehe... :alt:

    Da sind wir ja beinahe gleich alt. Einen Corona-Verfall kann ich bei mir aber nicht ausmachen. Okay, von merkwürdigen neuen Hobbies wie Apple-1 nachbauen mal abgesehen …


    Bei mir ist eher das Gegenteil von Verfall zu bemerken, es kommt immer mehr dazu. Das macht es aber nicht besser :/.