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Aufbau Userport Expander

  • Hallo zusammen!



    Da meine Frage im Verlauf eines anderen Threads wohl untergegangen ist, hier nochmal als eigener Beitrag.


    Quote

    Ich möchte zwei Floppys mit Speeddos betreiben möchte, demzufolge benötige ich einen Userportexpander. Da ich auch in der Bucht nicht fündig werde, würde ich mir gerne einen selber bauen. Ist das Ding denn nur rein passiv aufgebaut, also letztendlich nur ein Doppelstecker oder sind da noch weiter Bauteile von nöten? Falls ja, was? Und hat vielleicht jemand einen Bau- /Schaltplan für so ein Teil


    Da Conrad Platinen mit Streifen im RM 3,96 im Angebot hat und ich mit Lötkolben und Heißkleber umgehen kann, will ich halt nicht so lange warten, bis in der Bucht vielleicht mal wieder was auftaucht.


    Kann mir da jemand helfen??


    Olli

  • Wenn für meine Zwecke ein "Y-Kabel" reicht, dann wäre das auch völlig OK. Ich wusste halt nicht, dass ein einfaches "Parallelschalten" der Parallelkabel von zwei Floppys nicht zum Super-GAU für entweder Floppy oder C64 führt bzw dass das überhaupt funktioniert.


    Nur aus basteltechnischer Sicht interessiert mich ein vollwertiger Userport Expander natürlich weiterhin :D :D

  • Moment mal, ich kann das nur vermuten nicht behaupten dass ein Y-Kabel langt. Der Grund ist dass immer nur ein Gerät auf Ausgang schaltet die anderen auf "Eingang". Vorausgesetzt alle haben dasselbe System (zb. SpeedDos), dann führt das normal nicht zum Supergau.


    Bleibt nur die Frage wieviele Eingänge kann ein Ausgang treiben? Aber zwei SOLLTEN gehen denk ich mal.



    Aus Bastelechnischer Sicht, - Natürlich gibt es tristate TTL Treiber, nur wie steuert man die. Ich glaube es wird nicht so einfach funktionieren, außer du baust den parallel Bus um auf Open Kollektor. Dann ist auch ein Supergau ausgeschlossen, auch bei Software Fehler.

  • Nur aus basteltechnischer Sicht interessiert mich ein vollwertiger Userport Expander natürlich weiterhin :D :D


    Die bisherigen Userport-Expander die ich in den Händen hielt haben alle Anschlüsse einfach parallelgeschaltet.

  • Wenn was schieflaufen sollte.......mal sehen, wer noch notfalls einen VIA- oder CIA-Baustein für mich hat ;(


    Hab grad im SpeedDos Manual nachgesehen. Die haben auf Wunsch Expander für ne zweite SpeedDos Floppy angeboten. Leider lassen die sich nicht darüber aus woraus der Expander besteht.


    Die ROM Routinen schalten jedoch immer nur kurz auf Ausgang. In einem "normalen" Betrieb dürfte nix passieren mit zwei Floppy an dem selben parallelen Bus, solange sie nicht dieselbe Gerätenummer haben. Selbst wenn in einem ungünstigen Moment ein Reset passiert wird der VIA rasch auf Eingang geschaltet.


    Boswillige Software könnte natürlich die IO Bausteine gegeneinander laufen lassen. Aber das würde auch schon mit nur einer Floppy passieren.


    ---


    Außerdem: VIA und CIA sind im Gegensatz zu anderen Chips noch relativ einfach zu bekommen ... ;)



    Lass es uns wissen wenn beide Floppys mit SpeedDos laufen!

  • Wehe wenn sich eine zur unpassenden Zeit meldet.


    Es handelt sich um SpeedDos!


    Speeddos macht in der 1541er im wesentlichen nur folgende Dinge:

    • Zusätzlich zu IecByteIn und IecByteOut gibt es parallel Routinen dafür.
    • schnelle Formatierung in 23s
    • Schreibschutz für Dateien
    • schnellere Kopfbewegung


    (siehe iDoc)



    Die SpeedDos 1541 meldet sich nicht von sich aus. Wie eine "normale" 1541 wartet sie, bis der Bus Controller sie in den "Talk" Modus versetzt, sonst bleibt sie Stumm.


    Normal kann es am Bus keine 2 Geräte geben die Talker sind. Nur ein boswilliges C64 Programm kann die Floppy auf Ausgabe setzen und dann selbst das CIA auf Ausgang schalten. Aber wie gesagt, das geht auch schon mit einer Floppy ...


  • Die bisherigen Userport-Expander die ich in den Händen hielt haben alle Anschlüsse einfach parallelgeschaltet.


    Wie mir inzwischen per Mail mitgeteilt wurde hatte ich wohl nur die "schlechteren" in der Hand, die besseren Modelle verknüpfen die /FLAG2-Leitungen der neuen Anschlüsse mit einem Und-Gatter.

  • Da kommen wir der Sache doch schon näher...


    Ich gehe davon aus, dass das Signal /FLAG2 ein Eingang des Userports ist und das verhindert werden soll, dass mehr als ein Gerät /FLAG2 gleichzeitig auf LOW zieht.
    Werden nun die /FLAG2-Leitungen der neuen Ports mit AND verknüpft werden, dann haben wir bei zwei Ports doch folgende Logiktabelle:


    /FLAG2 (1) | /FLAG2 (2) | /FLAG2
    0 | 0 | 0
    0 | 1 | 0
    1 | 0 | 0
    1 | 1 | 1


    Dann wäre aber /FLAG2 auch LOW wenn beide Geräte /FLAG2 auf LOW ziehen. Ist dann hier nicht eher ei XOR angebracht?


    /FLAG2 (1) | /FLAG2 (2) | /FLAG2
    0 | 0 | 1
    0 | 1 | 0
    1 | 0 | 0
    1 | 1 | 1


    Oder bin ich total falsch gewickelt und es geht hier nur um eine stromtechnische Betrachtung, so dass das UND-Gatter als Treiberbaustein dienen soll?

  • Ich gehe davon aus, dass das Signal /FLAG2 ein Eingang des Userports ist und das verhindert werden soll, dass mehr als ein Gerät /FLAG2 gleichzeitig auf LOW zieht.


    Nein - es geht darum das es nicht vorkommen kann, das eine Floppy die Leitung auf Low und die andere diese auf High zieht - was relativ häufig passieren könnte. Ich weiss gerade nicht auswendig ob die betroffene Leitung in der Floppy-VIA aktiv oder passiv getrieben wird, aber spätestens wenn jemand mal auf die Idee kam den 6522 durch einen 65C22 zu ersetzen würde es in der Situation potentiell "knallen". Durch die UND-Verknüpfung werden die Leitungen entkoppelt und trotzdem kann jedes Laufwerk noch die Datenübernahme am C64 auslösen.

  • Also ist die Logikfunktion nur sekundär interessant, es zählt vielmehr nur das Entkoppeln. Ist dieser Umstand nicht auch bei allen anderen Ausgangsleitungen der Floppys (bzw der parallel geschalteten Geräte) zu beachten?


    Im Prinzip ja, aber die anderen für Parallelspeeder interessanten Leitungen sind entweder unidirektional vom C64 zur Floppy (andere Handshakeleitung, kein Problem) oder bidirektional und werden (hoffentlich) vom Speeder so verwaltet, das nur ein Laufwerk gleichzeitig auf Ausgang geschaltet ist - da die Datenrichtung für externe Hardware nicht erkennbar ist kann man da kaum irgendwas als Absicherung dazwischensetzen.

  • OK. Soweit klar. Danke.


    Ich habe dann mal ein wenig gewühlt. Wenn ich das richtig sehe, ist /FLAG2 eigentlich der einzige "reine" Eingang am Userport (bei den Leitungen die auf den CIA führen), so dass man auch für einen "allgemeinen" Userport-Expander keine weiteren Leitungen so ohne weiteres entkoppeln könnte.

  • Ich bin jetzt gerade am Basteln und stelle mir die Frage, was denn die drei Widerstände machen, die man z.B. auf den Fotos der Weiche von REX (siehe Anhang) sehen kann. Pull-up oder Pull-down? Von welchen Leitungen? Die Frage wurde auch schon in einem anderen alten Beitrag (aus 2005) gestellt, nur leider nicht beantwortet, sondern x1541 hat einem Interessierten einen Schaltplan geschickt. Den wollte ich nun auch haben, allerdings nimmt x1541 nicht von jedem eine PN entgegen.
    Kann jemand helfen?


    .