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Wie anfällig sind die C64/1541-2 und Amiga-Netzteile

  • Mahlzeit.


    Ich habe gestern einen makellosen Amiga 500 bekommen (danke an meine Eltern). Darum solls hier auch garnicht groß gehen, aber ich hab mir mal wieder Gedanken über die Langlebigkeit gemacht.


    Die Netzteile eines solchen Amigas oder C64 werden ja ziemlich warm und sind ziemlich alt. Ich habe mir überlegt auf Amazon für zusammen 90€ zwei Electroware Netzteile speziell für den Amiga und als Kombi für den C64/1541-2-Laufwerk zu besorgen. Ist diese Investitionen sinnvoll und sollte möglichst bald getätigt werden, oder sind die Netzteile ziemlich robust wenn trocken, kühl und co. Gelagert ?


    Ein wenig Recherche ergibt, das der C64 selber schaden nehmen kann bei einem Defekt, und ich bin jetzt ein wenig besorgt darüber ihn nochmal anzuschließen.


    Wie habt ihr Erfahrung ? Gehen euch regelmäßig die Netzteile kaputt oder sind die so robust wie der Rest ?


    PS: Eigenreperatur/Bau/Wartung habe ich nicht vor, da ich KEINE Ahnung von Elektrotechnik habe. Selbst einen Kondensator tauschen ist für mich ne Doktorarbeit (Chemiker halt).

    • Helpful

    Wenn direkt bei c64psu.com.


    Da gibt's die aktuellsten Modelle. Es gab mal Probleme mit Streifen im Bild bei TFT Monitoren.


    Zum Thema Netzteil gibt's 1000 Meinungen. Grundsätzlich sind die alten ok. Es gibt entsprechende Schutzvorrichtungen für die alten Teile zum aufrüsten.


    Aktuell läuft ne Sammelbestellung für das Greisi Netzteil. Würde eher da zuschlagen und das nehmen.

  • Ja genau solche Modelle meinte ich. Die dramatisieren das aber ganz schön. "Brick of Death". Naja logisch, irgendwann wird jedes Netzteil in die Luft fliegen, nur ist es wie bei einer alten Glühbirne, wo jedes mal anschalten das letzte mal sein könnte (ohne Vorahnung) oder ist es eher ein langsamer Tod ? Ist eventuell die Temperatur dies das Netzteil erreicht ein Indikator ? Maximal 70 Grad sind ok oder sowas ?


    Hab hier ein schönes Infrarot-Thermometer und wenn man damit den ungefähren Zustand bestimmen könnte wäre ja auch nicht schlecht. (Man sieht natürlich die Kondensatoren nicht, aber hohe Temperatur führt zu hohle Verschleiß und den Rest kann man sich ja denken).

  • Die Original Netzteile werden schon ziemlich heiß. Von der Temperatur jetzt auf nen konkreten Verschleiß zu schließen halte ich für Unfug.


    Wenn du nicht löten kannst oder keine Lust auf Basteleien hast, sind die c64psu.com eine gute Wahl. Bessere Käufliche gibt's aktuell nicht. Oder hier im Marktplatz fragen ob dir jemand ein Greisi baut.


    Edit: meine persönliche Meinung ist, dass man die alten nicht mehr verwenden sollte. Die sind noch für 220 v hergestellt und ohne da mal reinzugucken und die auf den aktuellen Stand zu bringen sollte man das aus Brandschutz Gründen lassen sie zu betreiben.

  • Hm okay. Ich werde sie möglichst bald durch die Neuen von der empfohlenen Website ersetzen. Naja wegen der Wärme. Der Grundgedanke war, das wenn z. B. Die Wärmeleitpaste, falls vorhanden, nicht mehr vernünftig funktoniert, das sich die Wärme natürlich staut und das Netzteil irgendwann brodelt. Evtl. mach ich es irgendwann einmal auf um zu schauen ob sich was wölbt oder schwarz ist. Definitiv werde ich mir aber die neuen zulegen. Und wegen Brandschutz: Keine Sorge, seit der C64 vom Dachboden gekramt wurde, vertraue ich den Netzteilen nicht. Die bleiben keine 2 Minuten alleine, andernfalls werden sie ausgeschaltet.

  • Ok, bin zu dem Entschluss gekommen, ich bestelle mir direkt nachher ein neues Netzteil ( nicht von dieser einen Website) sondern von einer Firma namens AirDrive als Kombi-Netzteil direkt mit Diskettenlaufwerk-Stecker.


    https://www.amazon.de/AirDrive…rs&search-type=ss&sr=1-11


    Weil ichs optisch besser finde als das andere.

    Beim Amiga bleibe ich beim Original, weil die immerhin nicht im Verdacht stehen den Computer zu killen (zumindestens nicht regelmäßig).

    Ich danke allen, die einen C64C vor einem potenziellen Stromschlag bewahrt haben !

  • Ich kann nur von C64PSU.com / Electroware berichten, nicht von AirDrive. Ich hatte ursprünglich -- da ich zum C64G vom matze kein PSU bekommen habe -- gar kein Netzteil. Insofern habe ich bei Electroware direkt ein Kombi C64/1541 Netzteil bestellt. Das verrichtet sehr gut seinen Dienst, und hat auch eine Notabschaltung, falls was im Argen ist. Qualitativ scheint das Netzteil prima zu sein, preislich meiner Meinung nach absolut im Rahmen. Einziger Kritikpunkt: Der DIN Stecker geht schwer bei der 1541 rein, kann aber auch Commodores Schuld sein (RF Shield). Keine Ahnung wer da die Norm nicht ganz befolgt... ;)

    Habe mir ob der guten Erfahrung jetzt noch ein A500 Netzteil bestellt.

  • Ich denke mal egal wo man bestellt (außer Fakes natürlich) überall wird man ein Netzteil kriegen das sicherer ist als der alte Brick. Amiga-Netzteil werde ich mir erst bestellen wenn das alte auch wirklich kaputt ist. Aber beim C64-Brick ist es mehr als gefährlich für den Computer so ein Ding im Betrieb zu haben. Vor 20-30 Jahren okay, aber jetzt ist das wohl ein seidener Faden, da dieses Problem wohl auch schon seit einiger Zeit auftritt.


    Manchmal hilft einem das Grübeln wohl wirklich. Angefangen hat es damit, das ich die Kabel von den Dingern ordentlich aufrollen wollte (Kabelbruch) und dann bei Recherche auf das Netzteil-Problem stieß.

  • Wie habt ihr Erfahrung ? Gehen euch regelmäßig die Netzteile kaputt oder sind die so robust wie der Rest ?

    Mir sind in meiner ganzen Zeit mit den alten Homecomputer bis heute genau Null(!) Netzteile kaputtgegangen.


    Ich würde so ein altes Netzteil jetzt nicht mehr paar Stunden ohne Aufsicht eingesteckt lassen, was ja bei einem alten Rechner eh wenig Sinn macht. Der läuft nur, wenn ich ich auch benutzen will.


    Aber gegen ein Benutzen spricht meiner Meinung nach nichts. Und falls mal doch was extrem schieflaufen sollte, dann ist ein Ersatz-C64 immernoch günstiger zu bekommen als ein neues Netzteil.


    Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es Leute gibt, die alte Computer in die Hände bekommen und mal "schnuppern" wollen und sich gleichzeitig schon Gedanken darüber machen, wie sie gleich zu Beginn "möglichst viel" Geld an Zubehör investrieren können.


    Schaltet doch die Geräte an und nutzt sie, dafür sind sie gedacht. Und falls tatsächlich mal was kaputt gehen sollte, dann kann man immer noch handeln. In der Regel überleben diese alten Teile so manche Zeitphase des Interesses der Leute. ;)

  • Joa, das stimmt so halb würde ich sagen, aber so oft sind die C64 nun auch nimmer und werden jeden Tag weniger, speziell die, die funktionieren. Ich fummel ja sonst eher an alten PCs herum. Da sind mir schon so manche Sachen in die Luft geflogen. Von daher investier ich inzwischen lieber direkt in die Sicherheit.

    Mir ist hochgegangen:


    * Ein 286er Board, bei dem 2 Tantalkondensatoren explodiert sind. Tolles Feuerwerk. Danach hatte das Board leider einen kleinen Schuss. Noch nicht repariert.


    * Ein 386er Board, da ich eine Homebrew Soundkarte mit einem Kurzschluss eingesteckt habe. Da hat jetzt leider auch irgendwas auf dem Board einen Schuss. Auch noch nicht repariert, aus Zeitmangel (und vermutlich werde ich da ein Oszi brauchen wegen Diagnose)


    Danach habe ich in meinen Retro-PC einen ATX2AT Smartadapter eingebaut, der bei zu hohen Strömen sofort abschaltet. Ist bei Basteleien extrem gut.


    Mit dem C64 will ich da gar nicht erst experimentieren, der bekam (auch weil ich kein Netzteil hatte) direkt ein modernes Netzteil verpasst. Da knauser ich nicht bei der Sicherheit. :)

  • Die Sache ist halt, ich will möglichst lange was von meinem C64 was haben. Ich gehe bei alten Sachen nach dem Neuware-Prinzip: Sie so pflegen, das sie aussehen und funktionieren wie gerade gekauft. Und klar, es gibt täglich neue Amigas und 64er auf Ebay und Co. aber dennoch werden es jeden Tag weniger an der Gesamtzahl. Ich investiere lieber 50€ in ein ordentliches Netzteil, als einen neuen, womöglichen beschädigten C64 erst wieder auf Vordermann zu bringen. Ein ähnliches Problem sind die Diskettenlaufwerke mit ihrem Mitsumi D500 Kopf. Ich habe drei davon, alle noch top. Da kann ich aber pflegen und ölen was das Zeug hält, wenn der Kopf Schrott ist, ist das Ding hinüber. Und da laut mancher das Netzteil die größte Gefahr und Ausfallteil darstellt (Viel mehr wird ja nicht so sehr belastet, außer vllt die Tastatur und die Stecker) kann ich das Problem ja direkt beseitigen. Und früher oder später wird ALLES kaputt gehen und nurnoch technisch begabte können die alten Geräte mit Aufwand am Leben halten. Solange wir aber nicht an dem Punkt sind, sollten wir möglichst viel tun, um diese Geräte möglichst simpel am Leben zu halten. Klar tippe ich nicht jeden Tag ein paar Stunden, aber ich würde gerne meinen Kindern noch einen Original C64 irgendwann zeigen. Und diese 20 Jahre sollte er schon noch durchhalten.

  • Die Sache ist halt, ich will möglichst lange was von meinem C64 was haben. Ich gehe bei alten Sachen nach dem Neuware-Prinzip: Sie so pflegen, das sie aussehen und funktionieren wie gerade gekauft. Und klar, es gibt täglich neue Amigas und 64er auf Ebay und Co. aber dennoch werden es jeden Tag weniger an der Gesamtzahl. Ich investiere lieber 50€ in ein ordentliches Netzteil, als einen neuen, womöglichen beschädigten C64 erst wieder auf Vordermann zu bringen. Ein ähnliches Problem sind die Diskettenlaufwerke mit ihrem Mitsumi D500 Kopf. Ich habe drei davon, alle noch top. Da kann ich aber pflegen und ölen was das Zeug hält, wenn der Kopf Schrott ist, ist das Ding hinüber. Und da laut mancher das Netzteil die größte Gefahr und Ausfallteil darstellt (Viel mehr wird ja nicht so sehr belastet, außer vllt die Tastatur und die Stecker) kann ich das Problem ja direkt beseitigen. Und früher oder später wird ALLES kaputt gehen und nurnoch technisch begabte können die alten Geräte mit Aufwand am Leben halten. Solange wir aber nicht an dem Punkt sind, sollten wir möglichst viel tun, um diese Geräte möglichst simpel am Leben zu halten. Klar tippe ich nicht jeden Tag ein paar Stunden, aber ich würde gerne meinen Kindern noch einen Original C64 irgendwann zeigen. Und diese 20 Jahre sollte er schon noch durchhalten.

    Sehe ich auch so. Ich benutze die alten Netzteile auch nicht, einerseits wegen dem Computer und andererseits habe ich 3 Kinder und ich will nicht, dass die Bude abfackelt wenn ich das mal vergessen auszustecken.

    Die Netzteile Electroware benutze ich auch. Die laufen wunderbar und ich kann ruhig schlafen.


    Dein 64er wird auch in 30 Jahren noch laufen. Für alle relevanten ic gibt es mittlerweile Ersatz...oder es wird in absehbarer Zeit welchen geben. Ausnahme ist hier noch der CIA 6526. Kommt aber bestimmt auch noch....

  • Vorallemdingen haben die Bauteile noch einen gewissen Wert. So ein SID Chip, der auch von einem Netzteil-Fehler betroffen wäre, kostet alleine gebraucht bei ebay um die 50€. Mal 40, mal 70. Das heißt, alleine der Soundchip holt den vollen Preis wieder rein.


    Und sowas dann nur wegen Pfennigfuchsen oder weil es ja noch genug gibt so aufs Spiel zu setzen, ist unökonomisch und irgendwie auch unmoralisch.

  • Ich kann nur von C64PSU.com / Electroware berichten, nicht von AirDrive. Ich hatte ursprünglich -- da ich zum C64G vom matze kein PSU bekommen habe -- gar kein Netzteil. Insofern habe ich bei Electroware direkt ein Kombi C64/1541 Netzteil bestellt. Das verrichtet sehr gut seinen Dienst, und hat auch eine Notabschaltung, falls was im Argen ist. Qualitativ scheint das Netzteil prima zu sein, preislich meiner Meinung nach absolut im Rahmen. Einziger Kritikpunkt: Der DIN Stecker geht schwer bei der 1541 rein, kann aber auch Commodores Schuld sein (RF Shield). Keine Ahnung wer da die Norm nicht ganz befolgt... ;)

    Habe mir ob der guten Erfahrung jetzt noch ein A500 Netzteil bestellt.

    Die Airdrive sehen mir aus wie keelog und hinter keelog steckt der gleiche Anbieter wie c64psu.com bzw. Electroware.


    Grosse Unterschiede bei den verwendeten Bauteilen wird es da nicht geben.