8032 hat Blinddarm


  • alexko
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  • 8032 hat Blinddarm

    Endlich habe ich mich aufgerafft und mir den ersten Computer gekauft, an dem ich je saß: 8032, 8250 (und 4022). Alles kam mehr oder minder heile an (die Speichererweiterung MW 8160/8096 war aus dem CPU-Sockel gerutscht) und lief.
    Obwohl hier anders gelesen, habe ich erst mal rumgespielt. Bis es nach einer Stunde knallte, der CBM ausging und es schlecht roch. Die Geräte-Sicherung war durch; schuld war der geplatzte Entstörfilter, der ordentlich Marshmellow-Paste verspritzt hatte. Ich habe sauber gemacht, umgelötet (auf 240 V) und eine neue Sicherung eingebaut; jetzt geht er wieder. Daraufhin habe ich diesen Appendix auch aus dem 8250 entfernt (jeweils einen schwarzen und einen blauen Draht verbunden), um einem weiteren Durchbruch vorzubeugen. Den Trafo habe ich nicht umgelötet, da ich dazu das linke Laufwerk hätte ausbauen müssen, um ran zu kommen.

    Fazit: Das Forum hat recht, wer sich einen CBM XXXX zulegt, sollte als Erstes den Entstörfilter entfernen.



    2 x Blinddarm entfernt: links geplatzt, rechts vorsorglich


    Sieht nicht schön aus und stinkt...
  • Ich würde den aber eher ersetzen, als einfach rauszuwerfen. Der hat ja eine sinnvolle Funktion zu erfüllen. Sowas findet sich in den meisten Bastelkisten oder ist für wenig Geld zu erwerben. An sowas würde ich nicht sparen. Das hat ja nicht mal Commodore gemacht und die haben an allen Ecken gespart.
  • Sorry, aber das Argument, dass Commodore an allen Ecken gespart hat, überzeugt mich nicht. Ich sehe bei den Dingern keine sinnvolle Funktion, denn der CBM läuft auch ohne ganz stabil und ein testweise in die gleiche Dreier-Dose eingestecktes Radio brummt nicht. Ich vermute (ebenfalls unbelegt), dass es damals um die Erfüllung der theoretischen FTZ-Vorgaben ging, nicht um den praktischen Betrieb. Außerdem: Heute sind FI-Schutzschalter üblich, die durch den erhöhten Ableitstrom der Y-Kondensatoren mit 2,5 nF im gesunden Netzentstörfilter theoretisch sogar auslösen könnten.
  • alexko wrote:

    Heute sind FI-Schutzschalter üblich, die durch den erhöhten Ableitstrom der Y-Kondensatoren mit 2,5 nF im gesunden Netzentstörfilter theoretisch sogar auslösen könnten.
    Theoretisch, wenn man zig Geräte mit Netzfilter am gleichen FI hängen hat und die Geräte gleichzeitig einschaltet. Mit 8x 8032 + 1x 8050 + 1x 4022 haben wir das bisher nicht geschafft - wir haben die mittels Schlüsselschalter immer gleichzeitig eingeschaltet.
    <--- Das da ist eine Hälfte meines Ichs
  • @alexko: Die Teile erfüllen durchaus einen Sinn, auch wenn Du ihn nicht merkst: Wegfiltern von Störungen und hochfrequentem Mist, den niemand in der Stromleitung haben will. Das macht sich auch nicht immer und überall direkt bemerkbar, ob der da ist oder nicht. Aber wenn Dein PC mal abschmiert oder ein anderes Gerät eine sporadische Fehlfunktion zeigt, kann das der Auslöser sein, wenn es fehlt. Oder es merkt Dein Nachbar bzw. umgekehrt. Oder auch der CBM stürzt mal ab.

    Nur weil Du bis jetzt nichts merkst, heißt das ja noch lange nicht, dass es sinnlos ist.
  • detlef wrote:

    Sondern? Der PET hat ein geerdetes Metallgehäuse. Und steht nicht gerade neben dem Hub.
    Der Funken im Schalter z.B. wird einiges in die Gegend hauen. Die ersten Telegrafiesender arbeiteten nicht umsonst mit Funkenstrecken.

    Die andere Alternative wäre der Stromstoß beim Einschalten, aber wenn dein Hub darauf reagiert taugt sein Netzteil nichts.
  • Vielleicht liegt es auch an dem Netzteil, das den USB-Hub versorgt. Das könnte auch darauf hindeuten, dass der Eingangsfilter des Hub-Netzteils defekt ist oder nichts taugt.

    Mindestens würde es ohne Filter im PET nicht besser werden. Eher das Gegenteil ist zu erwarten.

    -> Filter hat seine Daseinsberechtigung.
  • Dann sind diese zu einfach konstruierten Schaltnetzteile ab Werk Elektronikmüll und stellen noch nicht mal eine Ingenieursleistung dar, denn sowas gehört sich nicht konstruiert. Aber das ist dann natürlich klar, dass die alle möglichen und unmöglichen Störungen von sich geben und bei sich durchreichen.
  • Schmitti wrote:

    Dann sind diese zu einfach konstruierten Schaltnetzteile ab Werk Elektronikmüll und stellen noch nicht mal eine Ingenieursleistung dar, denn sowas gehört sich nicht konstruiert.
    Ja, sind sie, du wirst von mir da keine Gegenargumente bekommen... Ich hab hier eines gefunden weil ich eine nicht erklärbare Störung mit 82kHz auf dem Oszi hatte. Es war das Netzteil meines 8port Switch in 2m Entfernung. Ist jetzt ersetzt durch ein altes Trafonetzteil (mit neuem Elko) aus meiner Sammlung von Steckernetzteilen. Ist vielleicht nicht so effizient da es warm wird, aber dafür störungsfrei.

    Es sind nicht alle so, es gibt auch sauber konstruierte. Ist immer wie Frage wie teuer es sein durfte.
  • Ich habe nichts gegen Trafo-Netzteile. Strom ist bei uns an sich ja sogar genug da, dass Windräder abgeschaltet werden müssen, damit die nicht zuviel liefern. und ein bisschen Wärme im Winter führt dazu, dass Du weniger heizen musst.

    Ja, am Ende steht die Frage, dominiert der Kaufmann über das Produkt oder nicht zu sehr. Ich denke dann einfach nur, dass solche schlechte Netzteile gar nicht auf den Markt kommen sollten. Dass sie es doch tun sehen wir hier an Deinem Beispiel. Finde ich aber sehr gut, dass Du es ersetzt hast.
  • Leider war der geplatzte Entstörfilter erst der Anfang. Weiter ging es mit Kontaktproblemen am Platinenstecker der Stromversorgung, dann machte der eine 5V-Gleichrichter schlapp und nach dem Ausbau der Hauptplatine zwecks Austausch zickte das Teil nur noch. Mit etwas Glück fand ich dann mehrere kalte Lötstellen an RAMs, die mal getauscht worden waren. Seither läuft er stabil. Ich habe außerdem auf alles, was etwas wärmer wurde, Kühlkörper geklebt.

    Und das 8250 habe ich mit einem Lüfter versehen, um allen thermischen Problemen vorzubeugen. Ist zwar nicht ganz leise, aber sehr wirkungsvoll. Nun muss ich mir nur noch den 4022 vornehmen, der leider nur druckt, wenn er gerade gute Laune hat.