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Es ist so weit: Bye bye, Linux :)

  • Also wie schon richtig bemerkt sind die beiden Hauptaufgaben eines OS

    • Hardware verwalten und davon abstrahieren
    • Anwendungen unterstützen

    Nun ist es aber so, dass für einen nicht unerheblichen Ausschnitt von Hardware und Anwendungen (eben dem "Standard"-Kram) mittlerweile viele OS das mehr oder weniger gleich gut leisten, so dass einem eventuell trotzdem eine Auswahlmöglichkeit bleibt. In dem Fall kann man sich dann den Luxus leisten, auch auf andere Dinge zu schauen :)


    Für mich ist hier besonders wichtig ein logischer, simpler und durchschaubarer Aufbau des Systems. Damit kann ich z.B. "rumspielen" (ja, ist ja auch Hobby), aber auch sicherstellen, dass ich das System gut und bequem warten kann und bei Problemen (hoffentlich) weiß, wohin ich greifen muss. Features wie ZFS und Jails kommen beidem sehr entgegen. Da ist viel subjektives dabei -- ich persönlich finde FreeBSD bis jetzt ziemlich überzeugend, und da sicher nicht wenige sich aus ähnlichen Gründen mit Linux beschäftigt haben, könnte das ja für den ein oder anderen ein guter Tipp sein :) Klar ist aber, wenn die beiden Punkte oben nicht erfüllt sind erübrigt sich die Überlegung.


    Für die C64-Enthusiasten, die hier vielleicht mitlesen (hehe):

    • Vice läuft hervorragend auf FreeBSD, leider noch in der Version 3.1.
    • Der wohl recht beliebte Kick Assembler dürfte dank aktuellem java/openjdk8 Port vermutlich problemlos sein, habe ich aber noch nicht ausprobiert.
    • Mein bevorzugter Assembler ca65 aus dem cc65 Paket braucht leider Arbeit, der entsprechende devel/cc65 Port ist hoffnungslos veraltet. Ich kümmere mich darum :)
  • Ich überlege auch schon seit einiger Zeit mal FreeBSD zu testen. Von der Softwareseite her mache ich mir keine Gedanken dass es zu wenig gibt, momentan 32570 Pakete in der FreeBSD Ports Collection. Beim letzten mal als ich nachgeschaut habe waren es noch unter 30000, immer noch mehr als in manchen Linux Distributionen. Gängige Linux Software scheint auch in der Ports Collection recht aktuell zu sein. Mit Linux bin ich auch nicht mehr so ganz zufrieden, das wird alles zunehmend undurchsichtiger. Dank Systemd haben wir ja schon ein perfektes Tool in einem Binary Blob welches sich scheinbar zum Ziel gesetzt hat so viel wie möglich in Linux kontrollieren zu wollen. Heutzutage hat man auf einem (halbwegs) aktuellen Rechner nicht viel Auswahl wenn man ihn im vollen Umfang nutzen möchte. Kleinere Betriebssysteme wie AROS, ReactOS, Haiku etc. bezeichne ich vorsichtshalber mal als 'Spielerei'. Bei einem Mainstream OS kann man sich außerdem auch nicht sicher sein was da so alles an Spyware/Backdoors enthalten ist, Gerüchten zufolge haben selbst Linux, FreeBSD und Solaris neben Windows und OSX eine eingebaute Backdoor. Ob da jetzt was dran ist, kann ich nicht sagen. Aber einen Kernel, der aus Millionen von Codezeilen besteht, kann niemand mehr so einfach durchschauen, hier könnte jemand Schadcode implementieren und ein anderer würde es auf Anhieb gar nicht bemerken. Open Source heißt auch nicht gleich dass das OS sicher ist. Es gab' soweit ich weiss mal ein Projekt wo Schadcode implementiert wurde und ein Team aus Softwareentwicklern sollte nun diesen Quellcode untersuchen, mit dem Ergebnis dass sie den Schadcode nicht ausfindig machen konnten. Am liebsten hätte ich ein neues OS welches schlank und einfach zu durchschauen ist und auch mit aktueller Hardware zurecht kommt. In der Realität wird es sowas aber leider kaum geben. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, dass ich auch mal FreeBSD teste. Wird zwar gerne totgesagt, aber den Eindruck hat man nicht so wenn man sich mal damit beschäftigt.

  • Linux hat mehrere Voteile, den alle anderen Betriebssyteme nicht haben. Das fängt schon beim Filesystem an und hört bei der freien Software noch nicht auf.


    Ich schreib hier nur mal Software RAID 0 mit zwei SSD's. Es gib für umsonst kaum etwas schnelleres für Lapi's!!! :king:
    :chuck::dance:woot::syshack::grr::bgdev:bgdev:bgdev

    Genialer Tipp, wenn man möglichst schnell seine SSDs kaputt machen möchte und Geld keine Rolle spielt.

  • Genialer Tipp, wenn man möglichst schnell seine SSDs kaputt machen möchte und Geld keine Rolle spielt.

    ich wette, bei der Nutzung gehen die ssds auch nicht schneller kaputt als rotierender Rost. Das mit der geringen Haltbarkeit von ssds halte ich für eine ziemliche Panikmache, siehe z.B hier.
    Was nutzt dir denn dein Speicher, wenn du nicht speicherst?

  • Wird zwar gerne totgesagt, aber den Eindruck hat man nicht so wenn man sich mal damit beschäftigt.

    Also die Berichte über den Tod von FreeBSD sind in der Tat maßlos übertrieben. Es lebt natürlich vom mitmachen ;) Wenn ich bald Zeit finde werde ich mich sicher um einige speziell für C64-Fans wichtige Ports kümmern!


    Was Sicherheit angeht ... nunja, die Chancen sind zumindest etwas besser, dass absichtlich gelegte Schwachstellen gefunden werden, wenn der Code offen liegt. Der FreeBSD Kernel ist dazu auch deutlich kleiner als Linux, damit übersichtlicher -- und es gibt eine etwas "straffere" Organisation mit Reviews :) In Binaries lässt sich immer gut etwas verstecken, aber man kann sein System komplett aus dem Source bauen (habe ich sogar gemacht). Trotzdem darf man sich keine Illusionen machen, wenn man Internet nutzt ist man immer einem gewissen Restrisiko ausgesetzt.


    Linux hat mehrere Voteile, den alle anderen Betriebssyteme nicht haben. Das fängt schon beim Filesystem an
    [...]
    Ich schreib hier nur mal Software RAID 0 mit zwei SSD's.

    Ähem .. also gerade diese Dinge hat Linux ganz sicher nicht FreeBSD voraus. RAID-Levels sind Bestandteil von ZFS, ebenso wie super simples volume management mit clones (cow) und snapshots ... wenn man nicht gerade OpenZFS auf Linux nutzt, guckt Linux da eher in die Röhre.


    Genialer Tipp, wenn man möglichst schnell seine SSDs kaputt machen möchte

    Ähm lol? Hast du auch ne Begründung für diese steile These? Da bin ich jetzt aber SEHR gespannt ... haha.


    Was allerdings die Daten angeht, warum überhaupt jemals jemand das Risiko RAID-0 eingeht ist mir schleierhaft. Reicht dann nämlich, wenn eine Platte den Geist aufgibt, und alles ist weg.

  • Man darf halt nicht vergessen: es ist nur ein OS, dass die Applikation laufen lassen soll.

    So sollte es sein. Windows 10 hat aber offenbar ganz andere Schwerpunkte. Viele haben bemerkt, daß es trotz Optimierungen langsamer läuft als Windows 7. Das entspricht auch meiner Erfahrung. Scheint wohl einiges an Resourcen für die ganze Spyware draufzugehen. Ich hoffe ja mal, daß alle Spielehersteller mit Linuxsupport kommen, wenn die den Windows-7-Support einstellen.

  • Wenn ich bald Zeit finde werde ich mich sicher um einige speziell für C64-Fans wichtige Ports kümmern!


    An welche Ports hast du denn da so gedacht?


    Windows 10 hat aber offenbar ganz andere Schwerpunkte. Viele haben bemerkt, daß es trotz Optimierungen langsamer läuft als Windows 7. Das entspricht auch meiner Erfahrung.


    Wie gross ist denn der Unterschied? Oft wurde ja das Gegenteil gesagt, auch hier Forum.

  • Wie gross ist denn der Unterschied? Oft wurde ja das Gegenteil gesagt, auch hier Forum.

    Also bei mir laden viele Spiele mit Windows 7 gefühlt doppelt so schnell und ruckeln merklich weniger. Zudem konnte ich mit Windows 10 kaum einen Film ohne Aussetzer gucken, und Musik digitalisieren ging praktisch gar nicht mehr, ohne daß alle paar Minuten Störungen auftraten. Deswegen läuft hier wieder zuverlässig ein Windows 7.

  • Also bei mir laden viele Spiele mit Windows 7 gefühlt doppelt so schnell und ruckeln merklich weniger. Zudem konnte ich mit Windows 10 kaum einen Film ohne Aussetzer gucken, und Musik digitalisieren ging praktisch gar nicht mehr, ohne daß alle paar Minuten Störungen auftraten. Deswegen läuft hier wieder zuverlässig ein Windows 7.

    Was für ein Mediaplayer verwendest Du denn da?

  • Also mein FreeBSD, welches ich vorhin installiert habe, funktioniert schon mal. Hab' auch gleich den KDE mit proprietären NVidia Treibern installiert. Funktioniert alles zwar bisschen anders als unter Linux, aber man findet sich gut zurecht und gewöhnt sich schnell dran. Insgesamt ist alles recht überschaubar und nicht so ein komplettes Durcheinander wie bei den zahllosen Linuxdistributionen, gefällt mir bisher.

  • An welche Ports hast du denn da so gedacht?

    Auf jeden Fall an cc65. Goattracker ist soweit ich das sehe sogar schon in der aktuellsten Version als Port vorhanden, aber eventuell noch einige kleinere Tools wie Exomizer, Mufflon, eventuell auch was von mir selbst geschriebenes ;) (im Moment gäbe es da mkd64).

    Hab' auch gleich den KDE mit proprietären NVidia Treibern installiert.

    Also wenn du gleich mit einer Desktop-Installation loslegst, vielleicht noch ein kleiner Tip: FreeBSD ist per default auf Serverbetrieb optimiert, auf dem Desktop empfehlen sich ein paar "tunables" -- hier gibt's brauchbare Empfehlungen (und auch noch einige hilfreiche Tipps für Neulinge).

  • Es gibt leider immer noch Spielefirmen, die keine Linuxversionen anbieten. Und für ältere Spiele wird das auch nicht immer nachgereicht

    Dafür wurde ich auch schon genau anders rum überrascht. Hier lief mal (mehr aus Testgründen) ein CS 1.6 nativ unter Linux. Steam macht's möglich. Und ich meine nicht, lief hier 2004. Sondern lief hier 2014. Seit dem habe ich es nicht nochmal ausprobert. Aber dass man ein über 10 Jahre altes Spiel nochmal nach Linux portiert, als Firma, die damit Geld verdienen will, hat sogar mich überrascht. Aber geil ist's definitv trotzdem. =)

    Schon lustig, wie groß die Parallelen sind: Ist bei Straßenverkehr dasselbe. Auto ist oft gar nicht nötig, total überdimensioniert und ressurcenfressend. Auswahl hätte man genug. Für jeden Anwendungszweck das richtige Vehikel, ggf. sogar ganz ohne (was beim PC dann meistens wieder schwieriger wird). So sehe ich das bei den OS eben auch. Für meine tägliche Arbeit tut's mir das Linux mit seinen Fähigkeiten genau. Windows hat auch seine Vorzüge, aber das benutze ich eben in anderen Situationen. Für Android & Co. nochmal separat betrachtet, ist es da nicht anders.

  • Meine Experimente mit FreeBSD waren ernüchternd - Paketabhängigkeiten gibt's da nicht. Da kann ich XFCE installieren ohne das X-Server installiert wird... Hab dann TrueOS (FreeBSD in benutzerfreundlich) ausprobiert - ich hatte hier mehrere Rechner wo.irgendwas nicht klappte. Entweder wurde die Grafikkarte nicht unterstützt oder der vorgegebene Browser zeigte nur schwarzes Bild...
    Kurzum: die meisten Linuxdistributionen sind innerhalb von Minuten installiert, FreeBSD brauch Stunden, wenn nicht Tage. Dazu kommt, dass FreeBSD ein Serverbetriebssystem ist.
    Haiku ist da problemloser..