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Lastenheft, Anforderungsprofil neues Netzteil

  • Die Trennung beider Pole ist ein Sicherheitsaspekt. Steht der zweipolige Schalter auf AUS, ist das angeschlossene Gerät wirklich stromlos. Bei einpoliger Trennung besteht zu 50% die Möglichkeit (wenn statt der Phase der Nullleiter getrennt wird), dass in dem angeschlossenen Gerät Spannung anliegt. Mir ist die zweipolige Trennung auch deutlich sympathischer.

  • Die Trennung beider Pole ist ein Sicherheitsaspekt. Steht der zweipolige Schalter auf AUS, ist das angeschlossene Gerät wirklich stromlos. Bei einpoliger Trennung besteht zu 50% die Möglichkeit (wenn statt der Phase der Nullleiter getrennt wird), dass in dem angeschlossenen Gerät Spannung anliegt. Mir ist die zweipolige Trennung auch deutlich sympathischer.

    Na und das Gerät ist komplett gekapselt.


    PS. Nur so am Rande *Klugscheißmodus an* Was Du meinst ist der Neutralleiter. Ein Nulleiter ist eine alte Bezeichnung für den PEN Leiter, also Neutralleiter und Schutzleiter in einem Leiter. Diesen sollte keiner mehr im Haus an einer Steckdose haben, denn das ist richtig gefährlich. Erlaubt ist ein PEN nur noch bei Leiterstärken über 10mm².

  • Da hast Du recht! Ich und meine Uralt-Sprache. :schande:
    Ich meine, basierend auf:
    P=Phase (SW)
    E=Earth (GN/GB)
    N=Neutral (BL)
    dass der P und N (also schwarz und blau) zweipolig getrennt werden sollten, damit es egal ist wie herum der Stecker steckt und trotzdem bei ausgeschalteten geräten niemals Saft im Inneren anliegt. Ist meiner Meinung nach einfach zusätzliche Sicherheit, die kaum was kostet. Wen das per DIN und CE und was weis ich so geregelt wäre, würde kein Hanh danach krähen, es anders zu machen. Aber das allgmeine Spardiktat geht meiner Meinung nach prinzipiell immer weiter in Richtung unsicherer Geräte.
    Da es hier um das Anforderungsprofil ging, wollte ich nur meine "Anforderung" hinsichtlich Schalter kundtun, bzw. die von @katarakt unterstützen.
    Nichts für ungut.

  • Leider gibt es keinen so schönen Platzsparenden in mein Konzept passende Schalter Buchsen Kombination die zweipolig abschaltet.

  • Knucklehead hat meine denke exakt wiedergegeben, genau deshalb hätte ich gerne 2-polig abschaltbar für P und N. Das muss ja auch nicht fix auf der platine sein, ich dachte an sowas z.B. wie die linke version? Gibts auch als 2-polig. Sofern nes der platz zulässt aber könnte wohl zu groß sein. Zur not dann halt doch nur den 1-poligen den du rausgesucht hast wenn es da nix besseres gibt was konzeottechnisch passt :|


    Ach, gerade fällt mir ein zwecks amiga tauglichkeit...das meanwell MW-RT65B ist amiga tauglich! Das könntest du nehmen für dein netzteil, evtl. kann man da vielleicht noch was optimieren was den ripple angeht um es auf 50mV zu bringen?Hm, wie sind diese angaben eigendlich zu verstehen? Ist diese ripple-angabe unter vollast? Sonst macht die angabe wohl wenig sinn. Preis/leistung passt bei dem teil und amiga tauglichkeit wurde öfter schon bestätigt...vielleicht gibt es davon auch eine lötvariante, mal bei meanwell gucken.

  • Ich wollte halt auf den Wunsch eingehen, dass nichts mehr verkabelt werden muss, gerade auf der 230V Seite finde ich das wichtiger als eine zweipolige Abschaltung.


    Diese Schalter Netzbuchsen Kombinationen sind eben auch recht groß, irgendeinen Kompromiss muss ich eingehen und ich meine wenn alles auf der Platine sitzt ist das sicherer als ein frei verdrahtete Netzbuchse.


    Eigentlich wäre bei einer Eingangsleistung von unter 0,1W selbst der einpolige Schalter überflüssig.


    Zu der Meinung ein einpoiliger Schalter wäre unsicherer muss ich einfach sagen, dass es so pauschal falsch ist. Wenn alles in einem verschlossenen Gehäuse sitzt und das Gehäuse zur Inbetriebnahme nicht geöffnet werden muss und dann noch der Ausgang eine SELV Spannung hat, braucht es aus Sicherheitsgründen keinen zweipoligen Ausschalter. Das hat nichts mit Spardiktat zu tun.


    Tut mir leid aber ich habe Markenware eingeplant, Meanwell ist für mich keine gute Marke, ich werde vorraussichtlich Recom einsetzen, denn ich möchte nicht ein unzuverlässiges C64 Netzteil durch ein neues Netzteil mit unzuverlässigen Bauteilen ersetzen. (Meanwell hat unter Elektronik Entwicklern und auch bei Fertigern keinen guten Ruf)
    Der Ripple wird meine ich hier überbewertet, der Ripple wird ja bei einer Frequenz von 20Mhz angegeben. Wenn dort ein 2m Kabel angeschlossen wird welches mit einer Kapazität abgeschlossen ist, wird da nicht viel von übrig bleiben.
    Viel wichtiger finde ich ist die Line Regulation und die Load Regulation.

  • Hi,

    Diese Schalter Netzbuchsen Kombinationen sind eben auch recht groß, irgendeinen Kompromiss muss ich eingehen und ich meine wenn alles auf der Platine sitzt ist das sicherer als ein frei verdrahtete Netzbuchse.

    Mit frei sitzender Netzbuchse und Abgangsbuchse entkoppelt man die mechanische Belastung beim Stecken der Kabel Umlegen des Netzteils ziehen an den Kabel u,s,w von der Platine.


    Gruß Jogi

  • wenn ich das richtig in Erinnerung habe, entwickelt Jogi ja dankenswerterweise ein eigenes Netzteil. Es wird also auf jeden Fall ein Netzteil geben mit freisitzender Netzbuchse. Wer will, legt sich eben jenes zu.


    im Interesse der Vielfalt der Konzepte ist es vielleicht sogar gut, wenn Du dich von diesem Einwurf nicht zu sehr abbringen lässt von deinem Konzept. So kann, wer eine festsitzende (auf der Platine befestigte) Netzbuchse bevorzugt, sich ganz bewusst für deinen Entwurf entscheiden. Wenn man bedenkt, dass Jogi genau wie Wiesel ein eigenes "Stromversorgungskonzept" vorstellt, dann ist vielleicht klarer dass das nicht deines sein muss.


    Auch ist es hilfreich, das Lastenheft nicht zu sehr mit Details zu überfrachten. Statt vorzugeben "Leiterbahnen müssen mindestens xyz Millimeter breit sein" könnte man allgemeiner sagen: Das NT soll dauerstromfest sein ;)


    Statt zu sagen: "Der Netzschalter soll allpolig trennen"
    ... könnte man besser sagen:
    "da der C64 u.a. auch ein Musikinstrument ist (wegen des SID) und oft mit der Stereoanlage verbunden ist, auch wenn ausgeschaltet, würde es stören wenn über die Lagenkapazität des Netztrafos (primär /sekundär) ein Brummen eingestreut würde, während der C64 aus ist und ich andere Musik über die Anlage höre." - dadurch wäre durch die Blume ebenfalls eine Präferenz für den allpoligen Ausschalter geäussert, aber der Entwicklungsingenieur behielte zumindest ansatzweise die Freiheit, wie er das Ziel erreicht. (in dem Beispiel würde ein normaler Netztrafo verwendet, nur z.b.)

  • ein Musikinstrument ist (wegen des SID) und oft mit der Stereoanlage verbunden ist, auch wenn ausgeschaltet, würde es stören wenn über die Lagenkapazität des Netztrafos (primär /sekundär) ein Brummen eingestreut würde, während der C64 aus ist und ich andere Musik über die Anlage höre."

    Ich habe mit Audio nicht viel zu tun, aber es müsste doch bei einpoliger Abschaltung der Trafo und/oder das Gehäuse geerdet sein, damit ein brummen entstehen kann, soweit ich mich erinnern kann ? Oder vertue ich mich da ?

  • Das mit dem Brummen ist schwierig, es entsteht durch Ströme auf den Masseleitungen, bedingt durch kapazitive oder induktiver Einstreuung.


    Gerät 1 L ---||--------------Masseverbindung----------||------ Gerät2 N


    in diesem Beispiel fließt ein Blindstrom von Gerät 1 zu Gerät 2 durch die Kapazität z.B. eines Trafos.
    Bei allpoliger Abschaltung ist der Stromfluß auf jeden Fall unterbrochen. Deshalb hilft es manchmal den Netzstecker anders herum in die Steckdose zu stecken.


    Gute Audiogeräte haben eine Massetrennstufe integriert die das Brummen unterdrückt.

  • Ich habe mal ein paar recht simple Fragen zum C64-Netzteil, die ich bis jetzt immer noch nicht so recht durchschaut habe :)


    Braucht der C64 zwei 9V-Wechselspannungen oder nur eine die aufgesplittet werden kann?
    Falls es zwei sind: Wie liegen die Phasen zueinander?


    Und worauf beziehen sich die zwei bis drei Ampere, die die 9V liefern sollten?
    Auf beide 9V-Leitungen zusammen, oder sollte jede für sich mindestens zwei bis drei Ampere liefern?


    Danke :)