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Amiga 500 - kein Lebenszeichen - eventl. Keyboardkabel / Laufwerkkabel falsch herum angeschlossen

  • Hier mal etwas zum lachen... oder zum weinen oder zum Kopfschütteln. Eigentlich beides. Nur hab ich jetzt ein riesen Problem :drunk: :
    Nach einem "kleinen" Mouseportproblem (siehe ein anderer Thread) hat mein Amiga nun ein riesen Problem. Er geht gar nicht mehr an.


    Was passiert ist...:
    Ich wollte eigentlich nur das Gotek USB Laufwerk ausbauen und die Speichererweiterung. Das ganze wollte ich machen, um nochmal zu prüfen ob mein Mausportproblem mit einem der beiden Teile etwas zu tun hat. Der nächste Schritt wäre wohl dann gewesen, die beiden CIA Chips even/odd zu tauschen... und ich wollte schon Gary und Denise auf Ebay später bestellen. Naja...
    Aber dazu kam es nicht mehr. Das Gotek habe ich durch's alte Floppylaufwerk getauscht. Funktionierte übrigens vor einigen Wochen noch wunderbar. Eventuell kann es sein, dass ich nun das Laufwerkskabel (nicht das Stromkabel) dabei falsch herum eingesteckt habe. Ja, ich habe 2 linke Hände und mache immer alles falsch und merke mir nie wie etwas angeschlossen war ;( Sollte aber nicht so tragisch sein ?!


    Dann habe ich den nächsten Fehler gemacht. Ich habe den Amiga auf dem Tisch platziert, das Laufwerk nicht eingesetzt sondern an der Seite über das Gehäuse "raushängen" lassen. Dabei war der Motor vom Laufwerk auf dem Tisch. Ich habe das Keyboard angeschlossen.... und ich bin mir nicht sicher, aber es könnte verkehrt herum angeschlossen gewesen sein. Wenn das der Fall war, was passiert dann? Das was mir nun passierte???


    Als ich den Amiga anstellte, "wollte" der Laufwerksmotor drehen, konnte aber nicht. Der Fernsehr schaltete zwischen 16:9 und 4:3 herum und es erschien ein grauer Streifen im oberen drittel des Bildes. Keine der Dioden am Amiga leuchtete jedoch. Er machte keine Geräusche, außer das Laufwerk.


    Natürlich hab ich (Idiot) dann bemerkt, dass irgendwas falsch läuft. Habe ihn schnell ausgestellt und alles abgetrennt. Ich wolle nur noch alles in dem Zustand haben wie es am Anfang war und habe das Gotek Laufwerk angeschlossen, die Speichererweiterung und mich vergewissert, das Laufwerk und Keyboardkabel auch wirklich richtig angeschlossen sind. Nochmal angestellt und nur der Streifen ist jetzt noch da. Außerdem macht das Netzteil nun ein Geräusch. Im Sekundentakt "klickt" es jetzt, egal ob das Netzteil am Amiga angeschlossen ist oder nicht. Das Geräusch ist mir vorher nie aufgefallen, es war sicher nicht da... denn ich achte auf sowas immer, da ich mal negative Erfahrungen gemacht habe ;)
    Seitdem hab ich natürlich nochmal ausprobiert das Diskettenlaufwerk richtig anzuschließen ohne Speichererweiterung und mit. Es tut sich einfach nichts mehr.


    Wenn ich etwas anfasse, mach ich es kaputt. Scheint ganz so als bin ich der Mörder eines Amiga 500+ :-( Was ist kaputt und wieso....


    Ich hoffe ja irgendwie auf ein Wunder ala "Ich hatte das mal, aufgrund des Geräusches kann ich sagen: Das Netzteil ist kaputt gegangen. Kauf ein neues und alles geht."


    Danke :dafuer: für alle Glückwünsche, Trauerbekundungen und vor allem Hilfen :thumbup:

  • Einfach testen mit anderem Amiga Netzteil. Ausgänge (5V und 12V) am Stecker (oder an der Unterseite der Buchse auf der Amiga Platine) nachmessen kannst du das NT natürlich auch, wenn du ein Multimeter hast.


    (Wenn Bock, kannst es mir zuschicken. Sobald du ein Ersatz NT hast. Bevor es im Müll landen würde. Ich tausche eh gerade Elkos in den NTs aus.)

  • Normalerweise passiert nix wenn das Floppy Kabel verkehrt herum angeschlossen wird. Es leuchtet die LED und der Motor läuft permanent. Aber Kaputt geht nix. Der Tastatur stecker ja eine Buchse ohne Kabel und kann eigentlich nicht verkehrt herum aufgesteckt werden


    Aber das Klacken aus dem NT klingt schon als sei es defekt.



    Und das Kabel vom Keyboard? Das stelle ich mir schlimmer vor... Er bezieht doch Strom darüber :(



    Angeblich wäre das Geräusch vom Netzteil "normal", mit angeschlossenem Amiga sollte es aufhören. Das tut es aber nicht.


    " Das "Klacken" kommt vom zyklischen Nachladen der Kondensatoren. Grobe Funktion: Je schneller das "Klacken" wird desto mehr Strom wird gezogen." schrieb jemand anderes in einem anderen Thread.
    Das Geräusch ist im angehängten File zu hören ...

  • Kenne ich nicht, meine standard A500 Netzteile knacken nicht ;). Höchstens ein leises Trafobrummen (=normal).


    Allerdings habe ich eines, welches 1 Sek. nach dem Abschalten kurz "quietscht" (Tonverlauf von hoch nach tief, oder war es doch von tief nach hoch eher sogar :gruebel). Wäre auch 'mal interessant zu wissen, von welchem Bauteil das stammen könnte.

  • Das Klacken ist die "Notabschaltung" des Netzteils. Du hast irgendwo im Amiga einen Kurzschluss produziert. Überprüfe einmal alle Stecker, evtl, hast du einen um einen Pin versetzt.
    Schaue dir auf jeden Fall den Stromstecker des Laufwerks an, den kann man mit etwas Gewalt versetzen, oder sogar verpolen.
    Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst: Tastatur und Floppy (Strom und Datenkabel) abstecken und den Amiga einschalten. Das Netzteil sollte dann nicht mehr klacken. Ein Bild wird allerdings erst nach einer Minute kommen, wenn der Amiga das Suchen nach der Floppy aufgegeben hat.

  • Ich finde diesen "Zufall" das grade jetzt das Netzteil kaputt gehen soll sehr seltsam :(


    Ist kein Zufall. Überlastung durch den blockierten Motor des Floppys. Die Netzteile sind nun mal uralt und verkraften sowas nicht ohne weiteres. Da wird sich irgendein Bauteil, das der Überlastung wegen Altersschwäche nicht mehr gewachsen war, verabschiedet haben.


    Kann natürlich auch sein, dass du keine ESD-Schutzmaßnahmen ergriffen hast und ein Bauteil im Amiga durch bloße Berührung geschrottet hast.

  • Außerdem macht das Netzteil nun ein Geräusch. Im Sekundentakt "klickt" es jetzt, egal ob das Netzteil am Amiga angeschlossen ist oder nicht.


    Das Klacken ist die "Notabschaltung" des Netzteils. Du hast irgendwo im Amiga einen Kurzschluss produziert.


    Kann also eigentlich nicht sein. ;)

  • egal ob das Netzteil am Amiga angeschlossen ist oder nicht.


    Ohne Last klickt das Netzteil. Das ist ein Schaltnetzteil. Nur die schweren Trafonetzteile machen das nicht. Bei einem Kurzschluss klickt das Schaltnetzteil natürlich auch.

  • Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst: Tastatur und Floppy (Strom und Datenkabel) abstecken und den Amiga einschalten. Das Netzteil sollte dann nicht mehr klacken. Ein Bild wird allerdings erst nach einer Minute kommen, wenn der Amiga das Suchen nach der Floppy aufgegeben hat.


    Ich würde das auch so machen. Floppy komplett abstöpseln, auch die Tastatur. Um auszuschliessen, dass z.B. die Floppy den möglichen Kurzschluss verursacht.
    Hab ich auch ewig so gemacht, als ich an 2-3 A500 gebastelt habe.
    Der KS Bildschirm mit der Hand sollte, auch ohne Floppy LW, ubrigens dann immernoch (fast) genauso schnell erscheinen. Da war bei mir zumindest mit dem Kickstart 1.2 und 1.3 kein wirklich krasser Unterschied in der Bootzeit / dem Selbstcheck des Amiga. Vlt. bei KS 2.0 und 3.1, das kann sein.

  • Danke für die Antworten.


    Ich habe vorher keine sonderlichen ESD Schutzmaßnahmen getroffen. Diese Armbänder etwa halte ich für leicht übertrieben. Ich fasse zuerst nur kurz Metall einmal an, damit ist es dann aber auch genug. In dem Fall denke ich hab ich auch wohl dran gedacht vorher.... :)


    Aber durch den blockierten Laufwerksmotor kann natürlich ein Kurzschluss entstanden sein... Im Netzteil wäre mir es lieber als im Amiga. Ich habe es versucht ohne das Laufwerk und Keyboard angeschlossen sind, aber mit selben Ergebnis. Er bleibt "tot".
    Diese hellgrauen Streifen die auf dem Bildschirm entstehen wenn das Netzteil am Amiga angeschlossen ist (und er über RGB am Fernseher), erscheinen im "Takt" des Geräusches welches das Netzteil macht.


    Ein Multimeter wäre hilfreich. Aber ich habe solche Sachen nicht mehr.... Und die Anschaffung lohnt sich auch nicht wirklich. Das gleiche Geld habe ich jetzt in einen weiteren alten Amiga investiert. Er sollte nächste Woche ankommen mit einem funktionierenden (alten) Netzteil. Mal sehen was dabei rauskommt. CIA's und Chips kann ich dann ja auch wechseln und alles ausgiebig testen.