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Commodore C128 - kein Bild und weitere Fragen / Uservorstellung

  • Hallo zusammen,


    ich heiße Sven, komme aus dem Saarland und bin 31 Jahre alt und bin durch diverse Umstände an verschiedenste Hardware gekommen, sodass mich das Retrofieber gepackt hat.


    Zuerst hab ich mir 2 DOS-Rechner aus Ersatzteilen gebaut: einen 386er mit 40MhZ / 8MB Simm Ram und einen Sockel 7 Rechner (AT), der sogar USB unterstützt und mit einer Terratec Maestro 32/96 einen guten Ton liefert.

    Das ganze wurde natürlich Stilecht in einem zeitgemäßen „PC-Tisch“ aufgebaut und soll zum Zocken von Dos-Spielen dienen.

    Die beiden Kisten laufen soweit, nachdem ich diverse Probleme mit teildefekten Motherboards hatte:

    Ramfehler, ausgelaufene Biosakkus, die auch nach Ersetzen nicht den gewünschten Effekt gebracht hatten, da die Leiterbahnen bereits beschädigt waren, defekte DIN-Tastaturbuchsen und so weiter und so fort.





    Weiterhin zugelaufen ist mir ein Compaq SLT 286 und ein Toshiba T3100e.




    Beide mit Originaltasche und Anleitungen, beim Compaq sind noch Disketten dabei.

    Beide funktionieren… irgendwie.

    Der Compaq hat wahrscheinlich einen defekten Dallas Clock Chip, den man wohl reparieren kann (externe Spannungsversorgung anlöten) .

    Beim Toshiba erscheint eine Meldung, dass wohl die Festplatte defekt wäre, dazu komme ich hoffentlich auch noch.


    So, und nun komme ich zur Hardware, die auch hier ins Forum passt:

    Ein Commodore C128 mit 2 Netzteilen, 2 Floppylaufwerken (1541 + 1571), 2 Kassettendecks (1 Originalverpackt und unbenutzt), Joystick und Drucker.

    Dazu gab es einen Haufen Kabel, wobei die meisten scheinbar selbstgelötet sind, einen Schrank voller Disketten, wobei keine Software für den Commodore dabei zu sein scheint und noch 2 Ersatzlaufwerke (nur die Laufwerke ohne Gehäuse und Elektronik).







    Ich hatte also mal kurz getestet, ob ich ein Bild zu Stande bekomme, was leider nicht der Fall war.

    Versucht hatte ich folgendes: Anschluss über:

    1) DIN-Ausgang -> FBAS Scart

    2) DIN-Ausgang -> Scart (keine Ahnung wie beschaltet)

    3) 9-Pol D-Sub Anschluss -> Scart.


    Bei beiden Netzteilen leuchtete lediglich die rote „Power-LED“, das Bild blieb aber schwarz.


    Und hier ist nun mein Problem: Ich weiß überhaupt nicht, ob die gewählte Verbindungsart überhaupt funktioniert, sodass ich nicht herausfinden kann, ob der Rechner funktioniert oder nicht.


    Könnt ihr euch die Kabel mal ansehen, oder mir sagen, was ich wie anschließen muss, um logisch die Fehler eingrenzen zu können?


    Abgesehen davon, habe ich in einem anderen Thread bereits die Pinbelegung des Netzteilsteckers gefunden. Das messe ich auf jeden Fall mal nach.



    Also in jedem Fall: schon mal vorab Danke für Eure Hilfe.


    Gruß Sven

  • Moin...

    Ich würde einfach eines der Floppy anschließen und gucken ob das reagiert.


    Beim Einschalten des 128er die Commodore taste gedrückt halten. Damit geht der in den 64 er Modus.

    Dann mal:

    Load"$",8

    Wenn die Floppy reagiert schonmal gut.

    Die 1571 müsste ohne Diskette eingelegt beim Einschalten im 128er Modus ein Mordsgetöse abliefern.


    Zum Bild: Guck mal genau hin, ob da tatsächlich kein Bild ist oder ob du Scanlines in schwarz sehen kannst. Also ein schwarzes Bild da ist.


    Die Kabel sehen zwar ranzig aus, aber scheinen die Richtigen zu sein. Vielleicht Durchgang prüfen.

  • So, folgendes hab ich getestet:


    - Floppys wahlweise an den C128 angeschlossen. Beide reagieren auf Ein- und Ausschalten des Rechners.


    - Start mit Commodore-Taste und ohne: Jeweils kein Bild, gleiche Reaktion. Man sieht allerdings ca 1/2 Sekunde, dass irgendein Signal am Fernseher ankommt: Es laufen kurz unterbrochene Striche im 30° Winkel quer durch's Bild, danach ändert sich der Schwarzton leicht.
    Anschluss am Fernseher über das DIN auf Scart Kabel.

    Generell gefragt: Was ist der Unterschied zwischen dem DIN-Ausgang und dem 9-Pol D-Sub Ausgang?

    - Load"$",8: Keine Reaktion in 64 oder 128 Modus


    Das DIN-Scart Kabel ist vom Durchgang her ok.





    Steckerbelegung IST:


    Steckerbelegung SOLL? (Keine Ahnung, ob das das Richtige ist)



    Laut DIN-Belegung der Scartstecker ist der Adapte richtig:

    DIN-Stecker auf SCART

    Composite Video Eingang: Pin 4 auf 20 OK (3x schwarze Kabel)
    Composite Video Masse: Pin 2 auf 19 OK (1x Schirmung)


    Rest: Audio

    Brückung von Pin 17 auf 19 hat auch nichts gebracht.


  • Okay...

    Wenn das zucken auf dem Bildschirm da ist, bewegt sich zumindest was und das scheint kein Kabelproblem zu sein. Trotzdem durchmessen.


    Danach die Kiste aufmachen und vielleicht säubern 😉

    Dann mach ein Foto vom Board und such die "Mos 6526" ic. Falls gesockelt, gegeneinander tauschen.


    Bist du fit mit Lötkolben bzw. Entlöten?

  • "kein Kabelproblem zu sein. Trotzdem durchmessen."

    Kabel ist durchgemessen und in Ordnung.



    "Danach die Kiste aufmachen und vielleicht säubern 😉"
    Säubern wollte ich das Teil, nachdem es funktioniert ;)-

    "Dann mach ein Foto vom Board und such die "Mos 6526" ic. Falls gesockelt, gegeneinander tauschen."
    Ok, wird gemacht!


    "Bist du fit mit Lötkolben bzw. Entlöten?"
    Ab dem 18.12. hätte ich eine Entlötpumpe da, ansonsten geht's nur mit Entlötlitze".
    Löten an sich ist kein Problem.

  • Auch probiert: 40/80 Mode Taste.


    Der Tausch der Chips hat keine Änderung gebracht.


    Alle anderen Chips hab ich mal rausgezogen und wieder reingesteckt.


    Hier ist die Boardansicht.
    Was mir direkt aufgefallen ist:
    Der ehemalige Besitzer hat scheinbar irgendwann einmal das Gerät geöffnet und diverse Chips geprüft, siehe Anhang.


    Dann gibt es noch 3 Kabelverbindungen, die eventuell nicht original sind?

    https://www.youtube.com/watch?v=WuGBdjPdobE

    Bei min 10:20 ist hier das gleiche zu sehen.


    Die Seite hier ist mir noch über den Weg gelaufen:
    http://personalpages.tds.net/~rcarlsen/cbm/c128/c128-ic.txt


    Ansicht ohne Anmerkungen:





    Ansichten mit Anmerkungen:








  • Weiter geht's:

    Die beiden getauschten Chips hab ich mal richtig herum eingesetzt. Das war vorher nicht ok!
    Keine Änderung.




    https://www.youtube.com/watch?v=GwgQpQarZHg


    Hier hat einer das gleiche Problem.


    Tests, die ich so einfach nachgemacht habe:

    1) CID? Pin 25: 5V OK
    2) CID? Pin 28: 12V OK

    3) 5V PIN am Netzteileingang OK
    4) Kondensator C107 an Plusseite: 5V OK (wurde scheinbar mal ersetzt?)

    5) Kondensator C99 an Plusseite: 5V OK
    6) EL7416: Pin 8: 0V auf 5V <1 sek beim Einschalten: OK
    7) EL7416: Pin 9: 5V auf 0V beim Einschalten: OK
    7) EL7416: Pin 12: 0V auf 5V langsamer Anstieg, dann 5V auf 0V schnell: MAX SPANNUNG 120mV



    -> EL7416 defekt?
    Außerdem ist ist etwas Korrosion an Pin 5/6 zu sehen (Grünspan)

  • Die Kabelverbindungen sind original. Klingt komisch, ist aber so 😉


    Auf die Aufschrift würde ich mich jetzt nicht verlassen. Wenn die Kiste nicht startet kann das alles mögliche sein.


    Deine Ersatzteillage ist wahrscheinlich eher dürftig, nehme ich an?

    Als erstes gucken ob da Chips Heiss werden. Grad RAM macht gern Probleme.

  • Anbei die Fotos.

    Ich hab das mal vorsichtig gesäubert (kein Bild gemacht) und es sieht gar nicht schlimm aus.

    Durchgang der Leiterbahnen scheint auch in alle Richtungen gegeben zu sein.



    Bei dem Typ im Video lag der Fehler letztendlich an einem defekten ROM-Chip (der neben dem "leeren" Sockel).


    Ehrlich gesagt tapp ich im Dunkeln.

  • So richtig gut sieht der zwar nicht aus, aber den müsstest du wenn auch Auslöten. Ein 7406er sollte an der Stelle auch tun.

    Aber ich würde da auch eher auf einen der grossen IC tippen oder RAM.


    Überleg nur grad wie man so ohne Ersatzteile bzw. Gerät zum Testen und nur nem Multimeter da am Schlauesten vorgeht... Auch wenn Spannung stimmt, kann der ic trotzdem durch sein. Vielleicht kinzi ne Idee.

  • Ein Analogoszi hab ich auch noch hier, das hab ich allerdings noch nie benutzt.

    Prima. Bitte bei den Basics anfangen:

    • Spannungen messen.
    • Prüfen, ob der Takt da ist (VIC, CPU).
    • Reset-Schaltung überprüfen.

    Waren irgendwelche Steckmodule dabei?

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • Overdoc


    Quote

    "Ojeoje, das schaut ganz nach einer 'Verschlimmbesserung' aus :(

    Mit dem zwischenzeitlichen 'verkehrt rum' einsetzen der 6526er (so wie auf dem 3. Foto zu sehen) hast du diese nämlich ziemlich sicher ruiniert, wenn du danach den 128er eingeschaltest hast?"


    Jap, kann sein.
    Man sollte nichts "zwischendurch" basteln.


    In wiefern kann man die Chips testen?



    kinzi


    Quote

    Prima. Bitte bei den Basics anfangen:

    • Spannungen messen.
    • Prüfen, ob der Takt da ist (VIC, CPU).
    • Reset-Schaltung überprüfen.

    Waren irgendwelche Steckmodule dabei?


    - Gibt es eine Dokumentation zum Download? Ohne Werte bzw. Anleitung werde ich mit meinem Wissen nicht viel anfangen können (das ist definitiv nicht mein Fachgebiet).
    - Taktpüfung: Masse / Datenpins mit Oszi Prüfen?
    - Reset-Schaltung: Das müsste ich auch irgendwo nachlesen.

    Es waren keinerlei Steckmodule dabei, zumindest hab ich keine gefunden.

  • [...]
    Quote
    • Spannungen messen.
    • Prüfen, ob der Takt da ist (VIC, CPU).
    • Reset-Schaltung überprüfen.

    - Gibt es eine Dokumentation zum Download? Ohne Werte bzw. Anleitung werde ich mit meinem Wissen nicht viel anfangen können (das ist definitiv nicht mein Fachgebiet).
    - Taktpüfung: Masse / Datenpins mit Oszi Prüfen?
    - Reset-Schaltung: Das müsste ich auch irgendwo nachlesen.

    • Spannung am User-Port messen:
      • DC-V-Messung,
      • Messbereich > 5 V,
      • Pin 1 = GND, Pin 2 = +5 V,
      • AC-V-Messung,
      • Messbereich > 15 V,
      • Pin 10 = rote Klemme, Pin 11 = schwarze Klemme.
    • Takt und Reset messen mit Oszi:
      • Y-Ablenkung = 1 V/DIV,
      • DC-Messung,
      • Strahl auf zweitunterstes Kästchen stellen,
      • Zeitbasis (X-Ablenkung) auf 1 µs/DIV,
      • An CPU (8502):
        • Pin 1 Signal überprüfen. Es muss ca. 1 Rechteckwelle pro Kästchen sichtbar sein,
        • C128 ausschalten. Prüfspitze an Pin 40 halten. Einschalten. Der strahl muss verzögert (einige 100 ms) auf 5 V springen. -> Reset OK.
      • An VIC (8566):
        • Pins 12, 18 - optisch gleiches Signal wie CPU Pin 1,
        • Pins 19, 20, 23 - Signal muss doppelte Frequenz aufweisen wie vorher (falls möglich auf 0,5 µs/DIV schalten -> optisch wieder gleich),
        • Pins 29, 30 - Signal mit deutlich (x 8, x16) höherer Frequenz.

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.