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Tastaturlayout für mechanische Tastatur im "Amiga-Look"

  • Hallo zusammen,

    wie ich in einem anderen Thread schon mal erwähnte habe ich ein Checkmate-Gehäuse und möchte damit ein neues Micro-ATX System aufbauen. Damit auch der einzige "Non-Commodore Rechner" in meinem "Man Cave " zumindest eine Commodore-Optik bekommt. Ein fehlendes Puzzlestück ist die passende Tastatur. Ich habe es aufgegeben eine in der Gehäusefarbe "oyster white" zu suchen aber zumindest weiß sollte Sie schon sein. Damit der Amiga-Look nicht gestört wird, will ich da auch kein Windows-Symbol auf der "OS-Taste". Zudem darf sie ja nicht zu breit sein damit sie auch in die Keyboard-Garage passt. Also ein Modell ohne Zehnerblock. Da ich die Tastatur auch beruflich im Homeoffice einsetzen werde, wäre was hochwertiges mechanisches gut.


    Steve Jones, der Vater des Checkmate, plant in Zukunft auch Tastaturen und/oder Keycaps anzubieten, aber halt nicht mit deutschem Tastaturlayout. Deshalb bin ich jetzt bei WASD gelandet. Dort kann man sich mechanische Tastaturen selbst zusammenstellen oder gar eigene Layouts verwenden. Über den Konfigurator im Shop lässt sich ein deutsches Layout wählen. Und auf die OS-Taste kann man sogar das Amiga 'A' machen:


    Das ist ja kein schlechter Anfang, aber bereits beim zweiten Blick habe ich gemerkt dass ich damit auf Dauer auch nicht glücklich werde:

    • Die Amiga A's sind zentriert nicht links oben
    • Die Buchstaben zu klein
    • Zu viel Text (Enter, Backspace, Shift ...) und zu wenig Pfeile (Backspace, Return, Tab ...)
    • usw.


    Es gibt aber bei WASD die Möglichkeit eine Layout-Vorlage (SVG-Datei) runter zu laden und das Layout anzupassen. Ich habe zwar keine Begabung für so etwas, habe es jetzt aber trotzdem mal versucht. Ich habe meinen aktuellen Stand mal drüben im A1k-Forum zur Qualitätsprüfung gestellt. Bis auf zwei Likes gab es aber bisher kein Feedback. Da der Spaß nicht ganz billig ist, dachte ich mir dass ich das Layout auch noch mal hier zeige. Vielleicht fällt euch noch irgendein Fehler oder Verbesserungspotential auf. Das ist mein aktueller Stand:



    Ich habe das aktuelle Layout-File ebenfalls angehängt falls es jemand weiterverwenden möchte. Ich habe für das BearbeitenInkscape benutzt. Das wird von WASD empfohlen.

  • Cool, und bist Du zufrieden? Wie viel hast Du gezahlt? Wie ist die "Schaerfe" des Drucks zu beurteilen?


    Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt, mir eine solche Tastatur anfertigen zu lassen, aber im C64C-Stil, inkl. Grafikzeichen usw, sodass man sie als PC-Tastatur, aber auch als Emulator-Tastatur nutzen kann. Natuerlich entsprechend angepasst, sodass das Layout auch wirklich dem Emulator-Layout entspricht. Aber ich glaube das waere mir am Ende doch zu teuer.

  • wau... sieht sehr gut aus.. und sehr passend zum Gehäuse... (hätte ich mir das mal besser auch auf der Neuss34 mitgebracht :)


    du hast also alles bei WASD "machen lassen" ?? für 165$ oder wieviel...

    ist natürlich eine Stange Geld..


    schade, dass die A1000 Tastatur so selten und teuer ist...


    => und die neue passte genau in die "Garage" ?


    Danke für´s zeigen..

  • Cool, und bist Du zufrieden? Wie viel hast Du gezahlt? Wie ist die "Schaerfe" des Drucks zu beurteilen?

    Ich bin sehr zufrieden. Ich habe vor der Bestellung verschiedene Tastaturen mit unterschiedlichen Switches getestet und mich schlussendlich für "Cherry MX Brown" entschieden. Fühlen sich für mich richtig gut an. Bei WASD kann man bei der Konfiguration auswählen welche Cherry Switches man möchte.


    Einziger Kritikpunkt an der Tastatur - die "Nasen" in der Kabelführung sind etwas zu eng. Man muss schon aufpassen, dass man das Kabel beim einfädeln nicht beschädigt. Das Kabel ist aber nicht fest verbunden und lässt sich einfach tauschen.


    In Summe habe ich jetzt bestimmt 250 Euro bezahlt! Die Tastatur im Custom-Layout kostet 175$, was schon recht viel ist. Was ich unterschätzt habe, oder vielleicht gar nicht so genau wissen wollte ;), waren die weiteren Kosten für den Transport, Import und Steuern. Aber ich denke ich werde sehr lange und täglich Freude daran haben.



    => und die neue passte genau in die "Garage" ?

    Leider ist die WASD-Tastatur kein "Perfect-Fit" für das Checkmate-Gehäuse: Sie ist 1-2 mm zu hoch wenn man sie in die Tastatur-Garage schieben will. Ich habe daher ein paar Filzgleiter unter das Gehäuse getan. Dann passt's. Ich hatte die Filzgleiter eh drunter machen wollen da die Tischplatte nicht mehr so 100% plan ist. Also kein großes Problem in meinem Fall. Hier noch zwei Videos vom "drunter schieben": 1, 2.

  • Jau... das ist ne Stange Geld... aber ist halt unser Hobby...


    Die Tastatur hatte mich irgendwie an meine "FUNK-Tastatur" für einen AMiga1000 erinnert.


    Ich habe einen 1000er ohne Tastatur und hatte dazu mit Adapter erst eine A2000 Tastatur probiert

    und dann irgendwo/irgendwie diese "Infrarot" (ist ja garkein Funk ;) ) Tastatur gefunden...


    Cool,.. dass Sie bei dir auch die Amgia "A"´s so schön drauf gemacht haben...



  • In Summe habe ich jetzt bestimmt 250 Euro bezahlt! Die Tastatur im Custom-Layout kostet 175$, was schon recht viel ist. Was ich unterschätzt habe, oder vielleicht gar nicht so genau wissen wollte ;), waren die weiteren Kosten für den Transport, Import und Steuern. Aber ich denke ich werde sehr lange und täglich Freude daran haben.

    Ja das ist schon eine ordentliche Summe ;) aber ich denke ebenfalls dass Du Dich lange an der Tastatur erfreuen wirst.


    Ich habe mir 2009 ein "DasKeyboard" gekauft, fuer um die 100 EUR (vielleicht auch eher 120). Das fand ich damals auch schon viel. Aber die Tastatur benutze ich heute noch, die ist super. Sie ist komplett schwarz, ohne Beschriftung, und hat blaue MX-Switches. Das ist auch mit ein Grund, warum ich mir wahrscheinlich so bald kein WASD-Keyboard anfertigen lassen werde, denn solange die jetzige noch ihren Dienst tut, tu ich mir umso schwerer damit, so viel Geld fuer eine weitere Tastatur auszugeben ;) aber ja, einen gewissen Reiz haette das schon. Die Idee kam mir, als ich zum ersten Mal die Prototypen-Keyboards des MEGA65 gesehen hatte. Die waren zunaechst vom Layout her gewoehnliche PC-Tastaturen, aber eben mit C64C-style Bedruckung. Das war schon echt cool und waere wirklich auch praktisch fuer die Emulator-Nutzung. Aber ja, wie gesagt... solange die jetzige teure Tastatur noch tut, wird es wohl so schnell keine neue werden :)


    Dir aber auf jeden Fall viel Spass mit Deinem Exemplar :)

  • Hallo,

    erst mal vielen Dank für das Tastaturlayout. Das wird mir es erleichtern, meine Amigatastaturen auf mechansisch umzurüsten.


    Ich besitze 2 A2000 Cherry Tastaturen (eine ist leider defekt, außerdem finde ich momentan nicht). 3 weitere A2000 Tastaturen, eine A4000 Tastaturen, eine CDTV und eine A500.


    Was das Bedrucken von Tastenkappen angeht, bin ich auf eine sehr interessante Lösung gestoßen:

    [External Media: https://youtu.be/-scV7LLvdh8]
    Man druckt das Layout mit Dyesub-Tinte auf ein Transferpapier und überträgt es mit Hitze auf helle Tastenkappen. Man kann natürlich selber einen entsprechenden Drucker kaufen und mit Dysubtinte bedrucken, sollte aber auch bei einem Printshop anfragen können, der Fototassen/Mauspads etc. anfertigt. Ich hatte z.B. einen Aficio 2100, der eh neue Tinte benötigte, kaum genutzt wurde und den ich für 60€ umrüsten konnte (gerade fertig mit der Umrüstung, 4*100ml Tinte sind dabei).

    Es ist relativ zeitintensiv, Tastenkappen selbst zu bedrucken. Es erlaubt aber jedes beliebige Design ( wie wäre es mit dem Checkmark und dem Boingball für linke und rechte Amigataste) - und die Befriedigung, die Tastatur selbst gemacht zu haben.

    Hat man einen eigenen Dysubdrucker, kann man natürlich auch gleich Amiga Mauspad, Kaffeetasse etc. selbst machen.


    Das Problem bei A2000 non-cherry, A500, 1200, CDTV und A4000 keyboards sind die 1,5u Functionkeys. Die scheinen für die Top-Row im passenden Profil nicht zu bekommen zu sein. Allerdings kann man alle Tastenkappen mit dem keycap-Konfigurator https://www.thingiverse.com/thing:2783650 selbst erstellen - und dann mit einem resin-Drucker selbst herstellen. Nimmt man ABS-like Resin, sollte es kein Problem sein, diese Kappen im Transferdruck zu bedrucken.


    Theoretisch sollte es möglich sein, sogar Doubleshot Tastenkappen herzustellen. Mit dem keycap-Konfigurator kann man die Beschriftung als Vertiefung einschneiden, also als Vertiefung mit drucken. Wählt man die Vertiefung so tief, dass die Schrift nach unten durchgeht, also von der Unterseite erreichbar ist (und man für die Mitte vom "O" etc. Support vorsieht) könnte man nach Druck und Finish der Tastenkappe einen Tesafilmstreifen auf die Tastenkappe kleben, in diese von hinten in mehreren Schritten ein anderfarbiges Resin einfüllen und mit UV erhärten (wie der Zahnarzt ins Loch im Zahn). So sollte man (mit viel Arbeit) auch Doubleshot-Keycaps für CDTV herstellen können. Ggf. sogar mit transparentem Resin als Füllung und Backlight...


    Eine weitere Variante für Amiga-Cherry Keycaps: https://www.thingiverse.com/thing:1756671 Originale Amigatasten innen entsprechend bearbeiten und dies Reparaturteil einkleben. Die wohl einfacste Variante, Cherry-Tastenkappen für Amigas herzustellen.


    Für A500/1200/2000/4000/CDTV gibt es ein PCB bei Github: https://github.com/hekkelek/amiga-keyboard


    Passende mechanische Tasten sind seperat teurer als sie (mit Entlötkolben) aus fertigen Tastaturen auszulöten. Mechanische Tastaturen von Aukey mit Cherry-kompatiblen blauen switches (105 Stück) gibt es für ca. 26€ auf Aliexpress.

  • Update:


    Nachdem ich unter https://www.thingiverse.com/thing:3872492 ein Amiga 600 Gehäuse gefunden habe, das sich auf meinem Anycubic Chiron (40*40 cm Druckbett, ich muss ihn bloß endlich reparieren...) ohne Nähte an der Oberseite drucken lassen müsste, habe ich mich dazu entschlossen, mich erstmal auch an einer mechanischen Tastatur für einen A600 zu versuchen.


    Adam Eberbach hat auf Github eine Platine für eine mechanische Tastatur für den A600 bereit gestellt. Wegen der Mindestbestellmenge von 5 Stk bei pcbway kommt man auf ca. 95€ (inkl. Versand und Mehrwertsteuer), also ca. 19€/Platine. Da 10 Platinen aber nur ca. 30€ mehr kosten, habe ich etwas mehr bestellt. Adam hat auch ein PCB für eine mechanische A1200 Tastatur bereit gestellt (die dann auch in A2000/4000/CDTV Tastaturgehäuse passen müsste).


    Momentan warte ich noch auf ein paar Bauteile aus China (FCC-Connector, Folienkabel, Tasten). Controller wollte ich mir eigentlich selber bauen (was garantiert noch ewig gedauert hätte), dann aber festgestellt, dass ich mir vorletztes Jahr ein Keyrath V2 zugelegt hatte, dann aber beschloss, an meinen Originalgeräten doch nichts zu verändern - so dass es immer noch ungenutzt ist. Mein Emulatorgerät soll ganz ohne Schaden für die Originiale entstehen. Leider ist das Keyrath V2 momentan kaum zu bekommen - aber vielleicht steigt ja die Nachfrage und icomp legt das neu auf. Auf jeden Fall ist ein Connector für eine A600 Tastatur vorhanden, der Anschluss der mechanischen Tastatur an einen Emulator sollte also kein Problem sein. Nebenbei hat man dann sogar zwei Joystikports - damit ist das Preis-/Leistungsverhältnis des Keyrath kaum zu schlagen (wenn es wieder verfügbar wird).

    Transferdruck habe ich zwischenzeitlich nur für ein Amiga Mauspad getestet - das funktioniert auf jeden Fall schon mal. Beim Resin bin ich mir inzwischen etwas unsicher - das typische Resin ist wohl nicht besonders temperaturfest. Aber ich werde es ausprobieren.


    Das Projekt mit einem Selbstbau einer A600 mechanischen Tatstatur mit gedruckten Tastenkappen geht also langsam, aber es ist noch nicht eingeschlafen. Nachdem letztes Jahr mit der DrawBridge eine tolle Lösung für den Einsatz echter Disketten am Emulator erschienen ist (auch da erwarte ich noch Kleinteile aus China), ist das Projekt aber noch gewachsen. In ein A600 Gehäuse passen ja nicht nur mechanische Tastatur, Keyrath und der Pi - auch Diskettenlaufwerk und ein Slot-In CD-Laufwerk (und bei der Menge ein aktiver USB-Hub) sollten drin sein...

  • Update2:


    Das Projekt hat einiges an Fahrt aufgenommen:


    Endlich habe ich meinen Kunstharzdrucker in Betrieb genommen - und habe jetzt fast alle Tastenkappen mit OEM-Profil fertig. Allerdings lässt sich ISO-Enter mit dem Tastenkappengenerator nicht erzeugen und ich habe auch keine STL für ISO-Enter im OEM Profil gefunden. Hier setze ich erstmal einProvisorium mit anderem Profil ein.

    Für den Test habe ich transparentes grünes Resin von Anycubic verwendet. Man sollte den Kunstharzverbrauch nicht unterschätzen - mit ein paar Fehlversuchen habe ich fast 1l Kunstharz bisher verbraucht. Was fast noch mehr reinhaut: Das Isopropanol ist ziemlich schnell gesättigt. Ich bin jetzt auf eine Zweitank-Reinigung gewechselt und spüle jetzt die komplette Druckplatte mit Ausdruck im ersten Tank vor (da wird dann aber letzlich nur zu 90-95% gereinigt) und spüle dann in der Wash&Cure2 mit (fast) frischem Resin nach. Die letzten Tastenkappen sind richtig super geworden. Vom Profil dicht am Original, von der Farbe aber natürlich noch nicht. Bevor ich in der richtigen Farbe drucke, muss ich aber noch Dysub-Druck ausprobieren. Cool sehen die transparenten Tastenkappen aber schon aus.


    Die mechanische A600 Tastatur von Adam Eberbach habe ich mit Tasten von Aukey in blau gelötet. Statt des Folienkabelkonnectors habe ich Pinreihen eingelötet - ich habe mir Platinen für https://github.com/thinghacker/Amiga600KeyboardUSBAdapter bestellt, da löte ich zum Probieren auch Pinleisten ein und nutze dann Duponkabel. Das Projekt scheint auch noch ausbaufähig - ich bin da in engen Kontakt zum Entwickler. Das Controllerboard sollte mit geringen Anpassungen auch für das A1200kb und für C64-Tastaturen geeignet sein. Da arbeiten wir noch dran. Das Ganze basiert auf dem Pi Pico, man muss selber nicht SMD löten - und kostet weniger als 15€. Es wird in den nächsten Monaten, wenn alles klappt, quasi eine Alternative zur Keyrath 2.0, die ja nicht mehr verfügbar ist.


    Die Tasten habe ich aus einer Aukey Tastatur, die ich mal bei einem Sale auf Aliexpress für <30€ gekauft hatte - und bei der eine Taste einen Wackel hatte. Nun gibt es zwei Tastentypen: PCB-mounted ("5-pin") und Plate-mounted (3-pin). Plate-Mounted keys sind am verbreitetsten und auch seperat gekauft deutlich billiger als PCB-mounted. Man kann zwar auch plate-mounted ohne plate auf eine Platine löten und im Hausgebrauch sollte das auch hinreichend stabil sein - das Einlöten aber gerade ausgerichtet hin zu bekommen, ist ein ganz anderes Thema ...

    Außerdem ist da noch das Thema "Stabelizer". Mit dem Tastenkappengernerator erzeugte Leertasten haben die Halterung für die Stabilisatoren an der Stelle, wo sie bei 6.25u Leertasten sitzen, auch wenn man eine 8.25u Leertaste erzeugt. Auf der Platine sind da aber keine Bohrungen... Außerdem hat meine ausgeschlachtete Tastatur auch cherry-style stabelizers, plate mounted, die ich verwenden möchte ...


    Ergo - und das war mein zweiter Fortschritt - habe ich eine mounting-Plate entworfen. Damit sitzen die Tasten absolut perfekt ausgerichtet. Außerdem habe ich jede Menge Stege vorgesehen. So steift sie die Tastaturplatine super aus - selbst wenn man sie in zwei Teile zerschnitten druckt. Sie passt aber auch als ganzes auf einen AC Predator, ich habe sie auch in einem Stück gedruckt.