DFü --- Einführung


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    • DFü --- Einführung

      DFÜ mit dem C64 heute

      Was ist machbar, wo liegen die Grenzen.

      1. Die Standard Maschine mit 9k6 Userportschnittstelle oder CMD-Turbo 232

      Hier behandle ich den original C64, welcher mit einer 1541/71 daherkommt und zu DFÜ-Zwecken lediglich mit den dafür notwendigen Komponenten ausgestattet wird.

      DFÜ über Funk.

      Diese Art der Datenübertragung wurde nur selten wirklich genutzt, obwohl sie bis heute durchaus konkurrenzfähig zu anderen Systemen, wie PC , Atari und Mac geblieben sind.

      Das Supermodul Bonito Supercom:

      Dieses Modul ist ein echtes Multitalent für alle, die begeistert sind, was sich außerhalb von UKW-Radio so abspielt.

      Telegraphie: (Die Ur-DFÜ Form überhaupt) kann es empfangen und gibt das Gepiepse im Klartext wieder, natürlich kann es auch senden.

      RTTY: Eine Übertragungsart, wo ein High- und Lo-Bit jeweils durch die Änderung der Tonfrequenz unterschieden wird. Diese Übertragungsart wird neben dem Amateurfunk auch noch von vielen Wetterstationen rund um den Globus genutzt um wichtige Informationen über Wetterdaten weiterzuleiten. Bonito kann diese Daten von 45 Baud bis 200 Baud Geschwindigkeit Auswerten und bei Bedarf auch senden.

      FAX: Funkfax ist ein sehr altes Übertragungsverfahren um Bilder, welche sehr groß sind über die Kurzwelle zu übertragen, moderne UKW und UHF Protokolle sind deutlich schneller und können Bilder bis 24Bit Farbtiefe in 1600*1200 problemlos übertragen. Das Bonito beherrscht die beiden gängigen Wefax Protokolle sowie als Bonbon ein eigenes um Farbbilder des C64 über Funk zu übertragen.

      Packet Radio mit dem C64:

      Man könnte Packet Radio als kleines Fidonet bezeichnen, es besteht aus einem Weltumspannendem Netz von Mailboxen, Digipeadern, Internet-Digipeedern und natürlich vielen Usern die es nutzen. Packet Radio kann mit nahezu jedem Computer mit ausreichend RAM betrieben werden. Der C16 stellt das Extrem des machbarem dar, denn auch mit ihm ist es möglich. Für den C64 gibt es im wesentlichen 2 Programme. Digicom 5.x welches 4 Userkanäle und 16 Digipeaderkanäle besitzt ist dafür ausgelegt mehr oder weniger als Digi für kleine Unternetze und gegebenenfalls als „Saugstation“ für aktuellen C64-Stuff zu dienen. Es unterstützt Partitionen auf der 1581 und händelt sie wie Verzeichnisse. Digiprom dagegen hat wiederum 4 Userkanäle, bietet aber eine komplette Mailbox nach F6FBB Standard, hier können News, Infos und Dateien nach Herzenslust an andere User geschickt und von denen abgeholt werden.

      Das soll es zum Überblick über die Funkübertragungsmöglichkeiten mit dem C64 gewesen sein, er schlägt sich Dank des riesigen Soft- und Hardwareangebotes auch in dieser Rubrik noch heute recht wacker.

      DFÜ über die Telefonleitung.

      Dass sich der C64 in dieser Rubrik nicht verstecken braucht, muss ich nicht erwähnen, denn Mailboxen für den C64 gab es bereits Mitte der 80er genügend und Q-Link (AOL-Vorgänger) Sowie BTX sind mit dem C64 groß geworden aber weit vor dessen wirklichen Ende wieder eingegangen, was geblieben ist, ist das EPROM des BTX-Dekoders, welches ein neues Floppykernal gebraten bekommt...
      Was gibt's heute ? Dank Robert Sterff, HaJo und einigen anderen C64-Begeisterten Mailboxbetreibern ist das Licht des alten Flairs zwar deutlich dunkler wie noch 1990 aber glücklicherweise noch nicht ganz erloschen. Man kann mit Novaterm 9.6 (Dem C64-Terminalprogramm schlechthin) viele Mailboxen besuchen, die zwar auf PC-Systemen betrieben werden, aber dank der guten Ansi-Emulation und 80z Modus in Novaterm kein Hindernis für unseren Brotkasten darstellen. Einige Mailboxen (wieder ist HaJo zu erwähnen) bieten dem C64-Hardliner sogar ein E-Mail Gateway welches es ermöglicht E-Mails aus der Mailbox heraus zu Senden bzw. zu Empfangen.

      Wie sieht es mit Internet aus ?

      Wenn man in die Zukunft schaut nicht schlecht, Conitki nimmt immer mehr Form an und wenn das Netzwerk-Ad On für das Retro Replay erhältlich ist, wir es selbst mit einem Standard C64 via Proxyserver oder Router möglich sein das Internet „unsicher“ zu machen.
      Schon heute kann man aber einen Blick ins Netz werfen wenn man einen 486er zum Linux-Proxi mutieren lässt.

      1. System ODS Schulen ans Netz von der CT

      Systemvorraussetzung für den Server:
      CPU 486 mindestens DX40 besser DX4-100
      Festplatte mindestens 1GB besser 2GB oder mehr, wenn er als Proxy fürs Hausnetz dienen soll
      RAM mindestens 24MB besser 64MB
      CDROM und Floppy empfehlenswert aber nach der Installation nicht mehr notwendig
      Für den DSL-Betrieb muss noch das DSL-Plug In von heise.de heruntergeladen werden, die Installation erfolgt laut Anleitung (Online-Manual)
      Modem, Fritzcard oder Netzwerkarte fürs Internet
      Netzwerkkarte für Contiki oder Hausnetz (Realtek 8019(ISA), 8039(PCI), 3Com 509(ISA), 905(PCI) und NE2000 erden von Hause aus unterstützt
      Freie RS232 (COM1 für Modem COM2 für C64)

      Läuft der Server, bestückt man den C64 mit der Swift/Link oder T232 verbindet Server und C64 mittels Nullmodemkabel und schaltet beide Rechner ein.
      Konfiguration Novaterm:

      Terminal Emulation: Ansi oder Ansi-wide
      Port Speed: für den ersten Versuch 1200 Baud (bis 38k ist ohne SCPU machbar, beim C128 bis 56k)
      Protokoll: ZModem
      Blockgröße: 1024 Bytes

      Nun das Terminal starten...

      Konfiguration Server:

      Für den ersten Versuch als root Einloggen und folgende Zeile eingeben:

      /sbin/agetty -L -h ttyS1 1200 ansi

      -h = Handshake, ttyS1 = Com2, 1200 Baudrate, ansi=Terminalemulation

      Hat man alles richtig befolgt, dann hüpft einem der Login-Screen auf den Monitor, in welchen man sich nun einloggt, jetzt stehen einem alle möglichen Schell-Apps des Servers zur Verfügung. Man kann mit Lynx durchs Web browsen, mit Mail seine E-Mails holen und senden über Telnet andere Server im Netz connecten u.s.w. der C64 kann sogar den Monitor des Servers komplett ersetzen, weil er als vollwertiges ANSI-Terminal bedient wird.

      2. Knoppex CD

      Dieses Linux ist für Leute, die keinen extra PC bereitstellen wollen oder können. Man legt nur die CD ein und wartet bis der Bootvorgang beendet ist, öffnet eine Shell, macht sich zum Superuser, und führt die gleiche Zeile wie auf dem ODS-Server aus.

      Auch sonst bleibt alles gleich, nur das Knoppex eine aktuellere Lynx-Version und einen IRC-Clienten für die Shell mitbringt.

      Vor und Nachteile der beiden Distributionen:

      ODS:
      + Geringe Systemanforderungen
      + einfache Installation
      + gratis erhältlich
      + Telnet-Server für Serververwaltung und Internetdienste
      - alles spielt sich auf der Shell ab (keine GUI)
      - recht alter Kernal ( 2.0.38 ) welcher noch nicht Routingfähig ist
      - braucht dauerhaft einen eigenen Rechner

      Knoppex CD

      + kann temporär verwendet werden
      + kommt mit allem was man sich wünschen kann daher
      + Konfigurationen können auf Disk gespeichert werden
      + nimmt keine Veränderungen an bestehenden PC-Festplattenkofigurationen vor
      - braucht mindestens einen PentiumII mit 128MB RAM sonst ist vernünftiges arbeiten unmöglich
      - Einstellungen müssen jedesmal von Disk nachgeladen werden.

      Beide haben ihre Vor- und Nachteile bieten aber unserem C64 eine ausreichende Plattform um sich frei im Internet bewegen zu können ohne gleich hunderte Euro für Zusatzhardware loszuwerden.

      Großer Dank an Stefan Ritter (ritti) welcher mir geduldig zur Seite stand um die Linux-Problemchen zu lösen.
      Bei Ihm bekommt Ihr auch einen kostenlosen Shell-Account um z.B. Lynx, Telnet oder IRC zu nutzen , Postfach und Webseite inklusive. Mail an fry999@gmx.net , Webseite: master.core2in.com .

      Im nächsten Teil komme ich auf die Möglichkeiten mit „verbesserten“ C64 Systemen.

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