Posts by HofMar

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    Bei einem 8296 fehlen die UE7/UE8


    UE7 ist das kombinierte BASIC/KERNAL ROM. Das sollte ein 23128 (Mask-ROM) sein, welcher direkt durch ein 27128 (EPROM) ersetzt werden kann.


    UE8 ist das EDITOR ROM. Hier kann entweder ein 2316B (2KB) oder 2332 (4KB) als Mask-ROM, bzw. die entsprechenden EPROMs als 2716 (2KB) oder 2532 (4KB) ersetzt werden. In der Regel war dort ein 4KB-EPROM drin.


    Es gab auch 8296, wo das UE7 mittels einer Adapter-Platine und zwei 2764 (EPROM) ersetzt wurde.


    Hier die passenden Artikelnummern:
    UE7: 324746-01 / 26011B-632 (bzw. mittels Adapter 324878-01 und 324878-02)
    UE8: 324243-02B, 324243-03 oder 324243-04


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    Kann ich das original Rom vom 8296 UE7 als Eprom auslesen?


    Ja, warum nicht? Das 324746-01 als 27128 (ohne automatische Typerkennung) und das 324243-?? als 2532!


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    Kann ich ein entsprechendes Eprom ohne Adapter verwenden oder kommt der gleiche Adapter wie für den UE5/UE6 PLA Adapter zum Einsatz?


    Ja, der korrekten EPROM-Ersatz ist direkt nutzbar. Wichtig, es muß ein 2532 und kein 2732 sein!


    Das CHARGEN bei UC5 hast Du noch drauf?


    Gruß Martin

    Nun die Annahme: Die Korrektur wurde nun einfach hinten dran gehängt im JEDEC
    in den - bis zu dieser Korrektur - noch freien Zeilen:


    Genau das habe ich schon oben geschrieben. Es ist in meinen Augen eine "andere Idee", sondern bestätigt den Hergang der aktuellen C64-PLA.


    Any ideas? (Wie man sieht sind die Zeilen nur durch eine geänderte Polarität in der ersten Zelle == !CAS anders!)


    Genau, es wurde nur die Polarität des /CAS Eingangs bei allen Zeilen geändert.


    Aber diese PLA (mit dieser ersten Korrektur) führt leider nur zur Prüfsummer 7F5D. Da die neue Prüfsummer kleiner ist, und jede gebrannte Fuse sich in einer Erhöhung der Prüfsumme wiederspiegelt, düften nicht alle Fuses dieses deaktivierten Bereiches gebrannt sein. Weiter weiß ich aktuell auch nicht.

    Ist es nicht umgekehrt: Die Deaktivierung fand ja statt, in dem alle Fuses im Oder-Zweig der beiden Terme gebrannt wurden; d.h. die Prüfsumme hat
    sich um max. 0x1FC erhöht


    Okay, betrachten wir die deaktivierten Fuses:

    Code
    1. L00320 0111111111010110011110101111111111111111*
    2. L01160 1011111111111111111111111111111111111111*


    beiden können bedenkenlos gegen

    Code
    1. L00320 0000000000000000000000000000000000000000*
    2. L01160 0000000000000000000000000000000000000000*


    getauscht werden. Und schon ist die Prüfsummer kleiner geworden.


    Nun können wir aber beliebige solcher Produkterme auch wieder mit deaktiviertem Inhalte hinzufügen:

    Code
    1. L00320 xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx11111111*
    2. L01160 xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx11111111*


    Ob das nun bei diesen Adressen oder bei völlig anderen passiert ist dabei egal.


    Ob das so passierte ist noch ungewiss. Möglich wäre es. Es stellt sich z.B. auch die Frage, warum diese fehlerhaften Produktterme überhaupt noch im PLA waren. Das muß aus einer sehr frühen Entwicklungszeit des C64 entstanden sein. Der Entwickler hatte keine Lust einen neuen PLA zu verwenden und baute die Korrektur eben um die fehlerhaften Produktterme herum. Das Design des PLS100 gab das her. Eine heutiger PLD-Compiler wird das vermutlich gar nicht mehr unterstützen. Daher halte ich es für möglich, daß man diesen Umstand beheben wollte, dann aber wieder neue Fehler einbaute, welche wieder korrigiert werden mußten.

    warscheinlich nicht habe zwei REV3 unterwelchem sich unter dem REV3 Aufkleber eine REV2 Aufkleber befindet also Überklebt... da würde ein nachbrennen dann warscheilicher sein...


    Diese überklebte REV2 kann aber auch wieder ein "Tipfehler" sein. Toast_r hatte das bei einem 901614-05 auch berichtet (siehe Post #7). Dort war der Tipfehler bei der Prüfsumme.


    Bei einem "Nachbrennen" müßte die Prüfsumme größer werden. Jeder "gebrannte" Fuse erhöht die Prüfsumme. Da der Inhalt identisch ist, bleibt die Prüfsumme aber gleich.


    ich war auch mal der Meinung ich hätte eine REV2. leider kam beim Rausschrauben unter der Platine der REV3. Aufkleber zum Vorschein war abgefallen...


    Vielleicht haben wir alle noch gar keine REV.2 zu Gesicht bekommen? Evtl. kann das auch diese merkwürdige Prüfsumme 7E17 (welche kleiner als 7F5D ist) erklären.


    Es gibt im C64-PLA zwei Produktterme, welche eine falsche Eingangspolarität des /CAS-Leitung hatten, durch neue korrigierte ergänzt, und die alten falschen deaktiviert wurden. Diese kann man bedenkenlos entfernen. Damit kommt man dann auf eine Prüfsumme von 769F. Gesetzt der Fall, bei der Bereinigung wurde etwas falsch gemacht (das könnte die REV.2 sein), dann wurde das korrigiert und zu 7E17 geändert, welches wieder die gleiche Funktion hat.


    Ich kann mir kaum vorstellen, daß die Funktion des PLA vom C64 irgendwann mal geändert wurde. Das hätte Auswirkungen auf viele Dinge gehabt. Es kann sich also nur um deaktivierte Produktterme handeln, welche keine Auswirkung auf die Funktion haben.

    Wie Commodore zu der aufgedrucken Prüfsumme gekommen ist, werden wir wohl nie erfahren.


    Prinzipiell hast Du damit leider Recht. :( Da gibt es dann nur zwei Möglichkeiten:
    1) Wir finden eine plausible Fusemap mit genau der aufgedruckten Prüfsumme entspricht (womit wir weiterhin keine richtige Bestätigung haben) oder
    2) wir finden einen (evtl. älteren) 906114-04, welcher noch die Fusemap mit der aufgedruckten Fusemap beinhaltet. Man müßte also alle ällteren 600er Boards mal abklappern.


    Das bei dem 906114-04 ein geändertes Verfahren zum Berechnen der Prüfsumme zum Einsatz kommt, halte ich bei der Bestätigung der Prüfsumme des 906114-05 für sehr unwahrscheinlich.


    Außerdem gibt es noch das Gerücht, daß es bei einem der CBM-II Geräten ein geändertes PLA geben soll. In der freien Wildbahn wurde es anscheinend noch nicht gesehen. Vielleicht entstammte es wirklich einer Vorserie oder nur den ersten Geräten. Immerhin hat der 600er eine niedrigere Nummer des 906114 und wir können davon ausgehen, daß die Entwicklung des 600er evtl. etwas vor dem 700er erfolgte. Die Coprozessor-Karte wurde erst mit dem 700er entwickelt. Evtl. ist da noch etwas von dessen Entwicklung zum 600er zurückgeflossen?


    In Deutschland haben wir zwar erstaunlich viele CBM-II (600er und 700er) gehabt, aber damit vermutlich auch einen späten Entwicklungsstand!


    Meine 610er haben leider sehr hohe Seriennummern. Diese wurden bei Steve auch mal eine zeitlang als letzte bekannte Seriennummern geführt.


    Sowohl Rev.2 (einmal vorhanden) als auch Rev. 3 sind identisch!


    Ein Revisionswechsel muß sich nicht am binären Inhalt wiederspiegeln. Es gibt noch ein weiters Mytherium bei Commodore. Die beiden RRIOTs für die ersten 2040 mit dem DOS 1.x sind auch identisch. D.h. der ROM-Inhalt von 901466-01 und 901466-02 sind gleich!


    Es wäre also mögich, daß hier nur der Herstellungsprozeß geändert wurde. Evtl. wurden bei der Rev. 3 andere PLAs als Grundlage verwendet als bei Rev. 2?

    Die Prüfsumme, die mein Brenner bei der -05 errechnet hat, entspricht aber der, die Commodore aufgedruckt hat.
    Das wird doch eher kein zufall sein, oder ?


    Zumindest die selbst erzeugten Dateien kann das Ding ja offenbar fehlerfrei brennen,
    die -04, die ich damit gebrannt habe funktioniert ja im CBM 610.


    Ja, das würde ich auch erst einmal so sehen. Die Prüfsumme 62E5 wäre demnach für ein 906114-05 bestätigt.


    Auf dem 906114-04 steht die Prüfsumme 649B drauf. Ich komme auf 6015 mit den gleichen Gleichungen aber dem Layout entsprechend geänderten Pins. Ist das auch Deine berechnete Prüfsumme?


    Die wesentlich geringere Prüfsumme könnte durch das Entfernen von evtl. deaktivierten Termen entstehen. Gesetzt der Fall es gab bei der Eintwicklung Probleme, wonach es Änderungen gab, können nicht mehr benötige - weil durch neue Terme ersetzte - deaktiviert werden. Diese zählen dann jedoch weiterhin in der Prüfsumme mit.


    Dies wurde bei der C64 PLA auch gemacht (siehe Fuses 320 bis 359 und 1160 bis 1199).


    Wurde nun mal eine "Bereinigung" durchgeführt, könnten diese deaktivierten Terme gänzlich entfallen sein. Die Prüfsumme ändert sich, die Funktion jedoch nicht. Da die Funktion gleich blieb wurde evtl. die nun falsche Prüfsumme beibehalten.


    Wäre eine, wenn auch merkwürdige, Erklärung ...

    Ich würde eine noch unbeantwortete Frage gerne noch einmal aufgreifen und diese gleich mal erweitern, bzw. präsisieren:


    Die EPROMs scheinen 27C128 zu sein, zumindest legt das die Verbindung von Pin27 zur Platine nahe. Das ist A12 an einem 27128 und nicht am ROM-Sockel für ein 2364 vorhanden.


    Frage ist, womit ist A12 verbunden? Irgendwie umschaltbar zwischen Schwedisch und normal?


    Beim Kernal würde eine Erweiterung von 8kB (2364) zu 16kB (27128) Sinn machen, wenn man das umschaltbar macht. Spannend finde ich schon die Frage, wo genau die fliegenden Drähte von Pin 2 (A12) hingehen. Für eine Umschaltung des Kernals (8kB) würde man jedoch A13 (Pin 26) benötigen.


    Anders sieht es beim Character ROM aus. Das ist im Original nur 4KB groß (2332). Dort würde inkl. der Umschaltung (hier wäre A12 korrekt) dann ein 2764 ausreichen.


    Daher stellen sich für mich einige Fragen:
    * Welcher EPROM-Typ ist das Kernal C64 Sw (U4) 325017-02?
    * Welcher EPROM-Typ ist das CharGenC64 Sw (U5) 325018-02?
    * Wo gehen die beiden Drähte von Pin 2 der EPROMs hin?


    Wenn ich mich richtig erinnere, hatte der spanische C64 die gleiche Adapterplatine drin. Dort müßten auch EPROMs des Typs 27128 verbaut worden sein. Jedoch kenne ich auch hier die genaue Beschaltung mit Pin 2 nicht richtig.


    Vielleicht kann man auch die genaue Beschaltung und damit Aufgabe der Adapterplatine mal klären? Ich habe fast die Vermutung, daß die verschobenen Adressleitungen zwischen 2364 und 2764/27128 (A11, A12) gar nicht gerade gebogen werden, sondern nur A12 über diesen fliegenden Draht bedient wird und Pin 20 (ehemals A11 beim 2364) auf GND (Pin 14) geschaltet wird. Genauso wie an Pin 1, 28 und 27 vermutlich VCC (Pin 26) beschaltet wird.

    Hallo,


    Ich hatte eigentlich vor, nicht nur den Kopf zu tauschen, sondern das ganze Chassis komplett.

    Das kann nicht klappen. Alle Commodore QD-Laufwerke (8050, 8250, 8250LP, SFD1001 sowie 8296-D) verwenden 100 TPI-Laufwerke. Die Laufwerke, welche für PCs eingesetzt werden, und auch haute noch gängig sind, haben 96 TPI. Heute noch 100 TPI-Laufwerke zu bekommen ist sehr schwierig. Erschwerend kommt noch hinzu, daß die Spurlage bei 96 TPI und 100 TPI-Laufwerken verschieden ist.


    Gruß Martin

    Hallo mc71,

    Man findet den Artikel eine Seite vorher in Post #15 verlinkt

    Das ist nicht der Artikel, welchen ich meine und in welchem auf dem Post #26 verwiesen wird. Hast Du Dir die Bilder angesehen?

    Man muß allein 10 Jumper umstecken

    Und genau das wird mit einer kleinen Platine und fünf TTL (74xx) bzw. CMOS (40xx) ICs erledigt. Das ganze steckt auf den schon angesprochenen Jumpern. Dann gibt es noch Leitungen zu drei bis vier weiteren Jumperstellen und zu dem Umschalter. Das war's dann auch schon.


    Gruß Martin

    Da ich ungern eine einzige Quelle haben möchte, wäre mit ein Abbild sehr lieb. Offensichtlich gibt es in den alten Jahren auch mit unter Fehler beim Recherchieren auf Google.


    Gruß Martin <- sucht immer noch nach einer Methode...

    In dem Archiv aus der C= Supportbox über Commodore-PCs, findet man im Dokument "Embedded.txt" folgendes:


    Ferner wird auch im Dokument "Festplatten4.txt" noch die Schnittstelle mit einem anderen Namen betitelt:

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    Nebenbemerkung:
    Die Plattenschnittstellen von PC 10/20-III und PC 30/40-III
    sind verschieden, u. a. ist der Datenpfad auch zur Platte
    beim PC 40-III 16 Bit breit, beim PC 20-III nur 8 Bit. All-
    gemein werden sie als WDSSI-Schnittstelle (für Western Di-
    gital Small Systems Interface) bezeichnet.

    Das bezieht sich zwar alles auf die PC10-III, PC20-III bzw. PC40-III, jedoch ist die eingesetzte Technik doch ähnlich.


    Hier noch ein weitere Hinweis, zwar für die Installation von MS-DOS, jedoch passend zu den Laptops in der Datei "MSDOS5.txt" komplett zitiert:


    Gruß Martin

    Hallo MIG,


    leider schreibst Du nicht, welche Festplatte zuvor in dem C286-LT drin war. Ich selbst habe leider kein solches Gerät, lese aber unter diesen Link, daß dort eine CP-2024XT verbaut war. Diese hatte noch einen Vorläufer des IDE-Bus, ein XT-Interface. Diese Schnittstelle setzte Commodore auch bei anderen PCs (z.B. PC10-III) ein. Vielleicht ist das ein Ansatz zur Lösung Deines Problems?


    Neben dem XT-Interface (8-Bit) gab es auch das AT-Interface (16-Bit). Dieses wurde später zu dem heutigem IDE. Näheres kann man auch hier nachlesen.


    Gruß Martin