Posts by Hesmon

    Wie ich weiter vorne schon sagte, die Gamer koennte man kriegen. Es muessten "nur" die Top-Spiele auch auf Linux erscheinen, statt nur einer handvoll, und diese muessten unter Linux schneller und stabiler laufen.

    Steam hat jetzt ProtonDB in den Steam-Client eingebaut. Da machst Du 2 Klicks in den Einstellungen und ca. 80% der Top Titel lassen sich unter Linux genauso spielen wie unter Windows.

    Ich nutze das gerne. Steam war für mich der letzte Grund noch eine Windows Partition zu haben.

    Calamus SL war für mich die "killer app" für den Atari.


    Ein Atari TT030 mit 50MB HDD, ein 19" Eizo Monitor (42kg), Atari SLM804 Laserdrucker und ein Linotype-Hell Laserbelichter. Die TTs waren über BNC-Netzwerk-Knoten von BIODATA und ST-NET-Knoten von Pascal Merle an einen Unix Server angeschlossen. Yeah, Zukunft Baby ...

    Damit konnte man echtes WYSIWYG DTP mit Farbseparation machen. Zum Bruchteil des Preises eines Mac + Postscript RIP + Linotype Geraffel (computers for the masses, not the classes).



    Habe gerade meine alte Festplatte vom Atari ST gerettet. Da war viel Zeug drauf, hauptsächlich Calamus Dokumente:

    Die Abizeitung, diverse Facharbeiten, Flyer und Plakate von der Band, meine Adressdatenbank ...

    ... das ist ja alles 30 Jahre alt - arghh - ICH bin alt ... =O


    Ich kann sogar aus Calamus SL über den Hatari Emulator drucken 8o

    Aus Hatari kommt dann PCL raus und kann mit GhostPCL nach PDF gewandelt werden.

    Code
    1. ./gpcl6-9540-linux-x86_64 -sDEVICE=pdfwrite -o test.pdf hatari.prn



    Oh und die alternative Desktop Umgebung: Gemini

    Die ist auf jeden Fall einen Blick wert: Schönerer Desktop, Unix-like-Shell (MUPFEL), VDI und Blitter Unterstützung ...



    Jaja, damals waren wir der festen Überzeugung, das Atari eine goldene Zukunft bevor steht.

    Der armselige MS-DOS und NT Krempel wird sich im "Profibereich" wohl nie durchsetzen und Amigas waren ja nur Spielcomputer (jaja, Video-Toaster, ich weiß ...) :whistling:


    Calamus SL wurde damals sogar auf DEC-Alpha und R4400 RISC Prozessoren portiert.

    Die minderperformante x86 Plattform war ja quasi kurz vor dem aussterben ... :whistling:



    P.S.

    Die Geschichte von Biodata ist eigentlich auch Filmreif. Ich erinnere mich da dunkel an Parties in den CeBIT Katakomben ... :saint:

    Weltmarktführer – Die Geschichte des Tan Siekmann

    Jup, ich hatte ich verdammtes Glück, dass die Firma einen Konverter gebastelt hat: Gemulator Explorer


    Wenn man was daraus lernen kann:

    Speichere niemals Daten in einem proprietären Format.

    Nur offene, komplett dokumentierte Formate sind zukunftssicher.


    P.S.

    Das "Gemulator VHD" sieht mir doch sehr nach selbst gebastelt aus:


    Vor Äonen hatte ich mal einen Atari-ST Emulator für MS-DOS. Das Teil hieß Gemulator. Das Teil nutze eine ISA-Karte für die TOS-ROMs.

    Hier die Webseite: Gemulator


    Das Problem:

    Ich hatte damals meine 50MB große Festplatte vom ST in diesen Emulator gesichert. Jede einzelne Partition befindet sich nun in einem .vhd Image.


    Frage:

    Kann man diese HD-Images irgendwie in ein Format wandeln, um sie mit Hatari zu benutzen?

    Ich habe gerade einen NoMachine Client zu meinem Linux-PC in der Firma geöffnet.

    Da läuft jetzt gerade der 3sat HD Videorstream von der Kabelfritzbox in Fullscreen ruckelfrei in meinem Client.


    Der NoMachine Server lässt sich mit 2 Klicks aus dem Debian-Paket von der Webseite installieren.


    Schau Dir das nochmal an. Ich bin sehr zufrieden damit.

    Es wirkt fast so, als ist nach x-tausend Steckvorgängen das USB-Faß voll!

    Das kann tatsächlich ein Problem sein. Unter "ungünstigen" Umständen, kann bei jedem ein-aus-stecken ein neues USB Gerät erkannt werden.

    Unter Win7 war nach 256 mal Schluss, bei Win10 kenne ich das Limit nicht.


    Man kann das aber recht gut mit diesem Tool prüfen: USBDeview

    Doch und das ist ja auch OK. Ich missbrauche die Teile ja auch für alles Mögliche ;)


    Der Projektgründer hat sich ja auch damit abgefunden das 90% der Raspis nicht dafür genutzt werden, wofür sie ursprünglich gedacht waren.

    Aber durch den großen Erfolg ist es eben möglich, dass die 10% Raspis, die dann in Kinderhänden landen, sehr günstig produziert werden können.


    Win-Win

    Das funktioniert sogar hervorragend.

    Kann ich nur bestätigen. Wir nutzen in der Firma etliche Raspis im "Kiosk-Mode" zur Zeiterfassung.

    Raspi hängt per VESA-Halterung am Monitor und bootet direkt in den Browser, der unsere Zeiterfassung auf dem LAMP-Server darstellt.

    Diese "Spielerei" spart uns tausende von Euro an Hardwarekosten für "richtige" PCs.


    Wir "missbrauchen" die Teile auch als IoT-Gateway (MQTT), Temperatur und CO2 Sensor, Datalogger, Honeypot, billig Funk-Spektrum-Analyzer (RTL-SDR), Prototyp-Platform, Steuerung für 3D-Drucker (OctoPi), LabView Plattform für Testgeräte etc. etc. etc.


    Mein kleiner "rant" richtete sich nur gegen die Menschen, die glauben, der Raspi müsste Ihre Anforderungen an einen Desktop-PC, Retro-Konsole, Spiele-PC, Server etc. erfüllen.

    Man kann das Teil für viele sinnvolle Dinge nutzen, aber das war - wie gesagt - nie die Intention des Projektes.

    Der Raspi ist explizit als Bastelrechner und Lernplattform konzipiert worden. Wenn Du kein Bastler bist oder etwas lernen willst, ist das einfach das falsche Produkt für Dich. Das Teil wurde erfunden, um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit Computern zu beschäftigen:

    Rumspielen, TTL Elektronik per GPIO dran flanschen, Spaß am Gerät haben, die Grundlagen von Linux explorativ erforschen ... kurz: was lernen!


    Eben Upton - Raspberry Pi (2012)



    Das man das Teil für irgendwas sinnvoll nutzen kann, ist doch sowas von nebensächlich. Ich verstehe die ganze Diskussion einfach nicht. Wirklich nicht. Der Rapi ist - für mich - der legitime Nachfolger des C64.


    Meinen C64 habe ich niemals für irgendeine "sinnvolle Anwendung" genutzt. Ja, man hat auch damit gezockt, aber das war für mich nur ein netter Nebeneffekt. Der Spaß war - für mich - das Ganze drumherum:

    BASIC/Assembler lernen, Demos coden, Kopierschutz knacken, mit Ex-DOS in den Savegames von Ultima III cheaten, POKEs für unendlich Leben finden, SpeedDOS-Kabel bauen, EPROM Adapter zusammen löten, eine LED in die Interrupt-Leitung hängen, um zu sehen was auf der Leitung passiert, einen 300 Baud-Akustikkoppler dran hängen und sich in eine Mailbox einloggen, Spiele auf dem Schulhof tauschen oder zur Post gehen und die neuesten Games aus England über die Postlagerkarte abholen ... etc. etc. ...


    Ich benutze bis heute Computer nur, um mich mit Computern zu beschäftigen. Weil ich das geil finde. Wenn da als Abfallprodukt eine sinnvolle Arbeitserleichterung raus fällt: schön, aber - für mich - irrelevant.


    Auspacken und loslegen kann mit dem Raspi funktionieren, da mit fertigen Images wie Raspbian, Kodi oder RetroPie die Möglichkeit besteht, dass auch Muggles das Teil, ohne tiefere Kenntnisse, sinnvoll nutzen können. Das war aber niemals die Intention des Projektes.


    Wenn Du einen anderen Anspruch hast, dann kauf Dir halt einen Mediaplayer, Retro-Console, NUC oder eine sonstige Appliance, die Dein Problem löst. Der Raspi ist für Dich aber auf jeden Fall das falsche Produkt.


    nuff said ...

    Auf der Seite Arcadepunks gibt es etliche Packs aber irgendwie steht dort nicht wirklich was da drauf ist.

    Zu vielen Packs gibt's verlinkte Youtube-Videos. Oft gehen die Autoren da die Liste der unterstützten Systeme durch.

    Das ist nicht gerade optimal, ich würde mir da auch eine einfache ASCII-Liste mit den Systemen wünschen.


    Letztendlich habe ich mir einige große Packs heruntergeladen und mir daraus mein eigenes Pack zusammengestellt.


    Colecovision, Intellivision und 7800 sind definitiv in einigen Raspi4 Packs drin. Die ROMs und Media-Files kannst du dann einfach auf dein Raspi3+ Image kopieren.

    Nein, ich weiß die Namen leider nicht mehr ;(

    Ich betreibe auf einem Raspberry Pi eine HERCULES Mainframe Emulation. Auf dieser läuft Turkey MVS 3.8 TK4-.

    Sehr cool :thumbup:


    Hier noch ein Link mit einem sehr guten Youtube Tutorial. Dort wird erklärt wie ich ein COBOL Programm auf den Mainframe erstelle und ausführen lasse.

    Ich bin dann mal für ein paar Stunden weg - Videos gucken :thumbsup:

    Der Youtube Kanal von "moshix" ist voll von COBOL und Mainframe Videos. Eine wahre Fundgrube.


    DANKE!

    Ich habe in den 3 Jahren COBOL Unterricht gelernt, dass ich niemals professioneller Programmierer werden will und schon gar nicht im Bereich BWL/Warenwirtschaft (no offense - eben nur nicht mein Ding). Die Faszination am Programmieren ist aber seit C64 Zeiten geblieben. Kleine Scripte schreiben, mit dem Arduino basteln usw. - eben am Computer rumspielen. Aber beruflich wäre mir das zu viel Stress/Verantwortung.


    Ich habe mal durch einen Zahlendreher im EDI-Converter auf einer AS/400 das europaweite Bestellwesen eines Baumarktes für 3 Tage lahm gelegt. Das war ein Spaß :cursing:

    Das ist jetzt fast 20 Jahre her und ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen ;(

    Bei den Grundlagen wird erst programmiert und das hat nix mit einem Computer zu tun, sondern erst wenn alles ausgetüftelt ist und davon ein Fluss- oder Struktogramm oder Pseudocode vorliegt geht es an das Codieren was dann nur noch ein runter schreiben ist von dem was man sich vorher auf Papier ausgedacht hat.

    Wie man es richtig macht, wissen wir alle - oder sollten es zumindest wissen ;)


    Ich habe mal von einem entfernten Bekannten das Gerücht gehört, dass der Freund einer Nachbarin in einer Firma arbeitet, in der das so läuft:

    - Es wird einfach darauf los programmiert. Kein Struktogramm, kein Design Pattern - einfach loslegen.

    - Dokumentation wird überbewertet. Der Code ist Dokumentation genug.

    - Richtlinien für Variablennamen existieren nicht. Es reichen einzelne Buchstaben: int a = 50, b = 80;

    - Versionsverwaltung bedeutet, das man Ende der Woche den Code in ein datiertes Zip-File packt.

    - Unit Tests und Integration Tests machen andere Firmen auch nicht. Der Praktikant hat aber Grenzfälle für Eingaben manuell getestet. Das reicht.

    - Verschlüsselung lassen wir weg. Wir schauen erst mal, das es so läuft - vielleicht später, wenn dann noch Zeit ist.

    - Wichtige Fixes werden im Live-Code auf der Production-Maschine gemacht, weil es schnell gehen muss.

    - Input Sanitization brauchen wir nicht. Das läuft nur im LAN. Da gibt es keine Angriffe.

    - it compiles, let's ship it ...


    Nicht auszudenken, wie unsere Welt aussähe, in der Menschen - ohne formale Qualifikation - auf diese Weise Code erschüfen, der dann in Endgeräten liefe, die Dinge in der wirklichen Welt messen, steuern oder regeln täten ...


    Wie gesagt, hab' ich gehört ...