Posts by Hesmon

    Ich betreibe auf einem Raspberry Pi eine HERCULES Mainframe Emulation. Auf dieser läuft Turkey MVS 3.8 TK4-.

    Sehr cool :thumbup:


    Hier noch ein Link mit einem sehr guten Youtube Tutorial. Dort wird erklärt wie ich ein COBOL Programm auf den Mainframe erstelle und ausführen lasse.

    Ich bin dann mal für ein paar Stunden weg - Videos gucken :thumbsup:

    Der Youtube Kanal von "moshix" ist voll von COBOL und Mainframe Videos. Eine wahre Fundgrube.


    DANKE!

    Ich habe in den 3 Jahren COBOL Unterricht gelernt, dass ich niemals professioneller Programmierer werden will und schon gar nicht im Bereich BWL/Warenwirtschaft (no offense - eben nur nicht mein Ding). Die Faszination am Programmieren ist aber seit C64 Zeiten geblieben. Kleine Scripte schreiben, mit dem Arduino basteln usw. - eben am Computer rumspielen. Aber beruflich wäre mir das zu viel Stress/Verantwortung.


    Ich habe mal durch einen Zahlendreher im EDI-Converter auf einer AS/400 das europaweite Bestellwesen eines Baumarktes für 3 Tage lahm gelegt. Das war ein Spaß :cursing:

    Das ist jetzt fast 20 Jahre her und ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen ;(

    Bei den Grundlagen wird erst programmiert und das hat nix mit einem Computer zu tun, sondern erst wenn alles ausgetüftelt ist und davon ein Fluss- oder Struktogramm oder Pseudocode vorliegt geht es an das Codieren was dann nur noch ein runter schreiben ist von dem was man sich vorher auf Papier ausgedacht hat.

    Wie man es richtig macht, wissen wir alle - oder sollten es zumindest wissen ;)


    Ich habe mal von einem entfernten Bekannten das Gerücht gehört, dass der Freund einer Nachbarin in einer Firma arbeitet, in der das so läuft:

    - Es wird einfach darauf los programmiert. Kein Struktogramm, kein Design Pattern - einfach loslegen.

    - Dokumentation wird überbewertet. Der Code ist Dokumentation genug.

    - Richtlinien für Variablennamen existieren nicht. Es reichen einzelne Buchstaben: int a = 50, b = 80;

    - Versionsverwaltung bedeutet, das man Ende der Woche den Code in ein datiertes Zip-File packt.

    - Unit Tests und Integration Tests machen andere Firmen auch nicht. Der Praktikant hat aber Grenzfälle für Eingaben manuell getestet. Das reicht.

    - Verschlüsselung lassen wir weg. Wir schauen erst mal, das es so läuft - vielleicht später, wenn dann noch Zeit ist.

    - Wichtige Fixes werden im Live-Code auf der Production-Maschine gemacht, weil es schnell gehen muss.

    - Input Sanitization brauchen wir nicht. Das läuft nur im LAN. Da gibt es keine Angriffe.

    - it compiles, let's ship it ...


    Nicht auszudenken, wie unsere Welt aussähe, in der Menschen - ohne formale Qualifikation - auf diese Weise Code erschüfen, der dann in Endgeräten liefe, die Dinge in der wirklichen Welt messen, steuern oder regeln täten ...


    Wie gesagt, hab' ich gehört ...

    Ist irgendwie schon witzig: Wenn man eine über 60 Jahre alte Programmiersprache kann, hat man eine gute berufliche Zukunft.

    Das ist gar nicht so selten. Beispiele:


    Unsere Entwickler basteln aktuelle IPv6 IoT Geräte mit 6502 CPU und Contiki :thumbsup:

    Ein moderner 6502 verbraucht mit seinen 3k Transistoren kaum Strom und hat dank Contiki einen TCP/IP Stack.


    Die NASA braucht immer noch FORTRAN Programmierer: NASA and the Future of Fortran


    Ich selbst betreue noch 486er PCs mit Multi-IO-Karten in ISA-Slots, an denen irgendwelche kriegswichtigen Testgeräte hängen, mit denen aktuelle medizinische Geräte getestet werden. Da läuft noch DOS 6.22 und ein Test-Programm, welches Anfang der 90er mal in Pascal geschrieben wurde. Ja, man könnte das mal neu machen, aber die Rezertifizierung wäre zu teuer :rolleyes:


    Gerade in der Industrie sind diese alten System kaum tot zu kriegen.

    Ich "durfte" COBOL neben Pascal in der Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann lernen.

    Das war 1991 so ziemlich der einzige Lehrberuf, der mit IT zu tun hatte.


    Wir hatten keine Computer in der Schule und Programmieren hieß bei uns:

    - Wir sollten Zahlen mit Bubblesort sortieren.

    - Man nehme ein DIN-A4 Blatt und zeichne ein PAP mit Hilfe einer Schablone.

    - Danach erst kommt das Codieren: Man setzt das PAP Schritt für Schritt in Code um (auch auf Papier).


    Dann hatten wir noch "Fachrechnen":

    Ein Magnetband ist 80 Meter lang. Auf 1 cm passen 500 Bytes. Wie viel Bytes passen auf das ganze Band, wenn der Vorlauf 1,50 Meter beträgt?


    Unsere Schulbücher waren von 1977. So war das damals nach dem Krieg. Wir hatten ja nix.



    Das war einige Jahre, nachdem ich mir BASIC und 6502 Assembler im "Selbststudium" beigebracht hatte.

    Da war nichts mehr zu retten. Ich war Spaghetticode versaut ;(


    Ich könnte heute keine einzige Zeile COBOL mehr schreiben. Es hat mich damals schlicht nicht interessiert.

    Mit COBOL konnte man weder Bilder, noch Laufschrift oder Musik auf dem Atari ST oder Amiga erzeugen -> uninteressant!


    Ach ja, Opa erzählt wieder Geschichten aus dem Schützengraben .... :rolleyes:

    Unabhängigkeit ist eine Illusion... Du bist im Internet unterwegs und hinterläßt Spuren - es gibt keine 100% anonymen Browser oder Zugänge.

    Daten, die mal gesammelt sind, werden abhanden kommen und zu Deinem Schaden missbraucht werden.

    Unzählige Meldungen über "Datenreichtum" in den Medien zeugen davon.


    Die einzig sinnvolle Strategie scheint mir demnach zu sein, so wenig Daten wie möglich zu produzieren.


    Mein Anspruch ist nicht 100%. Ich will denen nur so wenig Daten geben wie möglich.

    Linux ist ein kleiner Teil dieser Strategie.

    Für mich soll der Laptop mit Linux einfach laufen und ich möchte im WWW surfen, meine wichtigsten Webseiten nutzen können und Daten über USB austauschen können. Wenn er so konfiguriert einfach läuft, reicht mir das völlig.

    Das ist ein angenehmer Seiteneffekt von GNU/Linux. War aber nie die Intention. Wenn Dir das reicht - ist doch Super.

    Ich merkte nur an, dass man sich über die Intention, die Zielsetzung und das Wertesystem eines Projektes informieren sollte, bevor man Ansprüche an das Projekt stellt.


    Ich trete ja auch nicht der AFD bei und beschwere mich dann, dass die zu wenig für die Rechte von Migranten tun.

    (Nur ein Beispiel, bitte keine Politik Diskussion)

    Und warum ist Linux nichts für mich? Gestern hast Du mir noch Hilfe angeboten, heute ist es nichts für mich, weil ich einige Hardcorephilisophien nicht teile, sondern einfach nur "nutzen" und zufrieden sein will??

    Ich helfe Dir gerne, denke aber, aufgrund Deiner Posts, dass Du nie mit Linux glücklich werden wirst, weil Du die grundlegende Philosophie dahinter nicht teilst und deshalb falsche Vorstellungen und Ansprüche hast. Das Eine hat aber mit dem Andern nichts zu tun.

    Ja, Du liest jede Lizenz von vorne bis hinten durch? Ernsthaft.

    Ernsthaft!


    Ich tue das.


    Meistens lehne ich ab, was bedeutet, dass ich den Dienst nicht nutzen kann.

    Oft stehen in solchen Lizenzen ziemlich kranke Dinge.

    Ich komme lieber ohne solche Dienste aus, bevor ich solchen kranken Dingen zustimme.

    die Wenigsten wollen erst mal mehrere Wochen oder Monate oder gar Jahre Einarbeitung in Kauf nehmen, damit sie DANN das System von grundauf neu konfigurieren können, sondern sie wollen JETZT den Rechner nutzen...

    Ja, dann seid Ihr bei Linux einfach falsch. Echt jetzt. Schaut Euch die Anfänge des GNU Projektes an. Schaut Euch Reden von Richard Stallman an, der das Ganze begründet hat. Bei GNU/Linux geht es um Freiheit und Unabhängigkeit: Freedom is Worth the Inconvenience


    Geht auf die Seiten von gnu.org oder fsf.org.

    Ihr habt es mit fanatischen, linken Spinnern zu tun, die eine Wandel der Werte, einen anderen Umgang mit Freiheit und Datenschutz, eine Transformation der Gesellschaft hin zu einem miteinander fordern. Ich denke, Ihr wollt so was nicht. Ich hingegen will genau das. Ihr wollt einen Ersatz für Windows, weil's nervt. Sorry, das ist Linux nicht.

    Also entweder helft Ihr mit es zu verbessern, z.B. durch gezielte Bug Reports oder Patches, kauft Euch einen MAC oder nutzt weiter Windows. Da geht alles :rolleyes:


    Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun. Das ganze GNU Projekt war von Anfang an so ausgelegt. Die ganze Philosophie widerspricht so dermaßen Euren Anforderungen.

    Ihr solltet die Lizenzvereinbarungen von Linux lesen. Die GPL sagt ganz klar, wo Ihre Prioritäten sind. Das hat mehr mit Philosophie zu tun, als mit Technik.


    wirft man den Kram in die Ecke, spielt Windows drauf und das Meiste, was man machen will, läuft eben...

    Mach das. Linux ist nichts für Dich. Und das ist OK.


    Linux ist eine Alternative zu Windows - kein Ersatz.

    Hurra, jemand hat den Artikel gelesen und verstanden. DANKE :!:

    Viele Kritikpunkte gegen Windows zeigten mir persönlich nur, dass die Leute sich mit dem System nicht vernünftig auseinander gesetzt haben.

    Die meisten Linux User, die ich kenne, sind konvertierte Windows Hardcore User, die sich bis ganz tief in das System eingearbeitet haben.

    Erst dann haben sie sich aus einem technischen oder moralischen Grund abgewendet.


    Wie hassen Euch nicht - wir wollen Euch retten ... <3

    Wir waren mal wie Ihr, bevor wir das Licht gesehen haben ... :saint:


    Ich hasse Microsoft - stimmt.

    Ich mag keine Menschen, die sich nicht mit Ihrem PC auseinandersetzten und dann aber kostenlosen Support wollen (Trilobiten).


    Vor Menschen, die jeden Tag mit den Unbilden des Systems (Linux oder Windows) kämpfen, habe ich Hochachtung :thumbup:

    Aber warum darf man nicht sagen: Wenn Linux noch dieses und jenes täte oder könnte, wäre es attraktiver.

    Du darfst das schon sagen, nur interessiert sich kein einziger Linux Entwickler dafür.

    Linux hat kein Interesse daran hat, attraktiver für Windows Nutzer zu sein.


    Lies bitte einfach den verlinkten Artikel. Der Autor hat sich wirklich Mühe gegeben genau das zu erklären.

    Das klingt für mich aber wie eine Anleitung zum Unglücklichsein.

    Ich lebe deutlich entspannter als früher.


    Und mit den technischen Möglichkeiten, die es heute gibt, bin ich mehr als zufrieden:

    - wir haben 2 freie Betriebssystem (Linux / BSD)

    - ich kann mit Lineage OS mein Smartphone Googlefrei betreiben

    - mit Coreboot gibt's einen tollen Ersatz für diese unsägliche UEFI

    - OpenHardware gewinnt immer mehr an Fahrt

    - es gibt tolle, billige Bastelrechner wie den RasPi

    - leistungsfähige Microcontroller wie der ESP8266 oder der ESP32 sind billig wie Kaugummi

    - Emulation auf FPGA Basis ist bezahlbar und praktikabel geworden


    Also ich bin mit dem Status Quo im allgemeinen und mit Linux im speziellen sehr glücklich.


    Ich erwarte von der Soft- und Hardware Industrie überhaupt nichts mehr.

    Die Produkte oder Dienste, die die mir verkaufen wollen, interessieren mich einfach nicht mehr.

    Und was andere Leute, Politiker oder Industrielle denken oder machen ist mir schon lange egal.


    So ähnlich sieht's dann auch bei dem Wechsel auf Linux aus, das muss "sexy" sein und Lust auf mehr machen, wenn es klappen soll mit der Transition

    Ähhh, nein.

    Linux ist so wie es ist, weil die Leute, die es gemacht haben, das genau so haben wollen.

    Wenn Ihr wollt, das Linux "sexy" wird, dann müsst Ihr was dafür tun. Von alleine wird sich Linux nicht in die Richtung entwickeln, die Ihr haben wollt.


    Ich finde es eigentlich auch ziemlich anmaßend, an ein kostenloses Produkt auch noch Ansprüche zu stellen, dass es nicht so ist, wie man das selbst gerne hätte.


    Ich weise nochmals auf diesen Artikel hin: Linux ist nicht Windows

    Da werden die Gründe dafür ausführlich erklärt.

    Anekdote:

    Wir haben mal - zum Spaß - in ein über 10 Jahre altes IBM Thinkpad T60 (Ebay: 50€) eine IDE SSD (Transcend: 50€) eingebaut und ein aktuelles, schlankes Linux installiert (Lubuntu oder Xubuntu). Dann haben wir mal ein "Rennen" zwischen diesem Laptop und dem neuesten Lenovo X1 Carbon (2000€) mit Windows 10 gemacht.


    Es ist erschreckend wie gering die Unterschiede sind in: Boot-time / WWW Seite aufrufen / Excel Sheet öffnen / Video abspielen.


    Klar - das ist keine Kiste auf der man täglich arbeiten will, aber zum Surfen oder Filme gucken hat's gereicht :thumbup:

    Vielleicht kann mir da ja einer der Linux-Geeks weiter helfen und mir bei der Einrichtung eines Systems helfen?

    Ich helfe gerne bei so was.


    Wenn wir in der Firma PCs ausmustern, klatsche ich da normalerweise ein Linux Mint drauf und stifte die PCs dann dem örtlichen Jugendzentrum oder der örtlichen Flüchtlingshilfe auf'm Dorf hier.

    Gerade um alten Kisten, die mangels RAM oder CPU-Power kein Windows 10 mehr ab können, neues Leben ein zu hauchen ist eine besten Einsatzmöglichkeiten für Linux.


    Wo ist konkret Dein Problem? Gerne auch als PM um den Thread sauber zu halten.

    Würde ich gerne, gibt es nicht, also rede ich mir ein, brauche ich nicht.

    Ich lebe seit 15 Jahren so. Ich rede mir das nicht ein. Ich habe mich aktiv dazu entschieden.


    Ich habe mich auch aktiv dazu entschieden kein Auto mehr zu haben, keine Flugreisen mehr zu tätigen, kein Fleisch mehr zu Essen, keine Google, kein Android, kein Amazon, kein Apple, kein Social Media, kein WhatsApp. Und hey - ich lebe noch ;)


    Ich nutze z.B. kein Google Maps obwohl die Navigation über OSM_AND manchmal suboptimal ist. Mir ist eben die Freiheit und Privatsphäre wichtiger, als die optimal mögliche Routenplanung unter Verlust meiner Privatsphäre. Das ist einfach eine andere Gewichtung der Prioritäten.


    In meinem Umfeld sind viele Menschen, die das Gleiche getan haben. UNGLAUBLICH :!:


    Mir sind eben andere Dinge im Leben wichtiger als optimale Performance. Your mileage may vary ...

    ich bin kein Linux-Gegner und ich lehne es nicht ab, ich habs mehr als 10x schon versucht, bin aber immer gescheitert, wenn ich nur ETWAS über die vorinstallierte Software hinaus wollte.

    Vielleicht hilft Dir, oder jemand anderen das hier ...


    Meine Transition zu Linux:

    Nach vielen Jahren "Microsoft Only" - Privat und im Beruf - haben mich so viele Dinge an Windows genervt, das ich irgendwann Ende der 90er gesagt habe:

    "Ich kann jetzt noch 10 Jahre jammern oder mal was anders ausprobieren."


    Obwohl ich schon vorher mit Unix Derivaten und Solaris zu tun hatte, war der Weg steinig und die Lernkurve steil.

    Ich habe damals Debian in der Version "Potato" ausprobiert und es war furchtbar ;)

    Alles war anders. Ich fühlte mich wie ein kompletter Noob. Keine meiner Problemlösungsstrategien, die ich gelernt hatte, funktionierte mehr.

    Ich habe Monatelang erfolglos versucht alte Workflows 1:1 zu übernehmen, unverzichtbare Windows Programme unter WINE oder Virtualisierung einzurichten.

    Dieses blöde Linux ist einfach scheiße. Nix funktioniert so, wie ich es von Windows gewöhnt bin.


    Aber ich wollte einfach weg von Windows. Ich wollte mehr Privatsphäre, mehr Sicherheit, keine brechenden Workflows mehr nach Upgrades, weg von dieser Bevormundung und Abhängigkeit vom Wohl und Weh eines amerikanischen Großkonzerns. Einfach mehr Freiheit.

    Ich fand damals die Videos von Stallman zwar interessant aber irgendwie so Hippi-Flower-Power-Unrealistisch. Trotzdem haben die mich inspiriert - trotz Frustration - weiter zu machen.

    Die Erleuchtung kam mit einer Webseite: Linux is Not Windows (das englische original ist ganz oben verlinkt)

    Jaja, ein langer Text und auch schon ein bisschen älter. Aber er klärt viele Missverständnisse auf, denen der geneigte Windows -> Linux Umsteiger unterliegt.


    Und da ist dann der Groschen gefallen.


    Ich habe mich in die Dateistruktur eingearbeitet und das Client-Server System von X verstanden, Kernels kompiliert (das musste man damals noch), den Paketmanager verstanden usw. usw.

    Jedes Wochenende habe ich einen Workflow von Windows auf Linux umgestellt.


    Beispiel:

    Dieses Wochenende lerne ich, wie man CDs in Linux ripped, den mp3gain und die ID3 Tags vernünftig setzt.

    Nächstes Wochenende beschäftige ich mit DVD Rippen.

    Jaja, das waren wichtige Workflows Ende der 90er. Die Älteren können sich noch an physikalische Medien erinnern ;)


    Irgendwann war ich dann in dem Stadium: xkcd:Cautionary


    Meine vollständige Transition hat ca. 3 Jahre gedauert. Zuerst Linux in der VM, dann Dual-Boot mit 2 Festplatten, dann Linux als OS und Windows in der VM. Aber es war ja kein Wettrennen.


    Heute bin ich privat zu 99% Windows-Frei und muss sagen, dass sich für mich der Aufwand gelohnt hat.

    Ich habe Linux in meinem Unternehmen eingeführt und bares Geld gespart, es bei Verwandten und Freunden installiert und die meisten Rückmeldungen sind positiv.


    Meine ganzen Befürchtungen ohne bestimmte Anwendungen, die es nur unter Windows gab, nicht leben zu können, haben sich nicht bewahrheitet. Entweder habe ich unter Linux einen Ersatz gefunden, mit dem ich Leben kann oder ich verzichte auf die Anwendung. Eine Windows VM ist nicht mehr nötig.


    Beruflich habe ich eingesehen das ich 2/3 der PC mit Windows betreiben muss, weil es die Software, die wir zum Arbeiten brauchen unter Linux nicht gibt ("Branchenspezifische Software hier einfügen"). Aber da, wo es schmerzfrei geht, nutzen wir gerne Linux und mein Chef freut sich über die gesparten Lizenzkosten bzw. den kleineren TCO.


    Ich will hier keine Leute missionieren, die glücklich mit Windows sind. Ich weiß nur, dass es viele Menschen gibt, die unzufrieden mit Windows sind, aber Angst davor haben ins kalte Wasser zu springen.


    Traut Euch. Es war nie leichter als heute Linux auszuprobieren.

    Es gibt Live-DVDs und komplette VMs zum rumspielen und die Distros sind dermaßen Noob-Freundlich geworden (z.B. Linux MINT).



    P.S.

    Aufgrund der teils heftigen Reaktionen, die mein lustig gemeinter Trilobiten Vergleich ausgelöst hat, möchte ich mich entschuldigen. Ich arbeite seit zu vielen Jahren in der IT und ich habe mit "Usern" einfach Dinge erlebt, die kein gesunder Geist ertragen sollte. Ich habe in mehr Abgründe menschlicher Lernresistenz geschaut, als gut für meine zerbrechliche Seele war. Und so flüchtete meine Ratio in bitteren Zynismus und Sarkasmus, um meine klägliche Existenz am Rande der Gesellschaft als soziopathischer Linux-Nerd erträglicher zu machen.

    Darum hier mein aufrechte Entschuldigung vor Gott und der Welt: "Sorry, liebe Trilobiten, dass ich Euch mit "Usern" auf eine Stufe gestellt habe". SCNR :rolleyes:

    @syshack

    Habe meine 3 Kids alle auf die Uni gebracht, ohne das die Office im IT Unterricht lernen mussten.

    Die Schule meines Jüngsten hat sogar mit einem Live-Linux USB-Stick im IT Unterricht gearbeitet.


    Im meiner Firma spare ich durch den Einsatz von 1/3 Linux PCs Kosten im 5 stelligen Bereich. Jedes Jahr. Für uns ist das ein Business-Case.



    Wenn da aber was neues an Software bzw. mal etwas gesucht wird und installiert werden soll, suchst Du das bei Windows, führst das Setup aus und es geht.


    Bei Linux musste erstmal wissen, was habe ich denn überhaupt.

    Da steht dann nicht, für Linux Mint, da steht dann für Ubuntu. Gehört das zusammen? Ja, nein, vielleicht. Oder Debian? Oder...

    Installieren? Kommandozeile, Sudo-Befehle,.....

    Windows:

    Der Rentner wird in Google die Software suchen, dann von Softonic herunterladen und die .exe ausführen.

    Danach ist der PC verseucht.


    Linux Mint:

    Man klickt auf die "Anwendungsverwaltung" (der App-Shop), sucht seine Software aus und klickt auf installieren.

    Ohne Werbung, ohne Trojaner, ohne Toolbar, ohne Crapware ...

    1 - ... weil mir ja jeder Linux-Experte immer wieder unter die Nase reibt, wie simpel Linux ist ...

    Ist es. Ich installiere es regelmäßig bei Rentnern und anderen ausgewiesenen Nicht-Computer-Experten, die damit wunderbar zurecht kommen.

    Wie gesagt: Die einzigen, die massive Probleme mit Linux haben sind Windows Poweruser, die umlernen müssten.


    2 - Wage ich doch ein klein wenig in Frage zu stellen

    Das war ein Gleichnis, welches mit dem Stilmittel der satirischen Übertreibung darzustellen versuchte, wie einfach doch die meisten Bedürfnisse von Usern oft sind.


    3 - Du benennst es für die meisten Anwender schon genau richtig - "Lieblings Textadventure".

    Man KANN mit Linux basteln bis auf unterste Ebene. Mann muss nicht (siehe Punkt 1).

    Wenn unter Microsoft irgendwas nicht geht, war's das. Ich habe keine Chance was zu tun was MS nicht will.


    4 - ... wenn Du auf diesem Gebiet beruflich tätig bist, rennst Du gegen Mauern und Wände ...

    Ich arbeite beruflich auch mit Windows. Wenn mein Chef das verlangt und mich fürstlich dafür bezahlt, würde ich auch mit Windows Vista oder Windows ME arbeiten.

    Da ich nach Zeit bezahlt werde, ist es mir egal wie ineffizient das Werkzeug ist, das mir zur Verfügung gestellt wird.


    Es wurde oben schon erwähnt - wenn ich Auto fahren will, möchte ich auch nicht erst einen mehrere Wochen/Monate dauernden "Grundkurs Bedienung" absolvieren und mir Scripte fürs Beschleunigen und Bremsen schreiben, weils viel "eleganter" ist und man damit weitaus mehr Kontrolle über das Fahrwerk hat, als mit dem simplen Brems- & Gaspedal der Autofahrer, "die aufgegeben haben".

    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich ;)

    Aber gut: Morgen installiert Dir VW ein Zwangsupdate und vertauscht die Reihenfolge der Pedale. Schaltgetriebe wird abgeschafft und nicht mehr unterstützt. Dein Brems-, Beschleunigungs- und Kurven-Verhalten wird vorsorglich protokolliert um die User experience zu verbessern. Tanken darfst Du ab sofort nur noch an den zertifizierten Aral-Tankstellen. Alle 6 Monate musst Du dein Auto reinigen und desinfizieren, weil durch die löchrige Karosserie Würmer und Viren eingedrungen sind. Mit dem Featureupdate wurde auch die analoge Geschwindigkeitsanzeige durch eine logarithmische Skala ersetzt.



    Deine Smileys hab ich gesehen und halte diesen Thread auch nur in guter, alter, konstruktiver "Amiga gegen Atari Flamewar" Tradition aufrecht :saint: