Posts by cproell

    Aufgegeben wird erst bei einem Board, wenn du mindestens 2 Hälften hast ;) Die C64 Boards sind ziemlich robust lassen sich gut reparieren. Da muss schon wirklich was schlimmes passiert sein, wenn sich so eines nicht mehr reparieren lässt.

    Ist das auf dem 3. Bild die Lötseite vom dem Sockel? Da scheint schon mal was gemacht worden zu sein, die Lötstellen gefallen mir gar nicht. Am besten wirklich den Sockel raus und nen neuen rein, der dann auch sauber verlötet wird.

    Der Sockel sieht auch nicht sehr gut aus

    Der sieht durchgebrochen aus. Und dazu scheint das einer mit einseitiger Kontaktreihe zu sein. Die neigen gern zu Kontaktproblemen, und wenn der gebrochen ist, dann dürfte der Kontakt mit ziemlicher Sicherheit weg sein. Am besten raus damit und einen vernünftigen rein. Entweder einen mit doppelreihiger Kontaktleiste oder noch besser einer mit Rundkontakten.

    MS-DOS 2.0 gibt es auf GitHub und ist, soweit ich weis, open source.


    Grüße, Yugo

    Glücklich wird man damit allerdings nicht wirklich, es gibt zu viele Einschränkungen, z. B. nur 32MB große Partitionen (je nach OEM Version), Diskettenunterstützung nur bis 360KB (also keine HD Disks und 3.5"), ...

    Ohne Installationsdisketten wird's schwierig. Über Umwege kann man das sicher machen, z. b. wenn man DOS schon auf einem anderen Rechner oder einem virtualisierten System hat. Dann ist es sicher möglich die SD Karte zu partitionieren, formatieren, die Systemdateien übertragen und ein System drauf zu kopieren. Das klappt aber leider nicht immer, ich habe damit nur selten Erfolge gehabt. Besser also man schaut auf Ebay und Co nach DOS Disks. Alternativ wäre FreeDOS zu erwähnen https://www.freedos.org/ Das ist kostenlos, gibt ein ISO Image (bootfähig) oder zusätzlich noch eine Bootdisk, mit dem man das installieren kann.

    Hast du im BIOS des Mainboards auch Booten von SCSI eingestellt? Also die Bootreihenfolge? Ich wage mich zu erinnern, dass es damit geht.


    Du hast aber auch ein verdammt großes Glück, dass ich noch 2 P5A Boards hier rumliegen habe, nebst eines Adaptec 2940UW und SCSI CD-ROM. Ich kann das, wenn du willst, mal prüfen.

    Die Anwendung ist nicht so schwierig, trotz der vielen Schalter und Regler die so ein Ding haben kann :) Im ersten Schritt dürfte es grob reichen die Signale sichtbar zu machen. Spannungen und Frequenzen sind erstmal zweitrangig. Man will ja schlileßlich sehen wo Signale rauskommen und ob sie "wechseln" wo sie wechseln sollen (grob umschrieben).

    Ideal wäre natürlich noch ein zweiter EuroPC der funktioniert, damit man gut vergleichen kann.

    Wenn Reset (PIN 21) dauerhaft auf 5V bleibt, dann ja. Ab dem Punkt wird es schwieriger. Reset bekommt die CPU vom FE2010A (U7, der Faraday Chip links neben der CPU). Ist aus dem Diagramm das ich verlinkt habe recht schön ersichtlich. Die Resetleitung geht aber auch an die beiden LS244 (U8 und U9). Das sind zwar nur Eingänge, aber wenn einer der beiden defekt ist, kann es schon sein dass da 5V rauskommen und die CPU somit blockiert. Ich halte das eher für unwahrscheinlich.

    Eher denkbar ist der Bereich vor dem FE2010A an Reset-IN. Ich kenne die genaue Funktionsweise des Chips nicht und kann daher nur vermuten und anhand des Diagramms auch nur raten. An D1 ist eine Diode, die an 5V anliegt, allerdings in Sperrrichtung. Da sollte eigentlich nichts durchkommen. Wenn die Diode defekt ist, kann es schon sein dass 5V durchkommen und ein dauerhafter Reset die Folge ist. T3 liegt auch an Reset-IN, der wiederum von U44 gesteuert wird. Ich würde mal in der Richtung ansetzen.


    Meine Elektronikkenntnisse sind allerdings in den letzten Jahren etwas eingerostet, wenn ich inkorrekt liege, dann möge man mich korrigieren.


    chris78 Kannst du noch so einigermassen folgen?

    Sind auch 12V ( + und - ) da? Vor allem ältere RAM Bausteine brauchen noch 12V neben den üblichen 5V. Wie das beim EuroPC genau ist, weiß ich auf Anhieb nicht.


    Hier gibts auch das Service Manual: https://retroinformatica.files…om/2015/01/sm_europc1.pdf Das hat mir bei meiner Reparatur auch geholfen.


    Was die Tantalkondensatoren betrifft: die sind bei dir schon getauscht worden, hab das grad erst auf dem Bild gesehen. Davon geht also keine Gefahr mehr aus.


    Für eine weitere Diagnose bräuchte man jetzt mindestens einen Logictester, besser noch ein Oszi. Möglich dass die CPU nicht mehr richtig arbeitet, das Quartz kann hops gegangen sein, oder einer der anderen Chips hat eine Macke... echt schwierig das per "Ferndiagnose" zu machen.

    Diese Falten- oder Wellenbildung haben viele Commodore Boards. Das tut der Funktion meist keinen Abbruch. Solange die Kupferleitungen darunter noch ok sind, lohnt sich eine Reparatur allemal. PLAs und VICs bekommt man ja noch.

    Hast Du mal direkt am Netzteil gemessen, also nicht eingesteckt?

    Das ist beim EuroPC ein kleines Problem. Das Netzteil liefert erst dann Spannung, wenn der PC das "Ok"-Signal schickt. Im abgesteckten Zustand kommt da gar nichts. Bin ich zuerst auch darauf reingefallen und hab gedacht, das Netzteil ist kaputt. Ist blöd gelöst worden von Schneider.

    Die beiden PIN links und rechts oben an der Kerbe sind Masse (PIN1, links) und Vcc (PIN40, rechts).


    Es gibt aber noch andere Problemkandidaten: die Tantal-Kondensatoren. Gerade bei den alten Systemen der XT-Klasse gehen die sehr gern kaputt, verursachen dadurch einen Kurzschluss und der Rechner läuft nicht. War bei meinem EuroPC auch so. Beim EuroPC liegen die bei der Stromversorgungsbuchse (sind glaub ich nur 2). Die würde ich mal prüfen und ersetzen - die können auch weggelassen werden, ich hab beide bei meinem noch nicht ersetzt, der PC läuft trotzdem.

    Ich hab mir das selber nochmal genau angesehen. Über RDP geht das anscheinend wirklich nicht. Egal was ich eingestellt habe, das Ergebnis war entweder ein kleiner Ausschnitt mit großem schwarzen Rahmen drum herum. Oder das Bild war komplett schwarz (output=opengl - was ja über RDP gar nicht funktionieren kann). Sorry.