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Infos gesucht: Hübner & Worm Interface für Olypia ES-100

  • Hallo liebes Forum,

    ich bin zur Zeit auf der Suche nach Informationen von dem folgendem Gerät:

    Es geht namlich um ein Interface, welches einen (in meinem Fall) CBM 3032 mit einer Olympia ES-100 Schreibmaschine verbinden kann.
    Leider habe ich es auf Anhieb nicht geschafft, etwas zu drucken. Es ist auch eine kleine Zusatzplatine angelötet, deren Funktion mir ebenfalls unbekannt ist.

    Hat jemand so ein Gerät schon mal gesehen und hat eventuell ein Paar Informationen für mich?
    Ich bin für jede Hilfe dankbar. Im Anhang findet ihr Fotos von dem Teil.

    Viele Grüße :)
    Markus

  • hallo markus,

    ich hatte ein iec ieee488 interface für viele drucker, auch für die olympia drucker.
    das olympia eigene interface funktionierte an den commodore geräten damals nicht richtig.
    so belieferte ich olympia am anfang mit meiner version, damit sie die bereits ausgelieferten umbauen konnten.

    olympia wendete sich da an commodore, wegen den problemen um informationen über den iec bus zu bekommen.
    commodore konnte nicht helfen. so wurde ich von commodore dann empfohlen.
    weil commodore selbst und mancheiner der mitarbeiter mein interface schon benutzten.
    commodore hatte ja zuerst selbst keinen eigenen drucker für die pet und cbm geräte.
    und der spätere cbm3022 und der cbm3023 waren für echten bürobetrieb nicht geeignet gewesen.

    da bekam ich extra einen besuch von olympia und sie brachten mir die es-100,
    damit ich die dann schnellsten anpasse und teste. weil sie schon welche ausgeliefert haben und die probleme machten.

    die ich dann, mit meinem interface und einer anpassung, die es-100 mit dem centronics interface
    sofort zum laufen bekommen habe. wurden die ausgelieferten es-100, von olympia-iee488 version auf centronics umgebaut
    und dann bekam olympia erstmal mein iec ieee488 interface.

    so wurde ich dann auch sofort ein olympia händler und bekam dann die olympia geräte zum sonderpreis.

    ich habe dann commodore die olympia es-100 empfohlen. zuerst mein interface an commodore geliefert.
    weil sie die selbst intern im büro benutzten.

    so wurde später aus der es-100 die spätere cbm8026, dann aber schon mit dem geändertem olympia interface.
    nachdem ich olympia erklärte an was es da lag.

    bitte sende mal die bilder von den internen platinen.

    ich sehe da einen 21 poligen siemens din 41617 stecker. den ich am anfang bei allen meinen interface benutzte.
    damit ich es an verschiedene drucker und kabel schnell anpassen konnte.

    gruß
    helmut

  • ich habe in meinen kellern einen ordner von commodore gefunden.

    wo ich damals, dann für commodore, ihr wordcraft 80 auf die din tastatur mit umlauten angepasst habe.


    vorher habe ich commodore geholfen und für die hannover messe verschiedene programm und geräte und drucker
    auf umlaute umgestellt. weil es commodore und andere nicht bis zu der messe hinbekommen haben.
    so fragte, commodore mich, zwei wochen vor der messe, ob ich ihnen helfen kann.
    sie wären auch mit einer getürkten version zufrieden gewesen.
    hauptsache ich schaffe es noch in den zwei wochen bis zu der messe.


    ich schaffte alles und viel mehr als commodore da gehofft hatte, sie konnten ihre programme benutzen
    und rette commodores umlaute din tastatur vorstellung auf der hannover messe.

    hier ein lieferschein aus dem ordner. da bekam ich, nach der hannover messe aktion, dann den ersten din tastatursatz,
    vorher gab es nur aufkleber und eine cbm8027, das ist die es-100 oder cbm8026 ohne tastatur.

    um commodores wordcraft auf die neue commodore din tastatur version anzupassen.

    es gab kein programm listing vom wordcraft und die urheber bekamen es auch nicht hin.
    so musste ich, mit dem tim, in maschinensprache, im wordcraft, da die stellen suchen und patchen.

    hier der lieferschein von commodore an mich um ihnen aus der not zu helfen.

    da war commodore noch in neu-isenburg.

    ich vermute, der lieferschein wurde damals, mit der es-100 und meinem interface oder mit der
    cbm8026 oder der cbm8027 geschrieben ;)

    gruß
    helmut

    edit..........

    ich durfte die cbm8027 dann behalten, weil ich nie für meine hilfe geld haben wollte.

    hoffentlich taucht die cbm8027 mit der seriennummer 1218757 bei einem auf, dann würde ich mich sehr freuen
    und derjeniger hat dann durch den lieferschein eine schöne geschichte zu seiner cbm8027.
    falls einer die hat, bitte melden.

  • Hallo Helmut,

    das ist ja eine spannende Geschichte. Danke, dass Du sie mit uns hier teilst!

    Gerne sende ich morgen Abend weitere Bilder vom Inneren. Es wäre nämlich schön, wenn ich die Schreibmaschine damit mal ansteuern könnte.

    Außerdem müsste das Handbuch von der ES-100 dabei gewesen sein. Falls es noch nirgendwo verfügbar ist, würde ich es mal einscannen und ggf. hochladen, falls noch jemand ein solches Gerät besitzt.

    Vielen Dank schon mal und Grüße
    Markus

  • Hallo Helmut,

    anbei habe ich weitere Bilder angefügt. Das abgebildete Flachbandkabel kommt direkt aus der Schreibmaschine. Das fotografierte Kabel ist das, welches für die Verbindung vom Interface zum CBM benötigt wird.

    Außerdem habe ich fotografiert, wo die kleine Platine mit den zwei Buttons angelötet ist. Kannst Du in den Bildern noch was erkennen?

    Vielen Dank und Grüße
    Markus

  • hallo markus,


    die haben es mit einem extra cpu board gelöst.
    ich nur mit ein paar ttl-ics.

    weil ich den 21 poligen stecker gesehen habe, dachte ich, sie haben auch mein interface benutzt.

    die es 100 hat normal ein internes olympia interface, dann gab es von olympia zusatz platinen,
    für rs232/v24, centronics und den ieee488 bus.

    dann hatte man hinten, an der schreibmaschine, die entsprechenden stecker dafür montiert.


    ich vermute, hübner & worm, hat nicht die es100 mit der entsprechenden genormten schnittstelle da gekauft,
    sondern nur die, mit der speziellen internen version. warum sie es so kompliziert gemacht haben, verstehe ich nicht.

    der olympia centronics adapter war garnicht kompliziert. soweit ich mich erinnern kann, bestand der
    nur aus drei ttl-ics. und die schreibmaschine war ohne auch nicht günstiger.

    und man kann auch am eingang vom flachbandkabel drei ics sehen. ich vermute die centronics schaltung.
    und der 24 polige ic könnte ein 8 bit latch sein. z.b. ein 74100 und die beiden kleinen ics sind für das handshake.


    hier ist ein interface von mir abgebildet.

    Neues von Helmut Proxa - Ultra Electronic

    bild 5, schon eine spätere version, ab ca. 1981, da habe ich dann das eprom,
    wie eine pla benutzt um noch ein paar ics zu sparen.

    hier ein bild mit vielen meinen interfaces, für verschiedene drucker, plotter, stanzer und andere geräte.
    ich vermute, das war meine sammlung mit meinen fertigungsmustern, den prototypen usw. die für mein
    späteres museum eingelagert wurden. die dann verschwunden sind. diese bild ist nicht von mir.
    die hat einer, einem zum kauf angeboten, mit vielen hunderten weiteren platinen von mir.
    er dachte, ich lebe nicht mehr. dann ist er, vor jahren abgetaucht, als er erfahren hatte das axorp, ich bin.
    wer die wohl nun hat?


    bei manchen interface kannst du den 21 poligen stecker sehen, wo ich dachte, in dem hübner & worm gehäuse,
    wurde auch mein interface mit verbaut. ich verkaufte an viele meine sachen, als oem ohne meinen namen.
    z.b. auch an vero / vobis und viele commodore händler.

    gruß
    helmut

  • Hallo Byte, Hallo axorp,

    Entschuldigung, dass ich mich hier etwas verspätet und 'fachfremd' einmische.

    Jerry Walker hat kürzlich eine Youtube Serie veröffentlicht, in der er eine Olympia ESW 100-KSR Typenradschreibmaschine repariert.

    Er ist noch auf der Suche nach dem Aufbau und den Steuercodes für die serielle Schnittstelle.

    Vielleicht könnte jemand ihm hier weiterhelfen.

    RoSchmi