Posts by Earn

    Bei dem Kernal-ROM scheint es sich um ein Speeddos zu handeln. Zumindest steht diese Bezeichnung unter der Adapterplatine. Auch die Aufschrift SD+ deutet darauf hin

    Hallo,


    ich habe hier einen C64 der leider kein Bild mehr von sich gibt. Zunächst die 8 Punkte



    Punkt 1:


    ASSY 250407




    Punkt 2:


    Das Kernal-ROM wurde wohl mal durch ein Umschaltbares ROM ersetzt.




    Punkt 3:


    Original




    Punkt 4:


    Nein




    Punkt 5:


    Es tritt ständig auf




    Punkt 6:


    Fühlt sich von der Temperatur alles ziemlich normal an




    Punkt 7:


    Mutimeter ist vorhanden




    Punkt 8:


    Löten ist kein Problem


    Genau Fehlerbeschreibung:
    Sobald man den C64 einschaltet zuckt das Bild kurz, bleibt aber schwarz. Schließe ich ein Laufwerk an, so wird dort ein Reset ausgeführt. Das blinde Eingeben von Floppykommandos ist ohne erfolg. Stecke ich das Modul Kickman in den Expansionsslot und schalte das Gerät ein, so höre ich ein kurzs 'Pling' aus dem Lautsprecher. Ganz selten mal erscheinen wirre Zeichen auf dem Bildschirm. jedoch zucken diese nicht, sondern sind starr. Eine Veränderung an der Schalterstellung für das Kernal-ROM ändert nichts am Verhalten.


    Was habe ich bereits gemacht:
    Da das Gerät mit MOS-TTLs bestückt war, habe ich diese erstmal gegen neue TTLs getauscht. Die neuen TTLs sind gesockelt. Desweiteren habe ich die Spannung gemessen. Diese Beträgt an den relevanten Messpunkten +5 bzw. +12 Volt. Außerdem habe ich den Speicher per Huckepack-Methode getestet - auch hier hat sich keine Verhaltensänderung eingestellt.


    Leider habe ich kein zweites Gerät dieser Art hier um Chips gegentesten zu können. Leider passt aus meinem C64C aber auch gar nichts zum dem kranken C64. Vielleicht hat ja jemand aus dem Raum Kiel mal Lust und Zeit mir da mit einem Testboard auszuhelfen. Oder ihr habt Ideen was ich noch testen könnte. Ich bin da für jede Hilfe offen. Es wäre schade wenn ich den C64 nicht wieder zum Leben erwecken könnte.


    Gruß, Björn

    Tja, eine gute Frage woran man das erkennt. Leider habe ich darüber auch noch nichts im Netz gefunden....


    Den einzigen Unterschied, den ich erkennen kann ist die Bezeichnung UM6522 zu R65C22


    Ich habe gerade mal bei Ebay geschaut. Da kann man die Dinger für knapp 8-9 Euro aus Hongkong bekommen. Hat damit schonmal jemand Erfahrung gemacht?

    Ja, die VIA auf U4 ist hinüber. Ich habe sie gerade gegen eine aus einer Schlacht 1541 getauscht und das Laufwerk tut wieder was es soll. Sowohl lesen und schreiben scheint wieder zu funktionieren. Ich werde jetzt noch ein paar Tests machen, aber ich denke wir haben es.


    SUPER VIELEN DANK AN ALLE :)

    Ich habe die VIAs gegeneinander getauscht. Das Verhalten des Laufwerks ändert sich. Nach dem Tausch macht das Laufwerk im C128-Modus keinen Autoboot mehr. Außerdem wird ein Zugriff mit "Device not present" quitttiert. Tausche ich diese wieder zurück tritt das alte Verhalten wieder auf.


    Bemerkung: Von der VIA sind 2 vorhanden. Die CIA 6526 ist ja nur einmal vorhanden und auch von Hause aus gesockelt.

    Wurde der Track0 Sensor schon überprüft?

    Habe ihn gerade mal getestet. Er funktoniert

    Haben U6 Pin 5, 6, U8 Pin 13, 12, U17 Pin 3, 4 immer schön invertierte Pegel?

    U8 Pin 13, 12 und U17 Pin 3, 4 haben invertierte Pegel. Aber an U6 Pin 5 und 6 sind die Pegel gleich (fast 0 V). Allerding kann ich aus dem Plan nicht erkennen, warum da ein ivertiertes Signal anliegen soll. Magst du mir den technischen Hintergrund da ein bisschen erläutern?


    Die beiden CIAs sind nun gesockelt und können bei Bedarf gegeneinander ausgetauscht werden.

    Da ich für jede Hilfe dankbar bin, habe ich kein Problem damit die Chips zu sockeln. Wenn die beiden so gut zu löten sind, wie der WD1772, dann ist die Sache in einer knappen Stunde erledigt und man hat evtl. einen Fehlerkanddidaten weniger. Oder man hat am Ende sogar das Problem gefunden.

    Ich habe eben nochmal Steppermotor und Köpfe durchgemessen. Ich habe entsprechende Werte einem anderen Thread entnommen. Meine gemessenen Werte habe ich einfach mal dahinter geschrieben:


    Widerstandswerte nach Leitungsfarben:




    Braun nach Schwarz: 95,8 Ohm


    Braun nach Rot: 48,3 Ohm


    Schwarz nach Rot: 48,1 Ohm




    Orange nach Gelb: 96,6 Ohm


    Orange nach Rot: 48,8 Ohm


    Gelb nach Rot: 48,3 Ohm




    Rot nach Rot: offen (unendlich hoher Widerstand)






    Kopf durchmessen:



    unterer Kopf -> oberer Kopf



    Rot nach Blau: 20,6 Ohm -> 20,2 Ohm


    Rot nach Gelb: 20,1 Ohm -> 19,7 Ohm


    Rot nach Weiß: 10,8 Ohm -> 10,5 Ohm


    Gelb nach Weiß: 10,2 Ohm -> 9,9 Ohm


    Gelb nach Blau: 19,9 Ohm -> 19,5 Ohm


    Weiß nach Blau: 10,6 Ohm -> 10,3 Ohm


    Kann jemand was mit diesen Werten anfangen?

    Ich habe gerade meine 1541C und meine 1541-II aufgehabt. Die Stecker sehen sich zwar ähnlich, sind aber anders belegt. Der Stecker für den Kopf hat in der 1541 einen "Pin" mehr zwcks Verpolungsschutz. Der fehlt auf der Platine der 1571 im C128D.


    Ich habe vorhin übrigens mal meine 1541-II zusätzlich angeschlossen, also als Laufwerk 9. Die 1541 tut es tadelos. Das Kabel im C128 habe ich erneuert, weil sich beim alten Kabel die Zwischenräume zwischen den Adern auflösten. Da war der Kurzschluss schon vorprogrammiert. Entsprechend habe ich mir die die Stecker genommen, die kleinen Metallstecker vorsichtig herausgefummelt und neue Kabel drangelötet. Das ganze dann wieder vorsichtig zudammengebaut. Da die Steckerbelegung ja 1 : 1 ist kann man da auch nicht wirklich viel falsch machen. Da das zusätzliche Laufwerk einwandfrei läuft, gehe ich auch mal davon aus, dass dies Kabel in Ordnung ist.

    Ob ich die Ursache besser finde, weiß ich nicht. Jeder defekte Chip, der schwierig zu bekommen ist, ist eigentlich immer eine Art Todesurteil. Man kommt dann schnell an eine Grenze wo man sich für das gleiche Geld ein anderes Gerät besorgen kann.


    Und nein, ich werde meinen STFM nicht schlachten ;)

    Zunächst war das der Fehler 21, Read Error und kein schreiben /formatieren möglich. Bis gestern. Da brach er beim laden einer Datei plötzlich ab, das Laufwerk lief und lief. Nach einem Reset trat der neue Fehler auf. Vielleicht hat der Chip vorher schon einen Knacks gehabt.

    Ich habe gerade mal bei Ray Carlsen gestöbert und bin genau auf meinen Fehler gestoßen:


    Quote

    U11 DISK CONTROL WD1770 or WD1772
    Normal looking startup (LEDs and motors) but when computer boots, drive
    can't read disk and stepper moves head to track zero. Subsequent disk
    access shows 74 DRIVE NOT READY error and green LED flashes rapidly.
    NOTE: this bad IC can corrupt disks!

    Es passt alles, sowohl Verhalten wie auch Fehlercode....
    Da muss ich mich wohl nächsten Monat mal auf die Suche nach einem neuen Controllerchip machen :(

    Ich habe zum ende des Tages nochmal eine Strom und Spannungsmessung gemacht. Wenn das Laufwerk läuft fließt ein Strom von ca. 0.57 Amper max. und die die Spannung fällt dabei auf knapp 11.97 V ab. Ich glaube dass das im Rahmen ist. Ich fürchte ja eher, dass da was an der Steuerung nicht i.O. ist. Ich habe ja nun auch ein Oszi zur Verfügung und könnte entsprechende Signale testen. Mich müsste halt nur jemand anleiten da ich von den Internals nicht wirklich viel Ahnung habe.

    Der Kopf ist auf jeden Fall sauber. Es muss ein Hardwaredefekt sein. Wenn er beim Versuch das Directory zu laden jedes Mal das Laufwerk anfahren würde, würde ich dir beipflichten. Jedoch lässt er selbst nach einem Diskettenwechsel das Laufwerk nicht anlaufen sondern quittiert gleich mit einem Ready. Im C64 Modus ist das Verhalten ähnlich. Ich bekomme da halt ein File not Found. Vesuche ich das Directory nochmal zu laden bekomme ich die Fehlermeldung gleich, ohne dass das Laufwerk es überhaupt versucht hat, von einem Diskettenwechsel ganz zu schweigen.