Posts by Ezeyer

    Zurück zum Thema: C64 vs. Atari:


    als der C64 bei Quelle noch 548 DM kostet, da kostete ein Atari 800XL nur noch 299 DM, der C64 blieb nachdem er sich durchgesetzt hat ziemlich Preisstabil, er wurde zwar günstiger, aber nie so günstig wie ein Atari 800XL, erst als der Atair 800XL nicht mehr angeboten wurde und die 16-Bit-Rechner dominant waren, wurde der C64 sehr am Preis gesenkt - hat Atari überhaupt mit dem Verkauf des Atari 800XL für 199 DM noch was verdient ? Oder wollte man da nur Commodore ärgern ?



    Quelle Katalog von 1985-1986:



    und etwas später sogar der C64 498 DM und der Atari 800 XL 199 DM:


    Quelle Katalog von 1986-1987:



    Im Jahr 1989 kam der Atari 800XL dann gar nicht mehr im Quelle-Katalog, dafür wurde der C64-II für 279 DM angeboten und die Floppy 1541-II für 299 DM:



    und hier noch die Preis des C64 aus dem Jahr 1992, den C64-II gab es für 199 DM, genau der Preis für den der Atari 800XL im Jahr 1986/87 verlauft wirde:



    Quellennachweis:

    https://retroport.de/retro-kult-quelle-katalog/

    VEDES Laden

    Naja, in einem Spielzeugladen fand man eher selten auch HomeComputer, was man etwas später dort fand waren die Gameboy-Sachen und N64 und oft auch Dreamcast, ansonsten war ein Spielzeugleden, vorallem welcher sich an den Vedes-Vertrieb angeschlossen hat, nicht unbedingt die Quelle für den Kauf eines HomeComputer - aber früher als die ersten Spielkonsolen und HomeComputer aufkamen, gab es eine Art Goldgräber-Stimmung, plötzlich verkauften Läden Spielkonsolen oder Heimcomputer, obwohl ihr eigentliches Geschäft damit nichts zu tun hatten, bei uns war es ein Fahrrad-Laden der dann auch Homecomputer und vorallem die Spiele dazu verkaufte, natürlich fand man Homecomputer auch bei den Radio/TV-Händler, was ja eher nahe liegt, oft verkaufte er zum Homecomputer auch gleich einen tragbaren TV-Fernseher und vorher haben sie meist schon Pong-Konsolen, Interton VC 4000, Philips G7000, Atair 2600, Intellivsion und Colecovision verkauft.

    Es gab ja Anfang der 80er noch keine reinen Computerhändler für Privatkäufer.

    Der VC20 war auch eine wirklich "schlechte" Gaming-Maschine, der bei vielen Spiele fast noch gegen das Atari VCS abstank

    Naja, so schlecht waren die VC20 Spiele im Vergleich zum Atari VCS 2600 dann doch nicht, beim Atari VCS musste man oft ganz schon Phanatsie mitbringen um zu erkennen, welches Spielhallenspiel es sich eigentlich hier handelt, aber klar auf einem Atari 400 sahen die Spiele natürlich besser aus.


    50 Commodore VIC-20 Games in 2 minutes

    Also in meiner C64 Clique gabs *niemanden* der kein Speeddos hatte (ca Mitte der 1980s). Muss aber nicht repräsentativ sein

    Ja, klar, es gab schon damals die absoluten Freaks, die so einen Parallelspeeder hatten, aber die waren oft älter als wir, wir waren 13-15 Jahre alt, die Freaks mit ihrem umgebauten C64 und 1541 waren schon 18 Jahre und älter, hatten schon eine 1541 als wir noch mit der 1530 uns abgeben mussten, oft hatten die sogar schon einen Drucker ! - auf diese Freaks schauten wir hinauf und waren froh wenn sie mal die eine odere andere Disketten mit uns teilten - aber ansonsten hatten wir mit diesen meist 3-4 Jahren älteren C64-Besitzer wenig Kontakt

    Speeddos war gar nicht mals so günstig, man musste es einbauen lassen, selber einbauen war mir zumindest zu riskant, ich traute mich damals nicht mal den C64 oder die 1541 zu öffenen, wir waren froh wenn wir uns Leercassenten und später Leerdisketten leisen konnte - meine erster 10er-Pack von 5.25-Disketten ("Elephant - never forgets") kostet mich 45 DM, da überlegte man doch sehr genau, was man da dann drauf macht und wem man eine Disketten zum Kopieren auslieh.

    das ich bei Commodore gelandet bin lag wahrscheinlich daran, dass ich zuvor von einem Nachbarn einen VC20 samt Floppy geschenkt bekam

    Also bei uns nahm der Nachbar unseren Fußball weg, wenn der Ball mal wieder in seinem Garten landete ...... was war denn die Gegenleistung für den geschenkten VC20 + Floppy ? Rasenmähen, Straßenkehren, Schneeschippen, mit dem Hund Gassie gehen, Bier holen ?

    Ahhhh mein Lieblingsspiel :)


    Leider nie auf den C64 umgesetzt.


    Torben

    ja, "Vangurad" war auch ein Videospielautomat der bei uns in der Vereinsgastätte stand, dort haben ich als Kind/Jugendlicher so zielmlich alle Spielhallen-Automate gesehen, alle 2-3 Monate wurde dort der vorhandene Automat getauscht, wobei am erfolgreichsten bzw. beliebtesten der Automat "Hyper Olympics" (Track & Field) dort war, da musste uns der Wirt der Vereinsgastätte förmlich rausschmeisen, der war ständig besetzt und jeder wollte auf die Buttons hämmern.


    Vanguard auf dem C64, das wäre was ....


    Spiele auf Cartridges waren aber generell teurer als auf Disk oder Tape, oder?

    Spiele auf Modul waren teurer als auf Diskette oder Cassette- wie Troben1991 ja schrieb, oft gab es kein Wahl und man musste zum teueren Modul greifen.

    bei den Preisen für Computerspiele kommt eben auch darauf an welche Zeitraum man betrachtet, allgemein kann man sagen, dass die Preise für Computerspiele später dann günstiger wurde, dann gab es ein Computerspiel oft für 39 DM auf Cassette und für 49 DM auf Diskette, Spiele auf Module verschwanden ganz vom Markt - aber ein DOS-Spiel kosteten selbst im Jahr 1990/91 oft auch noch über 120 DM, auch die wurden erst später etwas günstiger.


    hier mal die Preis aus der Telematch 11_84: Ein "Flight Simulator II" für 169 Euro ist schon eine Ansage:


    Wobei die Zeit der Arcades ja auch irgendwann vorbei waren und dank Zutritt ab 18 in Deutschland hier nicht so bekannt waren.

    Videospiel-Automaten (das Wort Arcade-Spiel nutze man damals noch nicht hier bei uns, wenn dann nannte man das "Spielhalle") waren vor 1985 überall in Deutschland anzutreffen, bei uns stand in fast jedem Vereinsheim, jedem Kino, jeder Kneipe, in den Bahnhofshallen so ein Videospielautomat, deswegen kannte man diese Spiele weit vorher schon und wollte sie dann auch zu Hause spielen, auf dem Atari 2600 ging das nur mit sehr großen Abstrichen bei Grafik, Sound und Gameplay, erst mit den Colecovision konnte man die Spiele dann auch zu Hause in angemessener Grafik, Sound und Gameplay geniesen, aber natürlich nur dann wenn man auch das Geld dazu hatten, ein Colecovision war furchtbar teuer, die Arcade-Spiele kosteten in der Regel 129 DM, genau da kam dann der C64 genau zur richtigen Zeit, man musste zwar 700 DM für ein C64 hinblättern, aber die Spiele gab es für lau von einem Bekannten oder vom Schulfreund, denn auch damals kostet Computerspiele oft 100 DM und mehr.


    Zitat dazu:

    Ab dem 5. März 1985 durften in der Bundesrepublik Deutschland an öffentlichen Plätzen keine Videospielautomaten mehr aufgestellt werden. Arcade-Automaten waren von da an nur noch in Spielhallen oder in Freizeitparks anzutreffen.


    und mal eine Werbeanezigen aus der Telematch 4_84:


    Kollege hatte einen Atari 800xl und war so stolz, dass es die besseren Arcade Umsetzungen dafür gab. Und ich muss zugeben, dass die wirklich gut auf dem Rechner ausgesehen haben.

    Ja, das war der Grund, warum ich auch mit dem Atari 600XL (der 800XL wäre zu teuer gewesen) liebäugelte: die heute bekannten Atarisoft-Module für den C64 (Pac-Man, Moon Patrol Dig-Dug, Donkey Kong, Pole Position usw) gab es relativ spät für den C64 und waren aber für den Atari XL als Modul verfügbar, auf dem C64 gab es diese Arcace-Spiele wenn überhaupt nur als Clone, aber eben nicht das Original - aber als dann Atarisoft die Spiele auch für den C64 veröffentlichte, gab es auch diesen Grund nicht mehr sich einen Atari XL zu holen, kann mich noch an die Werbenanzeige erinnern, da stand dann: "jetzt auch für den Commodore 64".