Posts by 0xdeadbeef

    Soweit ich das verstanden habe, sind die 384kb "fast RAM" tatsächlich Block-RAM (BRAM) des FPGA, die halt als RAM abgezweigt werden. Die 8MB RAM sind ein seriell angebundenes RAM (HyperRAM) auf dem Mega65 Mainboard. Die originalen Nexys4-Board hatten ein ähnliches RAM mit einem etwas einfacheren Protokoll (PSRAM).

    Wie auch immer: dieses zusätzliche RAM ist deutlich langsamer als das interne BRAM und kann deshalb nicht für den VIC o.ä. benutzt werden. Außerdem gab es mit der Ansteuerung des HyperRAMs lange Probleme.

    Das 250466 bzw. der SID 6581R4AR haben tatsächlich die Eigenschaft, recht niedrige Werte für PotX/Y zu liefern. Bei einigen Exemplaren sind die Werte noch gerade OK, bei anderen liegen sie unterhalb der vom Diagnosemodul erlaubten Toleranz.

    Der Controlport-Adapter hat insofern einen gewissen Einfluß, weil er 120kOhm-Widerstände gegen 5V an PotX/Y anschließt. Die Toleranz der Widerstände mag in einigen Fällen ausreichen, daß ein SID 6581 R4AR in einem Fall durchkommt und im anderen nicht. Außerdem scheint es eine Temperaturabhängigkeit des Phänomens zu geben. Was bei kaltem SID gerade noch OK ist, kann bei warmem/heißem SID sofort zu Problemen führen.

    Das Thema wurde hier diskutiert:

    Assy 250466, Joystick Port defekt?

    Dort habe ich auch irgendwo ein primitives Basicprogramm angehängt, mit dem man sich die Werte von PotX/Y bei eingestecktem Controlport-Adapter ansehen kann.

    Wenn der Wert zwischen 80 (0x50) und 120 (0x78) liegt, gilt er als OK, ansonsten kriegt man ein BAD. Der mittlere Erwartungswert bei 120kOhm ist also offensichtlich 100.

    [Sorry, offtopic]

    Na ja, es ist doch klar, daß der VIC getauscht oder gesockelt werden muß. Luma/Sync und Chrom kommen direkt aus dem VIC und da ist bereits jede Hilfe zu spät. Das digitale Bild muß also in jedem Fall von einem FPGA-VIC erzeugt werden. Die Frage ist dann nur noch, ob man ihn gleich ganz ersetzt, oder nur die ganzen Adreß- und Datenleitungen usw. abgreift wie bei der "Component Video Mod". Letztere Option ist aber auch nur eine Notlösung, weil man so auf die (gerade bei Longboards) etwas wacklige Takterzeugung angewiesen ist. Bei der genannten Komponentenlösung führt das auf einigen Boards zu Pixelfehlern und man muß basteln. Was mich unangenehm daran erinnert, daß ich meine Longboard-PLL mal aufbauen und testen müßte.

    Zusätzlich den Modulator zu tauschen bietet sich alleine schon wegen der Öffnungen im Gehäuse an. Außerdem muß man ja irgendwie das Audiosignal ins HDMI-Signal bringen. Interessant wird, ob man auch irgendwie das Stereosignal bei Dual-SID-Lösungen einkoppeln kann, aber vermutlich wird es da eine Lösung per Jumperkabel geben.

    Selbst wenn ich für sowas ein Händchen hätte, wäre mir das zu riskant. Ich stelle es mir entsetzlich schwierig vor, mit diesem Ansatz eine gleichmäßige Transparenz auf einer so großen und komplexen Oberfläche hinzubekommen.

    Aber egal, ich bin ja schon froh, daß es die C64C Gehäuse überhaupt noch/wieder in anderen Farben gibt. Und fürs erste habe ich ausgesorgt.

    Jetzt mal ernsthaft: Wenn, dann sollte es Commodore- oder mindestens Retro-Bezug haben. Diese Staubschutzhauben waren meiner Meinung nach ein zentraleuropäisches Phänomen, mit Deutschland als dem Hauptabnehmer dieser Dinger (AFAIK kamen die aus dem Raum Sauerland und die Firma ist noch heute aktiv - zumindest noch bei einer der letzten Amiga-Messen).

    Na ja, komplett transparent hat ja auch keinen Retrobezug. Transparentes Grau/Schwarz sieht halt vor allem matt super aus, offenbart aber nicht jedes Macke im Inneren und macht trotzdem LEDs sichtbar.
    Habe sowas für mein MiSTer-Gehäuse benutzt und finde das Material sehr schick:
    &thumbnail=1

    Also meiner Meinung nach bekommt man mit den Metallzungen und dem runden Restriktor keine wirklich knackige Ansteuerung hin. Es gab ja weiter vorne den Vorschlag, einen "Kowal Oversize Aktuator" zu verwenden. Mit diesen Dimensionen hatte ich auch angefangen, fand die Schaltwege aber immer noch unbefriedigend. Dann habe ich die Metallzungen entfernt, mußte dann aber wegen des runden Restriktors Kompromisse eingehen, damit ich die Diagonalen noch schalten konnte. Außerdem war dann der eine Schalter irgendwann teildefekt.

    Also ich bin mit meiner Lösung sehr zufrieden. Habe allerdings letztendlich das ganze Innenleben gegen ein Original von Sanwa mit Omron-Schaltern und rechteckigem Restriktor ausgetauscht.

    Ohne die Metallzungen zu entfernen, kann man den Aktuator nur begrenzt vergrößern und das Entfernen der Metallzungen hat sich als schwieriger herausgestellt, als ich mir das vorgestellt hatte. Die ursprünglich verbauten Schalter sind vermutlich auch nicht dafür ausgelegt, ohne die Metallzungen betrieben zu werden. Zumindest einer der Schalter hat beim vollständigen Eindrücken wieder ausgeschaltet - was dann zum Tausch gegen Sanwa/Omron geführt hat. Wobei ich nicht leugnen will, daß das Entfernen der Metallzungen eine ziemliche mechanische und thermische Belastung war.

    Meiner Meinung nach ist der rechteckige Restriktor auch besser, weil er bei verkürzten vertikalen/horizontalen Wegen immer noch eine Ansteuerung der Diagnonalen erlaubt. Bei einem runden Restriktor ist der notwendige Weg zum Schalten der Diagonalen ein beschränkender Faktor.

    Na ja, die genannten Namen klingen jetzt nicht unbedingt nach Pseudonymen. Zumindest in den 80ern war es auch nicht üblich, solche Software unter Pseudonym zu veröffentlichen. In aller Regel waren die Leute stolz wie Otto auf ihre Werke und es gab ja in aller Regel auch eine Prämie.

    Davon abgesehen: ich persönlich kann mich an die Namen meiner Frühwerke und meine diversen Pseudonyme eigentlich recht gut erinnern. Und die meisten meiner Frühwerke dürften nicht annähernd so arbeitsintensiv gewesen sein wie eine Textverarbeitung.

    Hier ist so eine klassische "Writer"-Anleitung dabei:

    https://csdb.dk/release/?id=186575


    [EDIT]

    Habe den Text aus diesem Writer-Dings per Dump extrahiert und ein paar Typos entfernt:

    Auf dem C64 habe ich tonnenweise sinnloses Zeug programmiert (immerwährenden Kalender etc.), aber mein Hauptwerk war so eine Art primitiver Textdemo-Editor namens FunPrinter/Jokeprinter. Daneben noch ein Editor zum Erstellen von Quizprogrammen und ein algorithmisch sehr schlichtes Verschlüsselungsprogramm namens SIC ("Secret Information Coder" oder so). In einem Anfall maßloses Selbstüberschätzung wollte ich mir auch so eine Art Expertensystem (*Hüstel*) programmieren, dem man Informationen in ganzen Sätzen beibringen und entlocken können sollte. Einen tollen Namen hatte ich immerhin schon: DAVID (Datenverwaltung und -archivierung im Dialog).


    Auf dem Amiga habe ich einen Menügenerator ("MenuMaker" o.ä.) auf einer Kickstart-Diskette veröffentlicht bekommen und relativ viel Zeit in eine in KickPascal geschriebene Datenbank namens "BlueBase" investiert. Ich war damals sehr stolz darauf, daß man die Eingabemasken mit einem eigenen Tool namens "FormatFactory" erzeugen konnte. Das war es dann aber im Wesentlichen auch an extravaganten Features.

    Immerhin hatte ich mir lustige Icons (angelehnt an den namensstiftenden Blue Racer) gemalt:

    Der VIC ist (nur) in in den Brotkästen in seinem eigenen geschirmten Bereich (can). Insofern ist der Deckel des Modulators für die Kühlung des VICs irrelevant. Um Bildschärfe geht es bei der Schirmung sicher auch nicht, sondern vermutlich fast ausschließlich darum, das Einkoppeln interner und externer Störsignale zu verhindern. Da geht es aber eher um durch Bild laufende Streifen, totalen Bildverlust und sowas und nicht um etwas weniger Schärfe. Wenn man einen nicht entstörten Elektromotor in direkter Umgebung des Modulators betreibt, könnte der Deckel einen Unterschied machen - oder auch nicht. Immerhin wird Sync-Luma ja vom VIC erzeugt und ob die Abschirmpappe usw. da viel hilft, sei mal dahingestellt.