Okay, und wie bearbeitest du das jetzt weiter? Ich sehe hier (Geany unter Linux) 22 Zeilen, von denen die Hälfte zwischen 400 und 600 Zeichen hat - von denen ich lediglich etwas über 100 pro Zeile sehen kann.
In allen Editoren, die ich habe und auch dem macOS Datei-Viewer Quicklook (per Space-Taste zu erreichen) sehe ich den Text vollständig. Er ist so breit, wie ich das Fenster ziehe.
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Okay, und wie bearbeitest du das jetzt weiter?
Ganz normal, wie jeden (Plain-) Text. Ich verwende ja Plaintext, damit ich gerade keinen unnötigen Kram, keine Formatierung (auch nicht auf feste 80 CPL) drin habe.
Das erste, was jeder Texteditor-Nutzer machen muss, ist diesen Text auf rund 80 Zeichen hart zu formatieren, ansonsten kann er ihn nicht sinnvoll bearbeiten.
Eben nicht. Vielleicht tut das ein Programmierer, das will ich nicht ausschließen. Aber alle anderen verwenden natürlich Softwrap, damit die Zeilen ins Fenster (oder auf eine eingestellte Breite) passen.
Deswegen habe ich auch noch nie ein Text- (kein Markdown-) Dokument in diesem Format bekommen.
Ich habe gerade nochmal hier geguckt:
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Die Beschreibungstext für GitHub werden mit Markdown formatiert aber da steht nichts von 80-Zeichen-Zeilen – und dieser Beschreibungstext selbst hat auch keine solchen Zeilentrenner drin (fände ich auch überraschend). 80 CPL hat für Markdown keinerlei Relevanz und habe ich auch noch nie so verwendet/gesehen. Wer künstlich Linebreaks alle 80 Zeichen reinhauen will, kann das sicherlich tun – geht aber genau so gut auch ohne.
Oder zumindest befremdlich / unüblich.
Also, wie gesagt, in der Medienbranche ist das der übliche Weg, denn niemand kann sagen, wie breit ein Text später erscheinen soll. Man hält sich immer alle Optionen offen. Wenn ich unformatierten Plaintext bekomme (oder selbst erstelle) ist der IMMER so aufgebaut. Ansonsten, wie gesagt, muss ich die Linebreaks erst entfernen, weil sonst untauglich für die Weiterverarbeitung.
Guck dir jede x-beliebige Wiki-Seite an, da findest du auch keine festen Linebreaks nach 80 Zeichen. Sowas will einfach niemand haben.
Wahlweise sind die Blasen, in denen sich hier bewegt wird, inkompatibel.
Das kann wohl sein: Medienbranche vs. Coder.
Dass z.B. Readme-Texte für den Amiga (sowas waren ja die ersten "zufälligen" Texte) solche festen Linebreaks auf 80 Zeichen drin haben, wundert mich nicht, der hatte halt noch feste 80 CPL-Darstellung. Aber in Zeiten von dynamischen Layouts (Stichwort Smartphones) darf man einfach keine festen Zeilenlängen mehr verwenden. Das Gerät, der Browser, das Editorfenster, das Layout entscheidet, wie breit die Zeilen werden.
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Aber OK, wenn ihr euch das Leben künstlich schwer machen wollt, haut halt überall sinnlos Linebreaks rein. Und ja, vielleicht wäre ein C64-Texteditor mit nur 40 CPL nicht das richtige für euch. Ich könnte ihn zwar immer noch gut gebrauchen – aber ganz ehrlich, mit mir allein ist die Zielgruppe dann doch wohl zu klein. Da ALeX auch nicht so ganz begeistert war, sowas zu programmieren und ich eh lieber einen 80-zeichen-Editor (im Bitmap-Mode) hätte, erkläre ich das (glücklicherweise kaum gestartete) Projekt (aufgrund zu geringer Nachfrage) damit für gestorben.
Damit kann ich mich dann auch wieder anderen Projekten zuwenden, bei denen stärker auf ein Release hingefiebert wird.