Posts by JPK64

    "Gravity Den" gratis auf IndieGala https://freebies.indiegala.com/gravity-den


    Den ist ein einäugiger Außerirdischer, der nach dem schrecklichen Absturz seines Raumschiffs auf einem fremden Planeten gestandet ist. Auf diesem Planeten kann man die Schwerkraft um sich

    herum kontrollieren, um im Weltraum zu gehen. Den ist auch in der Lage, die Schwerkraft auf dem Boden zu verändern. Hilf ihm, das verlorene Schiff zu erreichen.



    Hier fällt mir ein gutes Beispiel ein zu "warum tuned keiner alte Software heutzutage?" Und zwar so, das sie auf einer Generation älter als die Mindest-Anforderung auch noch halbwegs läuft.


    Was spielt ihr so? (allgemein)


    Es geht, wenn ein Verrückter dafür findet - und auch weil wahrscheinlich das allgemeine Interesse groß genug ist. Aber es scheint kein Verrückter so verrückt zu sein, seine Zeit in alte EMU-Versionen auf alter HW zu stecken. Die HW, die auch schon wieder so alt ist, das sie die meisten User besser zu emulieren versuchen, als denn die Originale am Leben zu erhalten.

    Sorry aber das jetzt echt derart ausarten... Ohne nennenswerten Grund?

    Er hat Jehova gesagt! :whistling:


    So ist das Internet - 10 Leute erklären im guten, aber einer will es nicht wahrhaben ... darauf kommen 10 weitere und erklären das er das ja gar nicht so gemeint hatte ...


    Im Ernst - ich habe den verlinkten Beitrag heute zum 2. mal gelesen, weil ich es einfach interessant finde, wenn andere aus dem Nähkästchen plaudern. Und mir ist das klar, das Akkuratesse halt mal Power benötgt. Warum kann das Chris nicht nachvollziehen?


    Keine Ahnung. SPALTER ... Otternasen, Jaguarzitzen-Chips. :D


    Edit: Achso - Chris - ich nutze auch liebend gerne alte DOS Rechner, aber wie schon gesagt wurde - es liegt nicht nur am Programmierer, wenn mal Ende mit Performance ist, wenn die HW nicht mehr mitkommt. Ich frage ja auch nicht, warum Doom von 2020 nicht auf der gleichen HW läuft wie Doom 1993, sondern ich weiß, das die HW nicht passt.

    ^^ ich versuche mir gerade vorzustellen, wie Du 30000 Programme sortierst und austestest.

    Das ist schon so ein Job für die Ewigkeit.

    Ist zwar leicht OT, aber passt trotzdem dazu: das ist ein Job, den ich mir vor ein paar Monaten angenommen habe: alle D64 Spiele mal antesten (bin immerhin schon am Ende von P). Das erfordert selbstverständlich erst einmal einer Funktion, die von Vorneherein erst mal Dubletten ausfiltert. Aber machbar.

    Tolle Idee - nur dazu fällt mir immer ein: Mach doch und fang an! ;) Stell dir mal vor, du hättest zu jedem deiner Testspiele bis P auch noch Screenshots, Kommentare in eine Datenbank eingepflegt.

    Bei 30k Einträgen und 5 Minuten totale Beschäftigungszeit (Starten, Spielen, Kommentieren) gleich 2500h Aufwand, entsprechen knapp 310 Tagen bei 8h Arbeit.

    Kann man packen in der Rente :D


    Edit: ich habe ien ähnliches Projekt, jedes Game meiner d64-Sammlung wenigstens 1x zu Starten. Ich bin erst bei E ... :( :D

    Wie kinzi schon gesagt hat:

    Wie man den Controller davon abhält, sich in die Startreihenfolge zu drängeln, steht sicher im oben verlinkten Handbuch. Das muss nun dein Bemühen sein.

    Als Ergänzung: Warum machst du den Aufwand ein DOS6.22 unter Windows95 zu installieren???

    Da bootest du doch einfach ins DOS wenn du nach dem BIOS-POST mit F8 ins Bootmenue gehst. Das lässt sich auch optimieren, wenn man einen Bootmanager einrichtet.

    von hinter der Paywall: https://www.nzz.ch/technologie…-den-maschinen-ld.1709953


    Künstliche Intelligenz zerstört die digitale Kunstbranche: «Warum überlassen wir das Beste am Menschsein den Maschinen?»


    Android Jones hatte eigentlich geplant, nun etwas weniger zu arbeiten. Nachdem seine psychedelischen Zeichnungen auf den grössten Elektro-Festivals ausgestellt und ans Empire State Building projiziert worden waren, wollte der Mittvierziger kürzertreten und auf seiner Farm in Colorado vor allem Zeit mit seinen drei kleinen Kindern verbringen.

    Dieser Plan ist nicht aufgegangen. «Ich und meine ganze Branche, wir müssen jetzt kreativer sein und härter arbeiten als je zuvor.» Seit einigen Monaten haben sie einen neuen, mächtigen Konkurrenten: künstliche Intelligenz (KI), die Bilder auf Knopfdruck erstellt.

    Egal, ob man ein pflanzenbewachsenes Raumschiff über Paris kreisen sehen will oder eine Mona Lisa im Stil von Vincent van Gogh, künstliche Intelligenz kreiert auf Knopfdruck Bilder aus einer getippten Beschreibung: mehrere Varianten, sekundenschnell, so gut wie gratis. Und in Jones’ Branche ist nichts, wie es noch vor wenigen Monaten war.


    Wenn wir heute in Filmen oder Computerspielen Dinge wie Drachen, Raumschiffe oder Traumlandschaften sehen, dann stecken dahinter Menschen, die dafür bezahlt werden, sich deren Gestalt auszudenken und sie zu zeichnen. Concept-Art nennt man dieses Berufsfeld, und für viele, die Künstler werden wollen, ist es ein guter Plan B.

    Auch Jones hat mit Concept-Art einige Jahre lang Geld verdient. Die Aussicht auf so einen Job hat ihm Sicherheit gegeben bei der Entscheidung, viele Jahre seiner Lebenszeit alleine dem Ziel zu widmen, ein guter Zeichner zu werden, doch er sagt: «Was ich gemacht habe, kann man heute keinem Nachwuchstalent mehr raten. Künstler werden ist finanziell riskanter als je zuvor.»


    In einer Welt, in der Computer Bilder generieren, ist die Fähigkeit, zu zeichnen, wenig wert. Jones erwartet, dass die Kulturtechnik in eine Nische verschwinden wird, wie Kopfrechnen oder Reiten. Ihm graut vor so einer Zukunft, denn, wie er sagt: «Kunst hat mich geheilt.»


    Mit elf Jahren musste Jones am Gehirn operiert werden und wäre beinahe ums Leben gekommen. Die Erfahrung habe ein Trauma hinterlassen, beschreibt er: «Mein bisher geschütztes Dasein brach zusammen. Die Welt fühlte sich unberechenbar an, vollkommen unsicher.» In der Zeit begann er, sich Dinge auszudenken und sie zu skizzieren. Das Notizbuch gab ihm Kontrolle zurück. Das Üben, Besserwerden, Immer-wieder-Scheitern gab ihm ein Ziel, an dem er sich festhalten konnte. Und bis heute empfindet er den Flow beim Schaffen seiner Werke als eine der besten Erfahrungen seines Lebens. Und er fragt: «Warum überlassen wir gerade das Beste am Menschsein den Maschinen?»

    Sam Altman, der Chef von Open-AI, der Software-Firma hinter der bekanntesten der Bild-KI, habe ihm darauf keine befriedigende Antwort geben können. Mit ihm diskutierte Jones vor Hunderten Zuhörern am Burning Man, jenem jährlichen Festival in der Wüste von Nevada, bei dem Künstler, Freigeister und Tech-Apologeten zusammenkommen und neben Rausch und Exzess offenbar auch Zeit finden, um zu sich zu vernetzen und sich über die Zukunft zu unterhalten.

    Es habe ihn erschreckt, dass Altman und die anderen KI-Entwickler gar nicht darüber nachgedacht hätten, wie ihre Software in der Gesellschaft wirke, erzählt er. Für sie sei das Generieren von Bildern eine interessante Fragestellung, eventuell ein Zwischenschritt auf dem Weg zu tatsächlich intelligenten Maschinen.

    Viele Menschen im Tech-Milieu glauben, dass eine tatsächlich intelligente Maschine eines Tages die Probleme der Menschheit lösen wird, zum Beispiel Krebs heilen. Aus ihrer Perspektive relativieren die grossen Versprechen der Zukunft kurzfristige Nachteile wie den Zusammenbruch einer Branche. Jones fasst diese Einstellung so zusammen: «Du kannst nicht gegen Kunst-KI sein, wenn du willst, dass Krebs geheilt wird.»

    Künstlerinnen und Künstler wehren sich indes. Besonders stören sie sich daran, dass zum Teil ihre eigenen Bilder – ohne ihr Einverständnis – in die Software eingeflossen sind – mit dem Resultat, dass die KI nun ihren Stil kopieren kann.

    Wenn Algorithmen lernen, Bilder aus Beschreibungen zu generieren, dann verarbeiten sie dazu Bilder und Beschreibungen in grossen Mengen. Die stammen aus verschiedenen Internetseiten. Darunter waren offenbar Stock-Foto-Portale, aber auch Seiten, auf denen Kunstschaffende ihr Portfolio ausstellen.

    Nun werben einzelne Firmen gar damit, dass man der Bilder-KI befehlen kann, im Stil einer bestimmten Person zu malen, etwa jenem von Android Jones. Er hat Glück, in seinem Fall sind die Ergebnisse der Algorithmen (noch) dürftig. Wohl weil seine Bilder besonders detailreich sind. Er arbeitet an einem eigenen Algorithmus, der seine Kunst repliziert, um den grossen Firmen zuvorzukommen.

    Bei anderen ist es dafür zu spät. Die Ölmalerin Erin Hanson sagte über ein künstlich generiertes Werk: «Das sieht eindeutig aus, als wäre es von mir.» Auf Twitter beklagen Illustratoren Ähnliches und planen rechtliche Schritte gegen das, was sie Diebstahl nennen. Jones findet das sinnvoll: «Die Tech-Firmen müssten Künstlern zumindest die Option geben, dass ihre Bilder nicht von der KI kopiert werden können. Doch ohne Druck werden sie das nicht tun.»


    Die Erzeugnisse dieser KI-Modelle sehen also aus wie Kunstwerke. Aber sind sie das auch? Judith Siegmund, Professorin für philosophische Ästhetik an der Zürcher Hochschule der Künste, sagt dazu: «Wir sollten die algorithmische Produktion von Bildern nicht mit dem verwechseln, was geschieht, wenn Menschen Kunst machen.»

    Sie beschreibt Kunst als soziale Praxis, etwas, was nicht ohne eine Person auskommt, die etwas beobachtet, die ein Innenleben hat, die ausserhalb der künstlerischen Tätigkeit auch andere Erfahrungen macht, kurz: «Kunst braucht ein Weltverhältnis.»

    Das fehlt heutiger KI – und es ist eine offene Frage, ob es jemals intelligente Maschinen geben wird, die selbständig die Welt betrachten und in Kunstwerken reflektieren werden. So verstanden kann man entwarnen: Kunst bleibt erst einmal den Menschen überlassen.


    Und doch wirft der Wandel Fragen auf, die über die Kreativbranche hinausgehen. Schon jetzt kann künstliche Intelligenz Bilder, Musik und Texte generieren, die vom Publikum nicht von menschengemachten unterschieden werden können. Und auch wenn Siegmund davor warnt, die Tätigkeit einer Rechenmaschine mit Kreativität zu verwechseln: Die Ergebnisse der Maschine ersetzen menschliche Kreativität.

    Menschen wird es bei zukünftigen Gestaltungsprozessen vor allem dafür brauchen, aus den Vorschlägen der Maschine das Beste auszusuchen. Die vielen menschlichen Entscheidungen und Erfahrungen, die einfliessen, wenn jemand aus dem Kopf ein Werk kreiert, werden dadurch obsolet.

    Malen und Zeichnen als Handwerk verlangen Übung. Trainiert wird das genaue Hinschauen, das Übersetzen einer Idee in eine Handbewegung. Es findet eine Interaktion mit dem Material statt. Scheitern gehört dazu, denn das Material verhält sich selten genau so, wie es geplant war. Diejenigen, die tätig sind, erleben ihre Grenzen. Das ist eine ganz andere Handlung als jene, einen Satz zu tippen und dadurch ein Bild zu erzeugen.

    Diese Erfahrung hat auch Jones gemacht. «Wenn ich mit KI ein tolles Bild kreiere, dann ist das wie ein Gewinn an einer Slot-Maschine. Es macht mich nicht stolz, es ist reines Glück.», sagt er. Siegmund fügt der Kritik hinzu: «Weil die Software Aktivität vorgibt, in der nur scheinbar eigene Gestaltungsentscheidungen getroffen werden, gewöhnen wir uns daran, zu gehorchen.»

    Statt kreativer werden Nutzer passiver. Das ist einer der Gründe, weswegen Jones seine Kinder trotz allem mit Freude unterstützt, wenn sie sich für Malen und Basteln interessieren: «In einer sich immer schneller verändernden Welt brauchen sie die Kreativität und die Ausdauer, die man durch Kunst lernt, doch besonders.»

    Auch wenn menschliche Kreativität sich durch kein Computerprogramm ausschalten lässt: KI-Bildgeneratoren drohen die Lebensgrundlagen von jenen wenigen Künstlerinnen und Künstlern zu zerstören, die bisher von ihrem Talent leben konnten. Kunst zu schaffen, wird damit noch mehr zum Privileg.



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    In einer Welt, in der Computer Bilder generieren, ist die Fähigkeit, zu zeichnen, wenig wert. Jones erwartet, dass die Kulturtechnik in eine Nische verschwinden wird, wie Kopfrechnen oder Reiten.


    Diesen Satz finde ich ausschlaggebend, denn da wird es einer Branche so ergehen, wie den weiblichen Computern der NASA der 50er, Hufschmieden des vorletzten Jahrhunderts, oder Blaumachern die Tücher färbten.

    Hatte ja auch schon öfter erwähnt: Ich habe mir die coolsten Pics aus dem Speicher gerippt und in SW ausgedruckt (Farbe war ja noch nicht). Die habe ich dann nahtlos wie ein Mosaik an die Wand geklebt, bis sie voll war. Da hingen dann Titelbilder von Spy vs. Spy, Arkanoid, G.I. Joe neben Boulder Dash und Co.

    Wenn ich im Keller mal in die andere Ecke aufgeräumt bekomme ( :D ) , kann ich evtl. noch die Mappe mit dem Mosaik wiederfinden... to be continued....