Beiträge von GenerationCBM im Thema „Tip: Zertifikat Firefox abgelaufen“

    XnView habe ich auch auf dem Rechner in der Firma.
    Dann schmeiße ich das mal runter und gebe Opera noch eine Chance.

    Danke für die Erläuterung!

    Ist jetzt zwar schon ein paar Tage her, aber fiel mir nur grad so als followup ein:

    Ich habe das betroffene System vor Längerem mal komplett auf eine SSD migriert. Seitdem tritt das beschriebene Phänomen nicht mehr auf. Dürfte also wohl mit einer (zu?) grossen Zahl an benutzten File Handles bei sehr vielen kleinen Dateien oder dergleichen zu tun haben, die erst wieder freigegeben werden müssen, was mit einer SSD natürlich wahnsinnig viel schneller geht als auf einer HD. Irgndsowasinderart.

    Ich finde die Reduzierung auf "funktioniert halt mal'n Adblocker nicht, na und" grotesk falsch. Nicht nur dass so ein dämlich verursachter Ausfall Bände spricht über die mangelhafte Entwicklerkultur bei Mozilla und die negative Schlagseite aufgrund der Eingriffsmöglichkeit von aussen selbst nachdem die Addons installiert sind ("Killswitch", sollte so eigentlich garnicht möglich sein bzw. überhaupt existieren), es ist auch eine gravierende Fehleinschätzung zu glauben, Browser Extensions würden sich auf "Adblocker" reduzieren. Ein solcher Funktionsausfall verkrüppelt den Browser und den Zugang zu im Zweifelsfall wichtigen Internetressourcen je nach installierten Extensions von reiner Unbenutzbarkeit bis hin zu vollständig. Betroffen ist da jede Art von Extension, auch z.B. Sicherheitsrelevantes oder Accessibility, tausende Sachen die man als "normaler Adblock-User" überhaupt nicht auf dem Schirm hat. So ein Ausfall hat kaum zu fassende Kollateralschäden in der echten Welt für echte Menschen in ihren echten Leben. Wer glaubt, das mit einem ignoranten Schulterzucken abtun zu können, der hat so einiges absolut nicht verstanden.

    Grundsätzlich nutze ich auch diverse alte Software, die sich bewährt hat. Aber gerade beim Browser nützt das leider wenig, wenn die Seiten aussterben, die man damit brauchbar nutzen kann.

    Ist richtig, Opera 12 bei mir dementsprechend der Browser für selbstgebaute und sonstwie lokal auf dem PC rumliegende HTML-Sachen (Manuals z.B.), und ganz wenige Internetseiten die simpel gestrickt sind. Alles andere im Internet was auch nur annähernd modern und dynamisch-responsive ist hat den 12er inzwischen weit hinter sich gelassen.

    Das hatte GCBM doch geschrieben und Du hast es zitiert...
    Er nutzt "Iron" - siehe hier: srware.net/software_srware_iron.php

    Ich nutze Opera: opera.com

    Ich nutze eigentlich irgendwie alles wo nicht Apple oder Microsoft draufsteht. :whistling: Auch viel Opera und Vivaldi und diverse Feuerfüchse, auch alte Versionen (neu ist nicht immer besser, selbst für Opera 12 habe ich noch Anwendungsfälle). Auch Iron ist nicht vollständig "still", beschränkt sich aber wohl auf das bisschen an Kontaktaufnahme was die installierten Addons/Extensions halt so machen (Adblock und Ghostery und dergleichen). Der grosse Vorteil von Iron ist dass es de facto ganz reines "Chrome ohne Google" ist, plus noch ein paar Leistungsoptimierungen.

    Wenn ich mir allerdings die derzeitige Alternative im Aufwind anschaue, wird mir noch mehr übel.

    Stimmt schon, allerdings ist Chrome per se ja irgendwo auch nur was für die Schmerzbefreiten, die auch Windows 10 für harmlos halten. Der mitdenkende aufgeklärte User greift eher zu irgendeiner Chrome-Unterart die Privatsphären-relevant bereinigt ist anstatt dauernd das Mutterschiff anzurufen (in meinem Fall Iron), oder/und zu sonsteinem besseren Chrome-basierten Bastard Alternativangebot (typischerweise meistens Opera und Vivaldi).

    (Und bevor irgendwelche Chrome/Win10-Apologeten um die Ecke kommen mit "ja aber das kann man doch alles abschalten!" - nein, das kann man eben nicht. Es bleiben immer Reste, und bei Win10 und Chrome eben besonders viele. Selbst die guten Alternativbrowser sind kaum zum Schweigen zu bringen, so gut wie alle nehmen bei jedem Start erstmal zu dem einen oder anderen Dutzend Server Kontakt auf um Zertifikate, Addons, Updates, Suchmaschinen, Revocations, Blacklists, Blocklists, Statistiken, Crash Reports und sonstwas zu checken und zu tauschen.)

    Allerdings sehe ich schon die Problematik, der sich die Firefoxleute ausgesetzt sehen. Es gibt viel zu viele Leute, die sich fast "gern" entmündigen lassen.

    Und dagegen ist im Grunde auch wenig zu sagen. Wer's gerne einfacher haben will, oder automatisiert oder äh, "bevormundend" :) , dessen Anspruch an einen Browser (oder sonsteine Software) kann man definitiv bedienen. Solange man OPTIONAL auch andere Möglichkeiten offen lässt, oder einen Expertenmodus anbietet, oder oder oder. Und genau letzteres das Problem mit Mozilla. Es werden optionale Möglichkeiten wegentschieden gegen jede fundierte Kritik und ohne Ausweichmöglichkeit oder Mitigation. Das ist bei jeder Software schlecht, nicht nur bei Browsern, und auch nicht nur bei Grossprojekten von globaler Bedeutung.

    (Und teils wird natürlich auch Unfug in Firefox "hineinentschieden", irgendwelche Browserelemente oder Kooperationen die kein Mensch will oder braucht und die dann später wieder stillschweigend entfernt werden, oder Tracking oder Werbung etc. - der einzige messbare Effekt, den all dieser Quark der letzten Jahre auf Firefox' Marktanteil hatte, ist dass in das sinkende Schiff noch mehr Löcher gebohrt wurden...)

    Das bei Mozilla war dumm, peinlich, unprofessionell ... geschenkt. Aber es war doch keine Bevormundung. Das kann dir bei Opera und Co, jederzeit genau so passieren.

    Auf die Gefahr hin, in semantische Spitzfindigkeiten abzudriften, aber das vielleicht besser Wort hier ist wohl "Entmündigung". Vermutlich war das auch eher gemeint. Und das ist auch genau das Problem mit Firefox - der User wird seit geraumer Zeit entmündigt. Der eingeführte Signaturzwang für Addons ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Mozilla kann noch so oft aggressiv argumentieren, dass das alles ja nur der Sicherheit dient (erinnert immer stark an "denkt doch an die Kinder!" ...), aber der User muss gefälligst frei eintscheiden können was für Addons er installiert oder ob er Sicherheitseinrichtungen abschalten will oder wie sicher oder unsicher er seinen Browser betreibt. Dieser aktuelle unfreiwillige Killswitch macht das Dilemma mal wieder so richtig plakativ. Mündige User sind zufriedene User. Software allüberall ist immer dann schlecht, wenn sie dem User Möglichkeiten wegnimmt oder entsagt anstatt sie anzubieten und zu eröffnen. Das ist eine Sache, die bei Mozilla schon sehr lange sehr falsch läuft.

    bis, ja bis zu dem einen Tag, als es nach dem Opera-Start plötzlich genau drei Minuten dauerte, bis Opera die erste Seite anzeigte.

    Muss wohl irgendwas mit dem Speichermanagement zu tun haben (was weiss ich, Speicherfragmentierung...), vielleicht noch in Verbindung mit irgendeiner Kollision zwischen 32 und 64 Bit. Das gleiche Phänomen habe ich verifizierbar immer dann, wenn ich irgendwann vorher den Imagebrowser von XnView über eine signifikante Zahl von Bildern habe laufen lassen. Dann braucht Opera so zwei bis drei Minuten zum Speicher freischaufeln bis er da ist (kann man auch ganz gut im Process Explorer verfolgen wie er sich die Bestandteile zusammenrödelt). Sonst startet Opera "sofort", wie jeder andere Chrome-nahe Browser auch.