Beiträge von Schmitti im Thema „Belinea Monitor für Retro geeignet?“

    Cool, gleich zwei Stück. :thumbup:

    Daß die Schärfe nachläßt mit der Zeit, ist normal. CRT-Monitore sind analoge Geräte. Die benötigen einen regelmäßigen Abgleich, damit die Qualität wieder 1a ist. Ich habe neulich einen Sun Monitor mit schöner Trinitron Röhre bekommen. Der war kaum in Benutzung, da der an einem Server hing, der nur mal für Wartungszwecke eingeschaltet wurde. Die Röhre hat daher fast keine Betriebsstunden gesehen. Allerdings ist der dennoch gealtert. Von daher habe ich als erstes einen Abgleich gemacht. Danach war der wieder top.
    Deiner, mit der nachgelassenen Schärfe, benötigt sicher nur einen neuen Abgleich und dann ist der wieder top.

    Die Zeilentrafos geben gerne mal den Geist auf nach ein paar Jahren, wenn die Geräte dauerhaft am Limit oder knapp darüber in Betrieb waren. Auch das kenne ich.

    Gegen die Alterung des Trafos und der Leistungselektronik hilft auf jeden Fall, den Monitor möglichst weit weg vom Maximum zu betreiben bzw. einen gesunden Kompromiss zu finden.
    Die Alterung der Leuchtschicht in der Röhre kann man auch fast auf 0 reduzieren, wenn man die Helligkeit und den Kontrast deutlich herabsetzt. Meistens drehen die Nutzer die Helligkeit aber sehr weit oder sogar voll auf. Das läßt die Röhren merklich altern.

    Naja, Aber ernsthaft schaffen kaum 21"-Monitore in der Praxis mehr als 1600 x 1200 Punkte lesbar darzustellen. Die Elektronik kann zwar gelegentlich mehr, macht in der Regel wenig Sinn, wenn es nicht nutzbar ist. Wobei, man kann es mit Shutter-Brille beim Spielen nutzen.

    Aber die wenigsten BNC-Kabel haben eine Angabe zur spezifizierten Bandbreite. Das ist eher selten. Was für ein Gerät hattest Du, Jotta?

    (BNC: mein Monitor hatte auch BNC, ich hatte mir eigens dafür ein teures
    Kabel gekauft, aber mein ELSA-Kabel war genauso gut, und das bei 85Hz!)

    Das entscheidenden ist die Bandbreite für das BNC- oder auch ein VGA-Kabel. Die 85 Hz sagen da erstmal nichts. Die Bandbreite wird in MHz gemessen. Die erforderliche Bandbreite setzt sich quasi aus der verwendeten Auflösung und der Bildwiederholfrequenz zusammen.
    85 Hz bei 640 x 480 'er Auflösung ist daher weit weniger anspruchsvoll als 85 Hz bei der 1600 x 1200 'er Auflösung als Beispiel.

    Ja, ab 17"-Monitoren aufwärts war bei guten Monitoren oft ein BNC-Anschluß zusätzlich oder exklusiv vorhanden.

    Verbunden mit hochwertigen Monitoren beispielsweise die Firma Eizo. Bei denen habe ich eine schöne Seite zum 50 Jährigen jetzt entdeckt. Wer mag, kann ja mal hier schauen:
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Der BNC-Anschluß wird hauptsächlich im professionellen Bereich, wo Wert auf gute Bildqualität gelegt wird, verwendet.
    Wenn es ganz hochwertig ist, hat der Computer BNC-Ausgänge für die analogen Videosignale. Das gab es früher bei einigen Workstations, ist aber selten.

    Meistens hast Du am Computer einen 13W3- oder VGA-Ausgang. Daran gehst Du mit einem BNC-Kabel und überträgst die Signale über einzelne separat geschirmte Leitungen, die nochmal einen gemeinsamen Schirm haben dann zum Monitor. Die hochwertigen Kabel dieser Sorte sind auch recht dick. Gibt aber auch preiswertere, die dünner sind.
    Die BNC-Kabel gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, von 3- BNC-Stecker, über 4 bis 5 BNC-Stecker.
    5 ist am hochwertigsten, es werden alle Signale (rot, grün, blau, horizontale und vertikale Synchronisation) getrennt übertragen.
    4 führt beide Sync-Signale gemeinsam.
    3 führt auf grün parallel die Sync-Signale. Hier hatte ich mal ein Kabel einer Workstation in der Hand und habe echt gestaunt. Das Kabel war etwas dicker als ein Daumen. Das wirkte imposant.

    Ein guter Monitor mit 5 BNC-Anschlüssen kommt aber auch mit 4- und 3-poligen Kabel zurecht und erkennt, dass die Synchronisation dann nicht einzeln übertragen wird. Aber das kann nicht jeder Monitor.

    Weitere Signale werden bei BNC nicht übertragen, da für einen Profi nicht erforderlich. Bei VGA-Leitungen werden die freien Leitungen teilweise von Monitoren zur Kommunikation mit der Grafikkarte genutzt, um der Grafikkarte zu sagen, was der Monitor kann. Wer seinen Monitor kennt, stellt das aber einmal per Hand im Treiber zur Grafikkarte ein und gut. Der profitiert dann von der besseren Signalübertragung.

    Es gibt aber auch recht gute VGA-Kabel, die auch recht dick sind und kleine Coaxialleitungen in sich führen. Die waren füher eher zu bekommen. Heute bekommt man bei neuen VGA-Kabeln in der Regel nur noch "Schrott" als Alibi-Kabel. Da sind gebrauchte hochwertige Kabel sinnvoller.

    Hoffe, das bringt etwas Licht ins Dunkel. :wink:

    Das BNC-Kabel fürs Netzwerk auf Basis 10Base2 hat damit nichts zu tun. Das hat auch einen anderen Wellenwiderstand von 50 Ohm. Im Videobereich ist der Wellenwiderstand 75 Ohm bei den BNC-Leitungen.

    Der Pixelabstand ist mit 0,21 mm angegeben und die restlichen technischen Daten sind auch ordentlich. Damit kannst Du das Gerät sehr vielfältig einsetzen.

    Ich würde Dir ebenfalls empfehlen, ihn zu behalten. Solche Geräte in gutem Zustand heute nur noch schwer zu bekommen. Die meisten, die sowas haben, wissen was sie haben und geben das nicht her.
    Damit hast Du ganz sicher ein viel besseres Retrofeeling als mit einem Flachmann. Ich habe auch noch einen großen CRT-Monitor. Weggeben werde ich den nicht. Dafür macht der ein zu gutes Bild und das Gefühl damit am Rechner zu sitzen gibt mir kein Flachbildschirm. Für modernes Anwendungen ist allerdings der Platz recht knapp geworden, da viele Programme inzwischen viel zu viel Platz für ihre Knöpfe und Bedienleisten verbrauchen. Das war früher effizienter programmiert.