Beiträge von Jotta im Thema „Belinea Monitor für Retro geeignet?“

    hast Du ihn wohl nicht mehr oder?

    Ich hatte sogar zwei davon, direkt hintereinander. Jedesmal, so nach 5-7 Jahren
    hatte es den Zeilentrafo (oder irgendetwas in der Richtung??) rausgehauen, reparieren
    war mir da zu teuer. Ausserdem liess mit der Zeit die Bildschärfe nach, beim Kauf
    des Zweiten hatte ich jedenfalls ein deutlich schärferes Bild.

    Du musst aber bei diesen Monitoren bedenken, dass sie total plan waren, d.h. die
    Ansteuerung war entsprechend anspruchsvoll. (Eizo's gingen nach 5-8? Jahren
    ebenfalls in die Knie, haben ich jedenfalls von mehreren Profiröhren noch so in
    Erinnerung)

    Btw., ich glaube, es war Belinea, die in der Mitte der 90er Jahre mit einem supergünstigen
    19er CRT rauskam, der von der Bildqualität viele andere schlug. Bei näherer
    Betrachtung war aber schnell klar, wie die Qualität erreicht wurde. Es wurde
    einfach eine zylinderförmige Röhre verwendet (so, dass vertikale Linien eben waren,
    horizontale dagegen gekrümt, d.h. wesentlich weniger aufwändig bzw. Zeilentrafo
    plus Ansteuerung etc.), die später von mehreren anderen Herstellern kopiert wurde
    (Eizo und andere Hersteller hochwertiger Monitoren versuchten sich zu dieser Zeit
    schon an absolut planen Röhren). Ein solcher Monitor hält vlt. länger als meiner, mit
    dem Manko der nichtplanen Röhre kann man aber gut leben.

    Wesentlich für mich wäre, einen solchen Monitor vor jeder Verwendung auf
    Zimmertemperatur zu bringen und ihn nicht nur für kurze Zeit einzuschalten.
    Mein alter 19er Samsung steht dafür in der Ecke.


    Hat sonst jemand einen VGA Konverter, der sowohl SCART als auch S-Video als Eingänge hat?

    Im ggs zur TFT-Ansteuerung ist die Röhrenansteuerung bei weitem nicht so kritisch,
    es muss ja nicht die native Auflösung (und evtl. Frequenz) eingestellt sein. Röhren
    sind da nunmal wesentlich flexibler. Ein schlechter Konverter hat sicherlich nicht
    die notwendige Bandbreite, um ein sauscharfes Bild zu erzeugen, macht aber nicht
    das teilweise verschmierte Bild den Retroscharm aus?

    Probier einfach mal einen Billigheimer aus, oder lass ihn ausprobieren. Das oft
    zitierte 50Hz-Problem taucht bei CRTs nicht auf!!

    Wobei, man kann es mit Shutter-Brille beim Spielen nutzen

    Hatte ich sogar ein paarmal benutzt. Mein Monitor (ELSA Ecomo 751?,
    meiner hatte auch ein blaues Gehäuse, war nicht ganz so gut wie der
    beste Eizo, aber fast so gut) schaffte glaube ich bis 160Hz, das aber
    ohne die für TFT typischen Schlieren aufgrund der der wesentlich höheren
    Trägheit der Anzeige. Shutterbrillen mit TFTs zu betreiben ist für mich
    dagegen eher horror.

    Aber selbst mit einem CRT wie vom TO hat man ein wesentlich besseres
    Bild ggü TFTs, insbesondere bei Spielen/schnellem Scrollen. Deshalb
    ja auch mein Rat, den Monitor aufzuheben.

    Das entscheidenden ist die Bandbreite für das BNC- oder auch ein VGA-Kabel. Die 85 Hz sagen da erstmal nichts. Die Bandbreite wird in MHz gemessen. Die erforderliche Bandbreite setzt sich quasi aus der verwendeten Auflösung und der Bildwiederholfrequenz zusammen.
    85 Hz bei 640 x 480 'er Auflösung ist daher weit weniger anspruchsvoll als 85 Hz bei der 1600 x 1200 'er Auflösung als Beispiel.

    Stimmt natürlich, aber wir reden aber hier über einen 21-Zöller, da sollte eine 1600x1200er
    Auflösung obligatorisch sein, d.h. 200-300MHz Bandbreite (bei 85Hz: ca. 220MHz).
    Bandbreite sagte wohl kaum jemanden zu der Zeit was, wohl aber Bildschirmfrequenz
    inkl. Diagonale (woraus die Std-Auflösung folgen sollte).

    (mein 21er schaffte sogar 2048x1536 bei 82Hz, die Schrift war da aber schon grenzwertig)

    Aber..
    was soll er ohne weitere Vorrichtungen mit einem VGA-Monitor zur Anwendung mit 'retro'-Computern? Warten, bis VGA auch 'retro' ist?

    Meinen VGA hatte ich damals per Eigenbau an einem C64 betrieben. Heute
    kann ein billiger VGA-Konverter verwendet werden, denn im Gegensatz zur
    Pixel-kritischen TFT-Ansteuerung ist eine "gute" CRT-Ansteuerung damit
    überhaupt kein Problem.

    (BNC: mein Monitor hatte auch BNC, ich hatte mir eigens dafür ein teures
    Kabel gekauft, aber mein ELSA-Kabel war genauso gut, und das bei 85Hz!)