Beiträge von Theshadowsnose im Thema „Commodore Tastenkappen: Doubleshot ABS Liste“

    Also, dass Bedruckungen der letzte Mist sind, da sind wir uns hoffentlich einig, denn damit wird eine Tastatur zum Wegwerfartikel. Das jährliche Tastenkappenabziehen, ab in den Geschirrspülmaschinenbesteckkorb und anschließen wieder Aufdrücken in sauberen Zustand, fällt so ja flach, weil damit die Bedruckung abgewaschen würde. Jede Taste einzeln mit Wattestäbchen putzen, das macht man vielleicht einmal bei einer Retro-Rechner Aufarbeitung aber niemals jährlich beim Work-Horse-PC.

    Auch da gibt es deutliche Qualitätsunterschiede.
    Ob die Besseren "spülmaschinenfest" sind weiss ich nicht. Ich kenne niemanden der so einen Aufwand betreibt, aber ich habe schon Tastaturen gesehen, da waren die häufigen Tasten nach einem halben Jahr schon blank, ich hab aber auch welche gesehen, da waren die Tasten glänzend, aber die Beschriftung noch gut.

    Die Lösung muss aber nicht die Doubleshot-Produktion von früher sein, man kann da schon optimieren. Von den guten, früheren Siemens (bzw Siemens Nixdorf und später Fujitsu Siemens) Tastaturen für den Büroeinsatz weiß ich, dass da die Tastenkappen weiß produziert wurden und die Beschriftung dann mit dem Laser eingebrand worden ist. Das ist in mehrerlei Hinsicht besser als das Doublehot-Verfahren, denn es ist billiger, die Tastaturen werden alle identisch produziert und erst in vollständig fertig montiertem Zustand (mit unbeschrifteten Tastenkappen!) wird die Beschriftung eingelasert (man kann also im letzten Schritt die Sprachvariante definieren) und abriebfest, resistent gegen Fingerfett und geschirrspülmaschinengeeignet sind die Tastenkappen auch.

    Die Laserbeschriftung hat genau einen Vorteil: Sie ist billiger!
    Aber auf keinen Fall genausogut wie Double-shot.
    Cherry macht das ja auch schon seit 20 Jahren bei seinen "Bürotastaturen"... ich tippe gerade auf einer G80 mit laserbeschrifteten Tasten, aber die Beschriftung ist eher braun als schwarz und auch vom Farbauftrag nicht so gleichmässig wie Double-shot. Ich bilde mir auch ein, das man die "eingebrannte" beschriftung fühlen kann.
    Ich muss aber Cherry zu Gute halten, das die das immer besser hinbekommen. Meine erste Cherry (G83, noch mit DIN-Stecker) sah deutlich schlechter aus als die G80 auf der ich jetzt tippe. Die ist erst 4 Jahre alt.
    UND die Laserbeschriftung bei schwarzen Tasten sieht sehr schnell usselig aus. Da setzt sich schnell Dreck rein und den kriegste auch nicht richtig wieder raus.
    Aber davon abgesehen ist Lasern nicht das schlechteste... aber auch wieder teurer als bedrucken.

    Nun müsste man mal andere Computer der Zeit nehmen und dort schauen.
    Evtl. war Double Shot einfach damals State-of-the-Art und niemand dachte daran etwas dort billiger machen zu können.

    Um 100% sicher zu sein, müsste ich die Tasten abziehen und das spar ich mir, weil ich nicht weiss, ob ich die damit kaputtmache, aber:
    Mein A500 (BJ Anfang 88, aber schon mit der schlechteren Tastatur) hat bedruckte Tasten, ebenso wie mein Spectrum +2A.
    Das kann man sehen. Obwohl bei beiden die Beschriftung noch komplett ist.
    Ich bilde mir ein, das mein 800XL und mein 464CPC double-shot haben, aber wie gesagt: ohne Gewähr.
    Bei dem ST bin ich mir nich sicher... könnte auch double-shot sein.
    IBM hat damals "Dye-sub" verwendet, wo die Farbe in den Kunststoff hineinsublimiert. Zwar nur in die obersten Schichten, aber dafür hat IBM auch einen härteren Kunststoff für die Tasten genommen (PBT anstatt ABS), so das sich die Tasten viel langsamer abrubbeln und glänzend werden.
    Cherry hatte damals auch noch Double-shot Kappen. Da die zum Teil noch auf die "modernen" Cherry Tastaturen passen sind die gebraucht auch gesucht und teuer.
    Heutzutage sind die Tasten auf den "ernsthaften" (G80, G81, G83) Cherry Tastaturen gelasert.

    Das ist ganz einfach, warum die Tastenkappen für Double-Shot-Typen waren. Damals galt noch noch, Qualität zu liefern. Da gab es in dem Bereich einfach noch nicht die Idee des extremen Sparens und Rendite steigerns bis zum Umfallen.
    Deswegen nutzen sich die Tastenkappen heute auch teilweise richtig schnell ab, wenn die Beschriftung in einem zweifelhafen Verfahren einfach nur aufgedruckt ist. Erst kürzlich bei einem Toshiba Laptop mitbekommen. Der war ein halbes Jahr alt und bei einigen Tastenkappen verschwand bereits die Beschriftung.

    Da viele das wohl gar nicht reklamieren oder heutzutage nur noch die Maus schubsen, ist das wohl die Rendite stärkste Variante. Das geht dann soweit, dass Du heute die beste Qualitätsstufe richtig suchen must oder gar nicht mehr bekommst.

    Der guter Herr Tramiel war ja dafür bekannt, das der Kosten gespart hat, wo er nur konnte, deshalb hat mich das gerade bei Commodore so gewundert, das an der Stelle nicht gespart wurde.
    Aber vielleicht lags ja wirklich daran, das er aus der Schreibmaschinenbranche kam und deshalb Wert auf eine erträgliche Tastatur gelegt hat.
    Oder die Alternativen waren damals noch nicht so weit. Auch beim Pad-printing hat sich ja einiges getan.
    Das die Beschriftungen nach ein paar Monaten sich schon abrubbelt ist, hab ich auch schon gesehen.
    Ich hab aber acuh Tastaturen gesehen wo die Tasten schon schön poliert glänzen, aber die Beschriftung noch fast wie neu war.
    Auch da gibts Qualitätsunterschiede.

    Ja, damals gehörte Double-Shot einfach zu guten Ton und war Standard.
    Heute ist "Standard", dass die Tastatur weggeschmissen wird, wenn sie dreckig ist. Dann gibt es eine neue.
    Wenn ein PC heute angeschafft wird, gibt es immer eine Billigst-Tastatur dazu. :abgelehnt Wie war das mit der Umwelt … :dafuer:

    Doble-Shot war einer von zwei "Standards".
    IBM hatte "Dye-sub" Keycaps. Da wird die Farbe in die oberste Kunststoffschicht hineinsublimiert. Ist vielleicht nicht ganz so gut wie Double-shot, aber dafür hatte IBM auch den härteren und haltbareren PBT Kunststoff anstatt ABS.
    Ich hab zumindest noch keine IBM Tastatur gesehen von damals, bei denen die Beschriftung weg war. Die Tasten glänzen auch nciht so nach längerer Benutzung wie bei den ABS Tasten üblich.
    Ich hab mir kurz vor dem Hype der machanischen Tastaturen noch 2 Cherry G80 gekauft. Damals kosteten die noch knapp 60€.
    Da ist die Beschriftung aber aufgelasert. Ist zwar haltbar, sieht aber nicht so gut aus wie Double-shot oder Dye-sub.
    Dafür sind die Tasten auch aus PBT Kunststoff und rubbeln sich praktisch nicht ab.
    Ich schmeiss aber auch keine Tastaturen weg, von daher hab ich auch kein Problem etwas mehr Geld auszugeben für etwas was locker 10 Jahre oder länger hält.
    Die Tastaturen die heute mit Fertig PCs mitgeliefert werden sind ja einfach nur noch grausam!
    Da frag ich mich wie man dadrauf tippen kann.

    Die Plus4 Tasten sind von innen auf jeden Fall Schwarz.

    Dann sind die auch double shot.
    Ich glaub, alle Tasten die die Grafiksymbole vorne auf den Tasten gedruckt haben sind double shot.
    Ist schon seltsam, das das "damals" anscheinen auch bei günstigen Geräten so üblich war und man heute selbst bei high-end Tastaturen das nicht mehr bekommt.
    Schade eigentlich. Es gibt nix besseres was den Kontrast der Zeichen und die Haltbarkeit betrifft... ausser man macht double shot PBT anstatt ABS, aber das ist dann auch wieder ein anderes Thema :smile:

    Die ersten C64c hatten auch noch double shot Kappen.
    Also die, die die Grafiksymbole noch vorne und nicht mit oben auf den Tasten hatten.
    Der +4 müsste eigentlich auch double shot Kappen haben, aber da bin ich mir nicht 100% sicher.
    Meine Tastatur vom C128D (Blechdiesel) hat pad-printed Kappen und die Grafiksymbole oben auf den Tasten.
    Ich hab noch ne andere C128D Tastatur hier, die wahrscheinlich von nem Plastik 128D ist und da sind die "Hauptzeichen" double-shot und die Sonderzeichen wi ä,ö und ü pad printed. Das ist aber ne Schweizer Variante. Die hat ein paar mehr Sonderzeichen als die Deutsche.
    Die Grafiksymbole sind vorne auf den Kappen.