Auf die Idee ein 3032- oder C64-Boards zu nehmen, wären wir damals nicht gekommen. Die sind ja fürchterlich unhandlich und ja auch richtig teuer gewesen. Ihr musstet dann doch immer einen ganzen C64 kaufen!?
angefangen hat es ja mit dem pet. sehr kompakt und stabil. alles vorhanden und in basic programmierbar.
besonders die programme waren, durch den interpreter sehr klein. jeder basic befehl benötigte ja nur ein byte usw.
da kam kein rechner mit compiler mit. jedes kilobyte, an (s)ram, kostete ein kleines vermögen.
die geschwindigkeit war meistens egal und wenn dann wurde eine kleine zusatz maschinen routine geschrieben.
die proms und später eproms waren sehr teuer und hatten wenig speicherplatz. meine ersten proms nur 32 bytes.
da patchte ich, in verbindung, mit den original roms, nur ein paar sachen in dem betriebssystem.
schon meine kleinen rom änderungen, dass das erte programm, von der floppy, automatisch geladen wurde,
war für die leute etwas besonderes, wollte jeder haben wurde auch oft kopiert. war für mich nicht wichtig,
habe ich nur gemacht, damit ich nicht viel tippen muss.
meine verschiedenen 6502 huckepacklösungen für datum uhrzeit io-porterweiterung, rs232 / v24, sram
und besonders für prom und eprom erweiterung, waren damals etwas besonderes.
hatte ja auch als erster einen prom und eprom programmer gebaut. der erste programmer unter 10.000,- dm.
dass ich bauteile für nur ca. 50 dm benötigte, wollten die prom und eprom hersteller niederlassungen, am telefon, mir nicht glauben.
wenn ich die nach datenblätter der zukunftigen speicherbausteine fragte um diese auch schonmal anzupassen.
nun konnten die programme, meistens in basic geschrieben, in ein prom oder eprom programmiert werden und eine kleine
kopierroutine kopierte die programm und variablen usw., nach dem einschalten, direkt ins ram.
so konnte der rechner ohne erst von der kassette mühsamm zu laden, sofort starten und weiter arbeiten.
Den Testaufwand, den du betriebe hast, hätte man doch in ein neues Board investieren können?
falls du den test mit den 6526 meinst, das war später, die 6526 waren schon monatelang nicht lieferbar.
die paar hundert, die bei commodore, alle paar monate, ankamen,
habe ich schnell aufgekauft und bin sofort nach braunschweig gefahren um die selbst abzuholen.
dann wollte ich mal genauer untersuchen, warum die oft kaputt gehen.
ein neues board selbst zu entwickeln, bei kleinen stückzahlen, für die meisten firmen viel zu aufwendig.
meine kleinen platinen kosteten schon ein paar tausend dm herstellungskosten für ca. 10 muster.
Oder gab es andere Gründe ausgerechte C64-Boards einzusetzen?
ursprünglich wurden die pet boards benutzt, dann die cbm boards, dann vc20 board, weil viel günstiger, leider war der nicht lange lieferbar.
und manche meiner kunden waren sauer, weil sie mir vertraut haben. die teueren cbm boards wollten die nicht wieder benutzen.
dann die schnelle umstellung auf die c64 boards. jedesmal musste ich ja meine kleinen erweiterungsplatinen für diese firmen anpassen.
besonders die eprom, sram und uhren-platinen mit akku, rs232, io erweiterungen, ieee erw. usw.
dann kam der plus4, der c116 und der c16. ich fragte meine kunden, welchen soll ich für die zukunft vorsehen und meine erweiterungsplatinen anpassen
und was noch benötigt wird. ein paar wollten den kleinen c116. aber wegen der gummi tastatur und der engen bestückung, die meisten nicht.
der plus4 war ideal, da rs232 und userport vorhanden, aber zu teuer.
ich machte den vorschlag, ich baue eine huckepackplatine, für den c16
und mache aus einem c16 einen plus4 mit zusätzlichem uhren ic und io ports und mehr eprom und sram steckplätzen.
dass war dann auch meine letzte erweiterungsplatinen für steuerungsaufgaben.
christian Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. hatte bilder vom daigual erhalten, der ihm, meine gestohlenen unbestückten platinen angeboten hatte,
da habe ich, auf den bildern, auch diese letzte platinenversion für den c16 entdeckt.
Das finde ich interessant. C64-Boards als Industriesteuerung?
ja, auch einzelstücke oder kleine stückzahlen habe ich an unis, institute usw. verkauft. spontan fällt mir auch dfvlr in köln wahn (jetzt dlr) ein,
meistens von anderen oder von commodore selbst vermittelt um irgendwelche probleme schnell, sicher und preiswert zu lösen.
meine beratung und programmiertips und routinen gab es kostenlos dazu.
man benötigte doch auch kein extra entwicklungssystem, ein z.b. normaler preiswerter c64, genügte
ich will nicht wissen, wieviel davon nicht in den entwicklungsabteilungen gelandet ist, sonder unter dem weihnachtsbaum
meistens bekam ich, von den kunden, ja eine interne sonderbezeichnung auf der bestellung mit.
und wir rätselten was haben die da für ein teil bei uns bestellt. haben die schonmal etwas bekommen, wer hat in meinen firmen, mit dehnen gesprochen, was soll das sein,
nach dem nachhaken war es z.b. ein c64
in meiner version. z.b. meine sx64 version. oder die 1541 mit bis zu 8 laufwerken oder nur mit ieee bus usw.
Auf die Idee ein 3032- oder C64-Boards zu nehmen, wären wir damals nicht gekommen.
wiso und warum ich auf die idee kam und die vorteile, habe ich oben schon geschrieben.
Die sind ja fürchterlich unhandlich und ja auch richtig teuer gewesen.
ja und nein. die größe war den meisten nicht wichtig. in den maschinen war genug platz.
die stabilität und hilfe, falls es probleme gab und flexibel zu sein, war viel wichtiger.
mein argument war ja auch immer die große stückzahl, die commodore, von den geräten, produzierte.
damit man mehr herausholen konnte und es nicht so einfach nachbaubar war, dass war dann mein job.
der preis war auch nicht so wichtig, besonders bei kleinen stückzahle.
ab und zu kaufte ich nur boards, aber nur wenn ich einen guten sonderpreis bekommen habe.
meistens wenn ich wieder einmal ein paar hundert c64 oder floppys usw. auf einmal gekauft habe.
einen posten geräte für z.b. vobis oder andere große versandfirmen in deutschland.
dann habe ich noch weiter verhandelt wegen den boards als ersatzteil spender.
Ihr musstet dann doch immer einen ganzen C64 kaufen!?
ja, am anfang, die geräte ausgeschlachtet, damit ich auch ersatzteile habe. zuerst 10% dann 3% vom umsatz in ersatzteilen zugelegt. ausschlachten war auch günstiger.
(pet und cbm immer ausgeschlachtet, da bekam ich noch keine günstigen boards, da war ich noch nicht der größte händler in deutschland)
nicht umsonst hatte ich das größte ersatzteillager in deutschland. selbst aus frankreich, holland, belgien und israel kamen die leute um geräte und ersatzteile zu kaufen.
gruß
helmut
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