Und wann wurde das Signal invertiert?
Das verstehe ich gerade nicht so recht.
Beiträge von Commodore Man im Thema „Original Tapes mit Doppeltapedeck kopieren“
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Also im Record sieht man den BIAS bei einem Hifigerät sehr deutlich. Aber im Playback sollte davon kaum noch was vorhanden sein. Wird ziemlich im Grundrauschteppich untergehen.
Dennoch haben Hifigeräte (Zumindest die Großen Bandmaschinen) ein einstellbares Filter (oft BIAS Trap) genannt, welches den letzten Rest aus der Widergabe herausfiltern soll.
Die Pegelschwankungen im Header deuten im Übrigen auch auf einen unsauberen Bandlauf hin. ZB weil das Band leicht gewellt ist oder so.
Aber noch ein Thema, was das Kopieren mit Doppeltape erschwert: Die Datasetten im C64 haben Mono Köpfe. Die Hifikassettengeräte haben meist Stereoköpfe vebaut. An sich sind diese im Grundsatz kompatibel, aber in dieser Konstellation wirken sich leichte Fehler in der Kopfjustage noch deutlich stärker aus. Soweit, dass es bei einer Stereoaufnahme und deren Widergabe in Mono bei einem zu starken fehler im Azimuth zu Auslöschungen im Signal kommen kann.
Gruß C-Man
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Bias ist in der Magnetbandtechnik generell, also herstellerunabhängig der Englische Terminus für die Vormagnetisierung.
Ich sehe in den gezeigten Oszillgrammen eine sehr niedrige Frequenz die schon eher einem DC offset gleich kommt. Sollte sich entweder in einer DAW über einen Hochpassfilter lösen lassen, oder direkt über den Vorgang des normalisierens, bei dem normalerweise auch ein CD offset aus der Aufnahme entfernt ist.
Ich könnte mir diese Art von Störungen durch leichte Schwankungen im Bandlauf erklären, oder damals mal ein Starkes Magnetfeld, welches auf das Band einwirkte und damit eine sehr niederfrequente Fehlmagnetisierung mit eingebracht hat.
Gruß C-Man