Posts from detlef in thread "Es ist so weit: Bye bye, Linux :)"

    Abgesehen davon, dass du gerade bei aktuellen Linux-Systemen große Schwierigkeiten haben wirst, ein Beispiel zu finden, wofür du zwingend ein CLI nutzen musst (jedenfalls wenn Windows der "Maßstab" ist)...

    Wenn man Apache, PHP und den ganzen Kram inzwischen komplett über GUI konfigurieren kann... ich bin da nicht auf dem Laufenden. Meine letzte (unfreiwillige) Linux-Berührung hatte ich so um 2013.

    Ich habe den Eindruck, du hast bisher eher selten mit einem Windows CLI zu tun gehabt.

    Richtig. Wenn es sich vermeiden lässt. Leider kommt man auch unter Windows nicht ganz ohne Kommandozeilen-Tools aus.
    Dazu gehören meine selbstgeschriebenen Assembler- und Dissambler-Tools.

    Aber auch da bin ich reingewachen. Von CP/M über DOS bis hin zu CLI.
    Es tut was man braucht. Wenn's komplizierter wird, nimmt man was mit GUI. :D

    Denn im Gegensatz zu Linux muss ja da CLI nicht die häufig fehlende GUI ersetzen. Man nutzt die unter Windows eigentlich nur, wenn es wirklich sinnvoll ist.
    Und als "normaler" Anwender kommt man völlig ohne CLI aus.

    Ich verwende ja nun das mit Abstand am weitesten verbreitete UNIX (inkl. unix-ähnliche) auf dem Desktop (macOS) und komme seit einigen Jahren komplett ohne Windows aus.

    Ja, ok. Aber MacOS und Android zähle ich nicht zu Linux/UNIX, wenn es um die Benutzersicht geht. Denn unter MacOS und Android kommt man mit Linux nicht in Berührung, wenn man man das nicht unbedingt möchte.
    Als Anwender ist mir ziemlich wurscht, was da technologisch drunter liegt.

    Was aber zu einem nicht unerheblichen Teil auch daran liegt, dass man sich auf das Ökosystem Windows irgendwie nicht so gerne einlässt, bzw. es öfter dem Coder (mMn) unnötig schwer macht, das auf Windows zum Laufen zu kriegen. Schon mal versucht, GTK unter Linux und Windows in Perl oder FreeBasic zu benutzen?

    Ist ja auch logisch. warum sollte man einen Windows-Rechner hernehmen um Software für Linux zu entwickeln.
    Genauso wenig wie andersrum.

    jedes Tool bringt seinen eigenen GUI-Look mit

    Wenigstens hat man (fast) immer ein GUI. Besser als Kommandozeilen-Tools, wo auch jedes seine eigenen Parameter hat und seitenlange Man-Pages, in denen leicht verständliche Beispiele anscheinend verboten sind.
    Ich habe mir meine Linux-Aversionen jahrlange erarbeitet. Jedesmal wenn ich damit konfrontiert war (beruflich oder privat) hab ich nur :kotz

    Als Bastelrechner nebenher - kein Problem. Schließlich beschäftige ich mich ja auch mit alten CBM-Rechnern.
    Aber als Produktivrechner, der einfach nur ohne viel Aufwand und geringen Ärger die täglichen Dinge erledigen soll... :whistling:

    Wie ist das mit Skype, Youtube, Amazon-Prime, Netflix...? Läuft das alles problemlos unter Linux/BSD/...?
    Die Kinder brauchen Word,, Excel und Powerpoint für die Schule (weil auf den Schulrechnern natürlich auch Office läuft).
    Die Software für die ganzen Mobiilgeräte und die Digitalkameras?
    Diverse Entwicklungssoftware (GAL-Assembler von Microchip usw.), Software für den Prommer (gibt es Software für den TL866 unter Linux oder BSD)?
    Meine gesamte TV und Video-Infrastruktur basiert auf Windows-Software (zentraler TV-Server, Anbindung der Abspielgeräte über SAT/IP)
    Und dann arbeite ich natürlich beruflich und privat mit Visual Studio.

    Wenn ich auf Linux umsteigen würde, ich müsste wohl komplett bei null anfangen. Mit allem. :D

    FreeBSD ist einfach toll. Für die jenigen die ein GUI brauchen kann ich Gnome empfehlen. Und zack fertig die Dosenalternative

    Und ihr nutzt dann definitiv kein Windows mehr? Auch nicht in der Emulation oder auf dem Zweitrechner?
    Oder läuft dann unter BSD irgendein RDP-Client auf eine Windows-Kiste, die irgendwo verschämt in der Ecke steht. :bgdev
    Aber man arbeitet ja unter BSD...

    Für mich ist schon Linux no-go. :D