Beiträge von Korodny im Thema „OT aus Neues OS/GUI für den C64 - Diskussion andere Betriebsysteme/GUI‘s“

    Nein Commodore hatte sogar eine Lizens für den 8088, mit dem PC10 mischte man ja auch mit

    Commodore ist in diesem Fall nicht gleich Commodore. Die Commodore-PCs stammten zunächst alle aus Deutschland, wurden hier ab 1984 entwickelt und verkauft. In die USA haben diese Rechner es erst 1987 geschafft - im Commodore Hauptquartier hat man zur Zeit der Entwicklung des C128 nicht ans PC-Business gedacht.

    Ich vermute man hat einfach den 128 eher als Lückenbüßer gesehen damit nicht Leute zu Schneider abwandern wegen 80z&CP/M oder man war sich nicht bewusst wie schnell billige XTs im Preis fallen werden.

    Der Z80 steckt im C128, weil es zu schwierig gewesen wäre das C64-CP/M-Modul zu emulieren, und weil man damit ohne großes Aufhebens ein Problem in der Startup-/Konfigurationsphase des C128 lösen konnte: der Z80 überprüft jetzt den Status irgendeiner Leitung am Expansion Port oder so - Details müsste ich nachschauen.

    Dass das Ding CP/M ausführen kann, war mehr oder weniger Bonus. Was man von Bil Herd oder Dave Haynie lesen kann, deutet nicht darauf hin dass irgendjemand CP/M besonders wichtig gewesen wäre.

    Dann budgetiere mal einen Auftrag mit Pagefox.

    ??? Das macht natürlich niemand, genauso wenig wie du einen Auftrag mit GeoPublish budgetiert hast. Ich könnte jetzt Dutzende Tabellenkalkulationen für den Textmodus aufzählen, aber dann würdest du mir wahrscheinlich vorhalten, dass keine davon ein so geiler Shooter ist wie Doom.

    die alternative wäre nur cp/m (Multiplan/dBaseII).

    Für den normalen C64- oder C128-Modus gibt es massenhaft Auswahl an Business-Anwendungen. Wieso CP/M eine Alternative sein soll, der C64-Modus aber nicht, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Ich glaube du wirfst hier wild Betriebssystem und Anwendungen durcheinander? Ist mir aber auch egal, du hattest ja bereits erläutert dass jeder der nicht deiner Meinung ist keine Ahnung hat - einigen wir uns darauf.

    Knapp 200/300,-DM

    Naja, Neupreis für REU und 1581 dürfte in den Achtzigern wohl eher irgendwo bei 600-800 DM gewesen sein. Dazu ein C128 und eine 1571, da bist du wahrscheinlich bereits jenseits von dem, was ein Amiga 500 1987 gekostet hat.

    Wozu Vizawrite, Startexter, Textomat etc. wenn ich von Haus aus geoWrite schon habe?

    GigaPublisch war mir zu umfangreich das abzutippen. ;)

    Pagefox war iirc mit einem Scanner verbundelt. Hat nicht jeder gebraucht.

    Pagefox hat mit Scannern nichts zu tun (das war Scanfox), Pagefox ist ein lupenreines DTP-Programm auf Modul, mit eigener Speichererweiterung.

    Deine Aussage war, als Alternativen zu GEOS seien nur "cp/m oder teurere Maschinen" in Frage gekommen. Das ist offensichtlich falsch, weswegen ich dir eine Reihe von Beispielen aufgezählt habe.

    1) TUI-basierte Editoren kann man nicht mit GUI basierten Textverarbeitunggen vergleichen.

    Sagt wer? Ist ein Feature wie jedes andere auch. Wenn ich bei einem System mit begrenzten Ressourcen Speicherplatz und Rechenzeit für eine graphische Benutzeroberfläche verbrauche, muss ich irgendwo anders Abstriche machen. Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob einem Arbeitsgeschwindigkeit und Funktionsvielfalt oder eine graphische Benutzerobefläche und WYSIWYG wichtiger sind, natürlich kann man die Programme trotzdem miteinander vergleichen.

    2) Hi-Eddi kam später als geos raus und ist nicht mit geoPaint vergleichbar. Versuch doch mal ein Hi-Eddi+ Bild in Mastertext einzufügen. ;)

    Mit Mastertext habe ich nie gearbeitet, aber ein Bild irgendwo einfügen konnten die meisten Textverarbeitungen auf dem C64 - natürlich deutlich umständlicher als mit GEOS. Ist eben wieder eine Frage der Priorität.

    Meine Methode bestand aus zwei Druckdurchgängen: Erst Text mit der Textverarbeitung drucken, dabei Platz für die Grafik frei lassen. Dann mit einem speziellen Grafikdruckprogramm nur die Grafik auf das bereits "beschriebene" Blatt drucken. Mit meinem sauteuren 24-Nadler ging das nicht nur deutlich schneller als mit GEOS, sondern ergab auch ein erheblich besseres Druckbild. Dafür musste ich eben mit Papiertabellen hantieren ("x und y Koordinate des Bilds?" u.ä.), diverse Programme laden, hatte auch mal einen Fehldruck usw.

    Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

    3) Daß du nie geoFile und geoCalc hattest ist kein Argument um geos als ganzes negativ zu bewerten.

    Ich habe GEOS nicht "als ganzes negativ bewertet". Meine Aussage ist lediglich, dass es für jeden, der auf GUI und WYSIWYG verzichten konnte, anderswo praktisch immer deutlich leistungsfähigere und schnellere Lösungen gab als unter GEOS. Und das bei deutlich geringeren Hardware-Anforderungen.

    Mit Ausnahme von GeoPublish kann GEOS eben nie bei traditioneller Funktionalität punkten, sondern bei der Benutzeroberfläche.

    Und ich habe damals tatsächlich geoFile und geoCalc (sogar beruflich) genutzt. Und das alles nur mit c128 + REU 512k und c1571 + c1581.

    Was haben denn REU und 1581 in den Achtzigern "nur" gekostet?


    Wer das verneint hat mMn schlicht und einfach keine Ahnung.

    Ich mag deine unaufgeregte Art zu diskutieren ;)

    Die alternativen waren entweder cp/m (WordStar/dBaseII/Multiplan) oder halt erheblich teurere Analagen á la Amiga/AtariST/McIntosch (unbezahlbar) oder PC

    Schon mal was von Vizawrite, Startexter, Textomat oder SuperScript gehört? Mastertext? Printfox, Pagefox, GigaPublish?

    Unzulässiger Vergleich. Wenn dann mußt du geos mit GEM auf dem Amstrad 1512 bzw. 1640 und/oder Windows 3.0 vergleichen

    Unsinn. Ich vergleiche GeoWrite natürlich mit den anderen C64-Textverarbeitungen mit textbasiertem User Interface - und dabei schneidet GewoWrite erbärmlich ab. Der einzige Vorteil, den es hatte, war in der Vor-SCPU-Ära keiner: WYSIWYG musste man weitgehend reduzieren (Zeilenlänge auf Bildschirmbreite begrenzen, nur ein Font, keine Bilder/Scraps), damit die Arbeitsgeschwindigkeit halbwegs erträglich war. Es gab sogar zusätzliche Editoren (GeoText?), die man verwenden konnte um in erträglicher Geschwindigkeit einen Text bearbeiten zu können. Das Layout hat man dann später mit GeoWrite erledigt.

    Bei Paint sind alle 3 Kandidaten in etwa gleichauf.

    Paint sieht gegen Eddison (den Hi-Eddi-Nachfolger) alt aus.

    Und was geoFile und geoCalc angeht

    Hab ich beide nie benutzt, deswegen kann ich dazu nichts sagen. Wozu man in den Achtzigern eine WYSIWYG-Datenbank oder -Tabellenkalkulation gebraucht haben soll, wüsste ich allerdings nicht. Bin mir sicher SuperBase oder auch mein gutes altes Datamat waren deutlich schneller und mächtiger als GeoFile.