1) TUI-basierte Editoren kann man nicht mit GUI basierten Textverarbeitunggen vergleichen.
Sagt wer? Ist ein Feature wie jedes andere auch. Wenn ich bei einem System mit begrenzten Ressourcen Speicherplatz und Rechenzeit für eine graphische Benutzeroberfläche verbrauche, muss ich irgendwo anders Abstriche machen. Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob einem Arbeitsgeschwindigkeit und Funktionsvielfalt oder eine graphische Benutzerobefläche und WYSIWYG wichtiger sind, natürlich kann man die Programme trotzdem miteinander vergleichen.
2) Hi-Eddi kam später als geos raus und ist nicht mit geoPaint vergleichbar. Versuch doch mal ein Hi-Eddi+ Bild in Mastertext einzufügen.
Mit Mastertext habe ich nie gearbeitet, aber ein Bild irgendwo einfügen konnten die meisten Textverarbeitungen auf dem C64 - natürlich deutlich umständlicher als mit GEOS. Ist eben wieder eine Frage der Priorität.
Meine Methode bestand aus zwei Druckdurchgängen: Erst Text mit der Textverarbeitung drucken, dabei Platz für die Grafik frei lassen. Dann mit einem speziellen Grafikdruckprogramm nur die Grafik auf das bereits "beschriebene" Blatt drucken. Mit meinem sauteuren 24-Nadler ging das nicht nur deutlich schneller als mit GEOS, sondern ergab auch ein erheblich besseres Druckbild. Dafür musste ich eben mit Papiertabellen hantieren ("x und y Koordinate des Bilds?" u.ä.), diverse Programme laden, hatte auch mal einen Fehldruck usw.
Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.
3) Daß du nie geoFile und geoCalc hattest ist kein Argument um geos als ganzes negativ zu bewerten.
Ich habe GEOS nicht "als ganzes negativ bewertet". Meine Aussage ist lediglich, dass es für jeden, der auf GUI und WYSIWYG verzichten konnte, anderswo praktisch immer deutlich leistungsfähigere und schnellere Lösungen gab als unter GEOS. Und das bei deutlich geringeren Hardware-Anforderungen.
Mit Ausnahme von GeoPublish kann GEOS eben nie bei traditioneller Funktionalität punkten, sondern bei der Benutzeroberfläche.
Und ich habe damals tatsächlich geoFile und geoCalc (sogar beruflich) genutzt. Und das alles nur mit c128 + REU 512k und c1571 + c1581.
Was haben denn REU und 1581 in den Achtzigern "nur" gekostet?
Wer das verneint hat mMn schlicht und einfach keine Ahnung.
Ich mag deine unaufgeregte Art zu diskutieren 
Die alternativen waren entweder cp/m (WordStar/dBaseII/Multiplan) oder halt erheblich teurere Analagen á la Amiga/AtariST/McIntosch (unbezahlbar) oder PC
Schon mal was von Vizawrite, Startexter, Textomat oder SuperScript gehört? Mastertext? Printfox, Pagefox, GigaPublish?