Beiträge von kinzi im Thema „CIAs beim Sterben zusehen“

    Kannst Du mal erläutern was NMOS Treiber genau machen müßten bzw. was die Ausgänge genau können müßten.

    Das hatten wir doch schon mal in einem anderen Thread ... NMOS-Treiber haben einen aktiven Pull-Up (einen NMOS-Transistor) und einen NMOS-Transistor, der gegen GND geschaltet wird. Du kannst also zwei NMOS-Ausgänge gegeneinander arbeiten lassen, ohne dass etwas passiert.

    Im Datenblatt der 6522/6526 ist ein betreffendes Schaltbild der Ausgangsstufen zu finden.

    danke für den Hinweis! Die Diode werd ich heute Abend messen.

    Wobei da eigentlich nichts sein sollte ... da ist noch das Gatter dahinter, das müsste auch "durchgeblasen" sein. Wenn du nichts angeschlossen hattest, ESD und Netzteil ausschließen kannst, war es wohl wirklich ein "Lotto-Sechser", nur nicht so positiv ...

    Die 1,97 MHz geistern im C64 herum (kommen vom VIC), die hast du dir vermuitlich "eingefangen". Das Multimeter misst vermutlich auch lieber die 1,97 MHz als die 50 Hz.
    Hast du denn auch beide Strippen für die Messung verwendet? Die schwarze am besten auf das Modulatorgehäuse oder das Expansionport-Blech halten, die rote an den "TOD"-Pin.

    Die Spannungen schauen schon mal ganz gut aus - die Frequenzmessung kannst du dir glaube ich sparen. Miss mal noch an der Z-Diode CR5.

    Ein Fertigungsproblem kann man grundsätzlich nicht ausschließen. Sowas kann in der Halbleiterproduktion immer mal auftreten, dass etwas falsch gelaufen ist. Da kann der Prozess noch so etabliert sein. Menschliches Versagen gibt es ja genauso immer mal.

    Grundsätzlich richtig, aber zwei ICs praktisch gleichzeitig ist schon ein kleiner Lottosechser.

    Ein CIA mit der genannten Aufschrift ist auch HMOS-II, erkennbar an der '2' im '216A'.

    Genau deshalb schrieb ich es ja.

    Die 89er sind HMOS-II. Da war der Prozess längst etabliert. Probleme waren da nicht mehr zu erwarten, anders als bei der Einführung '84/'85/'86. Daher schloss ich ein Herstellungsproblem aus.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. An die TOD Clock habe ich jetzt gar nicht gedacht, das könnte aber sehr wohl der Grund für das Sterben sein.

    WENN es einen Grund gibt, muss es jedenfalls etwas sein, das beide CIAs betrifft, und da bleibt nicht so viel übrig ... ;)
    Es kann natürlich auch nur Riesenpech gewesen sein. :nixwiss:

    Also 1989 war der HMOS-II-Prozess längst etabliert ... bei einem Datecode von ca. '85/‘86 wäre ich jetzt eher geneigt an einen Produktionsfehler zu glauben.

    Nun ja, wie hier schon geraten wurde: Mal das Netzteil überprüfen auf korrekte, stabile Spannungen.

    Außerdem würde ich mal am TOD-Pin der CIAs mit einem Oszi (falls vorhanden) rangehen, den haben bede gemeinsam. Da kommt ein 50 Hz-Signal daher, welches aus den 9 VAC gewonnen wird. Wenn da die Z-Diode in der dazwischenliegenden Schaltung hinüber ist, kommt an diesem Pin eventuell eine zu hohe Spannung an, was auf Dauer die CIAs himmeln kann.

    Wenn kein Oszi vorhanden notfalls mit dem Multimeter ran, einmal AC- und einmal DC-Messung bitte.