Beiträge von Schmitti im Thema „ICs aushebeln und aufbewahren“

    detlef: Antistatik ist nicht teuer, wenn Du vieles Abdecken willst. Das kannst Du mit einem ESD-Armband erledigen. Die gibt es in höherwertigen Ausführungen oder einfachen, die nicht viel kosten. Von 3M gibt es beispielsweise den Artikel 2209. Bei Ebay habe ich den auch bereits für kleines Geld im Angebot gesehen.
    Das deckt sicher nicht alle erdenklichen Situationen ab, aber sehr viele.
    Das kann man sich auch fürs Hobby leisten. Ein geretteter MOS IC und schon hat es sich rentiert.

    Oben war noch die Frage, ob die antistatische Verpackung/Aufbewahrung wichtig ist. Ja, andernsfalls kann man nicht sagen, ob das IC geschädigt wurde/wird. Ein ESD-Schaden äußert sich nicht immer nur in einem Ausfall des IC's. Der kann genauso gut einen Schaden bekommen haben, der sich erst später auswirkt, da der Schaden mit der Zeit weiter degradiert oder der Schaden macht sich nur unter bestimmten Umständen, die man nur manchmal hat, bemerkbar. ESD-Schäden können Sehr heimtücksich sein und fallen oft erst später auf.
    Von daher: Die richtige Aufbewahrung/Verpackung ist essentiell wichtig, wenn man sicher sein will, das nichts be-/geschädigt wird.

    Das Thema wird gerne unterschätzt und viele sagen, ich habe noch nichts gehabt. Man merkt es oft erst später zum Beispiel an einem früheren Defekt als es hätte sein müssen.

    Es haben auch nicht zwingend alle IC-Pins einen gleichen ESD-Schutz.

    Am besten immer erst die Lötzinnreste an den Beinchen entfernen. Dann gibt es keine Probleme mehr mit den Sockeln. Wobei die Präzisionssockel wie bereits gesagt wurde durchaus empfindlich sind mit ihren feinen Federkontakten, wenn die IC-Beinchen nicht der Spezifikation entsprechen, das heißt, leicht verbogen sind oder Zinnreste dran sind.