Beiträge von Schmitti im Thema „Victor Vicky Portable - Floppy Problem“

    Bei Deinem Gerät hätte ich jedenfalls ziemlich sicher auf notwendige 12 V getippt. So kenne ich das auch, dass bei den 5,25"-Diskettenlaufwerken im Allgemeinen 5 V für die Elektronik und 12 V für den Motor verwendet werden.
    Bei 3,5"-Diskettenlaufwerken gibt es aber beides, welche die 5 V und 12 V verwenden und welche die nur mit 5 V auskommen.

    Hier scheint es jetzt wohl so zu sein, dass es bei 5,25"-Laufwerken auch ohne 12 V geht. Sonst dürfte das intakte Gerät ja auch nicht funktionieren.

    Du könntest sonst höchstens noch als Ergänzung prüfen, ob auf den Motoren eines Diskettenlaufwerks etwas von 5 V oder 12 V steht. Dann könntest Du Dir sicher sein.
    Oder hast Du das vielleicht bereits gemacht? Kann aber auch sein, dass auf den Motorennichts steht außer einer Typbezeichnung.

    Es gibt noch die zwei ULN-ICs. Kannst Du denn eingrenzen, ob beide Floppy-Laufwerke an der Platine nicht tun oder nur eins?

    Wenn das Problem definitiv beide betrifft, muss wird es höchstwahrscheinlich etwas sein, was schaltungstechnisch für beide zuständig ist.

    Aber wie Du auch schon weiter oben geschrieben hast: Es könnte natürlich auch eine Diode sein. Das hatte ich schon mal in einer Tastatur zu einem Commodore-PC. Dort hatte ich auch erst alle ICs verdächtigt und am Ende war es eine kleine Diode.

    Ok, dann bekommt das Laufwerk Saft und macht seine Initialisierung. Da das Diskettenlaufwerk ja mit der anderen Platine funktioniert, muss folglich etwas in der Ansteuerung des Laufwerks defekt sein.

    Ich würde jetzt mal versuchen, herauszufinden, welches IC mit der Ansteuerung des Laufwerks zu tun hat. Das sieht ja so aus, als wenn die Hardware teilweise doppelt vorhanden ist, sprich für jedes der beiden Laufwerke separat. Das heißt, Du brauchst Dir erstmal nur den einen Pfad anschauen, von dem Diskettenlaufwerk, das nicht tut.

    Oder kannst Du bereits definitiv sagen, dass beide Laufwerke nicht tun? Wenn das so wäre, würde ich den Fehler in dem Schaltungsteil erwarten, den beide nutzen.

    Wahrscheinlich klappt das am besten, wenn Du Dir mal schematisch in Blöcken den Daten-Steuerungspfad aufzeichnest und die ICs den Blöcken zuordnest.

    Achja, auf dem Bild sind kleine DIP-Schalter auf der Platine. Nur so die Frage: Die sind auf beiden Platinen gleich eingestellt? Nicht dass darin die Krux begraben liegt. Aber das hast Du wahrscheinlich kontrolliert.

    Ok, kann passieren. Welches war jetzt der defekte 6522? Der auf Position U4C oder U4F?

    Was mir als erstes auf dem letzten Bild auffällt, sind die Handverdrahteten Leitungen. Hast Du die verlegt oder waren die ab Werk so?
    Sind die per Hand verdrahteten Leitungen auf Deiner zweiten funktionierenden Platine genauso vorhanden?
    Falls es da eine Differenz gibt, prüf die auf jeden Fall mal nach.
    Ansonsten, wenn die auf der funktionierenden Platine auch so vorhanden sind, kontrollier vielleicht trotzdem mal, ob die Verbindungen noch alle in Ordnung sind oder eventuell sogar eine Leitung fehlt. Solche Sonderleitungen sind oft Quelle für Fehler, da sich da mal etwas lösen kann.

    Vielleicht kommen wir darüber ja weiter.

    Ein kleiner DIL-IC ist ja auch bereits gesockelt. Den könnte man vielleicht auch relativ leicht testweise mal tauschen. Insgesamt müsste man aber die Leitungen auf der Platine jetzt verfolgen. Auf dem Foto alleine kann ich das so nicht erkennen, ob nd was noch an den 6522 dran hängt.

    Ja, das ist zumindest schon mal auf die Leiterplatte eingegrenzt.
    Die Kondensatoren klingen jetzt nicht defekt. Von daher würde ich die pauschal mit den Messdaten nicht tauschen. Wenn, würde ich sie erstmal auf einer Seite auslöten und dann nochmal messen. Deine gemessenen Werte klingen an sich nämlich gut.
    Den IC 75160 bietet übrigens bei Ebay jemand für 1,99 EUR unter Artikelnummer 360684048193 an, falls Du Beschaffungsprobleme hättest.
    Sind sonst noch andere IC mit dem defekten 6522 in Verbindung?

    Stimmt, das mit den Floppy-Laufwerken geht auf meine Kappe. Das hätte ich rauslesen können.

    Beim Test mit dem MOS6522 ist der IC auch heile geblieben? Falls nein, ist etwas in der Schaltung, dass die 6522 an der Position kaputt macht.
    Die Rockwell 6522 sind ja auch nur die 1 MHz Version wie der MOS6522. Die Geschwindigkeit sollte daher auch passen.

    Ja, dann vielleicht mal die Umgebung des defekten Rockwell 6522 prüfen, ob es dort (warum auch immer) vielleicht noch ein IC erwischt hat. Wäre zumindest ein Ansatz.
    Welcher IC war den Defekt und was ist dort in der Nähe?

    Commodore selbst hat die Rockwell Variante teilweise in der VC1571 verwendet. Allerdings kannst Du die Rockwell 6522 nicht im C64 testen. Der verwendet die nicht. Wenn Du eine VC1541 hast, könntest Du sie darin ausprobieren oder einen VC20 nehmen.

    Die vier Diskettenlaufwerke sind alle in Ordnung? Nicht dass es nur am Floppy-Laufwerk liegt.