Beiträge von Unseen im Thema „Quo Vadis Nintendo“

    Dafür reicht ja mal ein einziger lichter Moment im Mobilfunknetz.

    Wenn Konsole und Spiel in dem Moment in einem Zustand sind, in dem sie auch zum Datenaustausch bereit sind... Alleine der PSN-Login auf der Vita beim Anrühren irgendeiner Online-Funktion braucht schon 15-30 Sekunden.

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    Du zeichnest hier eine Daten-Diaspora an die Wand, die ich noch nie erlebt habe.

    Ich vergleiche lediglich meine real gemachten Erfahrungen mit deiner optimistischen Sicht der Dinge sowie den Hoffnungen für die Funktionen des Switch. Letzterer scheint mir da doch die weitaus komfortablere und einfachere Lösung zu sein, insbesondere braucht es viel weniger Infrastruktur und man muss nicht mal darauf hoffen, dass Nintendo endlich mal brauchbare Online-Funktionalität in ihre Konsole einbaut. ;)

    Wofür brauche ich eine Mobilfunkverbindung zum Spielen auf dem Smartphone/Tablet (mal von Nintendo-Games abgesehen)?

    Um den aktuellen Spielstand nach dem Einschalten der Konsole wieder auf selbige draufzubekommen. Internet-Sync ohne Internet geht nicht besonders gut.

    Ich weiß nicht, ob die Usability im echten Leben wirklich so viel schlechter ist. Klar, im Werbevideo muss man als Spieler mitten im Spiel ganz schnell los und das Gerät mitnehmen, um dann am Ziel wieder Zeit zum Spielen zu haben. Klar kann das passieren – aber wie oft?

    Meine Erfahrung mit vergleichbaren Features ist halt, dass die bisherigen Implementationen ziemlicher Mist sind: Vielleicht hat man das Anstossen des Syncs auf der Heimkonsole vergessen(1) oder die Mobilkonsole hat gerade keinen Empfang(2) oder man verliert gar Features im Spiel, weil man den Spielstand zwischen mehreren Konsolen synct (einziges mir bekanntes Beispiel: Metal Gear Solid Peace Walker PSP/PS3, Trophies auf der PS3 werden deaktiviert). Zudem: Wenn ich mich in einen Zug setze und dort weiterspielen will, sind die Sammlungen von Middleware-Logos am Anfang und die Ladezeit für das aktuelle Level vergeudete potentielle Spielzeit, das Modell beim Switch würde da einen deutlichen Komfortgewinn bringen.

    (1) Automatischer Spielstand-Upload auf der PS3 passiert nur einmal pro Tag. Auf der PS4 geht es AFAIK auch häufiger, aber nur wenn man sie in den deutlich stromschluckenderen "Rest Mode" versetzt statt die Konsole auszuschalten. Manche Titel haben auch einen davon unabhängigen Cloud Sync, der aber gerne mal die Speicherzeit deutlich verlängert oder nur automatisch getriggert wird, wenn man komplett ins Hauptmenu zurückkehrt statt nach dem Speichern einfach die Konsole abzuschalten.

    (2) Ja, auch mitten im Ruhrgebiet gibts noch Plätze wie zB U-Bahn- oder S-Bahn-Stationen/-Tunnel, an denen man nur schlechten (nur GPRS) oder gar keinen Mobilfunkempfang hat

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    Kann sein, aber wenn ich Zeiten eher klein wirken lassen will (zu erkennen am "weniger als ..."), dann komme ich doch nicht mit Mannjahren, wenn ich weiß, dass 30 Entwickler das dann in 2 Wochen fertig haben könnten (Overhead mal eingerechnet). Ich schätze schon, dass damit ein echter Zeitraum gemeint ist. Und das Problem wird sein, dass die anderen Konsolen, wie du ja schon sagst, eher PCs sind, während die Switch halt ein Tablet (mit Mobilprozessor) ist. Da muss halt viel mehr angepasst werden, damit das einigermaßen ruckelfrei läuft.

    Aus dem Indie-Bereich gibts zumindest schon Stimmen, dass die Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. viel einfacher sei als auf dem Wii U und ein lauffähiger, aber unoptimierter Port Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. machbar ist.

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    Reichen Konsolenspielern so 3 bis 5 Titel je Quartal, wenn nicht alle im passenden Genre unterwegs sind? Für mich klingt das eher nach einer knappen Versorgung (im ersten Jahr).

    Müssen denn alle Titel eines Systems vom Hersteller kommen? Das wurde Nintendo doch beim Wii U so negativ angekreidet, dass der Third-Party-Support für die Konsole recht dünn sei. Wenn man den Blick nicht alleine auf Nintendo-eigene Titel (oder gar nur auf deren Haupt-Franchises) richtet, wird die Liste der Switch-Spiele deutlich länger - auf Reddit bastelt jemand eine Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Grafik mit nach angekündigtem Zeitraum sortierten Logos.

    Ob nun "ein Jahr" oder "weniger als ein Jahr" (= knapp ein Jahr): Es kommt mir recht lang vor. Wenn man immer 10 Monate warten muss, bevor ein erfolgreiches PC-Game auf der Switch erscheint, kann man es gleich bleiben lassen, weil man es dann nicht mehr gut bewerben kann.

    Vielleicht ist auch die Übersetzung oder die Formulierung an der Stelle ungenau und es war eigentlich ein Mannjahr gemeint? Vergleichswerte wären an der Stelle toll, aber ich kenne keine Angaben zur typischen Portierungsdauer von PC zu Konsole - wobei die bei PS4/Xbox One vermutlich nochmal etwas gesunken sein dürfte weil das ja quasi PCs mit netter Oberfläche sind. Möglicherweise gibts dazu was in den Archiven der GDC-Talks, aber ich finde mit einer oberflächlichen Suche gerade nichts.

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    Ja, ich sagte ja, dass Nintendos Lösung besonders komfortabel erscheint. Aber wenn es einem nicht auf den Ad-Hoc Wechsel ankommt und man ein bisschen Zeit hat, geht eben auch vieles mit anderen Lösungen ähnlich.

    Schön, dass ein Apple-Fan auch mal für eine Lösung mit schlechter Usability argumentiert. ;)

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    Dazu kommt, dass ein Switch-Titel nicht sehr günstig sein wird (50, 60, 70€?), während selbst aufwendige Mobilspiele selten mehr als 10$ kosten.

    Nintendo orientiert sich da an den klassischen Konsolenspielpreisen - ich habe eh das Gefühl, als ob man es dringend vermeiden möchte, den (das?) Switch mit Smartphone/Tablet-Assoziationen zu verbinden.

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    Wie gesagt, wenn Nintendo seine Franchise-Karten gut ausspielt und die Games nicht zu lange auf sich warten lassen, kann es was werden.

    Zelda zum Launch, Mario Kart kurze Zeit später, Splatoon und Mario Odyssey angekündigt - sieht IMHO schonmal ganz gut aus. Man scheint auch das bei der Wii U aufgetretene "Ein Stapel Spiele zum Launch, dann lange nichts"-Problem vermeiden zu wollen.

    Ich hatte was von 1 Jahr Portierungsaufwand für große Games (Skyrim) gelesen. Das scheint mir recht viel.


    Das einzige was dazu meines Wissens bisher genannt wurde, ist eine Einschätzung von "weniger als ein Jahr" für einen Port von PC auf Switch. (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., Seite 3 unten)

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    Allen voran so Sachen wie Cut-the-Rope/Angry-Birds oder auch Tower-Defence-Games und viele Puzzler möchte man gar nicht mit Controller spielen.


    Fixed that fou you ;)

    Stimmt natürlich, die optimale Steuerung hängt stark vom den Spielemechaniken ab, und spätestens wenn man nicht nur beliebige Punkte auf einer 2D-Fläche markieren muss (zB Echtzeitstrategie) sondern komplette Linien (zB Cut the Rope oder auch Match-3-Spiele wie zB Bejeweled) spielen Touchscreens ihre Stärke aus. Andererseits könnte es vorkommen, dass ein Spieler vielleicht doch noch Genres spielen möchte, für die ein Controller sich besser eignet als ein Touchscreen, der eine Controllersteuerung emuliert - zB Jump&Runs.

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    Und dann gibt es ja noch die Möglichkeit, auch Smartphones mit Controllern zu verbinden.


    Wenn das Smartphone dafür irgendwie in den Controller eingesetzt wird, sind wir auf einmal ziemlich nahe am Switch-Design... Als nicht verbundene Einzelgeräte wäre mir das zB auf Zugfahrten oder so zu umständlich, wenn wie so oft kein Tisch verfügbar ist, um das Smartphone irgendwie darauf aufzustellen.

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    Hat man eine stationäre und eine mobile "Konsole", die mit den gleichen Game-Apps bestückt werden können und die ihre Spielstände über einen Cloud-Dienst (vielleicht nicht so schön on the fly aber brauchbar) synchronisieren können, hat man nicht sehr viel gegenüber der Switch verloren. Ein Beispiel für so ein Setup wäre iPhone(iPad)/Apple-TV/GameCenter/iCloud.


    Ich habe zwar noch keine Erfahrungen mit dem Switch gemacht, aber die "Speichern, übertragen, Laden"-Variante kenne ich von einigen PS3/PSVita-Titeln und selbst mit einer Vita 3G halte ich das für nicht so gut vergleichbar. Beim Switch bleibt das Spiel im aktuellen Zustand, unabhängig davon was für Aktionen man gerade ausführt. Beim Spielstandstransfer muss man dagegen darauf achten, an einem Punkt zu wechseln, der tatsächlich in einem Spielstand "darstellbar" ist. Ausserdem darf man sich auf zusätzliche Ladezeiten und ggfs. Downloadzeiten für den Spielstand auf der Zielkonsole einstellen.

    Beim Switch würde ich der aktuellen Werbung nach davon ausgehen, dass der Wechsel jederzeit möglich ist, also zB auch mitten in einer Cutscene oder während des Grosseinkaufs beim freundlichen Item-Händler in einem RPG - und da es technisch ziemlich ähnlich zu einem Standby-Modus ist, sollte auch das Weiterspielen in <10s möglich sein.

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    Und man kann auch viele mobile Games vom Smartphone direkt zum TV streamen.


    Man kann auch stationäre Konsolen direkt zum Smartphone streamen ;)

    Die Entwicklung einer Spielekonsole in der Leistungsklasse XBox One oder PS4 verschlingt 3-stellige Millionensummen in der Entwicklung, auch die Herstellung pro Gerät kommt auf 3-stellige Dollar-Summen. Nintendo kann und will sich nicht an dem Prestigekampf der beiden Platzhirsche beteiligen.

    Wahrscheinlich könnten sie schon, wenn sie es denn für wichtig hielten - genug Geld hätten sie wohl auf ihren Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. (558 Milliarden Yen in "Cash and Deposity", ca. 5 Milliarden USD)

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    Ich kann mir gut vorstellen, dass die primäre Zielgruppe von Nintendo, nämlich Kinder

    Hast du dir mal die bisherigen Switch-Trailer angeschaut?

    Sony und Microsoft verbessern doch auch nur ihre Hardware, wieso muss Nintendo das Rad jedesmal neu erfinden.

    Weil Nintendo das schon immer so gemacht hat? Für das SNES wurden die Schultertasten am Controller erfunden, das N64 brachte den Mini-Analog-Joystick auf den Controller. Beim Gamecube hatten sie tatsächlich mal eine im Vergleich zur Konkurrenz sehr leistungsfähige Hardware auf den Markt gebracht(*) und das hat auch nicht gerade geholfen. Oder auch im Handheld-Bereich: Im Vergleich zu den technischen Daten von Lynx und Gamegear war der Gameboy mies, verkaufte sich aber sehr viel besser - die längere Batterielaufzeit dürfte da ein Faktor gewesen sein. Der zweite Bildschirm des DS mit Touchfunktion wurde besonders anfangs auch als sinnloses Gimmick dargestellt, die Konsole verkaufte sich trotzdem(?) über 150 Millionen mal.

    Oh, und für die Statistik: Ich mochte die Fuchtelei bei Wii-Spielen auch nie besonders - Skyward Sword habe ich irgendwann mittendrin abgebrochen, weil mir das vom Spiel geforderte Präzisionsfuchteln zu sehr auf die Nerven ging.

    (*) Das Nintendo 64 mag ich nicht unbedingt in den Vergleich nehmen, es kam ca. 1,5 Jahre nach Playstation und Saturn auf den Markt, was natürlich einiges an technischer Weiterentwicklung ermöglicht