Mal ausgehend von meiner Herangehensweise, ist das immer eine Mischung. Bei Spielen mit klaren Vorlagen versuche ich zwar, das Original respektvoll zu adaptieren. Aber auch nur soweit, wie das nach meiner Einschätzung auch zum C64 passt. Da wo es mMn nicht passt, weiche ich schonmal stilistisch ab, krempel Farbschemen um, o.ä.
Bei Donkey Kong bekam ich dafür regelmäßig Schelte, bei Sonic waren die Reaktionen eher positiv (sofern die Änderungen aufgefallen waren) und bei Eye of the Beholder ist das nicht so ganz eindeutig...
Was ich von Vanja's Feedback mitbekommen habe, ging das ja um solche Dinge, wie die Verwendung von dunkelblau in Bäumen oder dass die Eule weiß statt braun ist. Wenn man mal bei mir schaut, verwende ich auch gerne die Kombi braun und dunkelblau, weil die auf CRT-Monitoren oder mit CRT-Filter ziemlich smooth rüberkommt. Auch bei der Eule empfinde ich den Farbwechsel für die C64-Palette an der Ecke besser gewählt, als sich ans Original-Schema zu halten.
Hätte man beides anders machen können. Ich mag es aber nicht beurteilen. In der C64-Szene bin ich es eher gewohnt, dass Grafiker auch festlegen, wie etwas ausschaut (was nichts damit zu tun hat, dass ein Auftraggeber bzw Coder vermeintlich kein Kunstverständnis hat, sondern alleine aus handwerklichen Gründen). Vanja hat es sinngemäß wie kreative Differenzen beschrieben und in dem Moment war es vermutlich sinnvoll, die Reißleine zu ziehen.