Beiträge von Retrofan im Thema „Neu produzierte Tastaturkappen mit Umlauten [aus: ... in allen Farben]“

    Weil die GEOS-Leute sich ja wohl weitgehend im GEOS-Bereich des Forums tummeln, hatte ich dort zwischenzeitlich diskutiert, wie dort die Rückkehr des @-Zeichens auf die deutsche Tastatur bzw. in deutsche GEOS-Zeichensätze gesehen wird. Die Resonanz war "verhalten", weswegen es wenig Sinn manchen wird, in das deutsche Standard-Set eine @-Bedruckung (statt des §) mit reinzupacken. Ein zweiter Grund, der mir selber erst nach einiger Zeit aufgefallen ist, verstärkt diese Ansicht bei mir: Es gibt schon eine Art Standard für alternative, deutsche Tasten-Bedruckungen im C64-Bereich: Den deutschen C-128 (den man ja auch im C64-Modus betreiben kann). Es macht wenig Sinn, von der dort verwendeten, DIN-ähnlichen, Belegung abzuweichen. Also würde mein letzter Vorschlag mit 16 neuen KeyCaps wohl gut passen. Sie wären soweit wie möglich nach DIN und kompatibel zu GEOS und den C-128-KeyCaps. Auch für Vizawrite/Printfox/Pagefox-Nutzer wären sie eine Erleichterung. Und andere Programme (Jasword, Startexter ... und zukünftige Software) könnte man vielleicht darauf anpassen.

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    Etwas fraglich blieben noch alternative Beschriftungen für die Tasten "Pfeil nach links" und "Pfeil nach oben". Da weicht die C-128-Belegung von GEOS etwas ab. Folgt man da dem C-128 (2 weitere Caps) oder eher GEOS?

    Was für eine dämliche Argumentation

    Es ist DEINE. Es geht laut dir nur um "pisselige" Aufdrucke. Scheinen also nicht wichtig zu sein, deshalb schlug ich dir vor, KeyCaps ohne Beschriftungen zu nehmen.
    Oder anders gesagt, falls dir Sarkasmus fremd ist: Wer bist du, dass du meinst, entscheiden zu können, ab wann Beschriftungen unwichtig sind?

    wurden die Beschriftungen früher(bisher) auch gleich alle automatisch durch Wunderhand mit umgeändert, schon klar.

    Es geht hier darum, auf dem C64 nachträglich das zu bekommen, was nach dem C64 jeder andere Commodore-Computer bekommen hat und jeder andere Personal Computer auch: Ein Sprach-angepasstes Keyboard. Und hier ganz speziell, wie beim C-128, ZUSÄTZLICH zur US-Bedruckung.

    Ich kann verstehen, dass du das nicht benötigst, wie ich z.B. goldfarbene Autos, Meeresfrüchte oder Windows. Aber warum sollte ich das jedem mitteilen? Lass doch die Leute, die Umlaut-Tasten haben wollen, Umlaut-Tasten bekommen.

    Naja, schaut ma auf PC-Tastaturen die deutsche DIN Belegung hat eben bei SHIFT- 3 das §

    Das habe ich nicht anders behauptet. Aber auf üblichen DIN-Tastaturen (z.B. beim PC) wurde das @ nicht wegrationalisiert. Beim deutschen GEOS aber schon. Darum geht es. Und der Zeichensatz ist wohl "voll", daher müsste ein anderes Zeichen dran glauben, wenn man das @ zurück haben wollte. Ein Vorschlag war, das § zu opfern – u.a. weil es den Code des US-@-Zeichens übernommen hat – es wäre also quasi ein Rücktausch, ohne Veränderungen am Code vornehmen zu müssen.

    So genau weis das wohl keiner, es sollten aber deutlich mehr als 100 sein.

    100 oder 150 wären ja nicht viel. Ich kenne zwar den GEOS Zeichensatz-Editor nicht aber wenn ich so an die Editoren moderner GUI Systeme denke (mit den gängigsten Programmen, wie FontStudio, Fontographer und FontLab habe ich gearbeitet), dann wäre ein Kopieren eines einzelnen Zeichens von einem Zeichensatz (US) zu einem Anderen (deutsch), selbst mit langsamen Datenträgern, in 1 bis 2 Minuten gemacht. An einem Nachmittag sollte man also durch sein, wenn alle nötigen Fonts vorliegen.

    Man könnte das sogar automatisieren, zumindest, wenn zu einem deutschen ein ansonsten identischer US-Zeichensatz existiert. Ein Konverter müsste dann nur aus dem US-Zeichensatz das @ kopieren und an identische Stelle des deutschen Zeichensatzes kopieren.

    Kann ein Mod. mal das Thema "Tastenbeschriftungen" auslagern. Danke!

    Warum? Es geht direkt um die hier besprochenen KeyCaps und um deren mögliche Bedruckungen. Die Diskussionen um das C= Zeichen auf der linken unteren Taste wurden ja auch nicht ausgelagert.

    Mir Persönlich würde ja schon das Ä Ü & Ö zulangen

    Das Problem ist, dass das (je nach Software) weitere Verschiebungen erfordert, weil natürlich auf den Tasten, auf die die Umlaute kämen, vorher schon andere Zeichen lagen. Und so kommt halt Eins zum Anderen. Ich hatte hier anfangs ein Layout gepostet, das mit möglichst wenigen Umbelegungen auskommt – die "Mehrheit" (?) wollte dann aber lieber die DIN-Belegung, weil GEOS sie verwendet.

    Mit welchem Programm würdest du denn deutsche KeyCaps verwenden wollen?

    Ich möchte nochmal betonen, dass der Wunsch nach Zurückholen des @-Zeichens in den deutschen GEOS-Zeichensatz nichts mit den neuen KeyCaps zu tun hat, sondern einfach damit, dass man heutzutage das @-Zeichen sehr gut gebrauchen könnte, während das Paragraphenzeichen eher verzichtbar ist.

    Der einzige Grund, warum das jetzt diskutiert werden sollte, ist der, dass man eine mögliche Änderung des deutschen GEOS-Zeichensatzes auch gleich in die KeyCaps-Bedruckung mit einfließen lassen könnte, also auf die deutsche Shift-3-Belegung das @ und nicht das § drucken würde.

    Es werden hier ja auch keine neuen (zusätzlichen) Tasten oder technische Matrixen entworfen / hinzugefügt, sondern nur 'unwichtige' pisselige Aufdrucke. Wenn man ein oder auch zwei Sonderziechen in solchen Programmen am C64 aktivieren will, merkt man sich eben die Taste / die Taatenkombination - wie man es vorher (auch die Franzosen, Schweizer) auch getan hat. Null Problemo eigentlich.

    Bitte ein C64-Tastaturset ohne Bedruckungen für CommiSurfer. ;) Ist ja Quatsch, KeyCaps mit irgendwelchen "pisseligen" Beschriftungen zu versehen. Nach so vielen Jahren sollte man doch in der Lage sein, eine gängige Tastaturbelegung zu kennen. Tastatur-Bedruckungen sind nur für Cheater.

    also ich faende eine Version mit deutschen Umlauten auch klasse, und wuerde auf jeden Fall den "GEOS-Standard" unterstuetzen (auch weil GEOS ja auch noch andere Programme enthaelt neben GeoWrite, die das so unterstuetzen wuerden), und auf Patches fuer andere Programme hoffen

    Ich habe jetzt in einem anderen Thread gelesen, dass Vizawrite (und damit auch Printfox und Pagefox) eine Untermenge der DIN-Tatstur verwendet. äöüÄÖÜ;: liegen wohl DIN-üblich (also kompatibel zu unserer angedachten Keycaps-Belegung), nur das ß liegt anders und die restlichen Tasten sind wohl nicht verändert.

    Man hätte jetzt 2 Möglichkeiten: Entweder für das Vizawrite-ß eine zusätzliche Taste ins Set packen oder aber Vizawrite patchen, um eine standardisierte Belegung zu erhalten. Das müssten die Interessierten mal diskutieren.

    Im deutschen Geos ist die Tasten-Belegung anders. Hier wird mit SHIFT - 3 das "§" erzeugt.
    Jetzt nimmt man mal die US-Fonts im deutschen Geos und siehe da, das "@" ist dann vorhanden (SHIFT - 3) und das "§" nicht.

    Dass das @ in der US-Tastaturbelegung vorhanden ist, wissen wir ja. Und wenn für die deutschen Umsetzung alleine der M&T-Verlag zuständig war, dann ist der eben Schuld daran, dass das @ dran glauben musste.

    Geowrite holt z.B. das Zeichen mit dem ASCII-Wert 64 aus dem aktuell eingestellten Zeichensatz und stellt es auf dem Bildschirm dar. Es liegt also mehr an den benutzten Zeichensätzen. Die deutschen Zeichsätze enthalten aber statt dem "@" das "§".

    Ich denke, dann wäre wirklich das einfachste und sinnvollste (völlig unabhängig von irgendwelchen KeyCaps), in den deutschen GEOS-Zeichensätzen das @-Zeichen zurück zu holen und dafür auf das selten verwendete §-Zeichen zu verzichten. Dann muss man dafür nicht GEOS patchen, sondern nur ein paar Zeichensätze. (Ist die Anzahl deutscher GEOS-Zeichsätze sehr unübersichtlich? Hunderte? oder nur ein paar Dutzend?)

    - von mir wird es da kein Patch geben, da mehr oder weniger unsinnig
    - gepatcht werden müsste Geos und jedes einzelne Programm (Aufwand zu hoch)
    - Font-Editoren gibt es etliche für Geos. Einfach selbst ein Zeichen zum "@" machen ....

    Ich denke, so kann man das machen. GEOS unangetastet lassen, in Zeichensätzen das @ (aus den US-Charsets) zurückholen und dafür das § opfern. Und auf den KeyCaps dann auf die 3 statt des Zusatz-§ das @ drucken (das US-# bleibt natürlich weiterhin).

    Alle heute üblichen Zeichen sollten zusätzlich mit normaler Tastatur-Abfrage erreichbar sein (also ohne Matrix-Gefrickel), also: ä ö ü Ä Ö Ü \ {} € ~ _ | . Darauf basiert meine (unfertige) Excel-Tabelle.

    Es stellt sich halt erst einmal die grundsätzliche Frage, ob man GEOS-kompatibel werden/bleiben möchte (damit das ohne Anpassung läuft) oder man in Kauf nimmt, dass zum neuen Standard erst einmal gar keine Software kompatibel ist. Bei letzterer Lösung muss man sicherstellen, dass jemand die vorhandene Software patchen kann. Allerdings dürfte der Aufwand gering sein, denn es gibt wahrscheinlich nur eine handvoll Umlaut-unterstützender Anwendungssoftware, die wirklich noch im Einsatz ist und es gibt von allen jeweils eine einzige, "aktuelle" Version, die keine Updates mehr erfahren wird. Man müsste sich die Arbeit also nur ein einziges Mal machen.

    Aber das wäre ein Projekt mit m. E. n. recht niedriger Priorität. Auch deshalb schreit hier wohl nicht direkt jeder "Hurra".

    Das war mir schon klar. Ich dachte halt: "wenn nicht jetzt, wann dann?". Die neuen Tastaturkappen sind einfach eine gute Gelegenheit, mit dem Missstand der fehlenden fremdsprachigen Tastaturen beim C64 aufzuräumen.

    Später käme dann die unbequeme Frage auf was die anderen Länder machen. Aber darum können die sich dann kümmern!

    So sehe ich das erstmal auch. Wenn da Interesse besteht, können sie sich ja melden und Vorschläge machen. Und wenn sich niemand meldet, dann besteht wohl kein Interesse und dann gibt es auch keinen Handlungsbedarf. Es gab nun mal Länder, in denen der C64 beliebt war und andere Länder, in denen er geringe Verbreitung hatte. Und ähnlich verteilt sich die verbliebene Fanbase wahrscheinlich auch. In Deutschland hat sich der C64 sehr gut verkauft und es gab auch viele sprachlich angepasste Software (bzw. aus hiesigen Gefilden) – in Frankreich oder Griechenland war der C64 wahrscheinlich weniger beliebt. Aber wenn sich da Fans finden, die entsprechende Keycaps haben wollen – bitteschön, es gibt anscheinend keine Barrieren.

    Als ich von "Standard" las, kam mir auch schon der Gedanke, dass dieser "Standard" auch nur gerade für Deutschland und vermutlich für die Österreicher (falls sie kein anderes Tastaturlayout haben) gilt.

    Den "Standard", den ich anstrebte, sicherlich. GEOS nutzt im Deutschen die DIN-Belegung und die ist nun mal deutsch (Deutsche Industrienorm). Ob es auch eine Schweizer Version gab (oder andere Schweizer Anwendungsprogramme), weiß ich nicht. Wenn die Schweizer genügend Interesse haben, können sie sich ja auch eine Belegung zusammenstellen.

    Man muss aber auch realistisch sein: Die meisten Neuerscheinungen an C64 Software sind ja eh Games. Dort sind Umlaute/Akzente wurscht.

    Richtig. Daher wäre die deutsche (oder anders-sprachige) Belegung erstens komplett optional – niemand würde gezwungen, sie zu kaufen. Und zweitens wäre sie nur zusätzlich (andersfarbig) aufgedruckt, wie beim C-128 – der ja auch vorwiegend mit Software klarkommen musste, die keine deutsche Belegung kannte.

    Wer aber seriös auf dem C64 *hüstel* mit Anwendungssoftware arbeiten und Sonderzeichen eingeben will, kann das heute ja schon tun mit den entsprechenden Anwendungen.

    Klar kann er, er muss halt nur wissen, wie man die Umlaute erzeugt bzw. wo sie liegen – z.Z. anscheinend bei jeder Software woanders. Deshalb funktioniert die GEOS-DIN-Belegung wahrscheinlich out-of-the-box nur mit GEOS (wobei ich früher teils mit einer C64-Textverarbeitung geschrieben hatte, die auch die Umlaute nach DIN verteilt hatte – mit selbstgemalten Tastaturaufklebern). Andere Software müsste man patchen – aber damit hätte man dann nachträglich einen Standard erzeugt – was ja nicht verkehrt sein sollte. Vor allem, weil ich mir vorstellen kann, dass es auch in Zukunft Nicht-Spiele-Software für den C64 geben könnte – warum? Weil es geht, weil es Leute können und weil es nicht leicht ist (JFK) und weil man immer wieder staunen möchte, was die alten Kisten noch zustande bringen.

    (ich habe in meiner Hirn-Schublade, ganz hinten links, noch ein Konzept für eine PowerPoint-ähnliche C64-Software, deren Output man toll auf Computertreffen nutzen könnte – gerne auch mit Umlauten)

    Die Frage ist halt, ob der Nutzen wirklich so gross ist, dass jemand seinen C64 aufschraubt und die Tasten ersetzt. Nicht jeder kann und will das.

    Aufschrauben? Also erst einmal gehe ich davon aus, dass nur Leute Interesse an den DIN-Keycaps haben, die sich ohnehin neue Keycaps bestellen und die sowieso alle neuen Tastenkappen aufstecken. Und zweitens kann man einfach die alten nach oben abziehen und neue aufstecken – nix schrauben.

    Ausserdem muss auch jemand Lust und Zeit haben, die Programme für die Eingabe und den Ausdruck zu patchen. Ohne die Programme macht das Ganze eh keinen Sinn.

    Grundsätzlich stimmt das. Bis auf GEOS, wenn man die DIN-Belegung wählt. Daher wollte ich das ja im Vorfeld diskutieren. Von DIN abweichende Belegungen machen nur Sinn, wenn sich hier jemand beteiligt, der die wichtigsten 4 oder 5 Programme patchen mag. Der Entwickler von Jasword (Kottira) lebt ja noch, soweit ich weiß – den kann man direkt mal fragen und bei Startexter und Vizawrite müsste dann mal ein Hacker gucken, wie fix man die Keys ummappen kann.

    Im Vorfeld könnte man per Abstimmung nachfragen, welche Anwendungs-Software denn überhaupt noch verwendet wird. Wenn sich das ohnehin auf GEOS reduziert, dann würde ich vorschlagen: DIN und gut.


    Aber wie gesagt: Jetzt sind andere dran. Ich habe die GEOS-Belegung zusätzlich zur normalen auf die C64-Tastatur gepackt und Vorschläge für mögliche Abweichungen gemacht, um Keycaps einzusparen. Auf Wunsch kann ich Druckvorlagen (Indesign, Illustrator) erstellen, wenn man sich geeinigt hat. Aber jetzt müssen erstmal andere sich entscheiden, ob DIN oder nicht und gucken, ob es hier einen Hacker gibt, der (falls nötig) C64-Software patchen kann und mag.


    Weil es gerade so schön passt: Ich habe heute einen "neuen" Rechner bekommen und da hatte wohl einer der Vorbesitzer auch den Wunsch, Umlaute auf der Tastatur zu sehen und ein deutschsprachiges Betriebssystem auf einem US-Gerät zu nutzen:

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    Schön ist anders. ;) Daher werde ich wahrscheinlich versuchen, das rückgängig zu machen.

    Ich erklaere es Dir aber gerne nochmal

    Ich habe dich schon richtig verstanden – und dich nur als Letzten der Bedenkenträger zitiert. Andere wären sicherlich passender gewesen aber du warst halt am nächsten dran, sorry. ;) Ich hatte hier zunehmend das Gefühl, auf alleinigem Posten zu stehen und eine Idee rechtfertigen zu müssen, die ich in erster Linie für (vermutete) Andere ersonnen hatte (GEOS-User etc.). Ich lag aber wohl falsch mit der Annahme, dass außer mir noch jemand Interesse an einem C64-Standard für nicht-US-Tastaturbelegungen hätte. Was ich zu sagen hatte, habe ich gesagt – das Interesse war eher niedrig, daher will ich das nicht weiter forcieren und hier unnötig Unruhe reinbringen. Ich kümmere mich jetzt wieder um meinen eigenen Kram.

    nimmt man halt Schablonen / Scans wie dem von & für Geos

    Klar, ich lege mir auf mein beleuchtetes, transparentes C64-Gehäuse eine gammelige, selbstausgeschnittene Schablone. Da hat sich das Gehäuse und der Modding-Aufwand ja richtig gelohnt. ;)

    Unnötig(er Aufwand und Arbeit).

    Die neuen, bunten Keycaps, neue Gehäuse, neue Mainboards, LAN-Module und neue Spiele für den C64 sind genauso "unnötiger Aufwand". Ging und geht auch ohne! Wenn es darum geht, möglichst wenig zu tun und die Entropie nicht zu befördern, dann muss ich dir recht geben: Einfach nichts Neues machen und auf einen möglichst schnellen Tod warten – das ist aus gesamt-ökologischer Sicht das Beste. ;) Aber ich finde, wenn man schon was Neues macht, wie die bunten Keycaps, dann kann man doch ohne großen Zusatzaufwand (optional, auf Wunsch und gegen Geld) ein Manko des C64 gegenüber dem C128, den späteren CBMs, Amigas und allen heutigen Computern nachträglich beseitigen. Ich verstehe immer noch nicht die Kritik – Es ändert sich doch nichts für die Leute, die es nicht haben wollen oder nicht brauchen.

    Ich weiß nur nicht, wie viele Programme dieser Art (Textverarbeitung?) es in Zukunft überhaupt geben wird für so eine kleine Zielgruppe, wenn überhaupt.

    Weiß ich auch nicht. Aber warum sich unnötig einen Pfad in die Zukunft verbauen? Man wundert sich ja, was alles an aktuellen Projekten so läuft – wie viel neue Hardware produziert wird und was so an Spielen und auch Tools noch für die alte Hardware programmiert wird. Vor 10, 15 Jahren hat kaum jemand erahnt, dass man für den C64 mal Dateibrowser benötigen wird – heute gibt es ein halbes Dutzend, die mit unterschiedlichsten Massenspeichern umgehen können. Auch die LAN-Module eröffnen Möglichkeiten, an die man früher nicht dachte.

    Man stelle sich vor, dass es in Zukunft eine Art Webbrowser oder eMail-Client für den C64 geben würde: Wäre es da nicht schön, Umlaute verwenden zu können? Die neuen Tastaturkappen sind quasi eine historische Chance, die alte Hardware ohne großen Aufwand anwendungsfreundlicher und zukunftskompatibler zu machen. Warum ohne Not auf die Chance verzichten?

    eventuell sinnvoller wäre es vielleicht als Zusatzpaket zur Originaltastatur, zumindest falls sich die Zahl der abweichenden Bedruckungen unter 10 Kappen befindet.

    Um den Aufwand bei der Zusammenstellung gering zu halten, hatte ich ohnehin an ein Zusatzpaket gedacht. Bei einer weitgehend kompletten Umstellung nach DIN, wie sie GEOS vornimmt, wären es allerdings 16 Keycaps.

    So, nachdem ich ja die QWERTZ-Belegung der GEOS-Tastatur übersehen habe, reiche ich nun die korrekte Belegung nach. Das wären dann also 2 Tasten mehr und damit 16 Tastenkappen. Noch eine mehr könnte es werden, wenn man das auf der GEOS-Tastatur nicht mehr auffindbare @-Zeichen (auf einer nicht schon veränderten Taste) zurück haben möchte. Oder aber man entscheidet sich für eine der von mir abgespeckten Varianten. Dann müsste man aber GEOS patchen, um 100% zu matchen. Wenn man erst einmal so eine deutsche Tastaturbelegung hat, könnte man natürlich darüber nachdenken, weitere Bürosoftware (Jasword, Vizawrite, Printfox ...) daran anzupassen. Das dürfte meines Erachtens nicht soooo schwierig sein (kann der Nicht-Coder ja immer behaupten) ;) , denn Umlaute kennen die Programme ja, nur die Belegung passt noch nicht.

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    Wie kommst Du denn darauf? Z und Y SIND in GEOS (bezogen auf die C64-Tastatur) vertauscht!

    Du hast natürlich recht. Ich war schon richtig betriebsblind und habe vor lauter Tasten das Keyboard nicht mehr gesehen. (Ich hatte auch einige deutsche Tastaturlayouts von alten CBMs (1. und 2. Serie), dem Plus4 und dem C128 adaptiert).

    Es wird nächstes Jahr, [...] wahrscheinlich die Möglichkeit geben sich ein Set komplett individuell bedrucken zu lassen, wenn es sein soll auch in Klingonisch.

    Das ist natürlich ein super Feature. Wobei man damit wahrscheinlich die Chance vergibt, einen (neuen) Standard für eine C64-Umlaut-Belegung zu definieren, welchen auch zukünftige Programme unterstützen könnten.

    Ich habe mal die GEOS-Belegung als zusätzliche Zeichen auf ein normales Keyboard gebracht (14 neue Keycaps). Interessant ist, dass der GEOS-Hersteller zwar versucht hat, so nah an den DIN-Standard heranzukommen, wie es auf der kleinen C64-Tastatur möglich ist – aber darauf verzichtet hat, Z und Y zu tauschen:

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    Sollte es die Möglichkeit geben, eine neue Belegung als Standard einzuführen (und meinetwegen GEOS zu patchen), dann würde ich vielleicht folgendes ändern: Z und Y tauschen, um eine echte QWERTZ-Tastatur zu bekommen und auf das Paragrafen-Zeichen verzichten, da wenig gebraucht. Auf das @ sollte man hingegen nicht verzichten. Das könnte dann so aussehen: (auch 14 neue Keycaps)

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    Oder man wählt eine Minimal-Version, die darauf optimiert ist, möglichst wenige Tasten zu ändern: (9 neue Keycaps)

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    Oder man nimmt irgendwas dazwischen. Wie gesagt, von GEOS abzuweichen, macht wahrscheinlich nur Sinn, wenn man entweder die Belegung einer anderen beliebten Software (z.B. Vizawrite) trifft oder aber eine Chance besteht, dass man GEOS in Richtung neuer Hardware patchen kann. Ob die von GEOS auf die Tastatur gebrachten Akzente (´`^) wirklich auch benutzbar sind (also Akzent plus Buchstabe = Akzentbuchstabe), weiß ich nicht.

    Eine C64-Tastatur gehört für mich "original" bedruckt

    Und wahrscheinlich auch in Originalfarben. Aber die Jungs hier bieten die Keycaps ja auch in orange und transparent an. Das ist auch nicht original. Warum soll man also nicht auch alternative Bedruckungen anbieten – für die Leute, die das gerne haben möchten? Wer es möglichst original haben will, kann es ja auch bekommen. Viele haben ja auch ungewöhnliche Farben (transparent war sicherlich nicht unbeliebt) bestellt. Ich persönlich finde orange nicht toll – aber warum soll ich das jemandem mitteilen, wenn es doch auch Farben gibt, die mir besser gefallen?

    Die von mir vorgeschlagenen, zusätzlich dezent fremdsprachlichen, Bedruckungen sind sicherlich nur für eine begrenzte Zielgruppe interessant: Leute, die immer noch mehr oder weniger ernsthaft mit dem C64 "arbeiten" wollen (GEOS, Textverarbeitung, Mail, demnächst vielleicht sogar WWW ...). Warum soll man auf die Errungenschaften der späteren Zeiten verzichten, als es lokalisierte Tastaturen gab? Und wer will schon die hübschen neuen Tasten mit Aufklebern verschandeln? – wie es früher™ öfters geschehen ist. Für die CBMs hat es ja auch zeitgenössisch Austausch-Keycaps (mit ROM-Anpassung?) gegeben – von einem Forumskollegen, wenn ich mich recht entsinne. Es gab und gibt also (einen kleinen) Bedarf für sowas.

    Für mich stellt sich eher die Frage noch der optimalen Belegung als die Frage, ob man sowas machen darf. Und ob alternative Sets angeboten werden, hängt ja vor allem von den Machern ab: Die Frage ist, ob sie Interesse an so speziellen Tasten-Bedruckungen haben. Ich fände sowas halt sinnvoller als lustige Avatar-Bildchen.

    Schwedisch [Bild]

    Im Gegensatz zu der abgebildeten präferiere ich eine Lösung mit zusätzlicher Umlaut-Beschriftung (wie oben von mir gezeigt oder auch beim C128 vorkommend), nicht ausschließlicher. Letzteres würde nur Sinn machen, wenn man den Kernal anpasst – was beim C64 nicht wirklich Sinn macht. Man kann Umlaute ja nur in speziellen Programmen verwenden.

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    Wenn man sich hier auf eine "standardisierte" Lösung einigen könnte – wäre es dann denkbar, dass ein "Hacker" die paar Umlaut-unterstützenden Programme um-mappt?

    Gut wäre, wenn der Screencode-Bereich möglichst kompakt gehalten wird.

    Warum?

    Hab eben mal was gebastelt:

    Das musst du mir noch etwas erklären. Was machen da z.B. T, G und M? Warum darf man das Ü nicht auf die übliche Stelle legen und was soll man mit den violetten Stellen anfangen? Ich Doofie brauche mehr Erklärung/Legende.

    Ich möchte dann gerne däniche Umlaute. æ, å, ø
    Kyrillisch, oder chinesisch hätte natürlich auch was

    Ich denke, das kannst du bekommen (wenn der Hersteller mitspielt). Wenn die Produzenten sogar einzelne Forum64-Avatar-Konterfeis anbieten wollen/können, dann sind ein paar zusätzliche Buchstaben-Tasten wohl kein Problem. Ich denke, die verkaufen gerne noch mehr Tasten-Sets, wenn sie erstmal durchs Gröbste durch sind. Ich fühle mich aber nicht befähigt, zu sagen, wo ein ø z.B. beim dänischen GEOS liegt (falls es das gibt) und auf welche Taste es deshalb gedruckt werden sollte. ;)

    Ganz einfach, weil nicht jeder diese fucking german umlauts haben will oder gar braucht!

    Zum Einen hatte ich mir vorgestellt, dass man ein Set "deutsche Keycaps" (oder auch spanische) zusätzlich ordern können sollte, also nicht jeder mit der Bedruckung "behelligt" wird. Zum Zweiten wären in dem zusätzlichen Set nur die Tasten, die anders sind (also vielleicht 10 Stück) – und zum Dritten sollten die geänderten Belegungen, wie abgebildet, nur klein und andersfarbig zusätzlich aufgedruckt sein – weil man ja meistens mit der Standard-Belegung leben/arbeiten muss. Also kurz: Gesondert, alternativ und dezent.

    Niemand, der sie nicht benötigt, würde sie je sehen müssen.