Alle heute üblichen Zeichen sollten zusätzlich mit normaler Tastatur-Abfrage erreichbar sein (also ohne Matrix-Gefrickel), also: ä ö ü Ä Ö Ü \ {} € ~ _ | . Darauf basiert meine (unfertige) Excel-Tabelle.
Es stellt sich halt erst einmal die grundsätzliche Frage, ob man GEOS-kompatibel werden/bleiben möchte (damit das ohne Anpassung läuft) oder man in Kauf nimmt, dass zum neuen Standard erst einmal gar keine Software kompatibel ist. Bei letzterer Lösung muss man sicherstellen, dass jemand die vorhandene Software patchen kann. Allerdings dürfte der Aufwand gering sein, denn es gibt wahrscheinlich nur eine handvoll Umlaut-unterstützender Anwendungssoftware, die wirklich noch im Einsatz ist und es gibt von allen jeweils eine einzige, "aktuelle" Version, die keine Updates mehr erfahren wird. Man müsste sich die Arbeit also nur ein einziges Mal machen.
Aber das wäre ein Projekt mit m. E. n. recht niedriger Priorität. Auch deshalb schreit hier wohl nicht direkt jeder "Hurra".
Das war mir schon klar. Ich dachte halt: "wenn nicht jetzt, wann dann?". Die neuen Tastaturkappen sind einfach eine gute Gelegenheit, mit dem Missstand der fehlenden fremdsprachigen Tastaturen beim C64 aufzuräumen.
Später käme dann die unbequeme Frage auf was die anderen Länder machen. Aber darum können die sich dann kümmern!
So sehe ich das erstmal auch. Wenn da Interesse besteht, können sie sich ja melden und Vorschläge machen. Und wenn sich niemand meldet, dann besteht wohl kein Interesse und dann gibt es auch keinen Handlungsbedarf. Es gab nun mal Länder, in denen der C64 beliebt war und andere Länder, in denen er geringe Verbreitung hatte. Und ähnlich verteilt sich die verbliebene Fanbase wahrscheinlich auch. In Deutschland hat sich der C64 sehr gut verkauft und es gab auch viele sprachlich angepasste Software (bzw. aus hiesigen Gefilden) – in Frankreich oder Griechenland war der C64 wahrscheinlich weniger beliebt. Aber wenn sich da Fans finden, die entsprechende Keycaps haben wollen – bitteschön, es gibt anscheinend keine Barrieren.
Als ich von "Standard" las, kam mir auch schon der Gedanke, dass dieser "Standard" auch nur gerade für Deutschland und vermutlich für die Österreicher (falls sie kein anderes Tastaturlayout haben) gilt.
Den "Standard", den ich anstrebte, sicherlich. GEOS nutzt im Deutschen die DIN-Belegung und die ist nun mal deutsch (Deutsche Industrienorm). Ob es auch eine Schweizer Version gab (oder andere Schweizer Anwendungsprogramme), weiß ich nicht. Wenn die Schweizer genügend Interesse haben, können sie sich ja auch eine Belegung zusammenstellen.
Man muss aber auch realistisch sein: Die meisten Neuerscheinungen an C64 Software sind ja eh Games. Dort sind Umlaute/Akzente wurscht.
Richtig. Daher wäre die deutsche (oder anders-sprachige) Belegung erstens komplett optional – niemand würde gezwungen, sie zu kaufen. Und zweitens wäre sie nur zusätzlich (andersfarbig) aufgedruckt, wie beim C-128 – der ja auch vorwiegend mit Software klarkommen musste, die keine deutsche Belegung kannte.
Wer aber seriös auf dem C64 *hüstel* mit Anwendungssoftware arbeiten und Sonderzeichen eingeben will, kann das heute ja schon tun mit den entsprechenden Anwendungen.
Klar kann er, er muss halt nur wissen, wie man die Umlaute erzeugt bzw. wo sie liegen – z.Z. anscheinend bei jeder Software woanders. Deshalb funktioniert die GEOS-DIN-Belegung wahrscheinlich out-of-the-box nur mit GEOS (wobei ich früher teils mit einer C64-Textverarbeitung geschrieben hatte, die auch die Umlaute nach DIN verteilt hatte – mit selbstgemalten Tastaturaufklebern). Andere Software müsste man patchen – aber damit hätte man dann nachträglich einen Standard erzeugt – was ja nicht verkehrt sein sollte. Vor allem, weil ich mir vorstellen kann, dass es auch in Zukunft Nicht-Spiele-Software für den C64 geben könnte – warum? Weil es geht, weil es Leute können und weil es nicht leicht ist (JFK) und weil man immer wieder staunen möchte, was die alten Kisten noch zustande bringen.
(ich habe in meiner Hirn-Schublade, ganz hinten links, noch ein Konzept für eine PowerPoint-ähnliche C64-Software, deren Output man toll auf Computertreffen nutzen könnte – gerne auch mit Umlauten)
Die Frage ist halt, ob der Nutzen wirklich so gross ist, dass jemand seinen C64 aufschraubt und die Tasten ersetzt. Nicht jeder kann und will das.
Aufschrauben? Also erst einmal gehe ich davon aus, dass nur Leute Interesse an den DIN-Keycaps haben, die sich ohnehin neue Keycaps bestellen und die sowieso alle neuen Tastenkappen aufstecken. Und zweitens kann man einfach die alten nach oben abziehen und neue aufstecken – nix schrauben.
Ausserdem muss auch jemand Lust und Zeit haben, die Programme für die Eingabe und den Ausdruck zu patchen. Ohne die Programme macht das Ganze eh keinen Sinn.
Grundsätzlich stimmt das. Bis auf GEOS, wenn man die DIN-Belegung wählt. Daher wollte ich das ja im Vorfeld diskutieren. Von DIN abweichende Belegungen machen nur Sinn, wenn sich hier jemand beteiligt, der die wichtigsten 4 oder 5 Programme patchen mag. Der Entwickler von Jasword (Kottira) lebt ja noch, soweit ich weiß – den kann man direkt mal fragen und bei Startexter und Vizawrite müsste dann mal ein Hacker gucken, wie fix man die Keys ummappen kann.
Im Vorfeld könnte man per Abstimmung nachfragen, welche Anwendungs-Software denn überhaupt noch verwendet wird. Wenn sich das ohnehin auf GEOS reduziert, dann würde ich vorschlagen: DIN und gut.
Aber wie gesagt: Jetzt sind andere dran. Ich habe die GEOS-Belegung zusätzlich zur normalen auf die C64-Tastatur gepackt und Vorschläge für mögliche Abweichungen gemacht, um Keycaps einzusparen. Auf Wunsch kann ich Druckvorlagen (Indesign, Illustrator) erstellen, wenn man sich geeinigt hat. Aber jetzt müssen erstmal andere sich entscheiden, ob DIN oder nicht und gucken, ob es hier einen Hacker gibt, der (falls nötig) C64-Software patchen kann und mag.
Weil es gerade so schön passt: Ich habe heute einen "neuen" Rechner bekommen und da hatte wohl einer der Vorbesitzer auch den Wunsch, Umlaute auf der Tastatur zu sehen und ein deutschsprachiges Betriebssystem auf einem US-Gerät zu nutzen:
Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.
Schön ist anders.
Daher werde ich wahrscheinlich versuchen, das rückgängig zu machen.