Beiträge von 1ST1 im Thema „Sympathie für neue PCs und Antipathie für alte PCs?“

    Die Sympathie, die du erwähnst, gilt ja meistens damals bekannten MARKEN, wie Commodore, Apple, Atari. Auf dem PC-Sektor waren aber hunderte von "Kistenschiebern" unterwegs. Wen davon hätte man denn "toll" finden sollen?

    Für die meisten PCs ab etwa 1990 bs heute stimmt das. Aber vor 1990 und auch noch kurz danach gab es auch solche PCs mit Charakter, besonderem Design und einem ... nennen wir es mal ... Gesicht.

    Es gibt nun mal nicht DEN alten PC wie es DEN C64 DEN Amiga 500 oder DEN Spektrum oder Atari XL gibt.
    Sind halt gesichtslose austauschbare Maschinen, die man wegwirft.

    Doch, es gibt "den PC", nämlich den Urknall aller PCs, den IBM 5150. Und auch nachfolgende IBM PC/XT, AT und die PS/1 und PS/2 Maschinen sind schon was besonderes. Die haben Charakter.

    Das selbe gillt auch für ein paar andere PC-Marken der damaligen Zeit, Olvetti, Compaq, Kaypro, für manch einen auch Amstrad und Schneider, um mal ein paar zu nennen. Die sind teils sehr besonders, speziell und innovativ. Und deswegen auch erhaltenswert. Aus eigener Erfahrung, Olivetti-PCs sind ganz verwöhnte Diven und ihrer Zeit teils weit vorraus (Quaderno, Envision) ...

    Die Technik ist teils garnicht das besondere, außer es ist besonders liebenswert primitiv wie im 5150 oder es steckt die erste Soudkarte drin, die erste 3D-Karte, man konnte das erste Mal übertakten, usw. Aber diese besonderen PCs hatten teils auch namhafte Industrie-Designer (so teuer dass Commodore und ATari sich die nicht leisten konnte, aber Ira Velinsky war auch ein guter Designer, siehe CBM 610/710, C116, +4, XE-Game-System, ST-Serie. TT, STacy, ST-Book, Jaguar, Lynx, Portfolio, die sind allesamt hübsch anzusehen) für die Optik des Geräts, Designer deren Mobel, andere Geräte, Keramik, Gebäude-Architektur usw, heute gesuchte Designklassoker sind, ich nenne mal Ettore Sottsass und Mario Belllini für Olivetti, oder bei IBM war es für die PS/2 Linie, Thinkcenter und Thinkpads ein gewisser Richard Sapper.

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    Die heutigen PCs sind überwiegend Verbrauchsgeräte ohne spezielle Bindung geworden, gehen sie nach der Garantie kaputt, ab in den Müll damit. Ok, auch C64 wurden in den 90ern massenweise wegeworfen, aber die Brotkäaten waren/sind auch nicht wirklich schön. Man braucht die modernen PCs und Notebooks, aber herausragende Geräte sind eher weniger dabei, Lenovo Yoga, Thinkpads, MS Surface, das neue iPad Pro mit dem Touchpad mit integriertem Display, den ersten eeePC, aber sonst eher weniger.

    Und ja, ich mag mein modernes HP X360 Netbook, auch wenn es etwas wie ein Apple iBook Clone aussieht, aber das hat einen anderen Grund: Gefühlte Qualität gegenüber den drei Acer-Netbooks davor. Ich hoffe, dass es mich noch lange begleitet. Das ist das Hauptgerät, was ich privat nutze. Der "dicke PC" ist nicht gesichtslos, weil ich den in ein Olivetti PC Gehäuse eingebaut habe, genau wie meinen originalen C64.