Was will man noch mit Scheiben als Datenspeicher ? Als Musik CD oder DVD/BD Video noch immer ok -man will ja auch 'was in der Hand halten-, aber:
Heutzutage nimmt doch jeder Festplatten. Dann noch eine zweite Festplatte als Backup dazu, falls eine 'mal nicht mehr funzen würde. Öfter 'mal kontrollieren, ob sie noch laufen (beide HDDs aufeinmal, zur gleichen Zeit werden wohl kaum ausfallen). Fertig.
Wenn man größere Mengen an Daten als drei oder vier TB hat, braucht man natürl. mehr als eine HDD oder so'n NAS Dingens, klar. Aber auch dementsprechend 10-30 Mal so viele M-DISCs würden es dann werden.. .
Also so wie ich das verstanden habe geht es hier ja um einen Langzeitspeicher. Natuerlich nimmt jeder heutzutage in der Praxis Festplatten, und das ist auch sinnvoll. Aber die M-DISC scheint wohl den Anspruch zu erheben, wirklich als Langzeitspeicher gedacht zu sein. Das heisst, Du kannst Daten draufbrennen und die Scheibe solltest Du dann theoretisch jahrelang, jahrzehntelang, ja sogar jahrhundertelang irgendwo lagern koennen ohne dass die Daten drauf verschwinden. Im Prinzip wie wenn Du es ausdrucken wuerdest und das "Buch" irgendwo in ein Archiv stellen wuerdest. Das ist schon durchaus was anderes, als das Medium "Festplatte", das sagen wir mal eher fuer den taeglichen Gebrauch gedacht ist. Natuerlich kann sowas auch lange halten, vermutlich bei SSDs inzwischen sogar noch deutlich laenger als bei HDDs, aber es gibt dort immer einiges an Elektronik, was von heute auf morgen auch kaputt gehen kann. Eine Scheibe mit den Daten ist dagegen ein reines Medium, hier ist keine Elektronik und wenn das Material wirklich so hart und stabil ist wie versprochen, dann koennte das fuer die Langzeitarchivierung von Daten tatsaechlich effektiver und besser geeignet sein.
Ob das jetzt jeder Privatmensch nutzen muss, ist eine andere Frage. Aber Technik wird ja nicht nur fuer Privatmenschen gemacht, sondern auch fuer Staat, Regierung, Bibliotheken, Militaer, Welterbe-Organisationen und was weiss ich noch. Da muss man schon etwas differenzieren, auch wenn man selbst vielleicht nicht das Gefuehl hat, sowas einsetzen zu muessen.