Hallo Bagitman,
Und wenn GEOS tatsächlich einen Kopierschutz hatte, wieso wird dann im Handbuch empfohlen, immer mit Sicherheitskopien zu arbeiten, wenn man diese doch dann gar nicht so ohne weiteres anfertigen konnte?
Was steht wirklich im Handbuch? 
Nach der Installation der kopiergeschützen Disketten soll man Sicherheitskopien (Arbeitsdisketten) anfertigen und nur diese verwenden...
Ich versuche mal es etwas zu erklären.
Geos (64er oder 128er Version) besteht aus vier doppelseitig bespielten Disketten (je 1541-Format). Disk 3 und 4 (beidseitig) haben keinerlei Kopierschutz. Sie können jederzeit kopiert werden.
Disk Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Seite A und Disk Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Seite sind die Disketten System und Sicherheitsystem, also die 2 Bootdisketten für Geos. Sie sind im Original identisch (nur der Diskname ist unterschiedlich). Diese Disketten besitzen einen Kopierschutz UND werden beim ersten Booten mit einer Seriennummer (Zufallszahl) versehen (auf der Diskette und im eigentlichen Geos-Kernel). Normal funktionieren sie später nicht, wenn man eine dieser Disketten nur simpel kopiert. Da wird jedesmal der Kopierschutz abgefragt. Ist der nicht vorhanden, wird eine Reset des Rechners durchgeführt.
Es gab aber schon damals die Möglichkeit, die Disketten im 1541-Format nach dem normalen Kopieren und anschließendem Bearbeiten zum Laufen zu bekommen. Das System nannte sich "GeoCopy" und war eigentlich für Geos 1.3 gedacht. Es funktionierte aber auch mit Geos 64 V2.0 und Geos 128 V2.0. Man musste anschließend nur den "DESK TOP" auf den erzeugten Disketten austauschen (überschreiben).
Später gabe es dann von CMD "GeoMakeBoot". Damit konnte man Startdisketten auf allen von Geos unterstützten Laufwerkstypen erstellen. Diese booteten etwas langsamer, hatten aber keinen Kopierschutz. Aber: Die Seriennummer wurde von der kopierten Disk übernommen.
Auf Disk Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Seite B mußte "GEOWRITE" und auf Disk Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Seite B "GEOMERGE" installiert werden. Während dieser Installation wird der Kopierschutz der Disk abgefragt. Außerdem wird die Seriennummer des laufenden Geos im Programm und auf Diskette gespeichert. Nach der Installation spielt der Kopierschutz keine Rolle mehr. Die Disketten lassen sich normal kopieren. Aber die 2 genannten Programme (und alle anderen die installiert werden müssen) überprüfen beim Start jedesmal die Seriennummer des laufenden Geos. Stimmt sie nicht überein, wird der Start des Programms mit einer Fehlermeldung quittiert.
Alles klar??
Gruß
Werner