Beiträge von mc71 im Thema „Atari XC-12 Program recorder ("Datasette")-Klon: Innereien von Commodore-Zulieferer?“

    Ja, aber anders als Du meinst. Von FF/RW bekommt der Rechner nix mit


    Argh. Bullshit. Der Atari bekommt vom Tastendruck am Bandlaufwerk genau gar nix mit, man muß extra die Eingabetaste am Rechner drücken...

    Ich finde die Ähnlichkeit schon sehr erstaunlich und frappierend. Was denkt ihr? Die beiden Firmen waren ja immerhin schärfste Konkurrenten ....


    Es ist längst bekannt, daß die Bandlaufwerke (und Disk-Laufwerke, und Drucker, und Monitore...) zugekauft waren. Schlimmer noch: Commodore hat selbst zeitweise Halbleiter an Atari geliefert. Immerhin hat Commodore aber immer ihr 'eigenes' rundes Gehäuse für die 1530/1531 verwendet.

    Ist ein zusätzlicher Op-Amp ohne jede Speicherfähigkeit der zwei gleichgerichtete Signale vergleicht und das Ergebnis digital ausgibt, schon Intelligenz?


    1st1 ging offenbar davon aus, daß die Bandlaufwerke auch das SIO-Protokoll der Diskettenstationen etc. benutzeen, dem ist aber nicht so. Sie teilen sich nur die Datenleitungen. Allerdings ist die computerseitige Schaltung im Atari deutlich aufwendiger (Pokey) während der Commodore alles mit Software und Timern erledigt.

    nicht zwei Programme gleichzeitig, aber eventuell "mehr Daten in der gleichen Zeit", indem die Datenbytes gleichzeitig auf 2 Spuren nebeneinander verteilt werden


    Sinclair-Microdrives tun das tatsächlich, zwei Bit paralel um ein halbes Bit versetzt, mit Hardware-Schieberegister das daraus wieder ganze Bytes macht. IIRC waren das sogar normale Stereo-Tonköpfe mit angepaßter Bandführung für das schmalere Endlosband. Alles in allem war das sehr schnell (7 Sekunden für bis zu 150 Kilobytes!) aber leider auch sehr fehleranfällig...

    Das - der Satz mit dem Fragezeichen - liest sich ja gerade so, als sei es völlig ungesichert, dass auch die XC12 noch die Zweiteilung "Audio/Digitaldaten" auf 2 parallelen Spuren beherrscht. wer kann da aufklären?


    Wenn es trösten sollte: Ich hab das damals auch nie hinbekommen, Audio vom XC12 wiederzugeben- ich möchte aber nicht drauf wetten ob das an der Hardware lag oder an meinen eher geringen Kenntnissen des Atari-Systems. Mag also sein, daß der Autor des Artikels es für möglich hielt, daß es tatsächlich nicht geht...-

    Bemerkenswert ist aus Commodore-Sicht, dass das Atari-Aufzeichnungssystem und Leseelektronik "elastisch genug" sind, um eine solche Beschleunigung um rund fünfzig Prozent klaglos wegzustecken,


    Auch Commodore mißt die Bandgeschwindigkeit aus- die Farge ist halt nur, ab wann die Gweschichte auf einen Time-Out läuft.Ein schnelles, robustes Verfahren mßte also bei jedem Bit oder Byte die Bandgeschwindigkeit messen und seine Timing-.Konstanten nachführen. Alternative: Unterschiedliche Puls-Zahlen für 0 und 1 Bits a la Kansaas City. Solide, aber leider recht langsam.

    (BTW: 'notched' heißt 'eingekerbt', gemeint sind hier aber wohl Schattenfugen. 'Abgestuft' wäre 'stepped')

    Möglicherweise haben die Amstrad-Schneider-Rechner oder Spectrum oder Q-Drive (?) Geräte da mehr "Intelligenz" investiert.


    Nein. Nichtmal die Microdrives können das, die werden beim Formatieren einmal vollgeschrieben und dann wird geschaut, welche Blöcke noch auf dem Band sind.

    Unterscheidet die Atari-Datasette eigentlich die PLAY und die Fast - FORWARD und REWIND-Tasten per Software?


    Ja, aber anders als Du meinst. Von FF/RW bekommt der Rechner nix mit, da wird der Motor direkt an die Versorgungsspanung geschaltet. Commodore macht das anders, da lösen alle Tasten CASS_SENSE aus. War die Datasette auf STOP läuft der Motor an. Stand die Datasette auf PLAY mit ausgeschaltetem Motor (nach dem Laden eines Programmes), dann passiert nix.