Beiträge von Obelix 20960 im Thema „Atari XC-12 Program recorder ("Datasette")-Klon: Innereien von Commodore-Zulieferer?“

    Ich habe da Bild mal Downgeloaded und sie - wie ich sie (teilweise) kenne - in einzelne Bilder unterteilt:
    - Bild 1: müßte die 410er sein (zum Ur-Atari 400/800)
    - Bild 2: ist die 1010er, habe ich selber mal besessen, kam mit 9V Wechselstromnetzteil daher und und hatte normale SIO-Buchsen (mW auch zwei als Ein- und Ausgang)
    - Bild 3: die XC 11 - Scheinbar auch mit SIO-Buchsen, aber das weiß ich nicht - man sieht hier aber ja kein Kabel! Ob sie ein externes NT benötigte, weiß ich nicht. Laut Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. soll es aber ein fest eingebautes SIO Kabel und eine SIO-Buchse haben - dort schweigt man sich aber über Netzteil - auch bei der XC12 - aus!
    - Bild 4: verschiedene XC12, habe selber auch eine gehabt, die ohne Netzteil auskam und nur eine SIO-Verbindung (Kabel fest) zum Computer hatte! Scheinbar gab es mehrere Gehäuse-Varianten
    - Bild 5: Fremdhersteller-Laufwerke! Da ich hierzu keinerlei Kenntnisse habe, schweige ich mich hier aus. Man sieht aber deutlich, daß die Gehäuseformen denen der XC12 entsprechen!
    Allerdings war das von mir angesprochene Laufwerk vor dem Aufkommen der XE Serie beworben und hatte ein stehendes Laufwerk, wie man es bei den Tapedecks zu HiFi-Anlagen kennt!

    edit: Die Funktion einer Datasette - zumindest am Atari: Das Ablaufen des Bandes wird durch den Computer gesteuert - idR durch die Lade/ Speicherbefehle. Allerdings kann mit einem POKE ebenso das Laufwerk in Betrieb gesetzt werden (habe ich aber nicht mehr im Kopf)! So konnte man auch durch Programm eine mit Musik bespielte Cassette ablaufen lassen - es war aber dann vermutlich nur die Audiospur übertragbar!

    nicht zwei Programme gleichzeitig, aber eventuell "mehr Daten in der gleichen Zeit", indem die Datenbytes gleichzeitig auf 2 Spuren nebeneinander verteilt werden - wäre zumindest theoretisch denkbar gewesen, vielleicht indem man die Datasettenelektronik "verdoppelt" -. Ist natürlich rein theoretisch.

    Wäre mir neu, daß das nicht gleichbedeutend wäre wie Zwei Programme gleichzeitig ...
    Zumindest wäre es ein erheblicher Aufwand und erfordert ein Programm, das die eingeslesenen Daten in gewisse Speicherbereiche verteilt - in meinen Augen zumindest für ein 8bit System nicht machbar!

    Die Atari Datasette hatte halt diese Technik - daran konnte und kann man nichts ändern! Leider führt die dadurch recht schmale Datenspur sehr leicht zu Lesefehlern, vor allem, wenn der Kopf nicht korrekt justiert war. Es gab aber Fremdhersteller, die Ihrerseits Datasetten anboten (mit Monokopf), die für mehrere 8bit Systeme der damaligen Zeit vermarktet wurden - uA auch für C64 und Atari XL - und nur durch unterschiedliche Anschlußkabel zum gewünschten System diesem zugänglich wurden. Das wiederum läßt den Schluß zu, das zwischen Atari und Commodore Datasetten technisch gar kein großer Unterschiede geben kann, was das Verarbeiten von Daten anbelangt! Einen gravierenden Nachteil hatten diese Programmrekorder (Erfahrung habe ich aber keine damit) beim Atari aber nach meinen Vorstellungen allemal: Cassetten, die eine Audio-Tonspur hatten, konnten damit nicht gelesen werden, das hätte wohl zu Lesefehlern geführt!

    Zu unserem Damaligen Konstrukt möchte ich noch erwähnen: man benötigte gar nicht viele Bauteile - evtl. hätte es sogar ganz ohne funktionieren können - einfach nur mit passenden Adapterkabel!

    Wir hatten damals auch festgestellt, daß mit einem Doppel-Tapedeck Datencassetten kopiert werden konnten - die Kopie ließ sich auch wieder am Computer einlesen - Voraussetzung natürlich die vorherige korrekte Justierung der Köpfe!

    Bestrebungen, Datan (vor allem anderer Art) über die zweiter Stereospur nutzbar zu machen, gab es bei uns nicht - warum auch, zwei Programme Zeitgleich in den Computer dieser Art zu holen ist systentechnisch doch gar nicht ratsam!

    Naja - das die Atari Datasette (diesen Begriff kann man ruhig für jedes Computersystem mit solchen Geräten als Massenspeicher übernehmen) besonders intelligent sein soll, weiß ich auch nicht, Meineswissens wird eine Cassette beim 8bit Atari System mit einem Stereo-Tonkopf ausgelesen, von dem aber nur ein Kanal die Daten liest. Der andere liegt über einem Audio-Vorverstärker direkt am SIO Pin 11 (Audio Input), was verschiedene offizielle SW-Häuser dazu veranlaßte, den Progammcassetten auf dieser Spur einen Song mitzugeben, der dann beim Laden des Programms über den Fernseh-/Monitorlautsprecher wiedergegeben wurde!
    Bei uns existierte in den 80ern ein kleiner eigenständiger Atariclub (mit mir als ältestes Mitglied), in dem wir eine kleine Schaltung entwickelten, die zwischen einem herkömmlichen HiFi-Tape Eingang und dem SIO Port gestöpselt werden konnte und die Daten dort abspeichern ließ. An den anderen Eingang haben wir dann eine Audio-Quelle gehängt und haben so ähnliche Datenträger erzeugen können. Leider habe ich die unterlagen aber nicht mehr ...