Moin,
Da gibt es eine Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. (leider ein stark nachbearbeitetes Bild, ich hoffe es ist kein Fake) die PM 4401A, die einerseits sehr typisch oder sogar baugleich zur XC12 ist (selber Hersteller, Phonemark) und direkt an 220 Volt angeschlossen werden musste und daher 2 Kabel hat. Ist das "normal"?
Ja, bei dem Modell ist das so. Optisch ist das Gehäuse identisch zur XC12, aber die Mechanik als auch Platine weicht deutlich ab. So wird auch ein 12 Volt Motor genutzt, bei der Atari XC12 wird der Motor direkt mit 5V aus dem Rechner betrieben.
Übrigens kann man, wenn man Deinem Link folgt, auch die unbearbeitete Version des Bilders sehen. Einfach nach unten scrollen 
Und ist diese typische Datasette eine mit (= Stereo) oder ohne die Audio-Fähigkeit ("Song abspielen während dem Laden")?
Also... alle Datasetten für den Atari XL/XE haben einen Stereo-Tonkopf. Das wäre anders auch gar nicht machbar, denn der linke Kanal wird für Daten genutzt, der rechte Kanal optional für Töne oder Sprache. Dieses kann bereits die erste Datasette, der Atari 410. Sinn und Zweck der Geschichte ist übrigens nicht, das Laden der Programme durch Musik o.ä. zu verschönern, sondern schlichtweg die Möglichkeit, Audio-Inhalte über den Rechner abspielen zu können und die Kontrolle des Motors dabei zu haben.
Atari hat nämlich, kurz nach Markteinführung des Atari 400 (erster 8-Bit Computer der klassischen Atari-Serie) das sogenannte "Educational System" herausgebracht. Hierbei handelt es sich, je nach Ausprägung, um ein Steckmodul plus zusätzliche Kassetten oder nur Module oder auch nur Kassetten bzw. später Disketten. Sprachlern-Programme wurden z.B auf diversen Kassetten ausgeliefert. Am Rechner konnte man dann die Schriftform der Vokabeln lernen und passend dazu wurde der Kassettenrekorder immer kurz gestartet, um eine gesprochene Variante der Vokabel von einem native Speaker zu hören. Halt "interaktiver" Sprachunterricht, soweit man dies damals realisieren konnte. Diese Technik wurde auch für diverse Schulsoftware verwendet.
Die 410, die 1010, die XC / XCA / CA 12, die XL12 ??
Ist es typisch, dass die Datasette ein eigenes Steckernetzteil hat / braucht, oder gar direkt an 220 Volt Netz angeschlossen wurde mit fest angebrachtem Netzkabel wie die PM 4401A?
Kleine Übersicht:
Atari 410: Gibt es zwei Modelle. Eines mit Netzteil (9 Volt), das andere Modell bezieht seinen Strom vom Rechner
Atari 1010: Ausschließlich mit externem Netzteil. Gibt auch zwei Versionen von, aber Gehäuse und Netzteil identisch
Atari XC11: Wird vom Rechner versorgt. Hat ein festes SIO-Kabel, aber eine 2. SIO-Buchse, muß also nicht am Ende der SIO-Kette hängen.
Atari XC12: Wird vom Rechner versorgt. Hat ein festes SIO-Kabel, aber keine SIO-Buchse. Muß also am Ende der SIO-Kette hängen, was teilweise schon bei nur einem weiteren Gerät zu Problemen führen kann (nicht muß).
Phonemark: Eingebautes Netzteil und festes SIO-Kabel
Der XC11 ist problematisch. Nur bei diesem Modell wurde ein 1k Widerstand als Pull-Up zwischer 5V und Data_Out gehängt. Bei allen anderen sind es 10k gegen Motor_On, d.h. der Pull-Up wird nur aktiv, wenn die Datasette auch angesprochen wird. Beim XC11 ist der Pull-Up dauerhaft aktiv und dies auch mit einem sehr niedrigen Wert. Dies führt zu starken Problemen, wenn noch andere SIO-Geräte (Floppy-Laufwerke, SIO2SD usw.) in der SIO-Kette hängen und höhere Geschwindigkeiten genutzt werden.
hier beim ABBUC steht:
...
Das - der Satz mit dem Fragezeichen - liest sich ja gerade so, als sei es völlig ungesichert, dass auch die XC12 noch die Zweiteilung "Audio/Digitaldaten" auf 2 parallelen Spuren beherrscht. wer kann da aufklären?
Leider ist auch beim ABBUC bzw. dessen Webseite nicht alles aktuell und/oder richtig - Wo Menschen arbeiten, werden Fehler gemacht
- das Fragezeichen ist falsch, die XC12 kann dies natürlich wie alle anderen auch.
Gruß, Jürgen