Beiträge von Claus im Thema „Vice unter Linux ohne Bildschirm“

    Richtig, xvfb ist ein X-Server und kein Client. Ich will mich ja gar nicht damit verbinden, sondern Vice soll automatisch per Shellskript (z.B. getriggert durch eine Änderung in der Versionskontrolle) lokal auf dem Linux Server gestartet werden. Meinst Du, xvfb ist das richtige dafür? Oder kann das überhaupt jeder X-Server? Ich erinnere mich, dass Anwendungen sich normalerweise über fehlende grafische Ausgabemöglichkeiten beschweren, wenn man sie einfach in der Textkonsole startet. Löst xvfb dieses Problem?

    Ich würde gerne Vice auf einem Linux-Server für automatische Tests verwenden. Der Linux-Server hat keinen X- Client installiert und typischerweise würde auch niemand da sein, der irgendwelche Eingaben macht oder auf die Ausgabe schaut. Hört sich erstmal komisch an, aber die Idee ist, Vice durch eine aufgezeichnete History zu steuern, die mit einem Reset endet. Durch einen Breakpoint in der Resetroutine könnte man dann Teile des Speichers dumpen, Vice beenden und den Dump mit einem externen Tool auswerten. Das würde die wahnsinnige Mühe vermeiden, bei Änderungen gegen Ende der Programmentwicklung z.B. immer wieder händisch zu prüfen, ob ein Spiel auch beendet werden kann.

    Beim Googeln bin ich über xvfb gestolpert, den X Virtual Frame Buffer, der quasi ein X-Client ist, der alle Ausgaben ins Nirvana schickt. Hat jemand Erfahrung damit? Gibt es eine Chance, dass das funktioniert? Ich habe leider nicht viel Ahnung, wie Vice die Bildschirmausgabe macht und ob das reichen würde, um es laufen zu lassen. Oder fällt jemand eine andere Möglichkeit ein?

    Der Server steht irgendwo in der Welt rum, daher möchte ich auch aus Sicherheitsgründen nicht zu viel herumexperimentieren, bevor ich nicht Hoffnung habe, dass es überhaupt funktionieren kann.