Beiträge von GenerationCBM im Thema „C64-Disketten digitalisieren mit ZoomFloppy“


    Das klingt perfekt, genau diese Werkzeuge brauche ich! Wo gibt es die?


    d64EIC von Triad:

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    Zitat


    Aber woher weiß ich, welcher Block fehlerhaft ist?

    Naja äh, halt anschauen. Die Tools zeigen das dann schon an. :)
    Zu d64EIC, siehe oben.
    BAM z.B. in DirMaster anzeigen lassen, dann wird alles an Fehlern entsprechend reingeschrieben, siehe angehängtes Bild (Fehler Nr. 23 (Checksum error in Data Block) auf Track 18, in diesem Fall in einem tatsächlich unbelegten Block, also egal - Diskette ist ein Original von "Hunt for Red October", kein Kopierschutz...). Aber eben nie vergessen, dass die BAM im Zweifelsfall nur ein grober Anhalt ist, nicht verbindlich (nicht alles was in der BAM als unbelegt markiert ist, ist zwingend wirklich unbelegt - und umgekehrt). Klickt man in DirMaster auf einen Block in der BAM ansicht, wird der Inhalt angezeigt (in diesem Fall (meine eigene Diskette) weiss ich eh dass der Fehler egal ist).

    Das ist aber alles irgendwie Overkill. Wenn du erstmal anfängst, 500 Disketten einzulesen, kriegst du da sehr bald lange Zähne bei, und wirst dir Automatismen aneignen und den ganzen Vorgang effizienter und bequemer gestalten. Nur in Ausnahmefällen wird man sich da zu mehreren Einleseversuchen hinreissen lassen um die Images zu kombinieren. Und nur bei "wichtigen" Sachen wird man genau hinschauen wo was für Fehler sind und was man da unternehmen will. Sonst kriegt man das ganze ja nie fertig.


    1.) Gibt es eine Alternative zu CBMXfer? Eventuell für ImgCopy?

    CBMXFer ist ein GUI für die Kommandozeilentools von OpenCBM. ImgCopy ist eines dieser Tools, ob CBMXFer darauf zurückgreift weiss ich aus dem Kopf nicht. CBMXFer ist der verbesserte Nachfolger von GUI4CBM4Win, was also eher nicht eine gute Alternative wäre. Es gibt Leute, die schwören auf PRGMover (ich nicht so sehr). Ich persönlich bevorzuge die OpenCBM-Kommandozeilentools direkt auf der Kommandozeile.

    Zitat

    2.) Wie kann ich herausfinden, ob eine Diskette kopiergeschützt ist oder nicht?


    Muss man halt "kennen". Manche Kopierschutzverfahren äussern sich in spezifischen Symptomen wenn sie normal laden oder von einer schlechten Kopie laden (wo also der Kopierschutz greift). Es gibt gesammelte Datenbanken, in denen festgehalten ist, was für Spiele welche Verfahren haben (sollte man ggf. wissen um z.B. nibtools korrekt einzusetzen). Grundsätzlich kann man sagen, dass es sich kaum lohnt, Originaldisketten gerade von grösseren Spieleherstellern nur als D64 zu kopieren, denn die sind mit grösserer Wahrscheinlichkeit kopiergeschützt (Ausnahmen bestätigen die Regel; natürlich gibt's auch haufenweise Originale, die garnicht kopiergeschützt sind). Und falls doch nicht, kann man aus dem extrahierten Image im Nachhinein immer noch ein D64 machen.

    Zitat

    3.) Wie kann ich herausfinden, welche Disketten 35 und welche 40 Tracks haben?

    Siehe oben. Bestimmte Kopierschutzverfahren "leben" sowieso jenseits von Track 35, deswegen macht es bei low-level Kopien wenig Sinn, weniger als 40 Tracks zu lesen. Sollten dort keine Daten sein, kann man die überschüssigen Tracks hinterher immer noch abschneiden.

    Zitat

    4.) Wie kann ich herausfinden, welcher Chip in meinem Laufwerk verbaut ist?

    Aufmachen und reinkucken.

    Zitat

    5.) Ist es bei alten Disketten besser, den "Warp-Mode" bei d64copy/imgcopy zu deaktivieren?


    Ja. Wenn eine Diskette sich schwer lesen lässt, ist es durchaus sinnvoll, die Warp Level stufenweise zu reduzieren bis die Kopie zufriedenstellend ist. Ist von Fall zu Fall verschieden, macht aber im Zweifelsfall immer Sinn. Siehe dazu z.B. die Parameter von d64copy ("-t/--transfer"), dort ebenso die Lesewiederholung ("-r/--retry-count").


    Manche alten Disketten sind so schwachbrüstig, das jeder Leseversuch andere Lesefehler in anderen Blöcken produziert. Jedes D64 von derselben Diskette wäre da also unterschiedlich. Es gibt Werkzeuge, die solche "vielen unterschiedlichen Versuche" zusammenführen können, sprich die "guten" Blöcke hernehmen und ein fehlerarmes bis fehlerfreies Image ausspucken.

    Zitat


    Vielen Dank, das hilft mir weiter. Wie kann ich herausfinden, ob der Fehler im Daten- oder im Leerbereich ist?


    Mit entsprechenden Tools reinschauen und prüfen. "DirMaster" ist naheliegend, auf der Kommandozeile z.B. "d64scan" (Vorsicht, kann leider nicht mit 40Track-D64 umgehen). Im Grunde alles, was die BAM anzeigen kann, so dass man sieht ob der entsprechende fehlerhafte Block als belegt markiert ist. Und im Zweifelsfall durchaus auch den Block direkt anschauen, um zu checken, mit was für Daten man es da zu tun hat.

    Wir reden hier natürlich von "eigenen" bzw. bespielten Leerdisketten, nicht von Originalen. Also typischerweise das, was man als D64 auslesen würde (falls man keine einzelnen Files ausliest).

    Zitat


    Sondern nur als G64 oder FDI?


    Als irgendein low-level Format, also mit nibtools naheliegenderweise NIB (oder die komprimierte Variante NBZ), auch G64. Auch FDI und P64 sind low-level Formate. D64 ist ein high-level Format, das nützt nichts bei einem Kopierschutz.

    (Der Witz an low-level Formaten ist der, dass der Kopierschutz de facto mitkopiert wird. Solche Formate enthalten simpel ausgedrückt (weitgehend) die GCR-Daten wie der Lesekopf der Floppy sie sieht, also auf "niedrige Ebene". Ein D64 enthält lediglich die "fertigen" Daten wie der C64 sie sieht, also auf "hoher Ebene".)


    Außerdem steht Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., dass die Version 0.30.7 von CBMXfer wesentlich besser arbeiten würde, weil alle damit erstellten D64-Images konstant 170,8 KB groß seien. Ich frage mich, wie das sein kann, da CBMXfer doch nur eine grafische Benutzeroberfläche ist und warum die Images eine konstante Größe haben sollten. Meine mit CBMXfer 0.40 testweise erstellten Images sind nämlich tatsächlich manchmal unterschiedlich groß. Und zwar mal 171 und mal 172 KB.

    D64-Dateien sind dann "172kB" gross, wenn sie einen Fehlerblock angehängt haben (175531 Bytes, normal (also ohne Fehlerblock) sind 174848 Bytes). Heisst also, beim Einlesen sind Lesefehler aufgetreten, die in diesem Fehlerblock protokolliert sind. Sollte man eventuell prüfen wo die Fehler sind (Daten oder Leerbereich), und ggf. den Track oder die Diskette nochmal einlesen bis der Fehler nicht mehr auftritt. Ist bei Disketten höheren Alters leider keineswegs ungewöhnlich, und bei Originaldisketten mit Kopierschutz natürlich geradezu normal (Originale macht man natürlich auch nicht als D64).

    Wenn "nie" ein Fehlerblock angehängt wird weil man eine entsprechende Option ausgeschaltet hat, den Fehlerblock löscht, oder das Programm damit garnicht umgehen kann, dann ist das natürlich schlecht, denn dann hat man eventuelle Fehler im Image ohne dass man wüsste wo.

    Die einzige andere denkbare (sinnvolle) Grössenordnung bei einem D64 gäbe es bei Disketten mit 40 Tracks statt 35, dann sind's 196608 Bytes (197376 falls mit Fehlerblock).

    Zitat

    Mir sind ein paar Fehler und Auffälligkeiten bei Version 0.40 von CBMXfer aufgefallen. Wo kann ich die am besten (auf Deutsch) los werden?

    Loswerden kannst du die hier. Oder auch auf dem Klo an die Wand brüllen. :)
    Wenn sich aber was dran ändern soll, Feedback am besten beim Autor des Programms loswerden.