Beiträge von Computerbastler im Thema „Was liefert ein Optokoppler?“

    Und das was er über Leuchtdioden erzählt, kompletter Unsinn ist? Eine LED ist kein Schalter. Das verwechselt er ein bischen mit einem Transistor, der tatsächlich schaltet (Strom verstärkt).

    Wenn das so ist, dann überlasse ich das Feld gerne den 'Experten'. Doch, eine Diode ist ein Schalter. Die schaltet den Strom in einer Richtung durch und in der anderen Richtung sperrt sie. Und ein Transistor ist ein gesteuerter Schalter (im Schalterbetrieb).

    Eine Leuchtdiode (also auch die im Optokoppler) ist ein Schalter, kein ohm'scher Verbraucher. Das heißt, wenn man eine LED direkt an Spannung legt, schaltet sie einen Kurzschluß, sobald die Spannung die Flußspannung überschreitet. Eine LED muß man also an einer Stromquelle betreiben oder man muß an einer Spannungsquelle einen Vorwiderstand vorsehen:

    Spannung am Vorwiderstand = Betriebsspannung - Flußspannung der LED
    Strom durch die LED = Spannung am Vorwiderstand / Vorwiderstand

    ==> Vorwiderstand = (Betriebsspannung - Flußspannung der LED) / Strom durch die LED

    mit Flußspannung (abhängig von der LED-Farbe) = 2,4V
    und LED-Strom = 10mA

    ergibt sich bei 3,3V Betriebsspannung ein Vorwiderstand von (3,3V - 2,4V) / 0,01A = 0,9V / 0,01A = 90 Ohm ==> nächster Normwert: 91 Ohm


    Es ist außerdem zu beachten, daß der Optokoppler in der hier betrachteten Schaltung invertiert, d.h. wenn die LED leuchtet (also Betriebsspannung anliegt), ist der Ausgang durchgesteuert, also Low. Wenn das unerwüscht ist, kann man die Anode des OKs auf die Betriebsspannung legen und die Kathode ansteuern, dann stimmt die Logik wieder.

    Bei der Auswahl von Optokopplern ist zum Einen die Geschwindigkeit ein Kriterium, zum Andern ist der Stromübertragungsfaktor (meist in % angegeben) zu beachten. Bei einem Stromübertragungsfaktor von 75% kann bei 10mA LED-Strom am OK-Ausgang nur ein Strom von max. 7,5mA fließen. Daher darf der LED-Strom nicht zu klein gewählt werden.