Beiträge von Multisync im Thema „Reparatur IBM CGA-Karte - Lötprofis gefragt“

    Es gibt zwei Ansichten bei Kondensatoren. (Wie immer ;) ) Einige Leute tauschen sie vorsorglich, andere sind der Meinung, tauschen erst wenn etwas Kaputt ist. Ich zahle zu den anderen.

    Ich bin da wirklich tolerant, Kondensatoren vorsorglich tauschen ist ansichtssache. Bei mir haben - aus welchen Gründen auch immer - geplatzte Tantals schon echten Schaden auf Boards verusacht. Zugegeben gilt das nicht für Kerkos, aber ich war ja auf Fehlersuche. Ein Kerko-Beinchen musste für die Messung ja sowieso raus, und ich habe neue da. Aber grundsätzlich bei alten, aber funktionierenden Board's die Kondensatoren wechseln, das tue ich auch nicht.

    RAM ist gesockelt, acht 4516 aus der Ausschlacht-CGA Karte eingesetzt.

    UND ????!!!!

    Die Karte läuft wieder. Es war tatsächlich das RAM. Ich hab schon befürchtet, das RAM aus der Ausschlacht-Karte wäre vielleicht ebenfalls defekt. Die Karte kommt sofort in meinen IBM XT, der ziemlich oft läuft. Da die Kondensatoren ja ebenfalls getauscht sind sollte die Karte eigentlich wieder eine gute Zeit lang funktionieren.

    Danke an alle !!!

    Timo W: Kontakte mit Glasfaserpinsel gereinigt.

    Das sind 4516 DRAMs, also 16Kx1, davon könnten welche defekt sein. Achtung, sie sind NICHT identisch zu den 4116!

    Bin zwar noch ganz durch, aber nachdem ich die Hälfte der Kondensatoren ausgelötet habe: keiner hatte ein Kapazitäts-Problem. Ich habe insgesamt drei weitgehend identische, nicht mehr funzende IBM CGA Karten. Bei einer hat ein explodierter Tantal Leiterbahnen zerstört, die zu reparieren ist zu viel Aufwand. Von der könnte ich die RAM's auslöten.

    Gibt's kompatible RAM-Typen? Hat sich erledigt: MB8118-12

    Edit1: die Keramik-Kondensatoren mit 47nF haben die Bezeichnung K5M 473. Haben die eine Polarität? Aufdruck diesbezüglich gibt es keinen.
    Edit2: kann man die 4516 irgendwie messen, ob sie defekt sind?

    Ok, hab mich dumm angestellt und dumm gefragt. Hab es wie vorgeschlagen gemacht und mit einer kleinen Spitzzange gebogen, die ersten zwei Tantals und vier Keramik sind getauscht. Keiner davon war defekt, schade. Ich werde jetzt mal alle machen und sehen was passiert.

    Hat jemand so eine CGA Karte schon mal repariert und Erfahrungen mit solchen Teilen? Gibt's bekannte Fehlerquellen?

    Habe da eine alte IBM CGA Karte, die will ich wieder funktionsfähig machen. Wenn ich die Karte an ein IBM 5160 Board anschließe, dann gibts einen langen und zwei kurze Pieps, wodurch das BIOS einen Fehler der Bildschirmkarte anzeigt. Da die Tantal Kondensatoren (10uF, 16V, siehe Bild 3 links) nicht ewig halten, hoffe ich auf einen Fehler dort. Zudem möchte ich die Keramik-Kondensatoren (47nF) wechseln. Bei den dreibeinigen (!) Tantals gibt es keine Probleme, die können durch zweibeinige ersetzt werden, + ist der mittlere der drei Anschlüsse.

    Bei den Keramik-Kondensatoren habe ich allerdings so meine Probleme, da der Lochabstand nicht passt. Egal ob ich die Anschlußdrähte auseinander biege oder sie reindrücke, es platzt ein Teile des Kondensator-Einfassung ab (siehe 3. Bild, Pfeil). Rechts habe ich einen alten Keramik-Kondensator nochmal aufgesteckt, damit man sieht, wie es original ausgesehen hat. Die waren vom Lochabstand her offensichtlich schon zu klein, aber die Kondensatoren selbst waren wenigstens ein bisschen größer.

    Wie würdet ihr das machen? Ist die abgebrochene Stelle an den Kondensatoren ein Problem?