Beiträge von syshack im Thema „Backup von Dateien allgemein“

    Ich habe Acronis True Image auch ja vielen, vielen Jahren, habe es aber immer nur fuer System Backups und Cloning verwendet. Wobei das Cloning fuer Firmen PCs unbrauchbar ist (bin auf MDT umgesattelt).

    Fuer Daten ist mir TrueImage zu gross und wie gesagt, wenn ich das Backup als Drive mappen muss im Ernstfall, ist das ein Hindernis.

    Aber die Datei suchen kann man entweder über die Suchfunktion von Windows

    Aber du suchst im Backup und nicht da, wo die Datei verschwunden ist, oder? Es ist also nicht wie bei macOS, wo du an der Stelle der verhunzten Datei sagst: Zeig mir, wie das hier früher (vor einer Stunde, gestern, letzte Woche ...) aussah! Ich glaube, da müsste ich mich erst dran gewöhnen.

    Ich bin mir nicht sicher was du meinst. Im (Hardlink) Backup sind alle Verzeichnisse und Dateien 1:1 abgelegt, wie sie von Originalort herkommen , aber einfach ein Datum darübergestülpt.

    Intern wird das so gemacht, dass für nicht veränderte Dateien ein Hardlink auf das frühere Backupdatum usw. verlinkt wird.

    Das ist damit sehr platzsparend. Für den Benutzer zeigt sich das aber so, dass man in jedem Datumverzeichnis ein komplettes Backup hat.

    Sucht man eine bestimmte Datei und man weiss wann sie gelöscht wurde, kann man gezielt in ein Datumverzeichnis in die gleiche Verzeichnisstruktur navigieren wie im Originalort.

    Weiss man das genaue Datum nicht, kennt aber den Dateinamen (oder Teile davon), kann man die Windows Suchfunktion verwenden. Da diese ja zeigt in welchen Datumpfad die Dateien gefunden wurden, kann man da die Letzte, Zweitletzte etc. Version gezielt öffnen. Kein Entzippen. Kein Backupfileformat öffnen. Kein virtuelles Laufwerk mounten (z.B. bei Acronis üblich).

    Du verwendest ein Dritthersteller-Backup-Tool. In Windows und Linux ist doch aber sicherlich eine Backup-Funktionalität eingebaut, oder?

    Windows XP hatte ein Backup Tool.

    Windows 7 hatte ein Backup Tool.

    Windows 10 hat ein Backup Tool.

    Und mit jeder Windows Version meinte Microsoft das Backupformat komplett verändern zu müssen. Das habe ich nur einmal mitgemacht und musste dann einmal eine VM erstellen mit der alten Windows Version, um ein Backup öffnen zu können - nie wieder!

    Alle diese Microsoft Tools haben mit jeder Inkarnation das Backup Format geändert. Das ist sehr dumm, denn wenn man kein funktionierendes Windows mehr hat, welches die Dateien lesen kann, wie soll man die Dateien wiederherstellen?

    Mit Hardlink Backup wird aber das normale Dateisystem verwendet mit "Hardlinks". Das kann ich auch mit einer Live Linux-CD/USB Stick oder sogar mit meinem MacBook lesen.

    Na, welche Datei es ist und wann man sie gelöscht/unbrauchbar gemacht hat, muss man ja wohl noch wissen, sonst kann man jedes Backup rauchen.

    Aber die Datei suchen kann man entweder über die Suchfunktion von Windows oder über Dritthersteller Tools.

    Notepad++ findet Dateien auch sehr schnell.

    Aber wo gehe ich bei anderen Systemen hin oder welchen Knopf drücke ich, wenn mir auffällt, dass in einem Verzeichnis eine Datei (oder ein ganzer Ordner) fehlt oder zerstört/überschrieben ist?

    Ich nehme Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. und gut ist. Keine kyptischen Fileformate, sondern alles verlinkt als Dateien mit den älteren Backup Versionen, das Tool muss dazu nicht installiert sein, um die Dateien im Backup zu finden.

    Ist jetzt langsam OT (wobei die NAS Geräte unter Linux laufen), aber auch ein NAS kann man, wenn man möchte, über das Internet ansprechen.

    Ob man das Risiko eingehen will ist halt eine andere Entscheidung.

    Bei Synology ist das relativ einfach: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.


    Naja, nicht jeder kann seine Daten außerhalb vom Haus lagern, außer in der ungeheizten Garage/Werkstatt vielleicht. Aber wieviel Kälte kann so eine Platte ab?


    Für die paar wenigen Sourcecode Dateien von Fruity Man, kannste das ganze auch gratis auf Cloudspeicher (chiffriert!) kopieren. :thumbsup:

    Einige von Euch haben ziemlich high sophisticated Backupmethoden für *zuhause*. :thumbsup:
    Das ist auch gut so, solange man irgendwie ein Backup macht.

    Siehe auch mein OP:
    Zum Thema Feuer und Einbruch (wahrscheinlicher): Man braucht keinen feuerfesten Tresor o.ä.,
    wenn man eine externe Festplatte regelmässig extern (Familie/Freunde/Bekannte) mit chiffriertem Backup austauscht.
    Das erhöht die Sicherheit ohne allzu grossen Aufwand stecken zu müssen, enorm.
    Alternative: Cloud-Backup.

    Ich sehe nicht, dass dieser Thread im Windows-Bereich liegt (sonst hätte ich meine Strategie gar nicht erwähnt).


    Es soll keine Windows-only Diskussion/Lösung sein. Ich arbeite zuhause auch sowohl mit Windows als auch MacOSX (wobei Letzteres bisher eher wenig mehr als Webterminal).
    Insofern interessiere ich mich auch für MacOSX oder Hybrid-Lösungen.

    Die Notwendigkeit des Auswechselns sehe ich nicht. Sollte wirklich die Backup-Platte die Grätsche machen, entsorge ich sie und nehme eine Neue. Das dann ausgerechnet in den paar Stunden Backup-loser Zeit auch noch die Hauptplatte abraucht, ist doch eher unwahrscheinlich. Und in 99% der Fälle, in denen ich auf mein Backup zurückgreifen musste, brauchte ich genau die letzte gebackupte Dokumenten-Version und nicht eine vom letzten Jahr.


    Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei oder mehr Harddisks gleichzeitig abrauchen ist nicht so gross, aber die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem zuhause eingebrochen wird während man weg ist und PCs/Macs und Harddisks entwendet werden, schätze ich als reale und nicht kleine Gefahr ein.
    Die Hardware kannst Du "einfach" wiederbeschaffen, die Daten ohne externe Datenablage (physisch oder Cloud) eben nicht.

    Da denke ich gar nicht drüber nach, das macht alles Time Machine für mich. Video


    Das ist ja für viele Leute auch absolut ok und eine der beliebtesten Lösungen bei MacOSX Anwendern. Ich weiss allerdings ganz ehrlich nicht, ob Apple auch einen Windows-Client dafür mitliefert, um Backups zu machen.

    Soweit bin ich noch nicht – aber ich finde mein stündliches, inkrementelles Backup (meiner geschäftlichen, wie auch privaten Daten) auch schon recht weit vorn, wenn ich so sehe, wie viele andere mit ihren Daten umgehen.


    Wie gesagt, überhaupt ein Backup bzw. ein Backup-Konzept zu haben ist besser als das Prinzip Hoffnung.


    Für die Personen, die in einem Büro-Umfeld arbeiten, ist es wohl kein grosses Problem, eine private 2.5" Festplatte in der Schublade oder im Kasten aufzubewahren und regelmässig auszuwechseln.
    Allerdings sollte man sich hier auch ein paar Gedanken zur Chiffrierung der Daten machen, wenn man nicht will, dass "plötzlich" irgendwelche Fotos im Bürokollegen-Kreis oder im Internet landen.

    Lieber Obelix,

    Aus Deinen Ausführungen entnehme ich, dass auch Du Sicherheitkopien machst....in irgendeiner Form, wie z.B. auf CDs (wobei auch Du wohl weisst, dass die Qualität der CDs sehr massgebend für die Dauer der Lesbarkeit ist. Mehr als 2 Jahre würde ich da nicht rechnen, bei besseren Marken).
    Dass die Synchronisation zwischen PC und Notebook nicht ohne Zusatzaufwand und Tools gegeben ist, ist mir auch klar. Aber ältere Dateien kannst Du immerhin auch so regelmässig synchronisieren.
    Hauptsache, es ist eine Kopie vorhanden...irgendwo. Um das geht es ja.

    ZIP-Archive sind auch ok, habe nix dagegen gesagt oder so gemeint. Aber irgendein *.BAK Format, welches nur der Hersteller einer Backup-Software kennt, das finde ich schlecht (habe das auch schon selbst erlebt).

    Zu der Anzahl Festplatten:
    Mir ging es darum, dass die gezeigte Lösung ein Vorschlag für die Leute ist, die sich vielleicht noch nicht darüber Gedanken gemacht habe, wie man im privaten Umfeld vorgehen könnte.
    Das ist ein Vorschlag, den man auf die eigene Bedürfnisse adaptieren kann. Man kann auf die dritte Festplatte verzichten und dafür den Notebook zu den Eltern mitnehmen und dann eine Sicherung auf der zweiten externen Harddisk machen. Oder die Primäre Sicherungsplatte mit der Sekundären Platte austauschen.

    Man kann auch auf die zweite externe Harddisk verzichten und dafür halt auf eine externe Backup Ablage verzichten, mit dem Risiko, dass wenn etwas zuhause passiert (bei mir wurde schon mal eingebrochen. Ist mir auch noch nie passiert...bis es halt passiert ist.) und die Rechner und Festplatten futsch sind, dann steht man datenmässig vor dem Nichts.
    Man kann sich auch auf Cloud-Dienste einlassen. Muss man selbst wissen, ob man seine Daten dort kopieren will. Ich persönlich will es nicht.

    Das ist absolut OK und welchen Grad der Sicherheit (und damit auch der Komplexität und auch Kostenfaktor) man erreichen will (bzw. sich leisten kann), muss jeder selbst für sich überlegen und entscheiden.
    Ich rechne auch mit 2 Jahren Lebensdauer pro Festplatte (SSD: 1 Jahr)...alles darüber ist Glück haben. Das muss man sich auch überlegen in der Kostenrechnung.

    Was ich aber suboptimal finde, wenn man sich dieser KopfInDenSand-Mentalität "es wird eh nix passieren" hingibt, welche unser innere Schweinehund halt gerne durchdrückt.

    von denen ich übrigens den größten Teil zur Bearbeitung gleich auf PC und auf Laptop habe ...


    Und das ist kein Backup im weitesten Sinne? Du hast die Daten an zwei Orten, physikalisch getrennt, was ja ein simples Backup ist.
    Was ich weiter oben vergessen habe zu erwähnen: Der grösste Feind der Daten ist primär der User selbst (Fehlbedienung, unbedarftes/unbeabsichtigtes Löschen, evt. Software-Fehler), siehe auch das Beispiel im Thread-Anfang hier.

    Viele unsere Dokumente sind nicht "lebensnotwendig". Das heisst aber nicht, dass sie nicht wichtig sind oder einen hohen Stellenwert für uns haben. Auch ein mehrseitiges Dokument, ein editiertes Bild, seitenweise Source Code, an denen ich privat mehrere Stunden oder sogar Tage daran gearbeitet habe, ist nicht "lebensnotwendig", aber es würde sehr viel Lebenszeit sinnlos vernichtet werden, wenn so eine Datei einfach futsch ist.
    Erklär das mal dem Partner/der Partnerin "sorry, die Fotos der Kinder, wie sie aufwachsen, sind weg und ich habe kein Backup weil ich zu geizig war". Wie wird die Antwort dann wohl ausfallen? :anonym

    Wenn z.B. unsere Fotos auf der Festplatte der letzten 15 Jahre einfach so mal vernichtet werden, kein Backup vorhanden ist, weil man uneinsichtig war und sich auf Prinzip "bei mir passiert eh nie was" verlässt, wird der Aufschrei für den einen oder anderen User gross sein. Da sind emotionale Werte, die in diesen Fotos stecken, auch wenn sie nicht "lebensnotwendig" sind.

    Ich hoffe wirklich, dass sich die Leute nicht an Dir ein Beispiel nehmen mit so einer sorglosen Einstellung. Es geht 99 Mal gut, aber es braucht nur EINMAL um wichtige Dateien zu löschen.
    In meinem beruflichen aber auch im privaten Umfeld passieren die meistens Datenvernichtungen durch Doofheit, Müdigkeit oder Unwissenheit. Zuhause sind die User auch eher potentiell weniger PC-affin, also ist die Wahrscheinlichkeit für Datenverlust durch eigene Doofheit nicht klein (passiert mir auch ab und zu). Mein Grundsatz ist: Man muss den User vor sich selbst schützen!

    Im beruflichen Umfeld ist eine solche Backupignoranz grob fahrlässig, das kann im schlimmsten Fall ein Unternehmen in den Ruin treiben, wenn businessrelevante Daten von einem Tag auf den anderen nicht mehr da sind und Monate oder gar Jahre Arbeit vernichtet wurden.

    in einem Wort - wenn ich von meinen 2251799813685248Bytes noch BackUps anstellen müßte, wäre mein Computer wohl bis zum St Nimmerleinstag beschäftigt und könnte nix anderes mehr tun!


    Wie ich schon im vorherigen Posting erwähnte: Davon muss man auch nicht jeden Tag ein vollständiges Backup erstellen, sondern ein bisschen Brain.exe walten lassen: Relativ statische Daten wie Fotos, Musik, Videos, eBooks etc. kann man einmal vollständig sichern und dann nur die Deltas, welche eher klein sein werden.

    Wenn das einem alles zuviel Brain.exe ist: Ein smartes Backup Programm (ich empfehle hier etwas, das die Dateien 1:1 ablegt und nicht ein propiertäres Backup Fileformat verwendet) verwenden, welches nur die Deltas vom letzten Backup sichert.

    Ich verwende im Büro und Zuhause z.B. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., weil es mit symbolischen Links arbeitet und so die Backup-Ordner relativ klein behält. Gibt's auch als freie, light Version. Oder das Windows 7/8.x eigene Backup Programm, welches ZIP Archive erstellt. Der Vorteil von der 1:1 Ablage der Dateien im Backup ist, dass man auch wenn das Windows-System im Arsch ist, von einem andere PC aus die Harddisk anschliessen und zugreifen kann oder per Linux-BootCD etc.
    Solche Gedanken muss man sich auch machen für den Fall der Fälle: Wie einfach komme ich wieder auf meine Dateien?

    IMHO, gibt es bei den heutigen Festplatten Preisen einfach keine Ausrede, kein Backup zu machen! Der Speicherplatz ist heute der kleinste Kostenfaktor.

    Ich habe nie einen solchen BackUp-Ordner erstellt und trotzdem kaum Schwierigkeiten !!!


    Ich hatte auch nie einen Headcrash der Harddisk....bis es zum ersten Mal passierte.
    Es passiert ja immer nur "den anderen". Airbags? Hagelschäden? Unfall? Passiert einem nie....bis es doch mal einem selbst passiert.

    Heute haben wir immer mehr digitale Daten gespeichert. Auch viele Musik und Digicam Dateien.
    Wer das alles nur auf einer einzigen Platte in einem einzigen Haushalt hat, der muss sich nicht wundern, wenn er alles verliert bei einem Headcrash/Einbruch/Feuer/Kaffee drüberleeren etc.
    Es macht durchaus auch im privaten Umfeld Sinn, sich ein Backupkonzept auszudenken.

    Ich empfehle dazu drei externe Festplatten zusätzlich zur Systemplatte:

    • System mit interner HDD/SSD (besser: Daten auf zweiter, interner Platte, getrennt von Systemplatte)
    • Primäre Backup Platte für Tages- und Wochenbackup vor Ort
    • Sekundäre Backup Platte 1 zum Austausch extern bei Bekannten
    • Sekundäre Backup Platte 2 zum Austausch extern bei Bekannten


    Primäre Backup Platte für Tages- und Wochenbackup
    Hier wird jeden Tag ein MO/DI/MI/DO/FR/SA/SO Ordner erstellt mit der Kopie der Datenverzeichnisse aus der internen Datenplatte.
    Einen SO2 / SO3 / SO4 empfehle ich auch noch, um bis zu 4 Wochen zurückgehen zu können.
    Dann kann man das auch regelmässig mit einem Datum versehen, um so Quartals-/Semester/Jahres-Backup zu haben.

    Sekundäre Backup Platte 1 zum Austausch extern
    Wird als Kopie der Primäre Backup Platte extern gebracht (Familie, Büro, Freunde)

    Sekundäre Backup Platte 2 zum Austausch extern
    Wird als Kopie der Primäre Backup Platte extern gebracht (Familie, Büro, Freunde)
    und Platte 1 wird wieder zurückgenommen.


    Das Ganze kann man verfeinern, chiffrieren, Zweiwochen statt Einwoche-Rythmus zum externen Austausch, ein Delta-Backupprogramm verwenden etc.
    Egal, wichtig ist *dass man überhaupt ein Backup Konzept hat*.

    Die externen Platten kosten nicht die Welt, und für ein Backup sollte das einem es wert sein.
    Die meisten haben auch nicht Terabyte grosse Archive und die Datengrössen halten sich in Grenzen.
    Die grösseren MP3 Sammlungen und Fotosammlungen sind ausserdem relativ statisch, die kann man auch nur aktualisieren mit den Delta-Daten.