Ich habe den Thread jetzt nur teilweise gelesen, mir fällt aber im Zusammenhang mit der Widerstandsdiskussion auf, dass hier ein Aspekt gar nicht berücksichtigt wird: die Belastbarkeit von Bauteilen. Es ist also gut möglich, dass es hier unproblematisch ist (wie gesagt, ich habe nicht den gesamten Thread gelesen), trotzdem muss man das im Einzelfall nachrechnen und darf nicht einfach kleinere Bauteile als vorgesehen verwenden.
Bei Widerständen ist es so, dass die Belastbarkeit von der Baugröße abhängig ist - je größer, desto belastbarer. MELF bzw. Mini-MELF Widerstände (tonnenförmige Bauform wie bedrahtete Widerstände, eben ohne Anschlußdrähte) sind noch belastbarer wiie dei Chipwiderstände entsprechender Größe. Mechanisch ist ein kleinerer Widerstand immer adaptierbar - aber ob die Belastbarkeit und die Spannungsfestigkeit reicht, muss im Einzelfall geprüft werden.
Bei (keramischen) Kondensatoren sieht die Sache nochmals anders aus: kleinere Bauform = kleinere Spannungsfestigkeit und / oder 'schlechtere' Keramik. Schlechtere Keramik bedeutet, dass die Kondensatoren u.A. bei der Nennspannung 80% ihrer Kapazität einbüßen! Das heißt, wenn ich z.B. 1µF/6,3V einlöte, habe ich bei 5V Betriebsspannung unter Umständen de facto nur noch eine Kapazität von ca. 250nF!
Kleinere Bauteile sind also nicht nur kleiner, sie sind in der Regel auch 'schlechter' wie ihre größeren Brüder.