Für die Kalibrierung eines Monitors braucht man ein Stück Software und eine extra angeschaffte Hardware.
Die Software wird daraufhin verschiedene Farben darstellen und die Hardware wird diese aufzeichnen und mit dem Wert deines Druckers vergleichen. Anschließend wird der Monitor kalibriert.
Der Drucker hat mit der Kalibrierung (besser Profilierung) des Bildschirms nichts zu tun. Bei der Drucker-Kalibrierung werden Testmuster gedruckt und anschließend mit einem speziellen Auflicht-Kolorimeter ausgemessen. Bei der Profilerstellung für Bildschirme wird zuerst der Screen kalibriert (in einen Normzustand gebracht, was Farbtemperatur, Helligkeit etc. angeht) und anschließend mit einem Kolorimeter, welches auf den Bildschirm gesetzt wird, durchgemessen, während die (beim Kolorimeter mitgelieferte) Software unterschiedliche Farben darstellt. Das erstellte Profil wird als Standard-Monitorprofil abgelegt und beim Start des Computers/Users immer geladen. Ein kalibrierter/profilierter Monitor sollte neutrale Graustufen und möglichst originalgetreue Farben darstellen, u.a. werden vorhandene Farbstiche korrigiert. Vor allem aber weiß das System jetzt, wie der Bildschirm Farben darstellt, um z.B. Bilder daran anzupassen. Programme, die Farbmanagement verwenden, können das erstellte Profil vom CMS verwenden lassen, um Bilder für den Screen zu optimieren. Insbesondere Digitalkameras speichern in den Fotos das Quellprofil ab, sodass dann das Farbmanagement in Kombination mit dem Monitor-Profil berechnen kann, wie die Farben möglichst optimal dargestellt werden können. (Es gibt auch sehr teure, hardwarekalibrierbare Monitore für den PrePress-Bereich, sowas wird hier aber wohl kaum jemand einsetzen)
Ich habe meine Bildschirme übrigens mit dem Spyder3 Pro kalibriert/profiliert, schalte aber manchmal auch auf die Werks-Profile um, um zu gucken, wie andere meine Ergebnisse evtl. sehen könnten.
Zumindest wenn ihr am Ende Mittelwerte verwenden wollt (Mittel worueber? RGB? YUV?)
muss man ja die Streuung mit angeben. Mal angenommen die Haelfte testet an S/W-Fernsehern und die andere in Farbe.
Bisher kam niemand auf das schmale Brett, für unser Projekt den C64 an einen S/W-Fernseher zu hängen.
Die Durchschnittswerte der Farben berechnen wir in dem Farbraum, der dafür am Besten geeignet ist: LAB.
Im Web ist das kein Problem: Zum einen unterstützen die gängigen Bildformate (JPEG und PNG) Farbprofile, zum anderen gilt da die Regel: "Was kein Profil spezifiziert ist als sRGB anzunehmen"
Bei C64-Grafiken kommt ja auch noch öfters GIF zum Einsatz und das beherrscht keine Profileinbettung. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn, wie du schon sagst, wird heutzutage sRGB angenommen, wenn sonst nichts vorhanden ist. Die CoCo Palette wird über die gängigen Verfahren aus dem LAB-Raum zu sRGB gewandelt und wenn man im Grafikprogramm als RGB-Arbeitsfarbraum sRGB einstellt, dann sollte es beim Export (egal in welches Format) keine Farbabweichungen geben (bzw. höchsten mal einen um 1 veränderten 8-Bit-Wert (z.B. 234 statt 235), das ist vernachlässigbar). Ich habe ein Testbild in 9 verschiedenen Formaten/Exporteinstellungen (GIF/JPEG/PNG, Speichern/Webexport mit und ohne Colormanagement) aus Photoshop abgespeichert und alle Bilder auf einer Webseite dargestellt und dann mit einem systemeigenen Tool (Digitalcolor Meter) durchgemessen.
Meine kleine Testreihe hat übrigens ergeben, dass Photoshop bei GIF natürlich nie, bei PNG nur bei der normalen Speicher-Funktion (dort aber nicht deaktivierbar), nicht aber beim Web-Export – und bei JPG auf Wunsch (im normalen Speichern-Dialog) Profile einbettet, beim Webexport aber wiederum nicht. Die Bilder habe ich mit "GraphicsConverter" daraufhin getestet, ob Profile enthalten sind oder nicht.
In den drei getesteten Browsern (Safari, Chrome, Firefox) werden alle Bilder auf der Seite zueinander nahezu identisch wiedergegeben. Firefox und Chrome passen offensichtlich die Darstellung zusätzlich an das Monitorprofil an – mess- und dezent sichtbar (letzteres bei mir eigentlich nur beim Dunkelblau), wenn ich die Webseite von einem Monitor auf einen anderen verschiebe, Safari tut das nicht. IE-Messungen muss ich auslassen, weil ich Windows nur in VMs laufen habe und ich nicht genau sagen kann, inwieweit sich das Wirtssystem bei der Darstellung einmischt.
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